Zufällige Zitate
Wer nicht von dreitausend Jahren // Sich weiß Rechenschaft zu geben, // Bleib im Dunkeln unerfahren, // Mag von Tag zu Tage leben.
– Johann Wolfgang von GoetheDer Erkenntnisprozeß ist [...] der Entwicklungsprozeß zur Freiheit.
– Rudolf SteinerDas Bild - und es ist nur ein Bild -, das Bild, anhand dessen man sich dieses tätige Wachstum der Natur Gottes am besten vorstellen kann, ist das einer zärtlichen Fürsorge dafür, daß nichts verloren geht.
– Alfred North WhiteheadUnser Gefühl selbst ist nichts anderes als eine innere Musik immer währender Schwingung der Lebensnerven.
– Wilhelm HeinseNicht aufzufallen, ist das erste Gesetz des guten Tones.
– August Julius LangbehnDas höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst.
– Seneca d.J.Das wird kein ganzer Kerl, der nie ein Rüpel war.
– Otto Julius BierbaumWo viel Licht ist, ist auch viel Schatten.
– Johann Wolfgang von GoetheAllen Beifall gewinnt, wer das Nützliche unter das Angenehme mischt // dadurch, dass er den Leser ebenso erfreut wie ermahnt.
– HorazLieber Herr Professor, zuletzt wäre ich sehr viel lieber Basler Professor als Gott; aber ich habe es nicht gewagt, meinen Privat-Egoismus so weit zu treiben, um seinetwegen die Schaffung der Welt zu unterlassen. Sie sehen, man muß Opfer bringen, wie und wo man lebt.
– Friedrich NietzscheKomm, Nerina! Sitz // Fröhlich auf meinen Knien, // Und in deine Augen soll // Erregung lüstern flimmern.
– Lorenzo StecchettiGroß ist die Macht der Gewohnheit.
– Publilius SyrusLerne Widerspruch ertragen. Sei nicht aus schwacher Eitelkeit und törichtem Dünkel eingenommen von Deinen Meinungen.
– Adolph Freiherr KniggeDie Entdeckung eines neuen Gerichtes ist für das Glück der Menschheit wichtiger, als die Entdeckung eines neuen Gestirnes.
– Jean Anthelme Brillat-SavarinVerschonen Sie mich mit Ihrer Philosophie - Philosophie für die Leidenschaften, Harmonie für den Tauben.
– Johann Anton LeisewitzAlle Philosophie ist wahr, wenn sie zum Heiligen aufstrebt.
– Justinus KernerDie Weltgeschichte ist nicht der Boden des Glücks. Die Perioden des Glücks sind leere Blätter in ihr.
– Georg Wilhelm Friedrich HegelEin gutes Gedicht ist das eindringendste Mittel der Belebung des Gemüts.
– Immanuel KantIch weiß wohl, dass derjenige auf Ewigkeit hofft, der hier zu kurz gekommen ist.
– Friedrich SchillerIch gehe noch weiter und sage: es ist ganz was anders, Dinge von einander zu unterscheiden, und den Unterschied der Dinge erkennen.
– Immanuel KantAller Fortschritt beruht auf dem allgemeinen inneren Wunsch eines jeden Organismus, über sein Einkommen hinaus zu leben.
– Samuel Butler d.J.In einem Nu von der Dauer eines Wimpernschlages lebte jedes Muster ihres vergangenen Lebens wieder auf, aber nicht im zeitlichen Nacheinander, sondern als Teil eines großen Synchronismus.
– Thomas De QuinceyEin großer Künstler sieht die Dinge niemals so, wie sie sind. Sähe er sie so, wäre er kein Künstler mehr.
– Oscar WildeDu musst dich jetzt anstrengen oder nie.
– Philip Stanhope Earl of ChesterfieldBücher, die wir zu unseren Freunden machen, werden uns nie zum Ekel. Sie nützen sich durch den Gebrauch nicht ab.
– Ludwig FeuerbachWer nicht den tiefsten Sinn des Lebens // Im Herzen sucht, der forscht vergebens.
– Friedrich von BodenstedtVielleicht kommt einmal der Tag, da die übrigen Geschöpfe die Rechte erwerben werden, die ihnen nie, wenn nicht durch die Hand der Tyrannei, hätten vorenthalten bleiben können. Die Franzosen haben bereits entdeckt, dass schwarze Haut kein Grund ist, ein menschliches Wesen hilflos der Laune eines Peinigers auszuliefern. Ebenso mag eines Tages erkannt werden, dass auch die Zahl der Beine, Behaarung oder ein Schwanz ein unzureichender Grund dafür sind, ein empfindendes Wesen solchem Schicksal zu überlassen. [...] Die Frage ist nicht, ob sie Verstand haben oder sprechen können, sondern ob sie leiden.
– Jeremy BenthamVerloren ist, wer den Humor verlor.
– Otto Julius BierbaumDie Irreligiösen sind religiöser als sie selbst wissen, und die Religiösen sind's weniger, als sie meinen.
– Franz GrillparzerNürnberg ist unter allen Städten/ die ich jemals in Teutschland gesehen habe/ die allerschönste;
– Edward Browne[...] ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.
– Franz KafkaNach Golde drängt, // Am Golde hängt // Doch alles. Ach wir Armen!
– Johann Wolfgang von GoetheAbergläubische Handlungen oder die Benutzung von magischen Gegenständen, z.B. Amuletten sind an sich wirkungslos, stellen aber eine Art Kommunikationsmittel mit Dämonen dar und bewirken den stillschweigenden Abschluss eines Dämonenpakts durch den Willen des Ausübenden und die dem Dämon gegebenen Zeichen.
– Augustinus von HippoDieses Produkt [die kosmologischen Ideen] der reinen Vernunft in ihrem transzendentalen Gebrauch ist das merkwürdigste Phänomen derselben, welches auch unter allen am kräftigsten wirkt, die Philosophie aus ihrem dogmatischen Schlummer zu erwecken, und sie zu den schweren Geschäfte der Kritik der reinen Vernunft selbst zu bewegen.
– Immanuel KantIch glaube, ich würde die Freiheit in allen Zeiten geliebt haben; in der Zeit aber, in der wir leben, fühle ich mich geneigt, sie anzubeten.
– Alexis de TocquevilleEin andrer Bürger zieht vor, mit dem Tod zu spielen und Gesundheit in kleinen Teilchen zu kaufen, den Tod durch Bestechung mit Zuckerpillen fernzuhalten. Bald ist er im Grab und der ganze Zucker wird wieder aus ihm herausgespielt. Dieser Bürger verließ sich auf die Homöopathie und suchte einen homöopathischen Arzt, einen Freund des Todes, auf.
– Mark TwainEin gutes Foto ist nicht einfach die Reproduktion eines Objekts oder einer Gruppe von Objekten - es ist eine Interpretation der Natur, eine Wiedergabe der Eindrücke, die der Fotograf erhält und die er anderen vermitteln möchte.
– Lewis HineGeschichte handelt fast nur von […] schlechten Menschen, die später gutgesprochen worden sind.
– Friedrich Nietzsche