Zufällige Zitate
Der heiligen Siebenzahl, der heiligen Neunzahl der Astrologie haftet kraft des Prototypus der Planetenwelt, der sich in ihnen darstellt, noch eine Art dämonisch-dinglicher Macht an; aber das a und b der Algebra, wie sie Vieta im 16. Jahrhundert als Analysis speciosa begründet, das x und y der analytischen Geometrie Descartes' und das dy und dx der Leibnizischen Infinitesimalrechnung sind Symbole, in denen sich nur noch die reine Kraft des mathematischen Denkens selbst darstellt.
– Ernst CassirerWas predigt Ihr den Wilden? // Thut noth, erst die Gebildeten zu bilden.
– Eduard von BauernfeldUnd das ist meine Demut. Lieber, dass ich mich gebe, wie ich bin, und in deine Hände lege und rufe: Hier bin ich.
– Paula Modersohn-BeckerDeine Absicht erst gibt deinem Werke seinen Namen.
– Ambrosius von MailandDamit den Heiligen die Seligkeit besser gefalle und sie Gott noch mehr dafür danken, dürfen sie die Strafen der Gottlosen vollkommen schauen.
– Thomas von AquinGlück strahlt zurück wie das Licht des Himmels.
– Washington IrvingCourage ist gut, aber Ausdauer ist besser. Ausdauer, das ist die Hauptsache.
– Theodor FontaneMehr wert ist ein armer und treuer Mann, sofern er Klugheit und Trefflichkeit aufzuweisen hat, und aus seiner Liebe erwächst eine größere Freude als aus der eines Fürsten oder Königs, wenn dieser keine Treue kennt.
– Marie de FrancePresse, Juden und Mücken sind eine Pest, von der sich die Menschheit so oder so befreien muß. Das Beste wäre wohl Gas?
– Wilhelm II.Der Mann hatte so viel Verstand, daß er fast zu nichts mehr in der Welt zu gebrauchen war.
– Georg Christoph LichtenbergDer Egoismus hat seinen Kreislauf vollendet, und diese Vollendung hat er in der Concurrenz erreicht. In ihr hat der Egoismus seine klassische Gestalt erhalten.
– Moses HessWie's nun ist auf Erden, // Also sollt's nicht seyn. // Laßt uns besser werden: // Gleich wird's besser seyn.
– Christian Adolph OverbeckBildung ist das, was die meisten empfangen, viele weitergeben und wenige haben.
– Karl KrausDie Gewohnheit ist das enorme Schwungrad der Gesellschaft und ihr wertvollster konservativer Agent.
– William JamesIch brauche Wiegengesang, und den habe ich in seiner Fülle gefunden in meinem Homer.
– Johann Wolfgang von GoetheIch unterhalte mich mit mir selbst von Politik, von Liebe, von Geschmack oder Philosophie, und überlasse meinen Geist seiner ganzen Leichtfertigkeit. Mag er doch die erste Idee verfolgen, die sich zeigt, sie sey weise oder thöricht. [...] Meine Gedanken sind meine Dirnen.
– Denis DiderotPfingsten, das liebliche Fest, war gekommen...
– Johann Wolfgang von GoetheIrgendwo blüht die Blume des Abschieds und streut // immerfort Blütenstaub, den wir atmen, herüber; // auch noch im kommendsten Wind atmen wir Abschied.
– Rainer Maria RilkeSoll das Band nicht reißen, - mußt du erst drauf beißen.
– Friedrich NietzscheVom Erhabenen zum Lächerlichen ist nur ein Schritt.
– Napoléon BonaparteDer Mensch ist auf Erden sich zu bilden und dann wieder die Welt.
– Clemens BrentanoNichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit.
– Ödön von HorváthNicht Sieg sollte der Zweck der Diskussion sein, sondern Gewinn.
– Joseph JoubertSiehe, daß es nicht möglich ist, Dir durch Geschriebenes zu hinterlassen, all jenes was durch den Zahn der Zeit ausgelöscht wird: Denn das Erbwort der geheimen Prophezeiungen wird in meinem Magen eingeschlossen sein
– NostradamusIch scheue die Disziplin, den mathematischen Geist, den beschränkten Geist, das Herz der Händler, das so vertrocknet ist wie das Holz ihres Ladentisches.
– Gustave FlaubertDer Satan der italienischen und englischen Dichter mag poetischer sein; aber der deutsche Satan ist satanischer; insofern könnte man sagen, der Satan sei eine deutsche Erfindung.
– Friedrich SchlegelDurch Weiber kann nur Unheil geschen. // Hörst du zu Ende diesen Bericht, // Besser ist es, du freiest nicht. // Nur einer sittsamen strebe nach, // Ein unartiges Weib bringt Schmach. // Weib und Drache sind besser tot, // Besser die Welt frei von beider Not.
– Abū l-Qāsem-e FerdousīDenn bei mir findet, in England, der rothe Rock mehr Glauben, als der schwarze, und Alles, was daselbst zu Gunsten der Kirche, dieser so reichen und bequemen Versorgungsanstalt der mittellosen jüngern Söhne der gesammten Aristokratie, gesagt wird, ist mir eo ipso verdächtig.
– Arthur SchopenhauerFür gewöhnlich ist Gott mit den großen Bataillonen gegen die kleinen.
– Roger de Bussy-RabutinGerecht ist auf Erden immer jene Sache, welche mehr Arme hat und bessere Gewehre.
– Karl Emil FranzosDer Mensch gibt ebenso schwer eine Furcht auf als eine Hoffnung.
– Otto LudwigEin Künstler, der nicht eitel ist, gleicht einem Weibe, das nicht gefallen will - beide sind langweilig.
– Heinrich LaubeDie Fantasie aber ist das eigentlich Individuelle und Besondere eines Jeden.
– Friedrich SchleiermacherEs entspricht vollauf der Art der Bigotten, sich erfüllte Pflichten als Verdienst anzurechnen.
– Honoré de BalzacMenschen miteinander gibt es nicht. Es gibt nur Menschen, die herrschen, und solche, die beherrscht werden.
– Kurt TucholskyIch habe bestimmt keine Rassen-, Standes- oder religiöse Vorurteile. Es genügt für mich, zu wissen, jemand ist ein Mensch - schlimmer kann er nicht sein.
– Mark TwainDenn nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, wie es in der Bibel heißt, sondern der Mensch schuf, wie ich im »Wesen des Christentums« zeigte, Gott nach seinem Bilde.
– Ludwig FeuerbachDas erste und letzte, was vom Genie gefordert wird, ist Wahrheitsliebe.
– Johann Wolfgang von GoetheDer moralische Einfluß nimmt da seinen Anfang, wo die
– Max Stirner