Zufällige Zitate
Wer etwas Großes will, der muß sich, wie Goethe sagt, zu beschränken wissen. Wer dagegen alles will, der will in der Tat nichts und bringt es zu nichts. Es gibt eine Menge interessante Dinge in der Welt; spanische Poesie, Chemie, Politik, Musik, d. ist alles sehr interessant, und man kann es keinem übel nehmen, der sich dafür interessiert; um aber als ein Individuum in einer bestimmten Lage etwas zustande zu bringen, muß man sich an etwas Bestimmtes halten und seine Kraft nicht nach vielen Seiten hin zersplittern.
– Georg Wilhelm Friedrich HegelAlles Böse ist nur das Phänomen der Hemmung des Triebs zum Guten, der Verzehrung des Guten.
– Johann Wilhelm RitterDenn größte Lieb' gebiert den größten Haß.
– Ferdinand von SaarUnsere Gesellschaft wird weiter vielfältiger werden, das wird auch anstrengend, mitunter schmerzhaft sein. Unser Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden.
– Aydan ÖzoguzDer Einfältige ist immer lächerlich; das gehört zu seinem Charakter.
– Jean de La BruyèreGaben müssen den Beschenkten so tief betreffen, daß er erschrickt.
– Walter BenjaminTakt ist unhörbare Harmonie.
– Richard von SchaukalSchöne Freundin, so ist's mit uns / Weder Ihr ohne mich, noch ich ohne Euch.
– Marie de FranceHoffnung ist die Verwechselung des Wunsches einer Begebenheit mit ihrer Wahrscheinlichkeit.
– Arthur SchopenhauerVerehrung ist Liebe zu jemandem, den wir bewundern.
– Baruch de SpinozaWach ganz leise und behutsam auf, liebste Freundin! Blinzle durch deine Wimpern und sieh, wie sich das dunkle Grau zwischen den Sternen hellblau verfärbt.
– Mönch von SalzburgEs gibt Eheleute, die ihr Glück auswärts suchen, und in ihrem Hause liegt es aufgebahrt, scheintot. Auferstehen würde es durch den Ruf eines einzigen liebevollen Wortes, aber dieses Wort wird nicht gesprochen.
– Peter RoseggerKann er mir mehr als seine Seele geben!
– Albert Lortzing[...] in gährend Drachengift hast du // Die Milch der frommen Denkart mir verwandelt, [...]
– Friedrich SchillerRom wollte immer herrschen, und als seine Legionen fielen, sandte es Dogmen in die Provinzen.
– Heinrich HeineFreude ist nicht allein eine Gemüts-Bewegung, sondern auch eine Pflicht des Christen, Phil 4,4, und unter widrigen Umständen der höchste Grad der Geduld und deren Hauptkraft.
– Johann Albrecht Bengel1. Wir wollen die Liebe zur Gefahr besingen, die Vertrautheit mit Energie und Verwegenheit. [...]
– Filippo Tommaso MarinettiDer oft unüberlegten Hochachtung gegen alte Gesetze, alte Gebräuche und alte Religion hat man alles Übel in der Welt zu danken.
– Georg Christoph Lichtenberg[...] die Revolution ist wie Saturn, sie frißt ihre eigenen Kinder.
– Georg BüchnerWas man von der Schönheit des Bosporus gesagt hat, ist, mit Einschluß der Uebertreibung, buchstäblich wahr, denn die Uebertreibung ist der Erhebung natürlich. [...] Die Welt hat vielleicht nichts, was sich damit als Ganzes vergleichen läßt.
– Franz GrillparzerEine scharfe Zunge ist das einzige Schneidwerkzeug das bei andauerndem Gebrauch schärfer wird.
– Washington IrvingMit den alten Königen und Fürsten von Gottes Gnaden ist es für immer vorbei. [...] Das deutsche Volk ist frei, bleibt frei und regiert in alle Zukunft sich selbst. Das ist der einzige Trost, der dem deutschen Volke geblieben ist, der einzige Halt, an dem es aus dem Blutsumpf des Krieges und der Niederlage sich wieder herausarbeiten kann.
– Friedrich EbertBeim wunderbaren Gott! - Das Weib ist schön!
– Friedrich SchillerSchlechterdings notwendig ist, dessen Gegenteil an sich selbst unmöglich ist.
– Immanuel KantEdle Gesinnung kommt von hohen Ämtern.
– Titus LiviusNachahmung ist bei jeder menschlichen Tätigkeit bedenklich und hemmend; in Staatseinrichtungen aber ist sie - es kann nicht anders sein - höchst gefährlich.
– Leopold von RankeDas Pech und die Natur halten unsere Rechnung immer im Gleichgewicht, nie erzeigt sie uns eine Wohltat, dass nicht gleich ein Übel käme.
– Niccolò MachiavelliBei an Weib Glück hab’n, das kann jeder Bua, aber mit an Weib glücklich sein, da g’hört viel dazua.
– Peter RoseggerDem Schwachen ist sein Stachel auch gegeben.
– Friedrich SchillerHoffnung ist die zweite Seele der Unglücklichen.
– Johann Wolfgang von GoetheIn jedes Menschen Gesichte//Steht seine Geschichte, // Sein Hassen und Lieben // Deutlich geschrieben; // Sein innerstes Wesen, // Es tritt hier ans Licht… // Doch nicht jeder kann's lesen, // Verstehn jeder nicht.
– Friedrich von BodenstedtLasst mich Euch nochmals auf das eindringlichste vor den verderblichen Wirkungen der Parteien warnen.
– George WashingtonDie Lehre der Stoiker, dass wir unseren Bedürfnissen durch Ausrottung unserer Begierden abhelfen sollen, kommt mir ebenso vor, als wenn wir uns die Füße abschneiden sollten, damit wir keine Schuhe brauchen.
– Jonathan SwiftWeg mit den Grillen und Sorgen!
– Siegfried August MahlmannWenn wir den Glauben an Personen verlieren, so verlieren wir noch mehr den Glauben an die Allgemeinheiten.
– Friedrich Heinrich Jacobi