Zufällige Zitate

  • Wer auf dem Scheiterhaufen noch frohlockt, triumphiert nicht über den Schmerz, sondern darüber, keinen Schmerz zu fühlen, wo er ihn erwartete. Ein Gleichnis.
    – Friedrich Nietzsche

  • Die Kunst geht unter, und die Kritik taucht auf.
    – Francesco de Sanctis

  • Versprechen machet Schuld.
    – Friedrich von Hagedorn

  • Durch den Dauereinsatz der Auschwitz-Keule […] kamen die Deutschen in eine Schuldknechtschaft, die es in- und ausländischen Kreisen bis heute ermöglicht, die Deutschen moralisch zu demütigen, wirtschaftlich auszunehmen und politisch zu bervormunden.
    – Jürgen W. Gansel

  • Ein garstig Lied! Pfui! ein politisch Lied!// Ein leidig Lied!
    – Johann Wolfgang von Goethe

  • Wie ist jede – aber auch jede – Sprache schön, wenn in ihr nicht nur geschwätzt, sondern gesagt wird!
    – Christian Morgenstern

  • In der Ehe ist es am sichersten, mit einer kleinen Aversion zu beginnen.
    – Richard Brinsley Sheridan

  • Ich weiss überall von keinem Seyn, und auch nicht von meinem eigenen. Es ist kein Seyn - Ich selbst weiss überhaupt nicht, und ich bin nicht.
    – Johann Gottlieb Fichte

  • Wir sind der Auffassung, daß Kriege nur dann und nur so lange geführt werden können, als die arbeitende Volksmasse sie entweder begeistert mitmacht, weil sie sie für eine gerechte und notwendige Sache hält, oder wenigstens duldend erträgt. Wenn hingegen die große Mehrheit des werktätigen Volkes zu der Überzeugung gelangt – und in ihr diese Überzeugung, dieses Bewußtsein zu wecken ist gerade die Aufgabe, die wir Sozialdemokraten uns stellen –, wenn, sage ich, die Mehrheit des Volkes zu der Überzeugung gelangt, daß Kriege eine barbarische, tief unsittliche, reaktionäre und volksfeindliche Erscheinung sind, dann sind die Kriege unmöglich geworden – und mag zunächst der Soldat noch den Befehlen der Obrigkeit Gehorsam leisten!
    – Rosa Luxemburg

  • Wien, diese vollständige Schatzkammer aller menschlichen Fühllosigkeit und politischen Ehrlosigkeit
    – Karl Kraus

  • Eine ewige Erfahrung lehrt, dass jeder Mensch, der Macht hat, dazu getrieben wird, sie zu missbrauchen. Er geht immer weiter, bis er an Grenzen stößt.
    – Charles de Montesquieu

  • Aus derselben Ackerkrume // Wächst das Unkraut wie die Blume // Und das Unkraut macht sich breit.
    – Friedrich von Bodenstedt

  • […] die abstrakten Worte, deren sich doch die Zunge naturgemäß bedienen muß, um irgend welches Urteil an den Tag zu geben, zerfielen mir im Munde wie modrige Pilze.
    – Hugo von Hofmannsthal

  • Weißt du nichts von der ewigen Jugend des Todes? Das alternde Leben soll sich nach Gottes Willen an der ewigen Jugend des Todes verjüngen. Das ist der Sinn und das Rätsel des Todes. Weißt du das nicht?
    – Walter Flex

  • Eine rechte Überzeugung aber fängt mit dem Zweifel an.
    – Leopold von Ranke

  • Üb immer Treu und Redlichkeit // Bis an dein kühles Grab // Und weiche keinen Fingerbreit // Von Gottes Wegen ab.
    – Ludwig Christoph Heinrich Hölty

  • Erzähl Leuten, die dich kennen, kein Anglerlatein und schon gar nicht Leuten, die die Fische kennen.
    – Mark Twain

