Zufällige Zitate
Nimm deinen Schatten von mir!
– Diogenes von SinopeZuviel des Guten hat derjenige, der nichts Schlechtes hat.
– Quintus EnniusDer, dessen Vergangenheit frei ist von Schuld, kann sich in ihr ergehen wie in einem friedlichen Garten.
– Peter RoseggerWir tolerieren sie. Aber wenn sie sich nicht benehmen, werden wir sie angreifen. Und wenn sie dann ihre weißen Freunde aus Deutschland rufen, dann schießen wir ihnen in die Köpfe.
– Samuel NujomaDas Klassische nenne ich das Gesunde und das Romantische das Kranke.
– Johann Wolfgang von GoetheWenn man ein Buch nicht mit Genuß immer und immer wieder lesen kann, lohnt es sich nicht, es überhaupt zu lesen.
– Oscar WildeHält uns daher ein Componist vor seiner Musik ein Programm entgegen, so sag' ich: »vor allem lass mich hören, dass du schöne Musik gemacht, hinterher soll mir auch dein Programm angenehm sein«.
– Robert SchumannBin männlichen Geschlechts, der Geiz!
– Johann Wolfgang von GoetheKeines Menschen Kenntnis kann über seine Erfahrung hinausgehen.
– John LockeFrisch auf, mein Volk! Die Flammenzeichen rauchen, // Hell aus dem Norden bricht der Freiheit Licht.
– Theodor KörnerÜberhaupt sehe ich den Schriften, die Sie noch versprochen haben, mit der größten Erwartung entgegen; der Nutzen, den Sie mit den moralischen besonders stiften werden, wird unsäglich seyn, da schon die Grundlegung meines Erachtens das Verdienst hat, die ganze Sittlichkeit zuerst fest gegründet zu haben, und alle, so wohlthätig für unser Geschlecht, von der Speculation ab zur Thätigkeit rufen.
– Gottlieb HufelandZum Bleiben wie zum Wandern muß die Rasse zunächst an Ort und Stelle verbessert werden. Man muß sie kriegsstark, arbeitsfroh und tugendhaft machen.
– Theodor HerzlDie Natur schafft oft Vollkommenes, aber zwei Vollkommenheiten zu vereinigen, das ist ihr seltenes Meisterstück.
– Ferdinando GalianiLangsam erteilter Rat ist bei weitem der beste, denn wo schnell er gegeben, folgt die Reu' auf dem Fuß.
– Lukian von SamosataIn der moralischen wie in der politischen Welt den Punkt zu erkennen, wo die Freiheit aufhört und ihr Übermaß anfängt, wo die Macht aufhört und die Willkür beginnt, oder zu lernen, wo der Mut in Tollkühnheit ausartet, die Zärtlichkeit in Schwäche und die Liebe zum Guten in Narrheit; das heißt zweifellos den vollständigsten Kursus der Philosophie durchmachen.
– Napoléon III.Aufmerksamkeit und Liebe bedingen einander wechselseitig.
– Hugo von HofmannsthalDer Zwang des Gesezes und des Schiksaals betastet es nicht; im Kind’ ist Freiheit allein.
– Friedrich HölderlinDiene deinen Freunden, ohne zu rechnen.
– Gottfried KellerDeutsche, kauft deutsche Zitronen!
– Kurt TucholskyIch habe für alles Vorsorge getroffen im Laufe meines Lebens, nur nicht für den Tod, und jetzt muss ich völlig unvorbereitet sterben.
– Cesare BorgiaHannibal (ist) vor den Toren!
– CiceroDie Proletarier können nur die Zukunft im Auge haben.
– Antonio LabriolaDen leeren Schlauch bläßt der Wind auf; // Den leeren Kopf der Dünkel.
– Matthias ClaudiusNur rastlos betätigt sich der Mann.
– Johann Wolfgang von GoetheWer schweigt, hat wenig zu sorgen; // Der Mensch bleibt unter der Zunge verborgen.
– Johann Wolfgang von GoetheSünd und Schande // Bleibt nicht verborgen.
– Johann Wolfgang von GoetheDem Reinen ist alles rein.
– Johann Wolfgang von GoetheSeligkeit zerstören ist auch Seligkeit.
– Friedrich SchillerMan vergisst, dass die Wissenschaften einen inneren Zweck haben, und verliert das eigentlich literarische Interesse, das Streben nach Erkenntnis, als Erkenntnis, aus dem Auge. Die Mathematik kann nichts von ihrer Würde einbüßen, wenn sie als bloßes Objekt der Spekulation, als unanwendbar zur Auflösung praktischer Aufgaben betrachtet wird.
– Alexander von HumboldtDas Leben mit seinen verschiedenen Epochen ist eine Schatzkammer. Wir werden reich in jedem Gewölbe beschenkt; wie reich, das erkennen wir erst bei Eintritt in das nächste Gewölbe.
– Friedrich HebbelJede große Reform hat nicht darin bestanden, etwas Neues zu tun, sondern etwas Altes abzuschaffen.
– Henry Thomas BuckleSie litten alle unter der Angst, keine Zeit für alles zu haben, und wußten nicht, daß Zeit haben nichts anderes heißt, als keine Zeit für alles zu haben.
– Robert MusilDie Sorgfalt, die man der Erziehung der Frauen widmet, ist eines der sichersten Mittel, die Sitten zu verfeinern und einzuhalten.
– Charles-Maurice de Talleyrand-PérigordDen jetzigen Antisemitismus kann man nur an vereinzelten Orten für die alte religiöse Intoleranz halten. Zumeist ist er bei den Kulturvölkern eine Bewegung, mit der sie ein Gespenst ihrer eigenen Vergangenheit abwehren möchten.
– Theodor HerzlGanz in dem Ewigen der Natur versunken, finden wir uns selbst ohne Furcht, als Natur, und retten die Freiheit, indem wir sie hingeben.
– Henrich Steffensdas menschliche Leben zerfällt in zwei Hälften, in der ersten wünscht man sich die zweite herbei, und in der zweiten wünscht man sich die erste zurück.
– Kuno FischerEin Freund besuchte mich an einem Abend der letzten Woche; er glaubt, es war am Montag, den 3. August [1914]. Wir standen an einem Fenster meines Zimmers im Foreign Office. Die Dämmerung brach herein und die Lampen wurden auf der Straße angezündet. Mein Freund erinnert sich, wie ich damals bemerkte: Die Lampen gehen in ganz Europa aus, wir werden sie in unserem Leben nie wieder leuchten sehen.
– Edward GreyLeute, die einen Namen haben, müssen gefaßt sein auf Zuschriften, die keinen haben.
– Peter RoseggerRedlichkeit gedeiht in jedem Stande.
– Friedrich SchillerDie alte Zeit liegt zu fern von uns ab, als daß wir ihre Bräuche unmittelbar hinübernehmen könnten.
– Adolph Kolping