Zufällige Zitate
Es erben sich Gesetz und Rechte // Wie eine ew'ge Krankheit fort; // Sie schleppen von Geschlecht sich zum Geschlechte // und rücken sacht von Ort zu Ort. // Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage; // Weh dir, dass du ein Enkel bist! // Vom Rechte, das mit uns geboren ist, // Von dem ist leider! nie die Frage.
– Johann Wolfgang von GoetheDu aber hüte dich, das wilde Tier zu wecken in der Brust, daß es nicht plötzlich ausbricht und dich selbst zerreißt.
– Joseph von EichendorffEin Deutscher ist großer Dinge fähig, aber es ist unwahrscheinlich, dass er sie tut: Denn er gehorcht, wo er kann, wie dies einem an sich trägen Geiste wohl tut.
– Friedrich NietzscheBist du zornig, so zähle bis vier; bist du sehr zornig, so fluche!
– Mark TwainIn Wahrheit ist Japan nur eine Erfindung. Weder gibt es ein solches Land noch ein solches Volk.
– Oscar WildeWer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten.
– Friedrich SchillerWehe, wenn sie losgelassen.
– Friedrich SchillerVerfassungsrecht vergeht, Verwaltungsrecht besteht.
– Otto MayerIch werde noch einmal nach Neapel zurückkehren, ja, weil ich es zu sehr liebe, aber allein um Vermicelli zu essen.
– Enrico CarusoDu wirst bald merken, dass dein Vater das Lehrgeld umsonst ausgegeben hat.
– PetronBildung ist das, was die meisten empfangen, viele weitergeben und wenige haben.
– Karl KrausGradaus hab' ich stets gesprochen, // Und mir dennoch Bahn gebrochen. // All die Leisetreter mit Glück // Ließ ich hinter mir zurück.
– Gottfried KinkelDie Gräslein können den Acker nicht begreifen, aus dem sie sprießen.
– Hildegard von BingenDrei Klassen von Narren: Die Männer aus Hochmut, die Mädchen aus Liebe, die Frauen aus Eifersucht.
– Johann Wolfgang von GoetheDie Aufrichtigkeit kann dann von Nutzen sein, wenn man sie als Kunstgriff verwendet, oder wenn sie einem, dank ihrer Seltenheit, nicht geglaubt wird.
– Giacomo LeopardiWer jedermans Freund sein will, ist der meine nicht.
– MolièreDer Aberglaube macht die Gottheit zum Götzen, und der Götzendiener ist um so gefährlicher, weil er ein Schwärmer ist.
– Johann Gottfried HerderMan wills oft nicht wissen, aber wahr ist's, daß Mancher, der durch Irrthum die Gemüter in Gährung bringt, sich mehr Verdienst erwirbt, als Mancher, der immer die Wahrheit sagt.
– Carl Nicolaus KählerIm Nebel ruhet noch die Welt, // Noch träumen Wald und Wiesen.
– Eduard MörikeDie Verwirklichung eines Geschehens vermöge einer außer dem Verwirklicher stehenden Gesetzmäßigkeit ist ein Akt der Unfreiheit, jene durch den Verwirklicher selbst ein solcher der Freiheit.
– Rudolf SteinerDie Tragödie ist das Gebiet aller hohen Affekte, der Extreme der Leidenschaften.
– Ludwig TieckEin Fremdwort bleibt immer ein Blendling ohne Zeugungskraft;
– Friedrich Ludwig JahnEin wenig Weisheit ist schon möglich; aber diese selige Sicherheit fand ich an allen Dingen: dass sie lieber noch auf den Füßen des Zufalls - tanzen.
– Friedrich NietzscheUnd wenn du noch so oft an ihre Türen klopfst, die Natur wird nie erschöpfend Auskunft geben.
– Iwan Sergejewitsch TurgenewWir werden, so weit die praktische Vernunft uns zu führen das Recht hat, Handlungen nicht darum für verbindlich halten, weil sie Gebote Gottes sind, sondern sie darum als göttliche Gebote ansehen, weil wir dazu innerlich verbindlich sind.
– Immanuel KantMit dem Hunger nach der Unendlichkeit wird der Mensch geboren; er spürt ihn früh, aber wenn er in die Jahre des Verstandes kommt, erstickt er ihn meistens leicht und schnell.
– Wilhelm RaabeDas Publikum beklatscht ein Feuerwerk, aber keinen Sonnenaufgang!
– Friedrich HebbelEs giebt ja in der ganzen Natur keinen wichtigeren, keinen der Betrachtung würdigeren Gegenstand und wenn ein berühmter Philosoph und Staatsmann der Vorzeit (Cic. de off. I. 42.) den Ackerbau für das würdigste Geschäft eines freien Bürgers erklärt, so muß es auch ein ebenso würdiges Geschäft für ihn sein, sich mit dem Boden bekannt zu machen, ohne welchen kein Ackerbau denkbar.
– Friedrich Albert FallouDie Freude zu leben wird aus der Natur geboren und muss im Geiste gerettet werden.
– Ferdinand EbnerDer Freiheit Weg geht durch des Todes Schmerz!
– Theodor KörnerDie Menschen sind böse; eine traurige und fortdauernde Erfahrung erübrigt den Beweis; jedoch, der Mensch ist von Natur aus gut, ich glaube es, nachgewiesen zu haben; […] Man bewundere die menschliche Gesellschaft, soviel man will, es wird deshalb nicht weniger wahr sein, dass sie die Menschen notwendiger Weise dazu bringt, sich in dem Maße zu hassen, in dem ihre Interessen sich kreuzen, außerdem sich wechselseitig scheinbare Dienste zu erweisen und in Wirklichkeit sich alle vorstellbaren Übel zuzufügen.
– Jean-Jacques RousseauWarum kann der lebendige Geist dem Geist nicht erscheinen? // Spricht die Seele, so spricht ach! schon die Seele nicht mehr.
– Friedrich SchillerWer hieß dich mich zerren, mich! in diese Welt hinein? Laß mich erfrieren, verhungern, versteinen in der meinigen!
– Hugo von HofmannsthalTugend ist der einzige Adel.
– Benjamin FranklinWer das Leben nicht schätzt, hat es nicht verdient.
– Leonardo da VinciGib den Armen nichts; so kommen sie nicht wieder: // Von Reichen suche Geld: so werden sie dich fliehn.
– Friedrich von HagedornDie Natur passt sich ebenso gut unserer Schwäche wie unserer Stärke an.
– Henry David ThoreauDie beste Regierungsform für den Künstler ist überhaupt keine Regierung.
– Oscar WildeÄsthetik ist nicht Kunstlehre.
– Konrad Fiedler