Zufällige Zitate
Wer noch nicht bis zur klaren Einsicht gekommen ist, dass es eine Grösse noch ganz ausserhalb seiner eigenen Sphäre geben könne, für die ihm der Sinn durchaus fehle; wer nicht wenigstens dunkle Vermuthungen hat, nach welcher Weltgegend des menschlichen Geistes hin diese Grösse ungefähr gelegen seyn möge: der ist in seiner eignen Sphäre entweder ohne Genie, oder noch nicht bis zum Klassischen gebildet.
– Friedrich SchlegelDu siehst am winterlich geschwollenen Strom den Baum, der nachgibt, seine Zweige retten, was widersteht, reißt's mit den Wurzeln fort.
– SophoklesIch ging oft ins Heidelberger Schloss, um mir das Raritätenkabinett anzusehen, und eines Tages überraschte ich den Leiter mit meinem Deutsch, und zwar redete ich ausschließlich in dieser Sprache. Er zeigte großes Interesse; und nachdem ich eine Weile geredet hatte, sagte er, mein Deutsch sei sehr selten, möglicherweise ein »Unikat«; er wolle es in sein Museum aufnehmen.
– Mark TwainWo die Not drängt, da wird Tollkühnheit zur Klugheit.
– Niccolò MachiavelliUnser Gefühl selbst ist nichts anderes als eine innere Musik immer währender Schwingung der Lebensnerven.
– Wilhelm HeinseHabt ihr Mut, oh meine Brüder? Seid ihr herzhaft?
– Friedrich NietzscheIch bin ein Mensch, gegen den man mehr gesündigt hat, als er sündigt.
– William ShakespeareErstlich des Hauses und des Weibes und des pflügenden Ochsen bedarf man.
– HesiodDie demokratischen Einrichtungen sind Quarantäne-Anstalten gegen die alte Pest tyrannenhafter Gelüste: als solche sehr nützlich und sehr langweilig.
– Friedrich NietzscheLieben ist die Freiheit.
– Johann Albrecht BengelWas wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus der Kohle springt und verlischt.
– Friedrich HölderlinFaulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen.
– Immanuel KantEs gibt drei Arten von Lügen: Lügen, verdammte Lügen und Statistiken.
– Leonard Henry CourtneyIn Wahrheit heißt etwas wollen, ein Experiment machen, um zu erfahren, was wir können; darüber kann uns allein der Erfolg oder Misserfolg belehren.
– Friedrich NietzscheWelche Religion ich bekenne? Keine von allen, // Die du mir nennst! „Und warum keine”? Aus Religion.
– Friedrich SchillerDie Wissenschaft ist ein Produkt des gereiften Alters und besitzt nicht mehr die Kraft, den Lauf der Jahre zu erneuern und die Jugend zurückzubringen.
– Francesco de SanctisMancher wird ein freier Diogenes, nicht wenn er in dem Fasse, sondern wenn dieses in ihm wohnt.
– Jean Paulich kan in einem Tag tausend Adeln unnd zu Rittern machen: Aber so mächtig bin ich nicht/ daß ich in tausend Jahren einen Gelerhrten machen könte.
– Julius Wilhelm ZincgrefDie effektorische Welt oder Wirkungswelt ist das, was wir für gewöhnlich die objektive Welt nennen, und die rezeptorische Welt oder Merkwelt bezeichnen wir für gewöhnlich als subjektive Welt.
– Jakob Johann von UexküllGleich wie die Sonne, damit sie aufgehe, nicht auf Gebet oder Beschwörung harrt, sondern einfach scheinet und von den Menschen mit Freuden empfangen wird; also sollst auch du nicht auf Beifall, Anklopfen und Lob warten, damit du Wohltaten erzeigest. Tue sie freiwillig, so wirst du auch wie die Sonne geliebt.
– EpiktetIch habe nichts gegen das Wissen, aber Weisheit ist mir lieber. Weisheit entspringt nicht so sehr aus dem Verstande als aus dem Herzen.
– Peter RoseggerWas kann der Schöpfer lieber sehen als ein fröhliches Geschöpf!
– Gotthold Ephraim LessingDer Fußballwahn ist eine Krank- // Heit, aber selten, Gott sei Dank! .. // Ich warne euch, ihr Brüder Jahns, // vor dem Gebrauch des Fußballwahns!
– Joachim RingelnatzEs ist offensichtlich, daß der Staat ein Werk der Natur ist und der Mensch von Natur aus ein staatenbildendes Lebewesen.
– AristotelesAlle Entwicklung ist bis jetzt nichts weiter gewesen als ein Taumeln von einem Irrtum in den anderen.
– Henrik IbsenDenn unser Leib hat einmal den Fehler, dass er umso mehr Bedürfnisse entdeckt, je mehr er gepflegt wird.
– Theresa von ÁvilaGewißheit ist die Grundlage, nach der die menschlichen Gefühle verlangen.
– Honoré de BalzacReu' um Geschehnes ist verlorne Arbeit.
– Christian Dietrich GrabbeDenn wer den Schatz, das Schöne, heben will, // Bedarf der höchsten Kunst: Magie der Weisen.
– Johann Wolfgang von GoetheMan läuft Gefahr zu verlieren, wenn man zu viel gewinnen möchte.
– Jean de La FontaineDas Leben eines Geizhalses ist eine beständige Ausübung der Macht im Dienst der Person. Er verläßt sich nur auf zwei Gefühle: Eigenliebe und Eigennutz.
– Honoré de BalzacDer Arbeitgeber ist dem Arbeiter ein Fremder.
– Lorenz von SteinIch nehme die Materie aller Welt in einer allgemeinen Zerstreuung an und mache aus derselben ein vollkommenes Chaos.
– Immanuel KantWer wird nicht einen Klopstock loben? // Doch wird ihn jeder lesen? Nein! // Wir wollen weniger erhoben // und fleißiger gelesen sein.
– Gotthold Ephraim LessingWer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.
– Friedrich NietzscheGlaube, so wie ihn unsere Philosophen zum Theil nehmen, ist doch wohl nichts, als Resignation seiner Persönlichkeit zu Gunsten eines Andern?
– Karl Ludwig von KnebelIrrend lernt man.
– Johann Wolfgang von GoetheIch hab' hier bloß ein Amt und keine Meinung.
– Friedrich SchillerEin Denkmal wird die Nachwelt mir errichten.
– Arthur Schopenhauer