Zufällige Zitate

  • Die Welt is kein System, sondern eine Geschichte, aus der nachher freilich Gesetze folgen können.
    Friedrich Schlegel

  • Was ich aus Trutz vollbracht, / wuchs voll Pracht / über Nacht / und ward verregnet. / Was ich aus Lieb‘ gesät, / keimte stet, / reifte spät / und ist gesegnet.
    Peter Rosegger

  • Die Liebe, wie die Wahrheit in ihrer höchsten Reinheit und Vollendung ist ja eben in sich auch alsosehr das Allerhöchste in sich selbst, daß sich darüber nichts noch Höheres denken und begreifen läßt!
    Jakob Lorber

  • Keine zwei Dinge konnten einander an sich fremder sein, als das römische Papsttum und der Geist deutscher Sitten.
    Johann Gottfried Herder

  • Das Leben bildet eine Oberfläche, die so tut, als ob sie so sein müßte, wie sie ist, aber unter ihrer Haut treiben und drängen die Dinge.
    Robert Musil

  • Das dritte Gesetz der Sehnsucht lautet: Nur im Spiegel anderen Lebens können wir uns selbst verstehen. Wir brauchen den Blick des Allerfremdesten.
    Andreas Weber

  • Kopf und Herz führen meist erst in reiferen Jahren getrennte Rechnung.
    Karl Emil Franzos

  • Besser ist es, in der Hölle zu herrschen, als im Himmel dienen.
    John Milton

  • Mein bist du, und wärfen Höll' und Himmel sich zwischen uns!
    Friedrich Schiller

  • Es ist nicht unsere Sache, die Minister des Zaren zu stürzen, sondern den Zarismus durch die Revolution zu stürzen.
    Leo Trotzki

  • Nur Starke dürfen sich dem Innenleben zuwenden, Seelenkrüppel bilden müde Kirchen.
    Peter Hille

  • Einige Leute haben ein Herz wie ein Ofen; er ist an sich kalt, aber sie heizen ihn, wenn sich Jemand wärmen will.
    Friedrich Hebbel

  • Es ist nötig, daß wir den Schwerpunkt des Lebens in unser Inneres verlegen.
    Jakob Wassermann

  • In der Ehe pflegt gewöhnlich immer einer der Dumme zu sein. Nur wenn zwei Dumme heiraten -: das kann mitunter gut gehn.
    Kurt Tucholsky

  • Wie wenig Lärm machen die wirklichen Wunder.
    Antoine de Saint-Exupéry

  • Das will ich, so befehl ich's, als Grund genügt (mein) Wille.
    Juvenal

  • So, in ewiger Dämmerung und Einsamkeit beharrend, sind die Mütter schaffende Wesen, sie sind das schaffende und erhaltende Prinzip, von dem alles ausgeht, was auf der Oberfläche der Erde Gestalt und Leben hat. Was zu atmen aufhört, geht als geistige Natur zu ihnen zurück, und sie bewahren es, bis es wieder Gelegenheit findet, in ein neues Dasein zu treten.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Über den Wassern deiner Seele schwebt unaufhörlich ein dunkler Vogel: Unruhe.
    Christian Morgenstern

  • Viele verschiedene Wege führen zum Ziel. Unwissende jedoch versteifen sich auf einen Standpunkt.
    Swami Vivekananda

  • Ein jeder ist an seinem Platz unsterblich.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Nicht Strenge legte Gott ins weiche Herz des Weibes.
    Friedrich Schiller

  • Gott hilft uns nicht immer am Leiden vorbei, aber er hilft uns hindurch.
    Johann Albrecht Bengel

  • Anfangs lieben Kinder ihre Eltern; wenn sie älter werden, halten sie Gericht über sie; manchmal verzeihen sie ihnen.
    Oscar Wilde

  • Der größte Feind des Fortschritts ist nicht der Irrtum, sondern die Trägheit.
    Henry Thomas Buckle

  • Geh mir ein wenig aus der Sonne!
    Diogenes von Sinope

  • Je mehr Einsicht man hat, desto mehr Größe und Niedrigkeit entdeckt man im Menschen.
    Blaise Pascal

  • Alle diese Toten sind Menschen, alle diese Toten haben geatmet wie ich, alle diese Toten hatten einen Vater, eine Mutter, Frauen, die sie liebten, ein Stück Land, in dem sie wurzelten, Gesichter, die von ihren Freuden und ihren Leiden sagten, Augen, die das Licht sahen und den Himmel. In dieser Stunde weiß ich, daß ich blind war, weil ich mich geblendet hatte, in dieser Stunde weiß ich endlich, daß alle diese Toten, Franzosen und Deutsche, Brüder waren und daß ich ihr Bruder bin.
    Ernst Toller

  • Kürze begehr ich, // Und ich verirr in das Dunkel.
    Horaz

  • Man bewundert bei uns noch immer ein ständig im Maul geführtes ungekämmtes Flegeltum als Männlichkeit.
    Carl von Ossietzky

  • Manche Dichter geraten unter dem Malen schlechter Charaktere oft so ins Nachahmen derselben hinein, wie Kinder, wenn sie träumen zu pissen, wirklich ihr Wasser lassen.
    Jean Paul

  • Sehr geringe Unterschiede begründen manchmal sehr große Verschiedenheiten.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Jedes Wesen liebt von Natur auf seine Weise Gott mehr als sich selbst.
    Thomas von Aquin

  • Nicht jeder, der von einem Engel erleuchtet wird, erkennt, dass er von einem Engel erleuchtet wird.
    Thomas von Aquin

  • [...] unsere Gesellschaftlichkeit nimmt den Charakter des Eigennutzes an, und wird dadurch sehr leicht das Gegentheil von dem, was sie seyn sollte. Gleichwohl dauert die Gesellschaft fort; es scheint sogar, als ob der gesellschaftliche Eigennutz von der Natur selbst, als das sicherste Mittel zur Erhaltung und Fortbildung der Gesellschaft berechnet worden sey. In Wahrheit, nichts ist unschuldiger als eben dieser Eigennutz, sobald er allgemein ist;
    Friedrich Buchholz

  • Freie Bahn für alle Tüchtigen, das sei unsere Losung.
    Theobald von Bethmann Hollweg

  • Denn wir sehen, dass nichts von nichts entstehen kann.
    Lukrez

  • Adieu, mein Freund. Die Guillotine ist der beste Arzt.
    Georg Büchner

  • Die deutsche Sprache ist die tiefste, die deutsche Rede die seichteste.
    Karl Kraus

  • Edle Gesinnung kommt von hohen Ämtern.
    Titus Livius

  • Die Herren, die die Kunstwelt lenken // Und in der Zeitung für uns denken, // Und die mit hohem Selbstvertrauen // Uns täglich deutsche Kunst versauen, // Wie fanden sie Geschmack // An dem Schlawinerpack! // An Burschen, die den Kniff verstanden, // Bald die, bald jene Richtung fanden, // In der man ohne Kunst und Fleiß // sich als Genie zu geben weiß! // [...] Die Wunde schwärt. // Da hilft kein Pflaster, // Die Kunst ist krank // Und siecht nun dank // Dem gottverdammten Kritikaster.
    Ludwig Thoma



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