Zufällige Zitate

  • Wie bei Briefen sensibeler Menschen die Schrift an sich schon den Seelenzustand des Schreibenden andeutet, so sind diese Zeichnungen (seine Pinselzeichnungen von Berlin) in der Art ihrer Linienführtung ein Hinweis und Bild des geschilderten Vorganges.
    – Ernst Ludwig Kirchner

  • England mit seinen Aristokraten geht jetzt immerhin zugrunde, freie Geister haben jetzt im Notfall noch einen besseren Zufluchtsort; würde auch ganz Europa ein einziger Kerker, so gäbe es noch immer ein anderes Loch zum Entschlüpfen, das ist Amerika und gottlob! das ist noch größer als der Kerker selbst.
    – Heinrich Heine

  • All das Kleinliche, Trügerische abstreifen, das uns hindert, glücklich zu sein – das ist der Sinn und das Ziel unseres Lebens. Nur vorwärts!.
    – Anton Tschechow

  • Blas dich nicht auf: sonst bringet dich // Zum Platzen schon ein kleiner Stich.
    – Friedrich Nietzsche

  • Die Liebe ist nicht von Wert, wenn sie nicht ausgewogen ist (wenn nicht beide Partner dem gleichen Stand angehören).
    – Marie de France

  • Die Grobheit, das präpotente Wesen, die Ungezogenheit und Unerzogenheit des Deutschen, der ins Ausland kam […] hat manchen Schaden gestiftet.
    – Gerhart Hauptmann

  • ...hüte dich, das wilde Tier zu wecken in der Brust, daß es nicht plötzlich ausbricht und dich selbst zerreißt.
    – Joseph von Eichendorff

  • Die Kunst aber, oder vielmehr die Gewandtheit, im gesellschaftlichen Tone zu sprechen, und sich überhaupt modisch zu zeigen, welche, vornehmlich wenn es Wissenschaft betrifft, fälschlich Popularität genannt wird, da sie vielmehr geputzte Seichtigkeit heißen sollte, deckt manche Armseligkeit des eingeschränkten Kopfs. Aber nur Kinder lassen sich dadurch irre leiten.
    – Immanuel Kant

  • Auch in der intelligenten Welt bildet eine schaffende Natur Stuffen, die einem jeden seine Grenzen anweist.
    – Henrich Steffens

  • Die Fische müssen schwimmen.
    – Petron

  • Keine Unterwerfung ist so vollkommen wie die, die den Anschein der Freiheit wahrt. Damit lässt sich selbst der Wille gefangennehmen.
    – Jean-Jacques Rousseau

  • Wohltätige Frauen sind oft solche, denen es nicht mehr gegeben ist, wohlzutun.
    – Karl Kraus

  • Die (große) Anzahl gibt Schutz.
    – Juvenal

  • Die Treulosigkeit ist sozusagen eine Lüge der ganzen Person.
    – Jean de La Bruyère

  • Mit den alten Königen und Fürsten von Gottes Gnaden ist es für immer vorbei.
    – Friedrich Ebert

  • Kritiker zu sein ist ein dummer Beruf, wenn man nichts ist, was darüber hinausgeht.
    – Alfred Kerr

  • Warum sollte das Gesetz seinen Schutz irgendeinem empfindenden Wesen verweigern? Die Zeit wird kommen, da die Menschheit alles, was atmet, unter ihren Schirm und Schild nehmen wird.
    – Jeremy Bentham

  • Man nennt mich einen Narren. Wird Gott, wenn er mich einst zu sich ruft, mich ebenso nennen?
    – Ludwig II. von Bayern

  • Oft wird von denen, die wir verachtet haben, gleicher Dank gezollt.
    – Phaedrus

  • Diderot war nahe genug mit uns verwandt, wie er denn in alledem, weshalb ihn die Franzosen tadeln, ein wahrer Deutscher ist.
    – Johann Wolfgang von Goethe

