Zufällige Zitate
Wenn längere Zeit nach dem Tode eines geliebten Wesens einen der alte Schmerz überkommt, so überlege man, was der Tote versäumt habe, während man selbst und die andern weiterlebten.
– Wilhelm RaabeIst die Welt wirklich so beschaffen, dass sie nur der oberflächlichen Betrachtung einheitlich und widerspruchslos erscheint, aber jeden, der sie in ihrer Gesamtheit schärfer erfassen möchte, in die Irre führt - und umso gewisser, je strenger folgerecht der Denker vorgeht?
– Richard AvenariusDie Ewigkeit gleicht einem Rad, das weder Anfang noch Ende hat.
– Hildegard von BingenIch setze Mich nicht voraus, weil Ich Mich jeden Augenblick überhaupt erst setze oder schaffe, und nur dadurch Ich bin, daß Ich nicht vorausgesetzt, sondern gesetzt bin, und wiederum nur in dem Moment gesetzt, wo Ich Mich setzt, d. h. Ich bin Schöpfer und Geschöpf in Einem.
– Max StirnerAch, Unsinn, ich habe niemals daran gedacht, für den Ruf und die Ehre zu schreiben. Was ich auf dem Herzen habe, muß heraus, und darum schreibe ich.
– Ludwig van BeethovenWas für eine dunkle, sonderbare Vorstellung, daß die Liebe zur Erhaltung der menschlichen Gattung da sei, wie die Befriedigung des Hungers zur Erhaltung des Leibes. Die Erregung des Blutes ist wegen der Fortpflanzung da, aber nicht die Liebe, nicht die Liebe.
– Hedwig DohmAhnen sind für den nur Nullen, der als Null zu ihnen tritt! // Steh' als Zahl an ihrer Spitze, und die Nullen zählen mit!
– Wilhelm MüllerWenn wir einen Fehler begehen, dann auf der Seite der Barmherzigkeit und nicht auf der Seite der Härte und der Verurteilung.
– Ellen G. WhiteIch fordere die Freiheit für unser deutsches Volk zurück. Wir wollen nicht in Sklavenketten unser kurzes Leben dahinfristen, und wären es goldene Ketten eines materiellen Überflusses.
– Kurt HuberAuf dem flammenden Altar, wo der Suppentopf brodelt, wird Jugend und Unbefangenheit, Schönheit und frohe Laune geopfert, und wer erkennt in der alten, kummergebeugten, triefäugigen Köchin die einst blühende übermütige, züchtigkokette Braut in dem Schmucke ihrer Myrtenkrone?
– August BebelWenn ich etwas an Christus verstehe, so ist es das: »Und er entwich vor ihnen in die Wüste«.
– Christian MorgensternDas Warten ist die grausamste Vermengung von Hoffnung und Verzweiflung, durch die eine Seele gefoltert werden kann.
– Sully PrudhommeDie Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
– Albert EinsteinDunkel war der Rede Sinn
– Friedrich SchillerOhne Verbrechen kein Staat: die sittliche Welt - und das ist der Staat - steckt voll Schelme, Betrüger, Lügner, Diebe u.s.w.
– Max StirnerBeide Seiten missbilligten den Krieg, aber die eine führte eher Krieg als die Nation überleben zu lassen und die andere akzeptierte eher den Krieg als sie untergehen zu lassen. Und der Krieg kam"
(Original englisch „Both parties deprecated war; but one of them would make war rather than let the nation survive; and the other would accept war rather than let it perish. And the war came“), Amtsantrittsrede, 4. März 1865
– Abraham LincolnIch hab’ gethan, was ich nicht lassen konnte.
– Friedrich SchillerSo wahr die Kühe wiederkäuen, // so wahr uns im Frühling die Blüten erfreuen, // wenn der Wind anders weht als er es immer tut, // so macht auch ein übles Los den Menschen nicht gut."
(Original engl.: "Yet true it is, as cow chews cud // And trees at spring do yield forth bud, // Except wind stands as never it stood, // It is an ill wind turns none to good.
– Thomas TusserDer Hunger treibt den Wolf aus dem Wald.
– Honoré de BalzacNein, der Sinn versinkt wie im Traum // In dem auferwachten Tage, // Und du suchst im ganzen Raum // Endlos deine eigne Sage.
– Konrad Weiß (Dichter)Diejenigen, die die Freundschaft aus ihrem Leben entfernen, scheinen nämlich die Sonne aus der Welt zu entfernen.
– CiceroKarikatur ist eine passive Verbindung des Naiven und Grotesken.
– Friedrich SchlegelZuerst schuf Gott die Idioten. Das war zur Übung. Dann schuf er die Verlags-Lektoren.
– Mark TwainEs gibt eine schöne Offenheit, die sich öffnet wie eine Blume: Nur um zu duften.
– Friedrich SchlegelEinbläsereien sind des Teufels Redekunst.
– Johann Wolfgang von GoetheIch fühle eine Armee in meiner Faust - Tod oder Freiheit!
– Friedrich SchillerWehe dem Fliehenden // Welt hinaus ziehenden!
– Ludwig RellstabDas Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut.
– ThukydidesAber man kann zweifeln, ob es wohlgetan ist, alle Handlungen der Menschen durch eine Kette von Gesetzen zu umgrenzen, so dass sie eine Übertretung nicht mehr wagen.
– Johann Amos ComeniusDas neunzehnte Jahrhundert, wie wir es kennen, ist im Wesentlichen eine Erfindung von Balzac.
– Oscar WildeDie Gleichgültigkeit so vieler Menschen beruht auf ihrem Mangel an Phantasie.
– Kurt TucholskyDie größte Herrschaft ist die Selbstbeherrschung.
– Seneca d.J.gut ist voller Lohn, das böse voller Pein. O Mensch, wie sol in dir nicht Höll und Himmel seyn?
– Daniel Czepko von ReigersfeldEin ungestörtes Glück verlangen, // Heißt Mondeslicht mit Netzen fangen, // Den Sonnenstrahl mit Ketten fesseln // Und Rosen fordern von den Nesseln.
– Otto von LeixnerDer Zweck der Aufstände aber ist Gewinn und Ehre oder ihr Gegenteil.
– AristotelesJede Vorstellung ist eine Verallgemeinerung, und diese gehört dem Denken an. Etwas allgemein machen, heißt, es denken.
– Georg Wilhelm Friedrich HegelNur was Ihr in Worte // Könnt' fassen, könnt' Ihr denken.
– Christian Dietrich Grabbe
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