Zufällige Zitate
Lesen heißt mit einem fremden Kopfe, statt des eigenen, denken.
– Arthur SchopenhauerErquickung hast Du nicht gewonnen, // Wenn sie dir nicht aus eigner Seele quillt.
– Johann Wolfgang von GoetheWas ist denn nun das für gewaltiges Ding: der Staat? Wohnt
– Georg BüchnerWenn man ein Seher ist, braucht man kein Beobachter zu sein.
– Marie von Ebner-EschenbachDie Mechanik fasst nicht die Grundlage, auch nicht einen Theil der Welt, sondern eine Seite derselben.
– Ernst MachIhr macht schöne Verse ohne die Verskunst, ihr haltet passende Reden, ohne die Rhetorik studiert zu haben. Das geht wohl recht gut eine Zeitlang, aber zuletzt reicht es doch nicht aus.
– Johann Wolfgang von GoetheDer Lebenslauf des Menschen besteht darin, dass er, von der Hoffnung genarrt, dem Tod in die Arme tanzt.
– Arthur SchopenhauerSie giengen sanft und gütig mit mir um, weil Sie durch die Zärtlichkeit meines Herzens den Weg zu der Biegsamkeit meines Kopfs finden wollten.
– Sophie von La RocheDie Wirklichkeit ist seltsamer als die Dichtung, aber das liegt daran, daß die Dichtung sich an Wahrscheinlichkeiten halten muss, die Wirklichkeit nicht.
– Mark TwainWer nicht in einem unerbittlichen Institut aufgewachsen ist, wird sein Lebtag die Bedeutung des Wortes »Sonntag« nicht ermessen. Sonntag, das ist der Tag, wo die erdrosselnde Hand der Angst um den Hals sich lockert, Sonntag, das ist ein Erwachen ohne den bangen Brechreiz, Sonntag, das ist der Tag ohne Prüfung, Strafe, erbitterten Lehrerschrei, der Tag ohne Schande, ohne zurückgewürgte Tränen, Erniedrigungen, der Tag, da man in einem süßen Glockenmeer erwacht.
– Franz WerfelEin Kuss schallt nicht so laut wie eine Kanone, aber sein Echo dauert viel länger.
– Oliver Wendell Holmes»Nur durch beständigen Schwung wirst Du zum schönen Gefäß.«
– Moritz von EgidyDer Mensch ist also beides zugleich: eine
– Max SchelerMit der ersten Jugend ist der beste Umgang; alle Erwachsenen haben entweder Prätensionen, oder stellen sich wenigstens so an; und dies verbittert die herzliche Freude.
– Wilhelm HeinseHier ist die Kühnheit Klugheit.
– Emanuel GeibelDas Wahre und das Schöne lieben, // Das Gute üben; // Kein edler Ziel als dieses kann im Leben // Ein Mensch erstreben.
– Karl GerokBis zu einem gewissen Grade selbstlos sollte man schon aus Selbstsucht sein.
– Marie von Ebner-EschenbachWenn auch die Fähigkeit zu täuschen ein Zeichen von Scharfsinn und Macht zu sein scheint, so beweist doch die Absicht zu täuschen ohne Zweifel Bosheit oder Schwäche.
– René DescartesIhr Mann ist tot und lässt Sie grüßen.
– Johann Wolfgang von GoetheDer oft unüberlegten Hochachtung gegen alte Gesetze, alte Gebräuche und alte Religion hat man alles Übel in der Welt zu danken.
– Georg Christoph LichtenbergEs geht gut, der Berg ist überschritten.
– Friedrich II. (Preußen)Der müde Leib findet ein Schlafkissen überall, doch wenn der Geist müde ist, wo soll er ruhen?
– Georg BüchnerWenn die Leute anfingen, stets fleißig zu arbeiten, entsprechend zu ruhen, sich naturgemäß zu ernähren, eifrig zu lernen, mäßig zu genießen, vernünftig hauszuhalten: Vorbei wäre es mit der Übermacht des Kapitals, aber auch mit dem Arbeiterelende, wir hätten einen kräftigen Mittelstand und wir würden nicht abwechselnd Sklaven des Klerus, des Adels, der Geldmächte sein.
– Peter RoseggerDie ich rief, die Geister, / Werd' ich nun nicht los.
– Johann Wolfgang von GoetheUnrecht liegt niemals in ungleichen Rechten, es liegt im Anspruch auf »gleiche« Rechte.
– Friedrich NietzscheAlles, was man zum Leben braucht, ist Unwissenheit und Selbstvertrauen, dann ist der Erfolg sicher.
– Mark TwainDenn wie [diese beiden Kräfte (Streit und Liebe)] vordem waren, so werden sie auch [fürder] sein, und ich glaube, nimmer wird die unendliche Ewigkeit dieser beiden beraubt sein.
– EmpedoklesWenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin, auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann. Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie, auch wenn ihre Stimme deine Träume zerschmettern kann wie der Nordwind den Garten verwüstet.
– Khalil GibranDas ist war Tells Geschoß.
– Friedrich SchillerDie Anfänge aller Dinge sind nämlich klein.
– CiceroNichts ist gewonnen, alles ist dahin, // Stehn wir am Ziel mit unzufriednem Sinn.
– William ShakespeareNur der Ehrgeiz, durch den keine Eitelkeit schimmert, hat Zukunft.
– Sully PrudhommeWas sind alle Orgien des Bacchus gegen die Räusche dessen, der sich zügellos der Enthaltsamkeit ergibt!
– Karl KrausDas Lesen liegt an der Schwelle des geistigen Lebens; es kann uns darin einführen, aber es ist nicht dieses Leben.
– Marcel ProustIm Begehren kann der Freundschaftskeim enthalten sein, aus Kameradschaft wird Zärtlichkeit; aber im allgemeinen scheint es mir ratsam, zwischen Eros und Sympathie, zwischen geschlechtlich-emotioneller Attraktion und moralisch-intellektueller Affinität sauber zu unterscheiden.
– Klaus MannFaulheit ist Dummheit des Körpers, und Dummheit Faulheit des Geistes.
– Johann Gottfried SeumeAuch in der intelligenten Welt bildet eine schaffende Natur Stufen, die einem jeden seine Grenzen anweist.
– Henrich SteffensWas ist unser höchstes Gesetz? Unser eigener Vorteil.
– Johann Wolfgang von GoetheDie Liebe ist nicht von Wert, wenn sie nicht ausgewogen ist (wenn nicht beide Partner dem gleichen Stand angehören).
– Marie de France