Zufällige Zitate
Länger als Taten lebt das Wort.
– PindarAuf dem flammenden Altar, wo der Suppentopf brodelt, wird Jugend und Unbefangenheit, Schönheit und frohe Laune geopfert, und wer erkennt in der alten, kummergebeugten, triefäugigen Köchin die einst blühende übermütige, züchtigkokette Braut in dem Schmucke ihrer Myrtenkrone?
– August Bebelwas mich aber an meisten aufricht, und guts Muths erhält, ist der gedancke, daß sie, liebster Papa, und meine liebe schwester, sich gut befinden – daß ich ein Ehrlicher Teütscher bin, – und daß ich, wenn ich schon allzeit nicht reden darf – doch wenigstens dencken darf was ich will. das ist aber auch das einzige.
– Wolfgang Amadeus MozartAlle Bosheit kommt von der Schwachheit.
– Jean-Jacques RousseauDie Geschlagenen von heute werden die Sieger von morgen sein. Denn die Niederlage ist ihre Lehre.
– Karl LiebknechtDiejenigen, die in der Liebe flatterhaft sind und sich aufs Betrügen verlegen, die werden selbst betrogen und hintergangen.
– Marie de FranceJedes Übermaß muß gefährlich werden, selbst ein Übermaß von Gemüt.
– Wilhelm RaabeNun so wäre denn endlich die Untersuchung in die Geheimnisse der Mathematik gehüllt, damit doch ja niemand so leicht wage, sich diesem Heiligtum zu nähern.
– Johann Wolfgang von GoetheSo weit meine Erinnerung zurückreicht, habe ich stets lebhaftes Interesse für Sprichwörter gehabt.
– Karl Friedrich Wilhelm WanderEin Aphorismus braucht nicht wahr zu sein, aber er soll die Wahrheit überflügeln. Er muss mit einem Satz über sie hinauskommen.
– Karl KrausWenn eine Zeit zu viel glaubt, ist es nur eine natürliche Reaktion, dass eine andere zu wenig glaubt.
– Henry Thomas BuckleWenn man von einem unerträglichen Druck loskommen will, so hat man Haschisch nötig. Wohlan, ich hatte Wagner nötig.
– Friedrich NietzscheLiebreich und gut sei mit jedem. Gibt man dir Liebe, gib Liebe zurück. Fügt man dir Leid zu, so gib dafür Liebe. Lähme die Feinde mit Liebe. Größer, gewaltiger, rächt sich auch Gott nicht.
– Peter RoseggerDie Kunst seine Beduerfnisse immer mehr und mehr einzuschränken, ist zugleich die Kunst zur Freyheit zu gelangen.
– Adam WeishauptTugend und Laster sind verwandt wie Kohle und Diamant.
– Karl KrausAdoro und suscipe sind die beiden Urworte der menschlichen Freiheit. Das gebeugte Knie und die hingehaltenen leeren Hände sind die beiden Urgebärden des freien Menschen.
– Alfred DelpEine freiwillige, selbstbewusste Aufrichtigkeit ist nur bei einem sehr hohen Grad von Bildung möglich.
– Sophie MereauDer Mensch ist ein Blinder, der vom Sehen träumt.
– Friedrich HebbelMan denkt oft, die Liebe sei stärker als die Zeit. Aber immer ist die Zeit stärker als die Liebe.
– Kurt TucholskyNicht ohne Absicht hat die sorgsame Natur in der Biene die Süße des Honigs mit der Schärfe des Stachels verbunden. Sehnen und Knochen hat der Leib, so sei der Geist auch nicht lauter Sanftmut.
– Baltasar Gracián y MoralesLesen ist kein Wert an sich! Es ist seit Gutenberg viel mehr Schwachsinn gedruckt worden, als das arme Fernsehen in den 60 Jahren seiner Existenz versenden konnte.
– Helmut ThomaDas Volk will geleitet, d.i. (in der Sprache der Demagogen) es will betrogen sein.
– Immanuel KantWas man nicht aufgibt, hat man nie verloren.
– Friedrich SchillerEin Weib ist allmächtig. Wehe dir, wenn sie mit ihren schwachen Händen in die Räder deines Schicksals greift: zitternd wirst du zum Stillstand kommen!
– Georg WeerthImmer muß ich wie der Sturm will, bin ein Meer ohne Strand.
– Else Lasker-SchülerWohl können wir Gott unser Herz öffnen, aber nicht ohne göttliche Hilfe.
– Thomas von AquinOptimist: ein anderes Wort für Dummkopf.
– Gustave FlaubertDer Mensch hat freien Willen - d. h. er kann einwilligen in's Nothwendige.
– Friedrich HebbelHier ist die Kühnheit Klugheit.
– Emanuel GeibelZuvörderst lernen Sie eins: Es ist immer alles anders.
– Jakob WassermannDas Verbrechen hat kein Asyl, nur gekrönte Verbrechen finden eins auf dem Thron.
– Georg BüchnerJe mehr Einsicht man hat, desto mehr Größe und Niedrigkeit entdeckt man im Menschen.
– Blaise PascalFleiss und Betriebsamkeit sind wunschlos.
– Benjamin FranklinDer Voyeur besteht die Kraftprobe des natürlichen Empfindens: Der Wille, das Weib mit dem Mann zu sehen, überwindet selbst den Widerwillen, den Mann mit dem Weib zu sehen.
– Karl KrausLieber der Erste hier als der Zweite in Rom!
– PlutarchDen Teufel spürt das Völkchen nie, // und wenn er sie beim Kragen hätte.
– Johann Wolfgang von GoetheMan muß dem Jünglinge zeigen, daß der Genuß nicht liefert, was der Prospekt versprach.
– Immanuel KantBeim wunderbaren Gott - das Weib ist schön.
– Friedrich SchillerDas ist ja Gewalt! - Auch du, mein Sohn?!
– Gaius Julius Caesar