Zufällige Zitate
Jedem redlichen Bemühn // Sei Beharrlichkeit verliehn!
– Johann Wolfgang von GoetheDie Leute leben und wirtschaften, als ob sie das wirkliche Christentum mit seinem ewigen Leben wenig oder gar nichts kümmerte.
– Adolph KolpingSo mancher Untertan gäbe wohl einen schlechten Herrscher ab: Dem Ranghöheren zu gehorchen, ist um ein Vielfaches leichter, als sich selbst in der Gewalt zu haben, und wenn uns erlaubt ist zu tun, was immer wir wollen, dann ist es nicht einfach, stets nur das zu wollen, was richtig ist.
– Ludwig XIV. von FrankreichIch will, lieber Freund, ich verspreche dir's, ich will mich bessern, will nicht mehr ein bisschen Übel, das uns das Schicksal vorlegt, wiederkäuen, wie ich's immer getan habe; ich will das Gegenwärtige genießen, und das Vergangene soll mir vergangen sein.
– Johann Wolfgang von GoetheUnter allen Leidenschaften der Seele bringt die Traurigkeit am meisten Schaden für den Leib.
– Thomas von AquinDer Geist denkt, das Geld lenkt: [...].
– Oswald SpenglerDas Leben ist entweder ein Seil oder ein Federbett. Man gebe mir das Seil.
– Albrecht DürerDenn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden.
– René DescartesNicht Stimmenmehrheit ist des Rechtes Probe, [...]
– Friedrich SchillerEs ras’t der See und will sein Opfer haben.
– Friedrich SchillerDie Liebe der Türken und Deutschen zueinander ist so alt, daß sie niemals zerbrechen wird.
– Otto von BismarckLeben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnis des fremden Wollens ist die Grundmaxime des freien Menschen.
– Rudolf SteinerDer Satiriker ist ein gekränkter Idealist: er will die Welt gut haben, sie ist schlecht, und nun rennt er gegen das Schlechte an.
– Kurt TucholskyDas ächte Neue keimt nur aus dem Alten, // Vergangenheit muss unsre Zukunft gründen, [...]
– August Wilhelm SchlegelDie Hauptbestandteile eines guten Charakters sind Treue und Mitleid.
– Carl HiltyUnd so, nachdem ich mir den Scherz erlaubt, dem eine Stelle zu gönnen, in diesem durchweg zweideutigen Leben kaum irgend ein Blatt zu ernsthaft seyn kann, gebe ich mit innigem Ernst das Buch hin, in der Zuversicht, daß es früh oder spät diejenigen erreichen wird, an welche es allein gerichtet seyn kann, und übrigens gelassen darin ergeben, daß auch ihm in vollem Maaße das Schicksal werde, welches in jeder Erkenntniß, also um so mehr in der wichtigsten, allezeit der Wahrheit zu Theil ward, der nur ein kurzes Siegesfest beschieden ist, zwischen den beiden langen Zeiträumen, wo sie als paradox verdammt und als trivial geringgeschätzt wird. Auch pflegt das erstere Schicksal ihren Urheber mitzutreffen.— Aber das Leben ist kurz und die Wahrheit wirkt ferne und lebt lange: sagen wir die Wahrheit.
– Arthur SchopenhauerDas Allgemeine und Besondere fallen zusammen; das Besondere ist das Allgemeine, unter verschiedenen Bedingungen erscheinend.
– Johann Wolfgang von GoetheMehr als jede andere Tugend betont der Buddhismus Uneigennützigkeit, die in Liebe und heilender Hinwendung Ausdruck findet.
– Tendzin GyatshoSelbst gebildete Frauen vertragen nicht immer andauernd gleichmäßiges Glück und fühlen einen unbegreiflichen Antrieb zu Teufeleien und Narrheiten, durch welche eine Abwechslung und Unterbrechung in die Lebensruhe kommt, die ihnen ohne Episoden, Katastrophen und Eventualitäten zu monoton und langweilig erscheint.
– Bogumil GoltzEin ehrenhafter Politiker wäre einer Dampfmaschine mit Gefühl vergleichbar oder einem Lotsen, der das Steuerruder hält und gleichzeitig eine Frau liebt: Das Schiff geht dabei unter.
