Zufällige Zitate
Muß aber eine feine Sache sein um diesen Sport, denn es ist ein wahres Wettrennen in der Schuldenmacherei; je mehr Schulden, desto moderner, desto mehr „auf der Höhe der Zeit“. Keine Schulden zu haben, wäre nachgerade spießbürgerlich, es würde ja nur ein Beweis sein von „Vertrauensmangel“ und Verrottung in veralteten Zuständen. Nur darüber könnte man sich wundern, daß den flotten Pumpern jemand noch etwas zu borgen wagt.
– Peter RoseggerWann wir lesen, denkt ein Anderer für uns: wir wiederholen bloß seinen mentalen Proceß. […] Daher kommt es, daß wer sehr viel und fast den ganzen Tag liest, dazwischen aber sich in gedankenlosem Zeitvertreibe erholt, die Fähigkeit, selbst zu denken, allmälig verliert, - wie Einer der immer reitet, zuletzt das Gehen verlernt. Solches aber ist der Fall sehr vieler Gelehrten: sie haben sich dumm gelesen.
– Arthur SchopenhauerDer Schmerz macht, daß wir die Freude fühlen, so wie das Böse macht, daß wir das Gute erkennen.
– Ewald Christian von KleistZwei Dinge sind wichtig in der Politik. Das Erste ist Geld, und an das Zweite erinnere ich mich nicht.
– Mark Hanna»Wirf weg, damit Du nicht verlierst!« ist die beste Lebensregel.
– Friedrich HebbelWertpapiere der Geldinstitute sind stets von Übel, entwerten sie sich nicht selbst, so entwerten sie ihren Besitzer. Nichts leistet der allgemeinen Charakterverderbnis größeren Vorschub als die Anstalten, durch fremde Arbeit reich zu werden.
– Peter RoseggerMit schlechten Waffen wird man nie gut kämpfen.
– Baltasar Gracián y MoralesEin garstig Lied! Pfui! ein politisch Lied!// Ein leidig Lied!
– Johann Wolfgang von GoetheBenzin verdirbt den Charakter
– Paul von HindenburgEin Mittagsschlaf im Sommer tut gut, wenn einer ohne Sorgen bei der Magd auf dem Stroh liegen kann. Das bereitet Vergnügen.
– Mönch von SalzburgAprès moi le déluge! [Anm. Wikiquote: Nach mir die Sintflut!] ist der Wahlruf jedes Kapitalisten und jeder Kapitalistennation.
– Karl MarxUnsere Zeitgenossen sind ständig von zwei widerstreitenden Leidenschaften geplagt: sie fühlen das Bedürfnis, geführt zu werden, und dabei die Lust, frei zu bleiben.
– Alexis de TocquevilleEin Schwert in eurer Hand ist das Gedicht.
– Georg HerweghGleich muß die Pastete auf den Herd, und dem Major- ja ja dem Major will ich weisen, wo Meister Zimmermann das Loch gemacht hat.
– Friedrich SchillerEs ist viel sicherer, zu wenig als zu viel zu wissen.
– Samuel Butler d.J.Auch unser edles Sauerkraut, // Wir sollen's nicht vergessen; // Ein Deutscher hat's zuerst gebaut, // Drum ist's ein deutsches Essen.
– Ludwig UhlandIch bin Gottlob! altadelig; // Jedoch mein Sohn – das ärgert mich – // Zählt einen Ahnen mehr, als ich.
– Friedrich HaugSie schwankt, sie zögert, mit einem Worte: Sie ist eine Frau.
– Jean RacineKein Zug des Schicksals setzt mich matt: - // Matt werden kann ja nur der König.
– Ferdinand FreiligrathWie schnell der Dank der Menschen doch verweht / Und Undank wird!
– SophoklesIch folgte ganz, wie meine Natur mir gebot, ich war ganz Weib, ein gutes, dem Instinkt sich hingebendes Wesen.
– Sophie MereauIch unterhalte mich mit mir selbst von Politik, von Liebe, von Geschmack oder Philosophie, und überlasse meinen Geist seiner ganzen Leichtfertigkeit. Mag er doch die erste Idee verfolgen, die sich zeigt, sie sey weise oder thöricht. [...] Meine Gedanken sind meine Dirnen.
– Denis DiderotNatürlich, wenn ein Gott sich erst sechs Tage plagt, // Und selbst am Ende bravo sagt, // Da muss es was Gescheites werden.
– Johann Wolfgang von GoetheLerne auch mit dem Zarten umzugehen.
– Heinrich von KleistSich das Rauchen abzugewöhnen ist ganz leicht. Ich selbst habe es schon mindestens ein Dutzend Mal gemacht.
– Mark TwainUnser Kampf ist undankbar, aber er ist schön, denn er verpflichtet uns, daß wir uns nur auf unsere Kräfte verlassen.
– Benito MussoliniDie Grobheit, das präpotente Wesen, die Ungezogenheit und Unerzogenheit des Deutschen, der ins Ausland kam […] hat manchen Schaden gestiftet.
– Gerhart HauptmannAch, Unsinn, ich habe niemals daran gedacht, für den Ruf und die Ehre zu schreiben. Was ich auf dem Herzen habe, muß heraus, und darum schreibe ich.
– Ludwig van BeethovenDie eine Hälfte der Menschheit tadelt, was getan wird. Die andere Hälfte der Menschheit tut, was getadelt wird.
– Benjamin FranklinEmpörung macht Mut. Es gibt keine feige Empörung.
– Sully PrudhommeDie Sitte verlangt, daß ein Lustmörder den Mord zugebe, aber nicht die Lust.
– Karl KrausWer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten.
– Friedrich SchillerÜb immer Treu und Redlichkeit // Bis an dein kühles Grab // Und weiche keinen Fingerbreit // Von Gottes Wegen ab.
– Ludwig Christoph Heinrich HöltyWas man freie Form in der Musik nennt, ist meist: nicht gekonnte Form.
– Arnold Mendelssohnmeine Sprache versteht man durch die ganze Welt, [...]!
– Joseph HaydnEs lebt ein Gott, zu strafen und zu rächen.
– Friedrich SchillerStöre meine Kreise nicht!
– ArchimedesSind Gewissensbisse nicht ein Bedauern der Freiheit, dass sie dem Laster geopfert wurde?
– Sully PrudhommeUnd setzet ihr nicht das Leben ein, // nie wird euch das Leben gewonnen sein.
– Friedrich SchillerDeutschland - auf weichem Pfühle // Mach' dir den Kopf nicht schwer! // Im irdischen Gewühle // Schlafe, was willst du mehr?
– Georg Herwegh