Zufällige Zitate

  • Ich bin von armen, aber frommen Eltern geboren, habe die Hälfte der Zeit in meiner Kindheit bald in einem einsamen Dorf, bald in den vornehmen Häusern einer berühmten Stadt [Basel] zugebracht. Da habe ich frühe gelernt, arm seyn und reich seyn. Wiewohl ich bin nie reich gewesen; ich habe gelernt, nichts haben und alles haben, mit den Fröhlichen froh seyn und mit den Weinenden traurig. Diese Vorbedeutung von dem Schicksal meiner künftigen Tage hat mir mein Gott in meiner Kindheit gegeben.
    Johann Peter Hebel

  • Ich nenne das Weib darum die Bewahrerin der Liebe, weil bekanntlich beim Manne nicht die Liebe, sondern die Lust die Initiative hat, welcher Lust die Liebe nur folgt.
    Franz von Baader

  • Eine Welt zwar bist du, o Rom, doch ohne die Liebe wäre die Welt nicht die Welt, wäre denn Rom auch nicht Rom.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Das Licht können wir nicht begreifen, und die Finsternis sollen wir nicht begreifen, da ist den Menschen die Offenbarung gegeben, und die Farben sind in die Welt gekommen, das ist: Blau und Rot und Gelb.
    Philipp Otto Runge

  • Wähle einen Freund langsam, wechsle ihn noch langsamer.
    Benjamin Franklin

  • Ein jeder muß ein inneres Heiligthum haben dem er schwört, und [...] sich als Opfer in ihm unsterblich machen - denn Unsterblichkeit muß das Ziel sein.
    Bettina von Arnim

  • Heut' ballt man nur die Hände, man faltet sie nicht mehr.
    Ferdinand Freiligrath

  • Wär' ich ein Mann doch mindestens nur, so würde der Himmel mir raten.
    Annette von Droste-Hülshoff

  • Ich stellte allein Betrachtungen an, wie man die Verhältnisse der Arbeiterschaft bessern und einen Krieg vermeiden könnte. [...] Die von mir angestellten Betrachtungen zeitigten das Ergebnis, dass die Verhältnisse in Deutschland nur durch eine Beseitigung der augenblicklichen Führung geändert werden könnten.
    Georg Elser

  • Wo kein Du, ist kein Ich.
    Ludwig Feuerbach

  • Meine Absicht ist zu berichten, ohne in Zorn und Eifer zu verfallen, wofür ich kaum Gründe habe.
    Tacitus

  • Es ist mehr Würde in großmüthiger Vergebung als in Rache.
    William Shakespeare

  • Ein Unterschied, der dem Verstand nichts gibt, ist kein Unterschied.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Rache trägt keine Frucht! Sich selbst ist sie // Die fürchterliche Nahrung.
    Friedrich Schiller

  • Kann das lange dauern?
    Wilhelm III. von England

  • Wenn keine Eisenbahnen gebaut werden, wie wollen wir zur rechten Zeit in den Himmel kommen?
    Henry David Thoreau

  • Dem Irrthum, Freund, entgehst du nicht; // Doch läßt dich Irrthum Wahrheit ahnen.
    Emanuel Geibel

  • Mit demselben Gefühle, mit welchem du bei dem Abendmahle das Brot nimmst aus der Hand des Priesters, mit demselben Gefühle, sage ich, erwürgt der Mexikaner seinen Bruder vor dem Altare seines Götzen.
    Heinrich von Kleist

  • Gott ist mein Leben.
    Mary Baker Eddy

  • Bist arm und bloß, Philosophie, so sagt der auf verächtlichen Gewinn bedachte Pöbel.
    Francesco Petrarca

  • Herr Schriftsteller, sind Sie frei von Ihrem bürgerlichen Verleger?
    Lenin

  • Die Dichtung hat nicht die Aufgabe das zu schildern, was ist, sondern das was sein soll; oder das, was sein könnte, als Teillösung dessen, was sein soll
    Robert Musil