  • Denn für den Unwissenden ist alles möglich.
    – Christoph Martin Wieland

  • Je weiter ich lebe, desto nötiger scheint es mir, auszuhalten, das ganze Diktat des Daseins bis zum Schluss nachzuschreiben; denn es möchte sein, dass erst der letzte Satz jenes kleine, vielleicht unscheinbare Wort enthält, durch welches alles mühsam Erlernte und Unbegriffene sich gegen einen herrlichen Sinn hinüberkehrt.
    – Rainer Maria Rilke

  • Dem Menschen aber ist seine Geschichte nicht vorgezeichnet, er kann und soll seine Geschichte sich selbst machen;
    – Friedrich Wilhelm Joseph Schelling

  • Alles Große besteht aus Kleinem. Wer vom Kleinen nicht Besitz nimmt, kann das Große nie erwerben.
    – Wilhelm Heinse

  • Für drei Dinge danke ich Gott - 1) Daß kein lebendes Wesen mir sein Dasein verdankt [...].
    – Søren Kierkegaard

  • Welche Strafe ist größer als die Wunde des Gewissens?
    – Ambrosius von Mailand

  • Wollte man die Herrlichkeit des Frühlings und seiner Blüten nach dem wenigen Obst berechnen, das zuletzt noch von den Bäumen genommen wird, so würde man eine sehr unvollkommene Vorstellung jener lieblichen Jahreszeit haben.
    – Johann Wolfgang von Goethe

  • Auch unser edles Sauerkraut, // Wir sollen's nicht vergessen; // Ein Deutscher hat's zuerst gebaut, // Drum ist's ein deutsches Essen.
    – Ludwig Uhland

  • Einem Mann in diesem Alter vertraut man normalerweise keine so verantwortungsvolle Aufgabe mehr an.
    – Georg Ratzinger

  • Ach, arme Frau. Sie bittet um meine Vergebung. Ich bitte um ihre von ganzem Herzen.
    – Karl II. von England

  • Tüchtiges schaffen, das hält auf die Dauer kein Gegner aus.
    – Peter Rosegger

  • Reines Herz und reiner Mut // Sind in jedem Kleide gut.
    – Freidank

  • Dem, der kennt der Menschen Leid und Not, // Ist Sterben ja der Übel größtes nicht.
    – Antoinette Deshoulières

  • Kommt einen Schritt näher, Jungs. Das wird es leichter machen.
    – Robert Erskine Childers

  • Der Blödsinn und der Eigennutz haben die Privilegien erschaffen.
    – Johann Gottfried Seume

  • Den Mann gibt es gar nicht; er ist nur der Lärm, den er verursacht.
    – Kurt Tucholsky

  • Das harte Wort schmerzt immer, sei's auch ganz gerecht.
    – Sophokles

  • Die Toten waren niemals Sünder.
    – Italo Svevo

  • Mangel an Geschmack ist eine der Sünden, die unfehlbar mit der Frömmelei verbunden sind.
    – Honoré de Balzac

  • Wenn ich gestorben bin, sagt dem süssen Königreich Erde, dass ich es mehr geliebt habe, als ich je auszusprechen wagte.
    – Georges Bernanos

  • Jeder kann mit dem Leid eines Freundes sympathisieren, aber es verlangt eine feine Natur, um mit dem Erfolg eines Freundes zu sympathisieren.
    – Oscar Wilde

  • So scherzte er (Goethe) einmal, als von den Engländern und ihrer undeutlichen, sylbenverschluckenden Aussprache die Rede war: sie schienen so hungrig und schwer zu sättigen, daß sie zu den Speisen auch noch Sylben verschlingen müßten, wie die Vögel noch Sand und Steinchen, um der Verdauung nachzuhelfen.
    – Friedrich Wilhelm Riemer

  • Denn zuweilen ist dem Menschen Schmerz dienlicher als Gesundheit, Anspannung nützlicher als Ausspannung, Zurechtweisung förderlicher als Nachsicht. So wollen wir in guten Tagen nicht übermütig werden und im Unglück nicht verzagen und zusammenbrechen.
    – Gregor von Nazianz



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