Zufällige Zitate
Das Gericht will nichts von dir. Es nimmt dich auf, wenn du kommst, und es entläßt dich, wenn du gehst.
– Franz KafkaBerlin ist mehr ein Welttheil, als eine Stadt, wo sich aus der größeren Menge leichter eine gesellige Einsamkeit erwählen ließe. Da fänden Sie Ihren ruhigsten Hafen in Deutschland.
– Jean PaulGib deine Illusionen nicht auf. Wenn du sie verloren hast, existierst du wohl noch, aber du hast aufgehört zu leben.
– Mark TwainLiebchen, ade! Scheiden tut weh! // Morgen, da geht's in die wogende See.
– Wilhelm GerhardDer Mensch ist ein politisches Geschöpf, das am liebsten zu Klumpen geballt sein Leben verbringt. Jeder Klumpen haßt die andern Klumpen, weil sie die andern sind, und haßt die eignen, weil sie die eignen sind. Den letzteren Haß nennt man Patriotismus.
– Kurt TucholskyDenken ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis.
– Oscar WildeEs [das Volk] haßt die Genießenden, wie ein Eunuch die Männer.
– Georg BüchnerGott! Inbrünstig möcht ich beten // Doch der Erde Bilder treten // Immer zwischen dich und mich,
– Joseph von EichendorffEin furchtbar wütend Schrecknis ist // Der Krieg, die Herde schlägt er und den Hirten.
– Friedrich SchillerBewunderung der Tugend ist Talent zur Tugend.
– Marie von Ebner-EschenbachBesiegt werden harte Herzen durch weiche Bitten.
– TibullDer allzu starre Sinn zerbricht am ehsten, und der stärkste Stahl, wenn man ihn überhart im Feuer glühte, zersplittert und zerspringt zuallererst.
– SophoklesAlles Wissen besteht in einer sicheren und klaren Erkenntnis.
– René DescartesBesser ist's, man hat in der Jugend zu kämpfen als im Alter.
– Gottfried KellerNur wer beherzt und bescheiden die ganze Not und Armseligkeit der Vielen, ihre Freuden und Gefahren mitträgt, Hunger und Durst, Frost und Schlaflosigkeit, Schmutz und Ungeziefer, Gefahr und Krankheit leidet, nur dem erschließt das Volk seine heimlichen Kammern, seine Rumpelkammern und seine Schatzkammern.
– Walter FlexHelmstedt selbst liegt ganz freundlich, der Sand ist dort, wo ein geringes Wasser fließt, durch Gärten und sonst anmutige Umgebung gebändigt. Wer nicht gerade den Begriff einer lebhaften deutschen Akademie mitbringt, der wird angenehm überrascht sein, in einer solchen Lage eine ältere, beschränkte Studienanstalt zu finden, wo auf dem Fundament eines frühern Klosterwesens Lehrstühle späterer Art gegründet worden, wo gute Pfründen einen behaglichen Sitz darbieten, wo alträumliche Gebäude einem anständigen Haushalt, bedeutenden Bibliotheken, ansehnlichen Kabinetten hinreichenden Platz gewähren und eine stille Tätigkeit desto emsiger schriftstellerisch wirken kann, als eine geringe Versammlung von Studierenden nicht jene Hast der Überlieferung fordert, die uns auf besuchten Akademien nur übertäubt.
– Johann Wolfgang von GoetheDas ist das Verdammte an den kleinen Verhältnissen, daß sie die Seelen klein machen.
– Henrik IbsenWenn Reformen dauerhaft sein sollen, so müssen sie langsam durchgeführt werden.
– Niccolò MachiavelliEs handelt sich nicht mehr darum zu »dichten«. Das wichtigste ist das Beobachtete.
– Joseph RothAssimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich verstehe sehr gut, dass ihr gegen die Assimilierung seid. Man kann von euch nicht erwarten, euch zu assimilieren.
– Tayyip ErdoğanDie Statue der Freiheit ist noch nicht gegossen, der Ofen glüht, wir alle können uns noch die Finger dabei verbrennen.
– Georg BüchnerDieser Aufstand ist und bleibt der Anfang eines Rassenkampfes.
– Lothar von TrothaIch möchte die Kritik ein Schaffen aus Geschaffenem nennen.
– Oscar WildeDie Menschen verstehen einander nicht. Es gibt weniger Wahnsinnige als wir denken.
– Claude Adrien HelvétiusIch habe also nur die sozialen Gesetze gegen mich, aber ich trotze ihnen, mein Gold und mein Kredit erheben sich über diese gewöhnlichen Geisseln, die nur das Volk schlagen dürfen.
– Donatien Alphonse François de SadeMöge das Gas in die Spielstuben eurer Kinder schleichen. Mögen sie langsam umsinken, die Püppchen. Ich wünsche der Frau des Kirchenrats und des Chefredakteurs und der Mutter des Bildhauers und der Schwester des Bankiers, dass sie einen bittern qualvollen Tod finden, alle zusammen. Weil sie es so wollen, ohne es zu wollen. Weil sie faul sind. Weil sie nicht hören und nicht sehen und nicht fühlen.
– Kurt TucholskyDie Kunst ist ein Unendliches, jedes Kunstwerk ein Bruchstück, trotzdem es als ein Vollständiges erscheint.
– Konrad FiedlerEin poetisches Kunstwerk kann sehr schön sein in seinen Zeitverhältnissen, aber wehe dem Dichter, wenn seine Zeit so armselig und verschroben wär', dass sie nach kurzer Zeit abgeschmackt erscheine!
– Sophie MereauEs hebt die Freiheit siegend ihre Fahne.
– Friedrich SchillerNach Kraft ringen. Das klingt alles so dramatisch. Man tut eben, was man kann und legt sich dann schlafen. Und auf diese Weise geschieht es, dass man eines Tages etwas geleistet hat.
– Paula Modersohn-BeckerWer im Herzen keinen Frieden hat, der hat ihn auch nicht außen.
– Johann Geiler von KaysersbergEs singen die Wasser im Schlafe noch fort // Vom Tage, // Vom heute gewesenen Tage.
– Eduard MörikeIch kenne keine Parteien mehr, Ich kenne nur Deutsche.
– Wilhelm II.Die Krise besteht gerade in der Tatsache, dass das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann: in diesem Interregnum kommt es zu den unterschiedlichsten Krankheitserscheinungen.
– Antonio GramsciSchließlich gibt es nichts Schöneres, als über den Widerstand einer schönen Frau zu triumphieren.
– MolièreDie Philosophie wimmelt von fehlerhaften Definitionen, vornehmlich solche, die zwar wirkliche Elemente zur Definition, aber noch nicht vollständig enthalten.
– Immanuel KantDeine Größe, Berlin, pflegt jeder Fremde zu rühmen; führt der Weg ihn zu uns, stutzt er, so klein uns zu sehn.
– Johann Wolfgang von Goethe