Zufällige Zitate

  • Die Menschen sind die Produzenten ihrer Vorstellungen, Ideen pp., aber die wirklichen, wirkenden Menschen, wie sie bedingt sind durch eine bestimmte Entwicklung ihrer Produktivkräfte und des denselben entsprechenden Verkehrs bis zu seinen weitesten Formationen hinauf. Das Bewusstsein kann nie etwas Andres sein als das bewusste Sein, und das Sein der Menschen ist ihr wirklicher Lebensprozeß.
    Karl Marx

  • Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen?
    William Shakespeare

  • Die Sittlichkeit nimmt ab, und die Sittenlehrer fangen an zu predigen.
    Francesco de Sanctis

  • Ich kenne keine Methode, nach der man eine ganze Nation unter Anklage stellen kann.
    Edmund Burke

  • Wie der Blitz einschlägt, hat sich das Räthsel gelöst; ich selbst wäre nicht im Stande, den leitenden Faden zwischen dem, was ich vorher wusste, dem, womit ich die letzten Veruche gemacht hatte, - und dem, wodurch es gelang, nachzuweisen. Sonderbar genug erscheint die Lösung des Räthsels jetzt leichter als manches andere, was mich wohl nicht so viele Tage aufgehalten hat als dieses Jahre, und gewiss wird niemand, wenn ich diese Materie einst vortrage, von der langen Klemme, worin es mich gesetzt hat, eine Ahnung bekommen.
    Carl Friedrich Gauß

  • Durch zerlumpte Kleider sieht man die kleinsten Laster; lange Röcke und Pelzmäntel verbergen alles.
    William Shakespeare

  • Du schaust umher auf unsrer Mutter Erde,// als wärst ohn’ Daseinszweck Du Erdenwesen,// als wären hinterlassen Dir nicht Werte,// und vor dir keiner wär gewesen!
    William Wordsworth

  • Ich weiß, ich werde nicht sehr lange leben. Aber ist das denn traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger ist?
    Paula Modersohn-Becker

  • Die Gefahr will keine Wechsel, sie will in barem Mut bezahlt werden.
    Emil Gött

  • Es ist nicht die Wohltätigkeit des Metzgers, des Brauers oder des Bäckers, die uns unser Abendessen erwarten lässt, sondern dass sie nach ihrem eigenen Vorteil trachten.
    Adam Smith

  • Jede Lust ist ein Gut, weil sie uns vertrauter Natur ist, doch sollte nicht jede gewählt werden - ebenso wie jeder Schmerz ein Übel ist, dennoch nicht jeder immer vermieden werden sollte.
    Epikur

  • Nur der Ehrgeiz, durch den keine Eitelkeit schimmert, hat Zukunft.
    Sully Prudhomme

  • Die Zeit für kleine Politik ist vorbei: schon das nächste Jahrhundert bringt den Kampf um die Erd-Herrschaft, - den Zwang zur großen Politik.
    Friedrich Nietzsche

  • Wir haben nicht die Revolution, die Revolution hat uns gemacht.
    Georg Büchner

  • Verwegen machende Armut trieb mich an, Verse zu schmieden.
    Horaz

  • In die Hölle des Lebens kommt nur der hohe Adel der Menschheit; die Andern stehen davor und wärmen sich.
    Friedrich Hebbel

  • Aber man sagt doch, dass die Zungen sterbender Menschen, gleich der zauberischen Harmonie zur Aufmerksamkeit nötigen; sparsame Worte werden selten vergebens aufgewandt, denn diejenigen sagen die Wahrheit, die ihre Worte mit Schmerzen atmen müssen.
    William Shakespeare

  • Wir aber schließen unsere Betrachtungen mit dem Ausspruch, daß der Sozialismus nur eine auf unklares Bewußtsein und unzureichende Erkenntnis der Natur und des Wesens der Menschen und der Dinge begründete Irreleitung der Arbeiter darstellt.
    Eugen Richter

  • Die Aufrichtigkeit kann dann von Nutzen sein, wenn man sie als Kunstgriff verwendet, oder wenn sie einem, dank ihrer Seltenheit, nicht geglaubt wird.
    Giacomo Leopardi

  • Geduld birgt verborgene Schätze der Seele in sich.
    Publilius Syrus

  • Manntje, Manntje, Timpe Te, // Buttje, Buttje in der See, // myne Fru de Ilsebill // will nich so as ik wol will. (Meine Frau, die Ilsebill, // Will nicht so, wie ich gern will.)
    Gebrüder Grimm

  • So hinterbringe man denn dem Herzog von Friedland, daß ich ohne Hoffnung zum Leben darnieder liege, aber fröhlich dahin scheide, da ich weiß, daß dieser unversöhnliche Feind meines Glaubens [Gustav Adolf] an Einem Tage mit mir gefallen ist.
    Gottfried Heinrich zu Pappenheim

  • Andre mögen andre loben, // Mir behagt dein reich Gewand, // Durch sein eigen Lied erhoben // Pflückt dich eines Dichters Hand.
    August von Platen

  • Mancher wird ein freier Diogenes, nicht wenn er in dem Fasse, sondern wenn dieses in ihm wohnt.
    Jean Paul

  • Von weitem ist es was und in der Näh' ist's nichts.
    Jean de La Fontaine

  • Ein kernfester Leib ist nothwendig zum Ringen mit dem kernfaulen Zeitalter.
    Friedrich Ludwig Jahn

  • Vom Übermut zum Frevel ist der Weg nicht weit.
    Carl Spitteler

  • Nach Veränderung rufen alle, die sich langweilen.
    Søren Kierkegaard

  • Ein kleiner Irrtum am Anfang wird am Ende ein großer.
    Aristoteles

  • Ich bete an die Macht der Liebe, // Die sich in Jesu offenbart; // Ich geb mich hin dem freyen Triebe, // Wodurch ich Wurm geliebet ward; // Ich will, an statt an mich zu dencken, // ins Meer der Liebe mich ersencken.
    Gerhard Tersteegen

  • Geduld ist eine Tugend an einem Indianer und kann einem christlichen Weißen nicht zur Schande gereichen .
    James Fenimore Cooper

  • Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht.
    Oscar Wilde

  • Je mehr man liebt, um so tätiger wird man sein.
    Vincent van Gogh

  • Das Träumen und Philosophieren hat seine Schattenseiten; wer das zweite Gesicht hat, dem fehlt mitunter das erste.
    August Julius Langbehn

  • Schreibe nur, wie du reden würdest, und so wirst du einen guten Brief schreiben.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Moral ist gut, Erbschaft ist besser.
    Theodor Fontane

  • Schreiben ist eine besondere Form des Schwätzens, [...].
    Robert Musil

  • England mit seinen Aristokraten geht jetzt immerhin zugrunde, freie Geister haben jetzt im Notfall noch einen besseren Zufluchtsort; würde auch ganz Europa ein einziger Kerker, so gäbe es noch immer ein anderes Loch zum Entschlüpfen, das ist Amerika und gottlob! das ist noch größer als der Kerker selbst.
    Heinrich Heine

  • Um die Prostitution abzuschaffen, müßte man die Männer abschaffen.
    Maria Theresia

  • »Niemand, sagen die Verfasser der Bibliothek, wird leugnen, daß die deutsche Schaubühne einen großen Teil ihrer ersten Verbesserung dem Herrn Professor Gottsched zu danken habe.« Ich bin dieser Niemand; ich leugne es gerade zu. Es wäre zu wünschen, daß sich Herr Gottsched niemals mit dem Theater vermengt hätte.
    Gotthold Ephraim Lessing



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