Zufällige Zitate
Es gibt einen Stolz, der zu kriechen versteht.
– Sully PrudhommeAlle Kunst ist Entwicklung von Vorstellungen, wie alles Denken Entwicklung von Begriffen ist.
– Konrad FiedlerNichts theilen wir so gern an Andere mit, als das Siegel der Verschwiegenheit - samt dem, was darunter ist.
– Friedrich NietzscheWenn mir die Mutter giftige Blicke zuwirft, wenn mir der Vater die Türe weist, wenn die Gouvernante keift, die Tanten schimpfen, die Bedienten drohen, die Hunde bellen – dann ist's ein Vergnügen.
– Eduard von BauernfeldFür jede rein gleichförmig sich wiederholende Bewegung, welche keine geistige Thätigkeit erfordert, wird mit der Zeit eine Maschine erfunden; dem Menschen bleibt mehr und mehr die rein geistige leitende und künstlerische Thätigkeit.
– Gustav SchmollerEtwas besseres als den Tod findest du überall.
– Gebrüder GrimmBeladet euch nicht mit fremden Angelegenheiten, bündet euch nicht mit fremder Herrschaft, seid auf der Hut vor Zweigung und Eigennutz. Hütet euer Vaterland, haltet zu ihm. Pflegt nicht vorsätzliche Kriegslust. Wenn euch aber jemand überfällt, dann streitet tapfer für Freiheit und Vaterland.
– Nikolaus von der FlüeKeine Wunde ist in mir so vernarbt, dass ich sie ganz vergessen könnte.
– Francesco PetrarcaWarum spricht man in allen Zeitungen der Welt von Marx und seiner Lehre? Einer meinte, das läge an der Hoffnungslosigkeit und entsprechenden Harmlosigkeit der Marxschen Lehre. Kein Kapitalist fürchtet diese Lehre, wie auch kein Kapitalist die christliche Lehre fürchtet. Es wäre geradezu vorteilhaft für das Kapital, möglichst viel und breit von Marx und Christus zu reden.
– Silvio GesellSünd und Schande // Bleibt nicht verborgen.
– Johann Wolfgang von GoetheDer Wunder höchstes ist, dass uns die wahren, echten Wunder so alltäglich werden können, werden sollen.
– Gotthold Ephraim LessingDie Unterdrücker der Menschheit bestrafen ist Gnade, ihnen verzeihen ist Barbarei.
– Georg BüchnerWer auf dem Scheiterhaufen noch frohlockt, triumphiert nicht über den Schmerz, sondern darüber, keinen Schmerz zu fühlen, wo er ihn erwartete. Ein Gleichnis.
– Friedrich NietzscheWahre Kunst bleibt unvergänglich und der wahre Künstler hat inniges Vergnügen an großen Geistes.
– Ludwig van BeethovenDas ist eine alberne Meinung, dass sich Weiber und Männer in den Wolken verstecken können und hageln, um alles zu verderben. Zu Paris glaubt man an keine Hexen und hört auch von keinen.
– Liselotte von der PfalzDenn Frieden ernährt, aber Unfrieden verzehrt.
– Johann Peter Hebel[...] ein Nihilist ist ein Mensch, der sich vor keiner Autorität beugt, der ohne vorgängige Prüfung kein Prinzip annimmt und wenn es auch noch so sehr im Ansehen steht.
– Iwan Sergejewitsch TurgenewWorte sind Beute des Sturms.
– Friedrich von MatthissonEin Ganzes von Substanzen ist demnach ein Ganzes von Zufälligem, und die Welt besteht, ihrem Wesen nach, aus lauter Zufälligem.
– Immanuel KantDie lieben Oestreicher! Sie sinnen jetzt darüber nach, wie sie sich mit Deutschland vereinigen können, ohne sich mit Deutschland zu vereinigen!
– Friedrich HebbelEs handelt sich nicht um den Exzeß eines einzelnen Soldaten, es handelt sich um die Befehle der Oberen, die wehrlosen Chinesen zu 60, 70, 100, 150 Mann einige Stunden nach beendigtem Gefecht an die Mauer zu stellen und niederschießen oder mit dem Bajonnett erstechen zu lassen. (Hört! hört! links.) Das ist ein übereinstimmender Thatbestand, der von den verschiedensten Orten in diesen Soldatenbriefen gemeldet wird. Meine Herren, es ist nicht der miles gloriosus, der so schreibt. Wenn man diese Briefe ansieht, findet man umgekehrt, daß die Leute damit gar nicht prahlen (sehr richtig!) sondern Abscheu, Ekel, zum mindesten Mitleid darüber zum Ausdruck bringen (sehr gut! links), daß sie zu solchen Exekutionen kommandirt werden, und je eher je lieber wünschen, wie es in einem Briefe heißt, „daß dieses Schlachten ein Ende haben möchte“. Es handelt sich also gar nicht darum, hier eine Sentimentalität zum Ausdruck zu bringen, ein besonderes Zartgefühl; nein, es handelt sich um die einfache Frage, solche Massenexekutionen gegen Wehrlose zu vermeiden.
– Eugen RichterFeuer, Luft, Wasser, Erde sind im Menschen, aus ihnen besteht er. Vom Feuer hat er die Wärme, Atem von der Luft, vom Wasser Blut und von der Erde das Fleisch; in gleicher Weise auch vom Feuer die Sehkraft, von der Luft das Gehör, vom Wasser die Bewegung, von der Erde das Aufrechtgehen.
– Hildegard von BingenDas ist schön bei den Deutschen: Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht.
– Heinrich HeineNicht mit der Laterne, mit dem Herzen suche die Menschen, denn der Liebe allein öffnen die Menschen ihre Herzen.
– Peter RoseggerWer das Geld bringt, kann die Ware nach seinem Sinne verlangen.
– Johann Wolfgang von GoetheSchön ist wüst, und wüst ist schön. Wirbelt durch Nebel und Wolkenhöhn!
– William ShakespeareJede Zeit hat ihre Propheten und ihre Gottbegeisterten;
– Joseph GörresEs gibt eine schöne Offenheit, die sich öffnet wie eine Blume: Nur um zu duften.
– Friedrich SchlegelDer Kinder Herzen sind wie Wachs, und ein Stück Wachs läßt sich um die Finger wickeln, wenn es erwärmt wird.
– Peter RoseggerWer im Herzen keinen Frieden hat, der hat ihn auch nicht außen.
– Johann Geiler von KaysersbergVerfolgung der Andersdenkenden ist überall das Monopol der Geistlichkeit.
– Heinrich HeineFragt die Bäume wie sie erzogen sein wollen, sie werden Euch besser darüber belehren als es die Bücher thun.
– Friedrich Wilhelm Leopold PfeilDurch den wahren Vortrag muß der Meister sein Recht behaupten.
– Joseph HaydnKrieg ist zuerst die Hoffnung, daß es einem besser gehen wird, hierauf die Erwartung, daß es dem anderen schlechter gehen wird, dann die Genugtuung, daß es dem anderen auch nicht besser geht, und hernach die Überraschung, daß es beiden schlechter geht.
– Karl KrausEs gibt nur etwas, das schlimmer ist als Ungerechtigkeit, und das ist Gerechtigkeit ohne Schwert in der Hand. Wenn Recht nicht Macht ist, ist es Übel.
– Oscar WildeGesetze schinden die Armen, und die Reichen beherrschen die Gesetze.
– Oliver GoldsmithWenn man mich schlecht behandelt, dann habe ich keine christliche Erziehung mehr.
– Karl Lagerfeld