Zufällige Zitate
Nichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen gewesen wäre.
– John LockeAch!, prüft man denn, was man sich wünscht?
– VoltaireJournalismus ist unlesbar, und Literatur wird nicht gelesen.
– Oscar WildeEine schöne Jungfrau trägt ihr Heiratsgut im Angesicht.
– Christoph LehmannEs ist der Welt nicht gegeben, sich zu bescheiden: den Großen nicht, daß kein Mißbrauch der Gewalt stattfinde, und der Masse nicht, daß sie in Erwartung allmählicher Verbesserungen mit einem mäßigen Zustande sich begnüge.
– Johann Peter EckermannJenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.
– Dschalal ad-Din al-RumiDas Herz bleibt ein Kind.
– Theodor FontaneDaz gantze eyland muß ein paradeys werden…
– Johann Moritz (Nassau-Siegen)Das weibliche Geschlecht hegt ein eignes, inneres, unwandelbares Interesse, von dem sie nichts in der Welt abtrünnig macht, im äußern geselligen Verhältnis hingegen lassen sie sich gern und leicht durch den Mann bestimmen, der sie eben beschäftigt, und so durch Abweisen wie durch Empfänglichkeit, durch Beharren und Nachgiebigkeit führen sie eigentlich das Regiment, dem sich in der gesitteten Welt kein Mann zu entziehen wagt.
– Johann Wolfgang von GoetheDieses verdammte Bognor.
– Georg V. von EnglandAlle Menschen streben von Natur aus nach Wissen.
– AristotelesWarum soll in der Gegenwart die Dichtkunst nicht auch in den Dienst der Arbeiter und der Arbeiterbewegung gestellt werden? Hat man Kriege und Siege, Schlachten und Heerführer besungen, warum soll die Kulturtätigkeit, welche die Arbeiterorganisationen besorgen, nicht auch einen würdigen Gegenstand der Dichtung abgeben?
– Manfred WittichDu hast der Götter Gunst erfahren!
– Friedrich SchillerAufmerksamkeit und Liebe bedingen einander wechselseitig.
– Hugo von HofmannsthalDie von einer Generation gesammelten Erfahrungen sind im allgemeinen für die folgende nutzlos, darum hat es keinen Zweck, geschichtliche Ereignisse als Beweise anzuführen.
– Gustave Le BonAlles ist Materie was mittels der Organe zu uns kommt.
– NovalisWelch ein Anker ist die Hoffnung!
– Sully PrudhommeDas Instrument, welches die Vermittlung bewirkt zwischen Theorie und Praxis, zwischen Denken und Beobachten, ist die Mathematik; sie baut die verbindende Brücke und gestaltet sie immer tragfähiger. Daher kommt es, daß unsere ganze gegenwärtige Kultur, soweit sie auf der geistigen Durchdringung und Dienstbarmachung der Natur beruht, ihre Grundlage in der Mathematik findet.
– David HilbertWerden denn die nach uns Kommenden gerade Lust haben, nach unseren kostpieligen Plänen weiterzuleben oder die Sünden der Väter zu sühnen? Werden sie nicht vielmehr auch ihre besonderen Bedürfnisse und Rechte haben? Wer sagt denn, daß die „großen Werke“, die wir heute auf ihren Kredit hin schaffen, ihnen recht sein, ja vielleicht auch nur brauchbar sein werden?
– Peter RoseggerDer müde Leib findet ein Schlafkissen überall, doch wenn der Geist müde ist, wo soll er ruhen?
– Georg BüchnerWenn es Wirklichkeitssinn gibt, muß es auch Möglichkeitssinn geben.
– Robert MusilDass doch die Jugend immer zwischen den Extremen schwankt!
– Johann Wolfgang von Goethe»Glänzende Partie« heißt die Fee, die oft Wunder wirkt in jungfräulichen Herzen, und selbst die ordinäre Hex' »Reichliche Versorgung« hat schon in zarten Wesen riesige Selbstverleugnung erzeugt.
– Johann Nepomuk NestroySchon als Tier hat der Mensch Sprache.
– Johann Gottfried HerderBesser es wird einem nichts gestohlen. Dann hat man wenigstens keine Scherereien mit der Polizei.
– Karl KrausWenn die Gäst’ wüssten, wie z’wider sie einem oft sind, es ließ sich gar kein Mensch mehr einladen auf der Welt.
– Johann Nepomuk NestroyMüde schlief ich auf müßigem Bette // Im Wahn, daß die Arbeit ein Ende hätte. // Am Morgen, da wachte ich auf und fand, // Daß mein Garten voll Blumenwundern stand." [HW]
– Rabindranath TagoreDer Schmerz der Eifersucht ist deshalb so bitter, weil die Eitelkeit sich gegen ihn sträubt.
– StendhalVerfassungsrecht vergeht, Verwaltungsrecht besteht.
– Otto MayerMan muss sich der Idee erlebend gegenüberstellen können; sonst gerät man unter ihre Knechtschaft.
– Rudolf SteinerDer Zuhälter ist das Vollzugsorgan der Unsittlichkeit. Das Vollzugsorgan der Sittlichkeit ist der Erpresser.
– Karl KrausJesus ist das Gegenstück eines Genies: Er ist ein Idiot.
– Friedrich NietzscheUnsere Gesellschaft gleicht einem Gewölbe, das zusammenstürzen müsste, wenn sich nicht die einzelnen Steine gegenseitig stützen würden.
– Seneca d.J.Oft habe ich gehört - man sagt, das sei von Demokrit und Plato in ihren Schriften hinterlassen worden -, kein guter Dichter könne leben, ohne dass seine Leidenschaft entflammt sei und ohne einen gewissen Anflug von Wahnsinn.
– CiceroReligionen sterben, nachdem sie als wahr bewiesen wurden. Die Wissenschaft ist die Geschichte toter Religionen.
– Oscar WildeEs ist doch eigentlich der Hauptinhalt im Leben: Sehnsucht und wieder Sehnsucht.
– Franziska zu ReventlowDer Mittelweg ist oft doppelt gefährlich.
– Christian Dietrich Grabbe