Jean Paul

Jean Paul Zitate: 54 Zitate von Jean Paul

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  • Jede gute Erzählung, so wie gute Dichtung, umgibt sich von selber mit Lehren.
    – Jean Paul

  • Nur sein Auge sah alle die tausend Qualen der Menschen bei ihren Untergängen - Diesen Weltschmerz kann er, so zu sagen, nur aushalten durch den Anblick der Seligkeit, die nachher vergütet.
    – Jean Paul

  • Nie vergesse der Dichter über der Zukunft, die ihm eigentlich heller vorschimmert, die Forderungen der Gegenwart und also des nur an diese angeschmiedeten Lesers.
    – Jean Paul

  • Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat.
    – Jean Paul

  • Gute Weiber gönnen einander alles, ausgenommen Kleider, Männer und Flachs.
    – Jean Paul

  • Alle plötzlichen Dämmerungen sind nur die der Sonnenfinsternisse und also keine wachsende, sondern ebenso plötzlich verschwindende.
    – Jean Paul

  • In phantasiereichen Menschen liegen, wie in heißen Ländern oder auf Bergen, alle Extreme eng beieinander.
    – Jean Paul

  • Jedes Ich ist Persönlichkeit, folglich geistige Individualität.
    – Jean Paul

  • Warum lieben wir die Tugend an andern zehnmal mehr als an uns? Warum fühlen wir so viel Wärme gegen einen Aufopfernden und halten's für Schuldigkeit bei uns? Einmal müssen wir uns irren.
    – Jean Paul

  • Der Humor, als das umgekehrt Erhabene, vernichtet nicht das Einzelne, sondern das Endliche durch den Kontrast mit der Idee.
    – Jean Paul

  • Der Mensch ist gut und will nicht, daß man vor einem andern als ihm selbst krieche.
    – Jean Paul

  • Du liebes Bayreuth, auf einem so schön gearbeiteten, so grün angestrichenen Präsentierteller von Gegend einem dargeboten - man sollte sich einbohren in dich, um nimmer heraus zu können.
    – Jean Paul

  • Armut ist die einzige Last, die schwerer wird, je mehr Geliebte daran tragen.
    – Jean Paul

  • Es gibt Menschen, denen jedes Lob Tadel ist, das nicht das größte ist.
    – Jean Paul

  • Dass du gewiss in Bayreuth selig sein wirst, so sehr sind dessen Häuser und Berge zu loben.
    – Jean Paul

  • Eine lange Zeit lernt man darum die Menschen nicht kennen, weil man sie überall für besser hält als sich.
    – Jean Paul

  • Lass sich doch keine Seele vom Glauben an Gott in ihrer Lebens-Geschichte etwa dadurch abneigen, daß sie zu klein dafür sei in der Menge der Geister und Sonnen.
    – Jean Paul

  • Eine neue Rolle des Lebens spielt der Mensch am wärmsten und am besten; über unsern Antrittspredigten schwebt der Heilige Geist brütend mit Taubenflügeln – nur später liegen die Eier kalt.
    – Jean Paul

  • An ungebildeten Leuten ärgert einen Eigennutz nicht.
    – Jean Paul

  • Hinter einem voranziehenden Gott würden alle Menschen Götter. Tilgt ihr aber das Ideal aus der Brust, so verschwindet damit Tempel, Opferaltar und alles.
    – Jean Paul

  • Es hat mich oft verdrüßlich gemacht, daß ich jeder Vorrede, die ich schreibe, ein Buch anhängen muß
    – Jean Paul

  • Jede Freude füllt, jeder Schmerz leert dich, aber in jener hat noch Sehnsucht Platz, in diesem noch Zuversicht.
    – Jean Paul

  • Die Wiederholung ist die Mutter - nicht bloß des Studierens, sondern auch der Bildung.
    – Jean Paul

  • Es ist nicht gut, wenn in die Geschichte eines Mannes – und heckte er täglich die neuen Einfälle zu Schocken – das Schicksal selber ein Wortspiel wie ein Nestei gelegt hat; auf diesem Ei sitzt und brütet er sein Leben lang und will etwas herausbringen.
    – Jean Paul

  • In den Dämmerungen regiert das Herz.
    – Jean Paul

  • Die bloße Empfindung schafft nicht den Dichter, aber der bloße Dichter auch nicht jene. Im ersten Irrtum ist der Jüngling, im zweiten der Kritiker.
    – Jean Paul

  • Ein Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffer landen und anstürmende scheitern.
    – Jean Paul

  • Ich kenne nur eine Sache, die süßer ist, als ein Buch zu machen, nämlich eines zu entwerfen.
    – Jean Paul

