Zufällige Zitate

  • Die Gefolterten sagen zu allem ja, und weil sie dann nicht zu widerrufen wagen, müssen sie alles mit dem Tode besiegeln.
    – Friedrich Spee von Langenfeld

  • Man getraut sich nichts zu wagen; man verfällt von Zeit zu Zeit, // Und gewöhnt sich ganz gelassen zu der Niederträchtigkeit.
    – Johann Christian Günther

  • Das Gesetz ist das Eigenthum einer unbedeutenden Klasse von Vornehmen und Gelehrten, die sich durch ihr eignes Machwerk die Herrschaft zuspricht.
    – Georg Büchner

  • Die Frau ist ein verfehlter Mann.
    – Aristoteles

  • Drei Dinge sind nicht zu ermüden: ein Knabe auf der Gasse, ein Mägdlein am Tanz, ein Priester im Opfer.
    – Johann Geiler von Kaysersberg

  • Ein Irrtum ist umso gefährlicher, je mehr Wahrheit er enthält.
    – Henri-Frédéric Amiel

  • Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild, // Ein armer Komödiant, der spreizt und knirscht // Sein Stündchen auf der Bühn und dann nicht mehr // Vernommen wird; ein Märchen ist's, erzählt // Von einem Blöden, voller Klang und Wut, // Das nichts bedeutet.
    – William Shakespeare

  • Wie über die Menschen, so auch über die Denkmäler lässt sich die Zeit ihr Recht nicht nehmen.
    – Johann Wolfgang von Goethe

  • Wer schweigt, hat wenig zu sorgen; // Der Mensch bleibt unter der Zunge verborgen.
    – Johann Wolfgang von Goethe

  • Die Zivilisation ist eine ganz dünne Kruste über einem Vulkan.
    – Ernst Cassirer

  • Nicht deiner Treu, // der Ohnmacht nur wird's zugeschrieben werden.
    – Friedrich Schiller

  • Das mittlere Denken, das Denken in bekannten, leicht erlernbaren Formen, mit modemäßig wechselnden, leicht erlernbaren Begriffen, rast im Gehirn des Volkes und erstickt alles tiefe Denken. Der Reisende im Eisenbahnabteil verzehrt sein Butterbrot und widerlegt im Kauen alle Weisheit von Hammurabi bis Hegel.
    – Walther Rathenau

  • Hoffnung ist die zweite Seele der Unglücklichen.
    – Johann Wolfgang von Goethe

  • Wann wir lesen, denkt ein Anderer für uns: wir wiederholen bloß seinen mentalen Proceß. […] Daher kommt es, daß wer sehr viel und fast den ganzen Tag liest, dazwischen aber sich in gedankenlosem Zeitvertreibe erholt, die Fähigkeit, selbst zu denken, allmälig verliert, - wie Einer der immer reitet, zuletzt das Gehen verlernt. Solches aber ist der Fall sehr vieler Gelehrten: sie haben sich dumm gelesen.
    – Arthur Schopenhauer

  • Das Gleiche läßt uns in Ruhe; aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.
    – Johann Peter Eckermann

  • Man muss nur immer sorgen, erregt zu werden, um gegen die Depression anzukämpfen. Das ist auch bei jetziger deprimierender Witterung der beste medizinische Rat.
    – Johann Wolfgang von Goethe

  • Vernunft und Einbildungskraft haben bei ihm in einer sehr unglücklichen Ehe gelebt.
    – Georg Christoph Lichtenberg

  • Es leben mit der Mühsal, die des Heimatlands entbehren.
    – Otfrid von Weißenburg

  • Der bloß niedergeworfene Feind kann wieder aufstehen, aber der versöhnte ist wahrhaft überwunden.
    – Friedrich Schiller

  • Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.
    – Friedrich Schiller

  • Sieh tapfer in des Lasters Auge, // Dass Mut dein Herz zum Kampfe sauge.
    – Anastasius Grün

  • Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt.
    – Mark Twain

  • Die Ewigkeit gleicht einem Rad, das weder Anfang noch Ende hat.
    – Hildegard von Bingen

  • Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt, [...]
    – Joseph von Eichendorff

  • Dem Stärksten.
    – Alexander der Große

  • Die dogmatischen Ansichten der vorigen Jahrhunderte leben dann nur fort in den Vorurtheilen des Volks und in gewissen Disciplinen, die, in dem Bewußtsein ihrer Schwäche, sich gern in Dunkelheit hüllen.
    – Alexander von Humboldt

  • Das Kind, der Knabe, der Mensch überhaupt soll kein anderes Streben haben, als auf jeder Stufe ganz das zu sein, was diese Stufe fordert; [...] denn nur die genügende Entwickelung des Menschen in und auf jeder vorhergehenden früheren bewirkt, erzeugt eine genügende vollendete Entwickelung jeder folgenden spätern Stufe.
    – Friedrich Fröbel

  • Wer nach den Sternen reisen will, der sehe sich nicht nach Gesellschaft um.
    – Friedrich Hebbel

  • Alle Widersprüche im Leben und im Menschen sind nur scheinbar, und könnten wir wie ein Gott auf alle heruntersehen und sie alle verstehen, so würden wir unsere Augen von keinem mit Widerwillen wenden.
    – Sophie Tieck

  • Ich bin mehrmal wegen begangener Fehler getadelt worden, die mein Tadler nicht Kraft oder Witz genug hatte, zu begehen.
    – Georg Christoph Lichtenberg

  • Seid umschlungen, Millionen! // Diesen Kuss der ganzen Welt.
    – Friedrich Schiller

  • Jeder Mensch hat 1 Leber, 1 Milz, 1 Lunge und 1 Fahne; sämtliche vier Organe sind lebenswichtiger Natur. Es soll Menschen ohne Leber, ohne Milz und mit halber Lunge geben; Menschen ohne Fahne gibt es nicht.
    – Kurt Tucholsky

  • Wer weise ist, freue sich im schweigsamen Herzen.
    – Tibull

  • Es war die Nachtigall und nicht die Lerche.
    – William Shakespeare

  • An Glück und Leid, an Ruhm und Unheil empfängt stets eine jede Nation genau, was sie verdient.
    – Heinrich von Sybel

  • wir haben keine inneren Stimmen mehr; wir wissen heute zuviel, der Verstand tyrannisiert unser Leben.
    – Robert Musil

  • Mit der Zahl der Leistungen eines Tieres wächst auch die Anzahl der Gegenstände, die seine Umwelt bevölkern. Sie erhöht sich im Lauf des individuellen Lebens eines jeden Tieres, das Erfahrungen zu sammeln vermag. Denn jede neue Erfahrung bedingt die Neueinstellung gegenüber neuen Eindrücken. Dabei werden neue Merkbilder mit neuen Wirktönen geschaffen.
    – Jakob Johann von Uexküll

  • Das Vorauswissen Gottes macht alles Kommende gewiss und bestimmt; ja seine Voraussicht und seine Vorausbestimmung, auf welche das Vorauswissen gegründet erscheint, thut noch mehr, da Gott nicht gleich dem Menschen die Ereignisse mit Gleichgültigkeit betrachten und sein Urtheil anhalten kann, weil alles nur durch die Beschlüsse seines Willens und die Wirksamkeit seiner Macht zum Dasein gelangt.
    – Gottfried Wilhelm Leibniz

  • Nie werde ich, auch nicht auf eine Bitte hin, ein tödlich wirkendes Gift verabreichen oder auch nur einen Rat dazu erteilen; gleicherweise werde ich niemals einer Frau ein fruchtabtreibendes Zäpfchen geben.
    – Hippokrates von Kós

  • Ich komme vom Christkindelsmarkt, überall Haufen zerlumpter, frierender Kinder, die mit aufgerissenen Augen und traurigen Gesichtern vor den Herrlichkeiten aus Wasser und Mehl, Dreck und Goldpapier standen. Der Gedanke, daß für die meisten Menschen auch die armseligsten Genüsse und Freuden unerreichbare Kostbarkeiten sind, machte mich sehr bitter.
    – Georg Büchner



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