Zufällige Zitate
Man lacht nicht, daß ihr alt, glaubt mir, man lacht allein // Daß ihr, die ihr doch alt, durchaus nicht alt wollt sein.
– Andreas GryphiusWenn die Nachtigallen aufhören zu schlagen, fangen die Grillen an zu zirpen.
– Marie von Ebner-EschenbachWas sind alle Orgien des Bacchus gegen die Räusche dessen, der sich zügellos der Enthaltsamkeit ergibt!
– Karl KrausWer die Grausamkeit der Natur und der Menschen einmal erkannt hat, der bemüht sich, selbst in kleinen Dingen wie dem Niedertreten des Grases schonungsvoll zu sein.
– Christian MorgensternEs lohnt sich doch, ein wenig lieb zu sein // Und alles auf das Einfachste zu schrauben.
– Joachim RingelnatzDen besten Unterricht zieht man aus vollständiger Umgebung.
– Johann Wolfgang von GoetheDie Menge kann tüchtige Menschen nicht entbehren, und die Tüchtigen sind ihnen jederzeit zur Last.
– Johann Wolfgang von GoetheEin Augenblick ist wenig - ein Blick ist viel.
– Hugo von HofmannsthalAus dem Erzählen zeigt sich, ob jemand zu hören gewusst habe.
– Johann Gottfried HerderEs hört doch nur jeder, was er versteht.
– Johann Wolfgang von GoetheEin Volk, damit es sich geistig freier ausbilde, darf nicht mehr in der Sklaverei seiner körperlichen Bedürfnisse stehn, nicht mehr der Leibeigene des Leibes sein. Es muß ihm vor allem
– Friedrich Wilhelm SchulzErnst ist Nichtspiel und nichts anderes. Der Bedeutungsinhalt von Spiel dagegen ist mit Nichternst keineswegs definiert oder erschöpft: Spiel ist etwas Eigenes
– Johan HuizingaVorurteil: das Wort ist nicht übel. Wollte nur das Urteil nachkommen!
– Peter HilleWir können aus Vorsatz weder lieben noch hassen, wohl aber mit Vorsatz.
– Friedrich Heinrich JacobiWer nach seiner Überzeugung handelt, und sei sie noch so mangelhaft, kann nie ganz zugrunde gehen, wogegen nichts seelentötender wirkt, als gegen das innere Rechtsgefühl das äußere Recht in Anspruch nehmen.
– Annette von Droste-HülshoffDie Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte.
– Karl MarxWeil nun ohne äußerliche Verknüpfungen, Lagen und Relationen kein Ort statt findet, so ist es wohl möglich, daß ein Ding würklich existiere, aber doch nirgends in der Welt vorhanden sei.
– Immanuel KantDas Schenken und Austauschen von Haar ist eines der köstlichsten Liebesspiele.
– Gustave FlaubertDie Erinnerung wirkt wie das Sammlungsglas in der Camera obscura: Sie zieht alles zusammen und bringt dadurch ein viel schöneres Bild hervor, als sein Original ist.
– Arthur SchopenhauerAuf der Welt ist kein Bestand, // Wir müssen Alle sterben, das ist uns wohlbekannt. // Heissassa! Hopssassa!
– Georg BüchnerDer Staat ist die Wirklichkeit der sittlichen Idee.
– Georg Wilhelm Friedrich HegelIch sagte dir's, du solltest diese Straße meiden.
– Johann Wolfgang von GoetheBewunderung der Tugend ist Talent zur Tugend.
– Marie von Ebner-EschenbachNicht aufzufallen, ist das erste Gesetz des guten Tones;
– August Julius LangbehnIch mache mir das Vergnügen, mir einen Staat vorzustellen, der es sich leisten kann, zu allen Menschen gerecht zu sein, und der das Individuum achtungsvoll als Nachbarn behandelt; einen Staat, der es nicht für unvereinbar mit seiner Stellung hielte, wenn einige ihm fernblieben, sich nicht mit ihm einliessen und nicht von ihm einbezogen würden, solange sie nur alle nachbarschaftlichen, mitmenschlichen Pflichten erfüllten.
– Henry David ThoreauEin der menschlichen Natur so widersprechendes Ideal wie das des Kommunismus geht nicht zu verwirklichen ohne Gewalt. Das ist das Grundproblem
– Karl zu SchwarzenbergNicht größre Schmähung einer Frau man spend't, // Als wenn man sie alt oder hässlich nennt.
– Ludovico AriostoIch singe gerne, trinke gerne, // Und liebe wohl, geliebt zu seyn.
– Adelbert von ChamissoZum Abschiednehmen just das rechte Wetter, // Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.
– Joseph Victor von ScheffelDie Kritik ist bekanntlich leicht und die Kunst ist schwer. Die Politik ist keine Wissenschaft, wie viele der Herren Professoren sich einbilden, sie ist eben eine Kunst. Sie ist ebensowenig eine Wissenschaft, wie das Bildhauen und das Malen. Man kann sehr scharfer Kritiker sein und doch kein Künstler, und selbst der Meister aller Kritiker, Lessing, würde es nie unternommen haben, einen Laokoon zu machen.
– Otto von BismarckWie fangen wir's an? // Das sage mir Einer! // Lang leben will Jedermann, // Alt werden Keiner.
– Eduard von BauernfeldDie Ringenden sind die Lebendigen, und die in der Irre rastlos streben, sind auf gutem Weg.
– Gerhart HauptmannSchreib alle Unbill in den Staub, alle Wohltaten in Marmor!
– Benjamin FranklinDie Erfahrung lehrt uns, dass Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in gleicher Richtung blickt.
– Antoine de Saint-ExupéryIch werde mich indessen in das Gras legen und meine Nase oben zwischen den Halmen herausblühen lassen und romantische Empfindungen beziehen, wenn die Bienen und Schmetterlinge sich darauf wiegen, wie auf einer Rose.
– Georg BüchnerBrüder, fliegt von euren Sitzen, // Wenn der volle Römer kreist, // Laßt den Schaum zum Himmel spritzen: // Dieses Glas dem guten Geist!
– Friedrich SchillerDie genaue Schärfe der Mathematik aber darf man nicht für alle Gegenstände fordern, sondern nur für die Stofflosen. Darum passt diese Weise nicht für die Wissenschaft der Natur, denn alle Natur ist wohl mit Stoff verbunden.
– AristotelesDas Dogma ist nichts anderes als ein ausdrückliches Verbot, zu denken.
– Ludwig FeuerbachEs ist der Geist, der sich den Körper baut.
– Friedrich Schiller