Zufällige Zitate
Mein Leipzig lob ich mir! // Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute.
– Johann Wolfgang von GoetheWir gehn dahin und wandern // von einem Jahr zum andern, [...] // durch so viel Angst und Plagen, // durch Zittern und durch Zagen, // durch Krieg und große Schrecken, // die alle Welt bedecken.
– Paul GerhardtDie Leute gehen ins Feuer, wenn's von einer brennenden Punschbowle kommt!
– Georg BüchnerAuf der Türschwelle zum Hause Gottes liegt der Baumstamm der Ichsucht. Ohne über diesen Baumstamm zu springen, kann keiner sein Haus betreten.
– RamakrishnaEilen hilft nichts; zur rechten Zeit fortgehen, das ist's.
– Jean de La FontaineDas mittlere Denken, das Denken in bekannten, leicht erlernbaren Formen, mit modemäßig wechselnden, leicht erlernbaren Begriffen, rast im Gehirn des Volkes und erstickt alles tiefe Denken. Der Reisende im Eisenbahnabteil verzehrt sein Butterbrot und widerlegt im Kauen alle Weisheit von Hammurabi bis Hegel.
– Walther RathenauDer Haß ist so gut erlaubt als die Liebe, und ich hege ihn im vollsten Maße gegen die,
– Georg BüchnerSo wahr die Kühe wiederkäuen, // so wahr uns im Frühling die Blüten erfreuen, // wenn der Wind anders weht als er es immer tut, // so macht auch ein übles Los den Menschen nicht gut.
– Thomas TusserEs gibt verschiedene Kulturen, aber nur eine Zivilisation, die europäische.
– Kemal AtatürkEs lächelt der See, er ladet zum Bade.
– Friedrich SchillerAlle wahrhaft große Dichtungen sind Variationen zum Schicksalsliede, seien es Maestosi, Allegri oder Scherzi.
– Christian MorgensternWie stehst du doch so dürr und kahl, // Die trocknen Adern leer, // O Feigenbaum! // Ein Totenkranz von Blättern fahl // Hängt rasselnd um dich her, // Wie Wellenschaum.
– Annette von Droste-HülshoffWenn eine Zeit zu viel glaubt, ist es nur eine natürliche Reaktion, dass eine andere zu wenig glaubt.
– Henry Thomas BuckleDie Ideen entzünden einander, wie die electrischen Funken.
– Johann Jakob EngelIrgendwie geht Ordnung in das Bedürfnis nach Totschlag über.
– Robert MusilDie Politik ist die Wissenschaft von der Freiheit: die Beherrschung des Menschen durch den Menschen, gleichviel hinter welchem Namen sie sich verbergen mag, ist Unterdrückung, die höchste Vollkommenheit der Gesellschaft findet sich in der Vereinigung von Ordnung und Anarchie.
– Pierre Joseph ProudhonDie wahre Medizin des Geistes ist die Philosophie.
– CiceroImmerhin finde ich es weniger unsittlich, von zwei Männern ein uneheliches Kind zu haben, als von einem zwei.
– Frank WedekindWoyzeck, es schaudert mich, wenn ich denke, daß sich die Welt in einem Tag herumdreht. Was 'n Zeitverschwendung! Wo soll das hinaus? Woyzeck, ich kann kein Mühlrad mehr sehen, oder ich werd melancholisch.
– Georg BüchnerEs ist gar nichts… es ist gar nichts…
– Franz Ferdinand von ÖsterreichSie sind so jung, so vor allem Anfang, und ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten, lieber Herr, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.
– Rainer Maria RilkeZukunft ist kein Schicksalsschlag, sondern die Folge der Entscheidungen, die wir heute treffen.
– Franz AltWer nicht in einem unerbittlichen Institut aufgewachsen ist, wird sein Lebtag die Bedeutung des Wortes »Sonntag« nicht ermessen. Sonntag, das ist der Tag, wo die erdrosselnde Hand der Angst um den Hals sich lockert, Sonntag, das ist ein Erwachen ohne den bangen Brechreiz, Sonntag, das ist der Tag ohne Prüfung, Strafe, erbitterten Lehrerschrei, der Tag ohne Schande, ohne zurückgewürgte Tränen, Erniedrigungen, der Tag, da man in einem süßen Glockenmeer erwacht.
– Franz WerfelEs gibt keine politische Bewegung, die nicht gleichzeitig auch eine gesellschaftliche wäre.
– Karl MarxDas Schicksal der Nationen hängt von der Art ihrer Ernährung ab.
– Jean Anthelme Brillat-SavarinUnd wer unter Menschen nicht verschmachten will, muss lernen, aus allen Gläsern zu trinken; und wer unter Menschen rein bleiben will, muss verstehn, sich auch mit schmutzigem Wasser zu waschen.
– Friedrich NietzscheMenschen, welche man nicht leiden kann, sucht man sich zu verdächtigen.
– Friedrich NietzscheDie türkische Gemeinschaft und der türkische Mensch, wohin sie auch immer gehen mögen, bringen nur Liebe, Freundschaft, Ruhe und Geborgenheit mit sich. Hass und Feindschaft können niemals unsere Sache sein. Wir haben mit Streit und Auseinandersetzung nichts zu schaffen.
– Tayyip ErdoğanGescheit gedacht und dumm gehandelt, // so bin ich meine Tage durchs Leben gewandelt.
– Franz GrillparzerEin Künstler, der nicht eitel ist, gleicht einem Weibe, das nicht gefallen will - beide sind langweilig.
– Heinrich LaubeWäre die Geschichte eine exakte Wissenschaft, so müßten wir im Stande sein die Zukunft der Staaten zu enthüllen. Das können wir aber nicht, denn überall stößt die Geschichtswissenschaft auf das Räthsel der Persönlichkeit. Personen, Männer sind es, welche die Geschichte machen.
– Heinrich von TreitschkeDie Welt ist nur ein großes Gefängnis, aus dem täglich einige zur Exekution geführt werden.
– Walter RaleighEinem Roman, der eigentlich romantisch geschrieben und auf Überraschung berechnet wäre, würde man einen schlechten Dienst erzeigen, wenn man seine Fabel auszöge.
– Johann Wolfgang von GoetheAchten muss sich jeder und, dass er sich liebt, dafür sorgen seine Instinkte; aber, wenn er sich anbetet, so wird dies sein Fluch.
– Karl Emil FranzosNicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.
– Seneca d.J.Und wenn die Geschichte nichts als das Lachen Gottes wäre? Jede Revolution eine seiner Lachsalven?
– Miguel de UnamunoLern zu arbeiten und zu warten.
– Henry Wadsworth LongfellowDie Frau poche nicht auf ihre unverletzte Treue, welche vielleicht das Verdienst des Zufalls oder eines kalten Temperaments ist.
– Adolph Freiherr KniggeGroßzügigkeit ist das Wesen der Freundschaft.
– Oscar Wilde