– Honoré de BalzacUnendlich ist das Räthsel der Natur, // Verborgen selbst für uns, die mächt'gern Geister - // Nur staunend ehren wir den höchsten Meister.
– Theodor KörnerDer Hauptfeind des deutschen Volkes steht in Deutschland: der deutsche Imperialismus, die deutsche Kriegspartei, die deutsche Geheimdiplomatie.
– Karl LiebknechtDer Eine fragt: was kommt danach? // Der Andre fragt nur: ist es recht? // Und also unterscheidet sich // Der Freie von dem Knecht.
– Theodor StormEin Kampf muß uns noch werden, // Und drin der schönste Sieg, // Der letzte Kampf auf Erden, // Der letzte heilige Krieg!
– Georg HerweghIst das Leben nicht hundert Mal zu kurz, sich in ihm — zu langweilen?
– Friedrich NietzscheMan soll den Teufel nicht an die Wand malen, sonst kömmt er.
– Wilhelm HauffBei Männern, welche Liebe fühlen, fehlt auch ein gutes Herze nicht.
– Emanuel SchikanederGut Speisen ist die beste Unterhaltung, guter Appetit der angenehmste Zustand der Erwartung, und ein wohlgefüllter Magen die behaglichste Erinnerung an ein vollbrachtes gutes Werk!
– Carl Ernst von MalortieDem alles nur im Geist geschah // Du meinst, die Grenze sei so nah, // Dein armes Sein in Gottes Licht zu zücken, // Du unlösbarer Zeitvertreib, // Du mußt, o unverklärter Leib, // Den Stein erst überm Grabe rücken.
– Konrad Weiß (Dichter)Wenn man das Leben der meisten Menschen ansieht: so scheinet diese Kreatur geschaffen zu sein, um wie eine Pflanze Saft in sich zu ziehen und zu wachsen, sein Geschlecht fortzupflanzen, endlich alt zu werden, und zu sterben. Er erreicht unter allen Geschöpfen am wenigsten den Zweck seines Daseins, weil er seine vorzügliche Fähigkeiten zu solchen Absichten verbrauchet, die die übrigen Kreaturen mit weit minderen, und doch weit sicherer und anständiger, erreichen.
– Immanuel KantIch bin zu der Meinung gekommen, daß die Tuberkulose, so wie ich sie habe, keine besondere Krankheit, keine eines besonderen Namens werte Krankheit ist, sondern nur eine ihrer Bedeutung nach vorläufig nicht einzuschätzende Verstärkung des allgemeinen Todeskeims.
– Franz KafkaDie meisten Naturforscher pflegen heute als Philosophen einen 150 Jahre alten Materialismus, dessen Unzulänglichkeit allerdings nicht nur die Fachphilosophen, sondern alle dem philosophischen Denken nicht zu fern Stehenden, längst durchschaut haben.
– Ernst MachEine Art, sich zu vergnügen, ist zugleich Kultur: nämlich Vergrößerung der Fähigkeit, noch mehr Vergügen dieser Art zu genießen; dergleichen das mit Wissenschaften und schönen Künsten ist.
– Immanuel KantAuch kann ja die Kraft der Überzeugung niemals einräumen, es könne aus Nichtseiendem irgend etwas anderes als eben Nichtseiendes hervorgehen.
– Parmenides von EleaKeine Grenze verlockt mehr zum Schmuggeln als die Altersgrenze.
– Karl KrausDer Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt.
– Gotthold Ephraim LessingDie Geschichte ist nicht viel mehr als eine Aufzählung der Verbrechen, Narrheiten und Unglücksfälle der Menschheit.
– Edward GibbonEs schadet nichts, in einem Entenhof geboren zu sein, wenn man nur in einem Schwanenei gelegen hat.
– Hans Christian AndersenDer baut auf Sand, der nur auf Erdenstützen// Ein neues Reich zu gründen sich vermißt,// Wo wenig der Verbundnen ihn beschützen,// Wo er von Heiden rings umgeben ist.
– Torquato Tasso