  • Die weibliche Kleider-Liebe hat samt der Reinlichkeit, welche gleichsam auf der Grenzscheide zwischen Leib und Sittlichkeit wohnt, eine Wand- und Tür-Nachbarin, nämlich Herzens-Reinheit.
    – Jean Paul

  • Die Kälte hat ewig ein Sprachrohr und die Empfindung ein Hörrohr. Die Ankunft einer ungeliebten fürstlichen Leiche oder dergleichen Braut hört man an den Polarzirkeln; hingegen wenn wir Niedere unsre Gräber oder unsre Arme mit Geliebten füllen: so fallen bloß einige ungehörte Tränen, trostlose oder selige.
    – Jean Paul

  • Einen traurigen Mann erduld' ich, aber kein trauriges Kind.
    – Jean Paul

  • Da aber der Deutsche keine Zeit so gern erlebt als Bedenkzeit - zu seinem größten Schritt, den er tat, nämlich ins Leben, nahm er sich gar eine Bedenkewigkeit -: so gibt er dem festen langsamen Schreiben den Preis vor dem leichten her- und wegrauschenden Sprechen; ungleich dem Süden ist er weniger ein redseliges als ein schreibseliges Volk, wie seine Registraturen und Bücherschränke ansagen.
    – Jean Paul

  • O du geliebtes Bayreuth, in das ich wie in einen Himmel fuhr und in dem ich jede Minute verschlang, aus Furcht, sie fliege ungenossen vorüber -, besuche mich in meinen Höfer Träumen und spiegle dich in ihnen mit deinen Gegenden und Einwohnern ab wie der Himmel im klaren Bach.
    – Jean Paul

  • Manche Dichter geraten unter dem Malen schlechter Charaktere oft so ins Nachahmen derselben hinein, wie Kinder, wenn sie träumen zu pissen, wirklich ihr Wasser lassen.
    – Jean Paul

  • Die Leidenschaft macht die besten Beobachtungen und die elendesten Schlüsse. Sie ist ein Fernrohr, dessen Feld desto heller, je enger es ist.
    – Jean Paul

  • Hier auf dem offenen Meere der Welt, mitten unter hundert Schiffen, kann ich Dir nicht durch das Sprachrohr der Presse das zuschreien, was ich Dir viel lieber nahe an Deinem Angesicht und an Deiner Brust zuflüstern möchte.
    – Jean Paul

  • Mancher wird ein freier Diogenes, nicht wenn er in dem Fasse, sondern wenn dieses in ihm wohnt.
    – Jean Paul

  • Einzelne Regeln ohne den Geist der Erziehung sind ein Wörterbuch ohne Sprachlehre.
    – Jean Paul

  • Mit einer Kindheit voll Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten.
    – Jean Paul

  • Unglück kann sich wie ein Skorpion in jede Ecke verkriechen.
    – Jean Paul

  • Mädchen und Gold sind desto weicher, je reiner sie sind.
    – Jean Paul

  • Berlin ist mehr ein Welttheil, als eine Stadt, wo sich aus der größeren Menge leichter eine gesellige Einsamkeit erwählen ließe. Da fänden Sie Ihren ruhigsten Hafen in Deutschland.
    – Jean Paul

  • Ein Schmeichler ist's selten aus bloßem Eigennutz, sondern aus Charakter; denn er schmeichelt Niedrigen wie Hohen.
    – Jean Paul

  • Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsre Freuden, sondern weil unsre Hoffnungen aufhören.
    – Jean Paul

  • Es ist leichter, die Menschen zu lieben als zu ertragen - viele heftig zu lieben, als keinen zu hassen.
    – Jean Paul

  • Der Dichter gleicht der Saite: Er selber macht sich unsichtbar, wenn er sich schwingt und Wohllaut gibt.
    – Jean Paul

  • Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet oder selber verzeiht.
    – Jean Paul

  • In der Liebe wird der Ernst der Jungfrau bezaubern; in der Ehe, die selber ein langer Ernst ist, möchte leichtes Scherzen und Bescherzen der Welt besser einschlagen.
    – Jean Paul

  • Ein verdrießlicher Gott ist ein Widerspruch oder der Teufel.
    – Jean Paul

  • Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus welchem wir nicht getrieben werden können.
    – Jean Paul

  • Feststehende philosophische Worte sind gefährlich – man bringt sein ganzes Anschauungssystem darunter – und dann versteht man fremde Worte nicht, die man sonst verstände.
    – Jean Paul

  • Wenn man beim Stiche der Biene oder des Schicksals nicht stillehält, so reißet der Stachel ab und bleibt zurück.
    – Jean Paul

  • Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens.
    – Jean Paul

  • Das körperliche Herz sei das Muster des geistigen: verletzbar, empfindlich, rege und warm, aber ein derber, frei fortschlagender Muskel hinter dem Knochengitter, und seine zarten Nerven sind schwer zu finden.
    – Jean Paul



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O du geliebtes Bayreuth, in das ich wie in einen Himmel fuhr und in dem
O du geliebtes Bayreuth, in das ich wie in einen Himmel fuhr und in dem ich jede Minute verschlang, aus Furcht, sie fliege ungenossen vorüber -, besuche mich in meinen Höfer Träumen und spiegle dich in ihnen mit deinen Gegenden und Einwohnern ab wie der Himmel im klaren Bach.
– Jean Paul
Jedes Ich ist Persönlichkeit, folglich geistige Individualität. – Jean P
Jedes Ich ist Persönlichkeit, folglich geistige Individualität.
– Jean Paul
Mit einer Kindheit voll Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch fü
Mit einer Kindheit voll Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten.
– Jean Paul
Du liebes Bayreuth, auf einem so schön gearbeiteten, so grün angestriche
Du liebes Bayreuth, auf einem so schön gearbeiteten, so grün angestrichenen Präsentierteller von Gegend einem dargeboten - man sollte sich einbohren in dich, um nimmer heraus zu können.
– Jean Paul
Ein Schmeichler ist's selten aus bloßem Eigennutz, sondern aus Charakter
Ein Schmeichler ist's selten aus bloßem Eigennutz, sondern aus Charakter; denn er schmeichelt Niedrigen wie Hohen.
– Jean Paul
Eine lange Zeit lernt man darum die Menschen nicht kennen, weil man sie
Eine lange Zeit lernt man darum die Menschen nicht kennen, weil man sie überall für besser hält als sich.
– Jean Paul
In der Liebe wird der Ernst der Jungfrau bezaubern; in der Ehe, die selb
In der Liebe wird der Ernst der Jungfrau bezaubern; in der Ehe, die selber ein langer Ernst ist, möchte leichtes Scherzen und Bescherzen der Welt besser einschlagen.
– Jean Paul
Feststehende philosophische Worte sind gefährlich – man bringt sein ganz
Feststehende philosophische Worte sind gefährlich – man bringt sein ganzes Anschauungssystem darunter – und dann versteht man fremde Worte nicht, die man sonst verstände.
– Jean Paul
Lass sich doch keine Seele vom Glauben an Gott in ihrer Lebens-Geschicht
Lass sich doch keine Seele vom Glauben an Gott in ihrer Lebens-Geschichte etwa dadurch abneigen, daß sie zu klein dafür sei in der Menge der Geister und Sonnen.
– Jean Paul
An ungebildeten Leuten ärgert einen Eigennutz nicht. – Jean Paul
An ungebildeten Leuten ärgert einen Eigennutz nicht.
– Jean Paul
Jede Freude füllt, jeder Schmerz leert dich, aber in jener hat noch Sehn
Jede Freude füllt, jeder Schmerz leert dich, aber in jener hat noch Sehnsucht Platz, in diesem noch Zuversicht.
– Jean Paul
Die Wiederholung ist die Mutter - nicht bloß des Studierens, sondern auc
Die Wiederholung ist die Mutter - nicht bloß des Studierens, sondern auch der Bildung.
– Jean Paul
In den Dämmerungen regiert das Herz. – Jean Paul
In den Dämmerungen regiert das Herz.
– Jean Paul
Gute Weiber gönnen einander alles, ausgenommen Kleider, Männer und Flach
Gute Weiber gönnen einander alles, ausgenommen Kleider, Männer und Flachs.
– Jean Paul
Ich kenne nur eine Sache, die süßer ist, als ein Buch zu machen, nämlich
Ich kenne nur eine Sache, die süßer ist, als ein Buch zu machen, nämlich eines zu entwerfen.
– Jean Paul
In phantasiereichen Menschen liegen, wie in heißen Ländern oder auf Berg
In phantasiereichen Menschen liegen, wie in heißen Ländern oder auf Bergen, alle Extreme eng beieinander.
– Jean Paul
Manche Dichter geraten unter dem Malen schlechter Charaktere oft so ins
Manche Dichter geraten unter dem Malen schlechter Charaktere oft so ins Nachahmen derselben hinein, wie Kinder, wenn sie träumen zu pissen, wirklich ihr Wasser lassen.
– Jean Paul
Mancher wird ein freier Diogenes, nicht wenn er in dem Fasse, sondern we
Mancher wird ein freier Diogenes, nicht wenn er in dem Fasse, sondern wenn dieses in ihm wohnt.
