Zufällige Zitate
Denn nur das Menschliche ist es, darin der Mensch das Göttliche fassen kann.
– Gerhart HauptmannWas ich an ihm [Pablo Casals] besonders bewundre, ist seine charaktervolle Haltung nicht nur gegen die Unterdrücker seines Volkes, sondern auch gegen alle jene Opportunisten, die immer bereit sind, mit dem Teufel zu paktieren. Er hat klar erkannt, daß die Welt mehr bedroht ist durch die, die das Übel dulden und ihm Vorschub leisten, als durch die Übeltäter selbst.
– Albert Einstein»Links müsst ihr steuern!« hallt ein Schrei. // Kieloben treibt das Boot zu Lande, //und sicher fährt die Brigg vorbei.
– Ludwig GiesebrechtAus fixen Ideen entstehen die Verbrechen.
– Max StirnerWer viel liest und viel reist, sieht vieles und erfährt vieles.
– Miguel de CervantesDes Dienstes immer gleichgestellte Uhr.
– Friedrich SchillerLiebe ist Demut, die zur Höhe steigt, Demut ist Liebe, die sich niederneigt.
– Franz von SalesStil ist ein richtiges Weglassen des Unwesentlichen.
– Anselm FeuerbachDie Zeit für kleine Politik ist vorbei: schon das nächste Jahrhundert bringt den Kampf um die Erd-Herrschaft, - den Zwang zur großen Politik.
– Friedrich NietzscheWien, 16. April 1896. Hier unterbrach ich damals die zusammenhängende Darstellung, denn es folgten mehrere Wochen einer beispiellosen Produktion, in denen ich die Einfälle nicht mehr ruhig ins Reine schreiben konnte. Ich schrieb gehend, stehend, liegend, auf der Gasse, bei Tisch, bei Nacht, wenn es mich aus dem Schlaf aufjagte.
– Theodor HerzlWir sehen also, daß wir dem Begriffe der Gleichzeitigkeit keine absolute Bedeutung beimessen dürfen, sondern daß zwei Ereignisse, welche, von einem Koordinatensystem aus betrachtet, gleichzeitig sind, von einem relativ zu diesem System bewegten System aus betrachtet, nicht mehr als gleichzeitige Ereignisse aufzufassen sind.
– Albert EinsteinEs klingt eigentümlich, aber es ist nichtsdestoweniger wahr: jeder Anfang hat für mich etwas Peinliches.
– Ernst EcksteinSustine heißt: erdulde, und gewöhne dich zu ertragen!
– Immanuel KantAus Mangel an Gesprächsstoff begeht man die gemeinsten Taktlosigkeiten und Indiskretionen.
– Peter AltenbergEs kennen dich viele von Haar und Gesicht, // Von Wuchs und Stimme, Beruf und Pflicht. // Du wirst geachtet, wirst geehrt, // Es halten dich manche besonders wert. // Doch selbst in der nächsten Freunde Verein // Im Innersten bist du allein.
– Wilhelm JensenDen Eintagsfliegen gleichen meine Küsse, // Die abends kosend klare Seen umziehn, // Die deines Freundes graben tiefe Risse, // Ziehn über dich wie Pflüg und Wagen hin.
– Charles BaudelaireDas tibetische System vermittelt dem Schüler jedoch nicht nur Wissen, es verfügt auch über eine differenzierte Methodik, mit deren Hilfe seine geistigen Fähigkeiten trainiert werden.
– Tendzin GyatshoUnd nur Abwechslung gibt dem Leben Reiz und lässt uns seine Unerträglichkeit vergessen.
– Christian Dietrich GrabbeRepubliken enden durch Luxus, Monarchien durch Armut.
– Charles de MontesquieuDie meisten Meinungen kommen zustande, indem man vergißt, wo man sie gehört oder gelesen hat.
– Moritz HeimannNun leb wohl, du kleine Gasse.
– Albert von SchlippenbachDa aber der Deutsche keine Zeit so gern erlebt als Bedenkzeit - zu seinem größten Schritt, den er tat, nämlich ins Leben, nahm er sich gar eine Bedenkewigkeit -: so gibt er dem festen langsamen Schreiben den Preis vor dem leichten her- und wegrauschenden Sprechen; ungleich dem Süden ist er weniger ein redseliges als ein schreibseliges Volk, wie seine Registraturen und Bücherschränke ansagen.
– Jean PaulUnser Leben ist der Mord durch Arbeit; wir hängen sechzig Jahre lang am Strick und zapplen, aber wir werden uns losschneiden.
– Georg BüchnerAm Ende ist ein Mensch alles müde, nur des Herzens Verlangen und der Seele Wanderung nicht.
– Dschalal ad-Din al-RumiVor allem eins, mein Kind, sei treu und wahr, // Laß nie die Lüge deinen Mund entweihn! // Von alters her im deutschen Volke war, // Der höchste Ruhm, getreu und wahr zu sein!
– Robert ReinickBildung ist das, was die meisten empfangen, viele weitergeben und wenige haben.
– Karl KrausNoch ist Polen nicht verloren, solange wir leben.
– Józef WybickiMoral, das ist, wenn man moralisch ist […]
– Georg BüchnerWer für hohe Ideen lebt, muß vergessen, an sich selbst zu denken. // Der größte Staatsmann ist derjenige, welcher der humanste ist.
– Anselm FeuerbachAch, Unsinn", sagte er [Beethoven], "ich habe nie daran gedacht, wegen Ruhm und Ehre zu schreiben. Was in meinem Herzen ist, muß heraus, und deswegen schreibe ich.
– Ludwig van BeethovenWer will dem Adler die Bahn vorschreiben, wenn er die Schwingen entfaltet und stürmischen Flugs sich zu den Sternen erhebt?
– Georg BüchnerFreude ist nicht allein eine Gemüts-Bewegung, sondern auch eine Pflicht des Christen, Phil 4,4, und unter widrigen Umständen der höchste Grad der Geduld und deren Hauptkraft.
– Johann Albrecht BengelDen Schlaf nimm als das Bild des Todes.
– CiceroStets launenhaft und wankelmütig ist die Frau.
– VergilAber wer bewacht die Bewacher?
– JuvenalÜberall im Leben ist ein steter Wechsel von Schatten und Licht, und jedes Übel bringt uns neue Anwartschaft auf Gutes; wer diesem Guten entgegenkommt, der genießt schon im vorhinein die Zinsen eines noch nicht fälligen Kapitals.
– Peter RoseggerIch werde bei Christus sein, das genügt mir.
– Michael FaradayWorte sind des Dichters Waffen.
– Johann Wolfgang von Goethe