  • Wenn das Volk auf einmal anfinge zu sparen, es wäre eine wahre Kalamität für die Reichen und Mächtigen, das wirtschaftliche Leben würde sich total ändern, und mit ihm das gesellschaftliche, und die Politik!
    Peter Rosegger

  • Jede menschliche Vollkommenheit ist einem Fehler verwandt, in welchen überzugehn sie droht.
    Arthur Schopenhauer

  • So erhaben, so groß ist, so weit entlegen der Himmel! Aber der Kleinigkeitsgeist fand auch bis dahin den Weg.
    Friedrich Schiller

  • Geh mir ein wenig aus der Sonne!
    Diogenes von Sinope

  • Das Kunstwerk hat keine Idee, sondern es ist selbst eine Idee. // Der Unterschied zwischen Idealismus und Realismus in der Kunst ist ganz müßig; die Kunst ist ihrem Wesen nach ideal, sonst hört sie auf, Kunst zu sein.
    Konrad Fiedler

  • Ich ging oft ins Heidelberger Schloss, um mir das Raritätenkabinett anzusehen, und eines Tages überraschte ich den Leiter mit meinem Deutsch, und zwar redete ich ausschließlich in dieser Sprache. Er zeigte großes Interesse; und nachdem ich eine Weile geredet hatte, sagte er, mein Deutsch sei sehr selten, möglicherweise ein »Unikat«; er wolle es in sein Museum aufnehmen.
    Mark Twain

  • Politik ist ein weites Feld für Zank und Streit.
    Michel de Montaigne

  • Sein heißt, sich behaupten, sich bejahen, sich lieben; wer des Lebens überdrüssig, nimmt sich das Leben.
    Ludwig Feuerbach

  • Niemand ist aus Bigotterie gut, denn dies verleitet ebenso leicht zur Härte. Aber das gute Herz wählt sich diesen Schleier, um ungesehen zu handeln.
    Sophie Mereau

  • Wahrheit ist unteilbar, kann sich also selbst nicht erkennen; wer sie erkennen will, muß Lüge sein.
    Franz Kafka

  • Verwandte Seelen verstehen sich ganz!
    Johann Gaudenz von Salis-Seewis

  • Wer demütig ist, der ist duldsam, weil er weiß, wie sehr er selbst der Duldsamkeit bedarf; wer demütig ist, der sieht die Scheidewände fallen und erblickt den Menschen im Menschen.
    Theodor Fontane

  • Man muss trock’nes Brot mit Tränen gegessen haben, man muß Angst und Sorge um die Zukunft geliebter gehörigen empfunden haben, um sich mit voller Seele den Idealen der Sozialisten: Kommunismus und freie Liebe hinzugeben. Das ist das Bewunderungswürdige im Weltgang, seine Harmonie, daß der Weise, der Edle, der Gute und Gerechte mit Hilfe der Vernunft und seines reinen Gefühls genau dasselbe fordern muß, was die rohesten Egoisten fordern. Gerade Diejenigen, welche wahrhaft ihre Geschwister lieben, verlangen, daß es keine Geschwister mehr geben soll, gerade Diejenigen, welche für sich genug haben, aber in das Elend Anderer gestarrt haben, verlangen, daß es kein Eigentum mehr geben, d.h. daß es nur ein Gesamt-Eigentum geben solle.
    Philipp Mainländer

  • Wer schweigt, scheint zuzustimmen.
    Bonifatius VIII.

  • Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden. Nicht wegen des Fanatismus der »Gerechtigkeit«, sondern weil all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die »Freiheit« zum Privilegium wird.
    Rosa Luxemburg

  • Die Gesellschaft findet nun einmal nicht ihr Gleichgewicht, bis sie sich um die Sonne der Arbeit dreht.
    Karl Marx

  • Es ist erlaubt, sich vom Feind belehren zu lassen.
    Ovid

  • Es glaube doch nicht Jeder, der imstande war, seine Meinung von einem Kunstwerk aufzuschreiben, er habe es kritisiert.
    Marie von Ebner-Eschenbach



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