– Jean Paul
Unglück kann sich wie ein Skorpion in jede Ecke verkriechen. – Jean Paul
Unglück kann sich wie ein Skorpion in jede Ecke verkriechen.
– Jean Paul
Mädchen und Gold sind desto weicher, je reiner sie sind. – Jean Paul
Mädchen und Gold sind desto weicher, je reiner sie sind.
– Jean Paul
Es gibt Menschen, denen jedes Lob Tadel ist, das nicht das größte ist. –
Es gibt Menschen, denen jedes Lob Tadel ist, das nicht das größte ist.
– Jean Paul
Es ist leichter, die Menschen zu lieben als zu ertragen - viele heftig z
Es ist leichter, die Menschen zu lieben als zu ertragen - viele heftig zu lieben, als keinen zu hassen.
– Jean Paul
Ein verdrießlicher Gott ist ein Widerspruch oder der Teufel. – Jean Paul
Ein verdrießlicher Gott ist ein Widerspruch oder der Teufel.
– Jean Paul
Wenn man beim Stiche der Biene oder des Schicksals nicht stillehält, so
Wenn man beim Stiche der Biene oder des Schicksals nicht stillehält, so reißet der Stachel ab und bleibt zurück.
– Jean Paul
Das körperliche Herz sei das Muster des geistigen: verletzbar, empfindli
Das körperliche Herz sei das Muster des geistigen: verletzbar, empfindlich, rege und warm, aber ein derber, frei fortschlagender Muskel hinter dem Knochengitter, und seine zarten Nerven sind schwer zu finden.
– Jean Paul
Hinter einem voranziehenden Gott würden alle Menschen Götter. Tilgt ihr
Hinter einem voranziehenden Gott würden alle Menschen Götter. Tilgt ihr aber das Ideal aus der Brust, so verschwindet damit Tempel, Opferaltar und alles.
– Jean Paul
Jede gute Erzählung, so wie gute Dichtung, umgibt sich von selber mit Le
Jede gute Erzählung, so wie gute Dichtung, umgibt sich von selber mit Lehren.
– Jean Paul
Es ist nicht gut, wenn in die Geschichte eines Mannes – und heckte er tä
Es ist nicht gut, wenn in die Geschichte eines Mannes – und heckte er täglich die neuen Einfälle zu Schocken – das Schicksal selber ein Wortspiel wie ein Nestei gelegt hat; auf diesem Ei sitzt und brütet er sein Leben lang und will etwas herausbringen.
– Jean Paul
Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat. – Jean
Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat.
– Jean Paul
Ein Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffer landen und a
Ein Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffer landen und anstürmende scheitern.
– Jean Paul
Die weibliche Kleider-Liebe hat samt der Reinlichkeit, welche gleichsam
Die weibliche Kleider-Liebe hat samt der Reinlichkeit, welche gleichsam auf der Grenzscheide zwischen Leib und Sittlichkeit wohnt, eine Wand- und Tür-Nachbarin, nämlich Herzens-Reinheit.
– Jean Paul
Einen traurigen Mann erduld' ich, aber kein trauriges Kind. – Jean Paul
Einen traurigen Mann erduld' ich, aber kein trauriges Kind.
– Jean Paul
Die Leidenschaft macht die besten Beobachtungen und die elendesten Schlü
Die Leidenschaft macht die besten Beobachtungen und die elendesten Schlüsse. Sie ist ein Fernrohr, dessen Feld desto heller, je enger es ist.
– Jean Paul
Einzelne Regeln ohne den Geist der Erziehung sind ein Wörterbuch ohne Sp
Einzelne Regeln ohne den Geist der Erziehung sind ein Wörterbuch ohne Sprachlehre.
– Jean Paul
Der Humor, als das umgekehrt Erhabene, vernichtet nicht das Einzelne, so
Der Humor, als das umgekehrt Erhabene, vernichtet nicht das Einzelne, sondern das Endliche durch den Kontrast mit der Idee.
– Jean Paul
Berlin ist mehr ein Welttheil, als eine Stadt, wo sich aus der größeren
Berlin ist mehr ein Welttheil, als eine Stadt, wo sich aus der größeren Menge leichter eine gesellige Einsamkeit erwählen ließe. Da fänden Sie Ihren ruhigsten Hafen in Deutschland.
– Jean Paul
Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsre Freuden, sondern weil unsre
Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsre Freuden, sondern weil unsre Hoffnungen aufhören.
– Jean Paul
Der Dichter gleicht der Saite: Er selber macht sich unsichtbar, wenn er
Der Dichter gleicht der Saite: Er selber macht sich unsichtbar, wenn er sich schwingt und Wohllaut gibt.