  • Ein unpersönlicher Gott ist gar kein Gott, sondern bloß ein missbrauchtes Wort, ein Unbegriff, eine contradictio in adjecto, ein Schiboleth für Philosophieprofessoren, welche, nachdem sie die Sache haben aufgeben müssen, mit dem Worte durchzuschleichen bemüht sind.
    – Arthur Schopenhauer

  • Wenn ich jemanden umgebracht hätte, wäre das für die Presse nicht so spannend gewesen, verstehen Sie? Aber ... Ficken, verstehen Sie, und die jungen Mädchen. Richter wollen junge Mädchen ficken. Geschworene wollen junge Mädchen ficken - alle wollen junge Mädchen ficken!
    – Roman Polanski

  • Die Irreligiösen sind religiöser als sie selbst wissen, und die Religiösen sind's weniger, als sie meinen.
    – Franz Grillparzer

  • Die Stunden sind für den Menschen da und nicht der Mensch für die Stunden.
    – François Rabelais

  • Wir sind Dickhäuter, wir strecken die Hände nach einander aus; aber es ist vergebliche Mühe, wir reiben nur das grobe Leder an einander ab, — wir sind sehr einsam.
    – Georg Büchner

  • Der Zauber steckt immer im Detail.
    – Theodor Fontane

  • Willst du den Wert des Geldes kennenlernen, geh und versuche dir welches zu borgen.
    – Benjamin Franklin

  • Die Kunst ist der Übergang aus der Natur zur Bildung, und aus der Bildung zur Natur.
    – Friedrich Hölderlin

  • Die Wiederholung ist die Mutter - nicht bloß des Studierens, sondern auch der Bildung.
    – Jean Paul

  • Ein Wiesel // saß auf einem Kiesel // Inmitten Bachgeriesel. // Wisst ihr // weshalb? // Das Mondkalb // verriet es mir // Im Stillen: // Das raffinier- // te Tier // tat's um des Reimes willen.
    – Christian Morgenstern

  • Vor Ihro Kayserliche Majestät hab ich, wie immer, schuldigen Respect. Er aber, sags ihm, er kann mich im Arsch lecken.
    – Götz von Berlichingen

  • Ich habe Geschmack gefunden an der Republik, // Seit ich so viele Könige gesehen.
    – Pierre-Jean de Béranger

  • Es gibt eine Einfalt, die schlimmer ist als Gaunerei […] gleich beim ersten Schritt gerätst du in ein solches Labyrinth von Fußangeln, dass du Kopf und Kragen dabei riskiert!
    – Michail J. Saltykow-Schtschedrin

  • Lobgesänge für den Vater im Himmel, denn jetzt weiß ich, dass ich hier in diesem Raum sterben werde, wie es mir in der Prophezeiung kundgetan wurde, dass ich in Jerusalem aus diesem Leben scheiden werde.
    – Heinrich IV. von England

  • Ohne Mitleiden ist kein Mitfreuen.
    – Franz von Baader

  • [Die Seele] ist an ihren Körper gefesselt und mit ihm verwachsen, gezwungen die Wirklichkeit durch den Körper zu sehen wie durch Gitterstäbe, anstatt durch ihre eigene ungehinderte Sicht.
    – Platon

  • Das eigentliche Studium der Menschheit ist der Mensch.
    – Johann Wolfgang von Goethe

  • Es ist nicht notwendig, daß du aus dem Haus gehst. Bleib bei deinem Tisch und horche. Horche nicht einmal, warte nur. Warte nicht einmal, sei völlig still und allein. Anbieten wird sich dir die Welt zur Entlarvung, sie kann nicht anders, verzückt wird sie sich vor dir winden.
    – Franz Kafka

  • Wir sind dem Aufwachen nah, wenn wir träumen, daß wir träumen.
    – Novalis

  • Die kurze Thorheit ist die beste.
    – Magnus Gottfried Lichtwer



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