Zufällige Zitate
Melodie ist das Wesen der Musik.
– Wolfgang Amadeus MozartDie erste Pflicht im Leben besteht darin, so künstlich zu sein wie möglich. Was die zweite Pflicht ist, hat bis jetzt noch niemand herausgefunden.
– Oscar WildeWehe dem Menschen, der verstockt auf einem Standpunkt steht! Er wächst darauf fest, und seinem Geiste knicken die Schwingen ab.
– Erich Mühsam»Frei, aber nicht frech«, das ist so mein Satz.
– Theodor FontaneDie Frömmigkeit entspringt dem Wunsch, um jeden Preis in der Welt eine Rolle zu spielen.
– Charles de MontesquieuDer mitleidigste Mensch ist der beste Mensch.
– Gotthold Ephraim LessingDie schnellen Herrscher sind’s, die kurz regieren.
– Friedrich SchillerEinige Analphabeten der Nazis, die wohl deshalb unter die Hitlerschen Schriftgelehrten aufgenommen worden sind, weil sie einmal einem politischen Gegner mit dem Telephonbuch auf den Kopf gehauen haben, nehmen Nietzsche heute als den ihren in Anspruch. Wer kann ihn nicht in Anspruch nehmen! Sage mir, was du brauchst, und ich will dir dafür ein Nietzsche-Zitat besorgen.
– Kurt TucholskyWas soll nicht alles Meine Sache sein! Vor allem die gute Sache, dann die Sache Gottes, die Sache der Menschheit, der Wahrheit, der Freiheit, der Humanität, der Gerechtigkeit; ferner die Sache Meines Volkes, Meines Fürsten, Meines Vaterlandes; endlich gar die Sache des Geistes und tausend andere Sachen. Nur Meine Sache soll niemals Meine Sache sein. »Pfui über den Egoisten, der nur an sich denkt!«
– Max StirnerDie Tat ist vergangen, die Denkmäler bleiben.
– OvidEs ist schwer, der Gerechtigkeit in Kürze Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
– Robert MusilWer zu viel und zu scharf sieht, sieht auch falsch.
– Theodor FontaneEin echter deutscher Mann mag keinen Franzosen leiden, doch ihre Weine trinkt er gern.
– Johann Wolfgang von GoetheWenn dem innigsten heiligen Leben Verderben droht, soll man es sicherstellen um jeden Preis.
– Karoline von GünderrodeIch hasse das Wort billig. Menschen sind billig, Bekleidung ist dagegen teuer oder preiswert.
– Karl LagerfeldDas Alter ist kein besserer, ja kaum so ein guter Lehrmeister wie die Jugend, denn es hat nicht so viel gewonnen, wie es verlor.
– Henry David ThoreauDie Spuren meines Grabes sollen von der Erdoberfläche verschwinden, so dass die Erinnerung an mich aus dem Menschengeist ausgelöscht wird.
– Donatien Alphonse François de SadeIch bin der Ansicht, dass in Deutschland in der Zeit von 1918-1933 und vor allem 1933 nicht zu sehr die Masse des Deutschen Volkes politisch versagt hat, sondern gerade diejenige Schicht, eines Staates, der ein Volk politisch führen sollte, die Intelligenz.
– Hans SchollZu den hohen Einwendungen gehört es, dass in der Welt die Nothlage der Juden nicht die einzige ist. — Ich meine aber, dass wir immerhin anfangen sollen, ein wenig Elend hinwegzuräumen; wäre es auch vorläufig nur unser eigenes.
– Theodor HerzlEin Hauptzug aller Pädagogik: Unbemerkt führen.
– Christian MorgensternSatire hat eine Grenze nach oben: Buddha entzieht sich ihr. Satire hat auch eine Grenze nach unten. In Deutschland etwa die herrschenden faschistischen Mächte. Es lohnt nicht – so tief kann man nicht schießen.
– Kurt TucholskyWenn man übrigens ihre Religion näher untersucht, findet man darin eine Art Keim unserer Dogmen. […] Ich hörte von einem Buch ihrer Gelehrten reden, mit dem Titel »Der Triumph der Polygamie«, in welchem ein Gebot der Polygamie für die Christen nachgewiesen wird.
– Charles de MontesquieuAlles Vergängliche // Ist nur ein Gleichnis // Das Unzulängliche, // Hier wirds Ereignis; // Das Unbeschreibliche, // Hier ist es getan; // Das Ewig-Weibliche // Zieht uns hinan.
– Johann Wolfgang von GoetheEr [Der Abt] hasse die Fehler, er liebe die Brüder.
– Benedikt von NursiaEs ist ein entscheidender Unterschied, ob Menschen sich zu anderen als Zuschauer verhalten können, oder ob sie immer Mitleidende, Mitfreudige, Mitschuldige sind: diese sind die eigentlich Lebenden.
– Hugo von HofmannsthalEin wirklich unvoreingenommenes Urteil kann man nur über Dinge abgeben, die einen nicht interessieren, und das ist zweifellos der Grund, dass unvoreingenommene Urteile immer wertlos sind.
– Oscar WildeDen Deutschen ist im ganzen die philosophische Spekulation hinderlich, die in ihrem Stil oft ein unsinnliches, unfaßbares, breites und aufdröselndes Wesen hineinbringt. Je näher sie sich gewissen philosophischen Schulen hingeben, desto schlechter schreiben sie.
– Johann Peter EckermannZweitens die politische Seite der Atomfrage. Seit 30 Jahren beschreit man, dass die iranische Nation rückständig sei, lässt Iran aber keine Wahl als rückständig zu bleiben.
– Mahmūd Ahmadī-NežādDurch das Zuviel-Arbeiten sündigt man am Leben und an der Arbeit selber.
– Paula Modersohn-BeckerWas ist ein Held ohne Menschenliebe?
– Gotthold Ephraim LessingO, hättest du vom Menschen besser stets gedacht, du hättest besser auch gehandelt!
– Friedrich SchillerFreundschaft ist die Ehe der Seele und diese Ehe ist der Scheidung unterworfen.
– VoltaireDas verschweigt des Sängers Höflichkeit.
– August Friedrich Ernst LangbeinEin junger doctor muß haben // Ein kirchhof zum begraben.
– Georg RollenhagenDie Sittlichkeit verfeinert die Sitte und die Sitte wiederum die Sittlichkeit.
– Marie von Ebner-EschenbachDie Lichtlein auf dem Baume brannten so still und feierlich – als schwiegen sie mir himmlische Geheimnisse zu.
– Peter RoseggerEin Mann, der etwas auf sich hält, sollte seine letzten Worte beizeiten auf einen Zettel schreiben und dazu die Meinung seiner Freunde einholen. Er sollte sich damit keinesfalls erst in seiner letzten Stunde befassen und darauf vertrauen, dass eine geistvolle Eingebung ihn just dann in die Lage versetzt, etwas Brillantes von sich zu geben und mit Größe in die Ewigkeit einzugehen.
– Mark TwainUnser Herz ist eine Harfe, eine Harfe mit zwei Saiten. In der einen jauchzt die Freude, und der Schmerz weint in der zweiten.
– Peter Rosegger