– Jean Paul
Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus welchem wir nicht getrieben
Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus welchem wir nicht getrieben werden können.
– Jean Paul
Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens. – Jean Paul
Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens.
– Jean Paul
Eine neue Rolle des Lebens spielt der Mensch am wärmsten und am besten;
Eine neue Rolle des Lebens spielt der Mensch am wärmsten und am besten; über unsern Antrittspredigten schwebt der Heilige Geist brütend mit Taubenflügeln – nur später liegen die Eier kalt.
– Jean Paul
Es hat mich oft verdrüßlich gemacht, daß ich jeder Vorrede, die ich schr
Es hat mich oft verdrüßlich gemacht, daß ich jeder Vorrede, die ich schreibe, ein Buch anhängen muß
– Jean Paul
Nur sein Auge sah alle die tausend Qualen der Menschen bei ihren Untergä
Nur sein Auge sah alle die tausend Qualen der Menschen bei ihren Untergängen - Diesen Weltschmerz kann er, so zu sagen, nur aushalten durch den Anblick der Seligkeit, die nachher vergütet.
– Jean Paul
Nie vergesse der Dichter über der Zukunft, die ihm eigentlich heller vor
Nie vergesse der Dichter über der Zukunft, die ihm eigentlich heller vorschimmert, die Forderungen der Gegenwart und also des nur an diese angeschmiedeten Lesers.
– Jean Paul
Die bloße Empfindung schafft nicht den Dichter, aber der bloße Dichter a
Die bloße Empfindung schafft nicht den Dichter, aber der bloße Dichter auch nicht jene. Im ersten Irrtum ist der Jüngling, im zweiten der Kritiker.
– Jean Paul
Alle plötzlichen Dämmerungen sind nur die der Sonnenfinsternisse und als
Alle plötzlichen Dämmerungen sind nur die der Sonnenfinsternisse und also keine wachsende, sondern ebenso plötzlich verschwindende.
– Jean Paul
Die Kälte hat ewig ein Sprachrohr und die Empfindung ein Hörrohr. Die An
Die Kälte hat ewig ein Sprachrohr und die Empfindung ein Hörrohr. Die Ankunft einer ungeliebten fürstlichen Leiche oder dergleichen Braut hört man an den Polarzirkeln; hingegen wenn wir Niedere unsre Gräber oder unsre Arme mit Geliebten füllen: so fallen bloß einige ungehörte Tränen, trostlose oder selige.
– Jean Paul
Da aber der Deutsche keine Zeit so gern erlebt als Bedenkzeit - zu seine
Da aber der Deutsche keine Zeit so gern erlebt als Bedenkzeit - zu seinem größten Schritt, den er tat, nämlich ins Leben, nahm er sich gar eine Bedenkewigkeit -: so gibt er dem festen langsamen Schreiben den Preis vor dem leichten her- und wegrauschenden Sprechen; ungleich dem Süden ist er weniger ein redseliges als ein schreibseliges Volk, wie seine Registraturen und Bücherschränke ansagen.
– Jean Paul
Hier auf dem offenen Meere der Welt, mitten unter hundert Schiffen, kann
Hier auf dem offenen Meere der Welt, mitten unter hundert Schiffen, kann ich Dir nicht durch das Sprachrohr der Presse das zuschreien, was ich Dir viel lieber nahe an Deinem Angesicht und an Deiner Brust zuflüstern möchte.
– Jean Paul
Warum lieben wir die Tugend an andern zehnmal mehr als an uns? Warum füh
Warum lieben wir die Tugend an andern zehnmal mehr als an uns? Warum fühlen wir so viel Wärme gegen einen Aufopfernden und halten's für Schuldigkeit bei uns? Einmal müssen wir uns irren.
– Jean Paul
Der Mensch ist gut und will nicht, daß man vor einem andern als ihm selb
Der Mensch ist gut und will nicht, daß man vor einem andern als ihm selbst krieche.
– Jean Paul
Armut ist die einzige Last, die schwerer wird, je mehr Geliebte daran tr
Armut ist die einzige Last, die schwerer wird, je mehr Geliebte daran tragen.
– Jean Paul
Dass du gewiss in Bayreuth selig sein wirst, so sehr sind dessen Häuser
Dass du gewiss in Bayreuth selig sein wirst, so sehr sind dessen Häuser und Berge zu loben.
– Jean Paul
Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet oder selbe
Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet oder selber verzeiht.
– Jean Paul
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