Zufällige Zitate
Zuerst müssen wir bemerken, dass die Welt kugelförmig ist, theils weil diese Form, als die vollendete, keiner Fuge bedürftige Ganzheit, die vollkommenste von allen ist, theils weil sie die geräumigste Form bildet, welche am meisten dazu geeignet ist, Alles zu enthalten und zu bewahren; oder auch weil alle in sich abgeschlossene Theile der Welt, ich meine die Sonne, den Mond und die Planeten, in dieser Form erscheinen; oder weil Alles dahin strebt, sich in dieser Form zu begrenzen, was an den Tropfen des Wassers und an den Übrigen flüssigen Körpern zur Erscheinung kommt, wenn sie sich aus sich selbst zu begrenzen streben.
– Nicolaus CopernicusDer, der sie erschuf, ließ sie auch wieder verschwinden.
– AristotelesIgnoramus et ignorabimus.
– Emil Du Bois-ReymondAm Feiertag gehen sie in die Messe, // nur mit Wut oder immer noch schläfrig, // nur aus Gewohnheit oder um Frauen anzuschauen // und ganz in Schale um Beachtung zu ergattern.
– Carlo GozziNicht nachgeben bedeutet manchmal getötet werden, aber nachgeben bedeutet geschwächt werden.
– Charles-Maurice de Talleyrand-PérigordZwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun.
– Paulus von TarsusDas Gespräch ist, meiner Ansicht nach, die lohnendste und natürlichste Übung unseres Geistes: Keine andere Lebensbetätigung macht mir so viel Freude.
– Michel de MontaigneDas kann mich nicht trösten, daß der reaktionäre Spieß, nachdem er bisher mehr gegen links gekehrt war, nun gegen das Centrum gerichtet wird, dieselbe Hand, die ihn nach rechts gedreht hat, kann ihn auch wieder nach links drehen.
– Eugen RichterDas Glück trennt die Menschen, aber das Leid macht sie zu Brüdern.
– Peter RoseggerEin Buch ist ein Spiegel, aus dem kein Apostel herausgucken kann, wenn ein Affe hineinguckt.
– Georg Christoph LichtenbergAus
– Max StirnerLetzten Endes werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern, sondern an das Schweigen unserer Freunde.
– Martin Luther KingIhr Kinder, lernet ihr genug, // Ihr lernt nichts mehr in alten Tagen.
– Gottlieb Konrad PfeffelSo lange war ich Vater und mußte erst kinderlos werden, um zu wissen, was ein Vater sei.
– Johann Anton LeisewitzWünsche wie die Wolken sind, // Schiffen durch die stillen Räume, // Wer erkennt im lauen Wind, // Ob's Gedanken oder Träume?
– Joseph von EichendorffSorge Dich nicht um das, was kommen mag, weine nicht um das, was vergeht; aber sorge, Dich nicht selbst zu verlieren, und weine, wenn Du dahintreibst im Strome der Zeit, ohne den Himmel in Dir zu tragen.
– Friedrich SchleiermacherDas ist ein Symbol für das Leben.// Immer aufwärts, himmelan streben!// Feste zieh! Nicht nachgeben!
– Joachim RingelnatzO Gott, ich habe nichts für das Paradies getan und bin nicht stark genug, die Hölle zu erdulden - alles ist Deiner Gnade anheimgestellt!
– Yahya ibn Mu'adh ar-RaziImmer strebe zum Ganzen, und kannst du selber kein Ganzes // Werden, als dienendes Glied schließ an ein Ganzes dich an.
– Friedrich SchillerDer Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
– Benjamin FranklinDu bist blaß Louise?
– Friedrich SchillerWo kein Du, ist kein Ich.
– Ludwig FeuerbachEs ist mit den Jahren wie mit den sibyllinischen Büchern: Je mehr man ihrer verbrennt, desto teurer werden sie.
– Johann Wolfgang von GoetheWas ist unser Leben als eine Reihe von Präludien zu jenem unbekannten Lied, dessen erste feierliche Note der Tod anschlägt?
– Alphonse de LamartineSr. Königl. Mayestät erwiederten aber daß "Gazetten wenn sie interreßant seyn sollten nicht geniret werden müsten ...
– Friedrich II. (Preußen)Die Liebe lebt von ihrer Distanz zum Objekt, obwohl es als Streben in aller Liebe liegt, diese Distanz zu überwinden.
– Ferdinand EbnerUnser Glück ist unmöglich ohne das Glück der anderen.
– Nikolai Gawrilowitsch TschernyschewskiWas ist ein Held ohne Menschenliebe?
– Gotthold Ephraim LessingEr kann die Dinte nicht halten, und wenn es ihm ankommt, jemand zu besudeln, so besudelt er sich gemeiniglich am meisten.
– Georg Christoph LichtenbergDie achtziger Jahre waren keine gute Zeit, um erwachsen zu werden, jedenfalls keine Zeit, auf die man voller Sentiment zurückblicken kann. Schlaghosen, Clogs, Abba, Ilja Richter - die siebziger Jahre hatten Charme, da kam noch was aus den Sechzigern rüber, vielleicht sogar die Ahnung der Idee, die Welt könne besser werden. Die Achtziger hatten so etwas nicht. Auf der Illustrierten waren entweder nackte Frauen oder Atompilze, manchmal beides, und man wußte oft nicht, was schlimmer war.
– Frank GoosenDer Körper, der Übersetzer der Seele (Gottes) ins Sichtbare.
– Christian MorgensternDer Starke ist am mächtigsten a l l e i n.
– Friedrich SchillerMan müsste das Leben so einrichten, daß jeder Augenblick eine Bedeutung hätte [...].
– Iwan Sergejewitsch Turgenew»Man muß sich untereinander helfen, das ist eigentlich das Beste von der Ehe. Sich helfen und unterstützen und vor allem nachsichtig sein und sich in das Recht des andern einleben. Denn was ist Recht? Es schwankt eigentlich immer. Aber Nachgiebigkeit, einem guten Menschen gegenüber, ist immer recht.«
– Theodor FontaneMachd doch eiern Drägg (
– Friedrich August III.Wie einer ist, so ist sein Gott, // Darum ward Gott so oft zu Spott.
– Johann Wolfgang von GoetheSiege werden bald erfochten; ihre Erfolge zu befestigen, das ist schwer.
– Leopold von Ranke