Zufällige Zitate
Eigentlich ist jeder Tag wie eine große Schlacht mit vielen Lichtblicken.
– Franziska zu ReventlowFrüher hatte man die Folter. Heute hat man die Presse. Das ist gewiss ein Fortschritt.
– Oscar WildeIch werde nie zum Frühling sagen: verzeihen Sie, Sie haben dort ein welkes Blatt, oder zum Herbst: nehmen Sie es ja nicht übel, dieser Apfel ist nur zur Hälfte roth.
– Friedrich HebbelFreundlichkeit kann man kaufen.
– Kurt TucholskyNichts ist schrecklicher als ein Lehrer, der nicht mehr weiß als das, was die Schüler wissen sollen.
– Johann Wolfgang von GoetheWir haben alle unsere kleinen Eitelkeiten.
– Oscar WildeDer Wert eines Menschen hängt nicht von seinem Soldbuch ab.
– Kurt TucholskyDu siehst am winterlich geschwollenen Strom den Baum, der nachgibt, seine Zweige retten, was widersteht, reißt's mit den Wurzeln fort.
– SophoklesWer das tut, was er tut mit Rat, // Den reuen selten seine Tat.
– Thomasîn von ZerclaereGott ähneln, aber dem gekreuzigten Gott.
– Simone WeilDer Undank ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, dass tüchtige Menschen undankbar gewesen wären.
– Johann Wolfgang von GoetheOhne Freundschaft ist das Leben nichts.
– CiceroDie größte Unbescheidenheit // Ist der Glaube an die Unsterblichkeit, // Die Zumutung an die Natur, // Diese dürftige Menschenkreatur // Selbst in den mißlungensten Exemplaren // Für Ewigkeiten aufzusparen.
– Heinrich LeutholdZu viel plauschen die Weiber erst, wenn sie alt sind. Wenn sie jung sind, verschweigen sie einem zu viel.
– Johann Nepomuk NestroyEs ist besser, ein unzufriedener Mensch zu sein als ein zufriedenes Schwein; besser ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr. Und wenn der Narr oder das Schwein anderer Ansicht sind, dann deshalb, weil sie nur die eine Seite der Angelegenheit kennen. Die andere Partei hingegen kennt beide Seiten.
– John Stuart MillAuf dem Glück der Fabel beruht freilich alles, man ist wegen des Hauptaufwandes sicher, die meisten Leser und Zuschauer nehmen denn doch nichts weiter mit davon, und dem Dichter bleibt doch das ganze Verdienst einer lebendigen Ausführung.
– Johann Wolfgang von GoetheIm Begehren kann der Freundschaftskeim enthalten sein, aus Kameradschaft wird Zärtlichkeit; aber im allgemeinen scheint es mir ratsam, zwischen Eros und Sympathie, zwischen geschlechtlich-emotioneller Attraktion und moralisch-intellektueller Affinität sauber zu unterscheiden.
– Klaus MannIch rede von der Demokratie als von etwas Kommendem. Das, was schon jetzt so heißt, unterscheidet sich von den älteren Regierungsformen allein dadurch, dass es mit neuen Pferden fährt: Die Straßen sind noch die alten, und die Räder sind auch noch die alten.
– Friedrich NietzscheDie Fabel von der Pandora ist mir von jeher nicht klar gewesen, ja, ungereimt und verkehrt vorgekommen.
– Arthur SchopenhauerWozzeck, es schaudert mich, wenn ich denke, daß sich die Welt in einem Tage herumdreht. Was für eine Zeitverschwendung! - wo soll das hinaus? So geschwind geht Alles! - Wozzeck, ich kann kein Mühlrad mehr sehen, oder ich werd’ melancholisch!
– Georg BüchnerDer Mensch ist bestimmt zum Leid, er muß sich abmühen, wenn er die tiefere Erleuchtung erfahren will, oder er muß auf spirituelle Offenbarung verzichten und sich im Seichten zufriedengeben.
– Thomas De QuinceyDas Trinken hat wie die Malerei seinen mechanischen und dichterischen Teil, so wie auch Liebe. Dieses gehört mit zur Pinik.
– Georg Christoph LichtenbergDas Geld zieht nur den Eigennutz an und verführt stets unwiderstehlich zum Missbrauch.
– Albert EinsteinDen Eintagsfliegen gleichen meine Küsse, // Die abends kosend klare Seen umziehn, // Die deines Freundes graben tiefe Risse, // Ziehn über dich wie Pflüg und Wagen hin.
– Charles BaudelaireDas, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann.
– Anselm von CanterburyGazetten wenn sie interreßant seyn sollten nicht geniret werden müsten
– Friedrich II. (Preußen)Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden. Nicht wegen des Fanatismus der »Gerechtigkeit«, sondern weil all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die »Freiheit« zum Privilegium wird.
– Rosa LuxemburgHöre fleißig auf alle Volkslieder; sie sind eine Fundgrube der schönsten Melodieen und öffnen dir den Blick in den Charakter der verschiedenen Nationen.
– Robert SchumannNeid und Eifersucht sind die Schamteile der menschlichen Seele.
– Friedrich NietzscheDie Menschen stehen unter dem Gesetze der Macht.
– Friedrich von WieserDu zählst im Elend keinen Freund.
– EuripidesKönnte ich leben, ohne zu arbeiten, ich wäre das glücklichste Wesen unter der Sonne.
– Franziska zu ReventlowGroße Dinge sind immer mit großen Gefahren verknüpft.
– Xerxes I.O Schlangenherz, von Blumen überdeckt! Wohnt' in so schöner Höhl' ein Drache je?
– William ShakespeareLieber spät als nie.
– Titus LiviusBevor man beobachtet, muss man sich Regeln für seine Beobachtungen machen.
– Jean-Jacques RousseauSobald man einmal erfahren hat, was es heißt, in Freiheit geliebt zu werden, findet man nicht mehr Gefallen an Unterwürfigkeit.
– Charles PéguyDie Psychologie des Unbewussten ist die Philosophie der Revolution.
– Otto Gross