Zufällige Zitate
Die Autorität ist also die erste soziale Idee des menschlichen Geschlechtes gewesen. Die zweite hat darin bestanden, unmittelbar an der Abschaffung der Autorität zu arbeiten.
– Pierre Joseph ProudhonJeder liebt sich selber nur am meisten.
– Gotthold Ephraim LessingWer das Schwert erhebt gegen das Volk, der wird durch das Schwert des Volkes umkommen.
– Georg BüchnerDer betet gut, wer Liebe hegt // Für alle, groß und klein! // Gott, der uns schuf, der liebt uns all', // Will allen Vater sein.
– Samuel Taylor ColeridgeKomische Junge sind viel seltener als komische Alte.
– Kurt TucholskyAllein ist der Mensch ein unvollkommenes Ding; er muss einen zweiten finden, um glücklich zu sein.
– Blaise PascalWer zu viel und zu scharf sieht, sieht auch falsch.
– Theodor FontaneBei dem Mangel näher Befreundeter kam dieser löbliche Trieb ihren jeweiligen Miethern zu Gute, und auch ich habe manche Freundlichkeit und Aufmerksamkeit von ihrer Hand erfahren.
– Theodor StormNiemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.
– Johann Wolfgang von GoetheDer Mohr hat seine Arbeit getan, // Der Mohr kann gehen.
– Friedrich SchillerTrifft dich des Schicksals Schlag, so mach' es wie der Ball: // Je stärker man ihn schlägt, je höher fliegt er all.
– Friedrich RückertWie oft verglimmen die gewaltigsten Kräfte, weil kein Wind sie anbläst!
– Jeremias GotthelfSire, ich bin ein deutscher Fürst!
– Franz Joseph I. von ÖsterreichEin wahrer Dichter muss mich jedes Wesen, das er mir aufstellt, ganz verstehen lassen.
– Sophie TieckEin unpersönlicher Gott ist gar kein Gott, sondern bloß ein missbrauchtes Wort, ein Unbegriff, eine contradictio in adjecto, ein Schiboleth für Philosophieprofessoren, welche, nachdem sie die Sache haben aufgeben müssen, mit dem Worte durchzuschleichen bemüht sind.
– Arthur SchopenhauerVerstecke sind unzählige, Rettung nur eine, aber Möglichkeiten der Rettung wieder so viele wie Verstecke. Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg; was wir Weg nennen, ist Zögern.
– Franz KafkaZu leben heißt zu kämpfen.
– Seneca d.J.Nur diejenige Erzählung verdient moralisch genannt zu werden, die uns zeigt, dass der Mensch in sich eine Kraft habe, aus Überzeugung eines Bessern, selbst gegen seine Neigung zu handeln.
– Johann Wolfgang von GoetheUns aber treibt das verworrene Streben blind und sinnlos durch's wüste Leben.
– Friedrich SchillerEr ist Mysanthrop geworden um doch etwas zu seyn.
– Johann Nepomuk NestroyDer alte Gott der schlachten ist nicht mehr.
– Stefan George[...] wer als Meister ward geboren, // der hat unter Meistern den schlimmsten Stand.
– Richard WagnerWenn der Mensch fühlt, dass er nicht mehr hinten hoch kann, wird er fromm und weise, er verzichtet auf die sauren Trauben der Welt. Dieses nennt man innere Einkehr.
– Kurt TucholskyNehmt die Menschen, wie sie sind, nicht wie sie sein sollen.
– Franz SchubertWas soll nicht alles Meine Sache sein! Vor allem die gute Sache, dann die Sache Gottes, die Sache der Menschheit, der Wahrheit, der Freiheit, der Humanität, der Gerechtigkeit; ferner die Sache Meines Volkes, Meines Fürsten, Meines Vaterlandes; endlich gar die Sache des Geistes und tausend andere Sachen. Nur Meine Sache soll niemals Meine Sache sein. »Pfui über den Egoisten, der nur an sich denkt!«
– Max StirnerSind Gewissensbisse nicht ein Bedauern der Freiheit, dass sie dem Laster geopfert wurde?
– Sully PrudhommeDies ist die Macht des Aussprechens dessen, was ist. Es ist das gewaltigste politische Mittel! Fichte constatirt in seinen Werken, daß »das Aussprechen dessen, was ist,« ein Lieblingsmittel des alten Napoleon gewesen, und in der That hat er ihm einen großen Theil seiner Erfolge verdankt. Alle große politische Action besteht in dem Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist.
– Ferdinand LassalleMöcht einen Herzallerliebsten haben, // und mich in seinem Fleisch vergraben.
– Else Lasker-SchülerSüße, heilige Natur, // Laß mich gehn auf deiner Spur!
– Friedrich Leopold zu Stolberg-StolbergWenn ich bedenke, wie man wenig ist, // Und was man ist, das blieb man andern schuldig.
– Johann Wolfgang von GoetheDes Lebens Karawane zieht mit Macht // Dahin, und jeder Tag, den du verbracht // Ohne Genuss, ist ewiger Verlust.- // Schenk ein, Saqi! Es schwindet schon die Nacht.
– Omar KhayyamDas Mutterband ist nicht so rasch geknüpft, dies geschieht nur durch eine lange persönliche Bekanntschaft.
– August StrindbergDas Weinen des Erben ist unter der Maske ein Lachen.
– Publilius SyrusEs ist merkwürdig, dass das, was man für gewöhnlich Erlebnisse nennt, in meinem Leben so wenig Rolle spielt. Ich habe, glaube ich, auch welche. Aber sie scheinen mir gar nicht das Hauptsächlichste im Leben, sondern das, was zwischen ihnen liegt, der tägliche Kreislauf der Tage, das ist für mich das Beglückende.
– Paula Modersohn-BeckerIch bin der Letzte meines Stamms.
– Friedrich SchillerAus Schatten und Bildern zur Wahrheit.
– John Henry NewmanDie Kunst des Ausdrucks besitzen: Sie besteht nicht nur in der Deutlichkeit, sondern auch in der Lebendigkeit des Vortrags.
– Baltasar Gracián y MoralesDie Narrheit hat gewiss mehr Genossen und Schmarotzer als die Gescheitheit.
– Miguel de CervantesWenn die Blätter fallen, wirst du // Zum Kirchhof kommen, mein Kreuz zu suchen, // In einer kleinen Ecke wirst du es finden // Und dort werden viele Blumen wachsen.
– Lorenzo StecchettiDer Schmerz der Eifersucht ist deshalb so bitter, weil die Eitelkeit sich gegen ihn sträubt.
– Stendhal