Zufällige Zitate
Das Menschenpack fürchtet sich vor nichts mehr als vor dem Verstande; vor der Dummheit sollten sie sich fürchten, wenn sie begriffen was fürchterlich ist; Aber jener ist unbequem und man muss ihn beiseite schaffen, diese ist nur verderblich, und das kann man abwarten.
– Johann Wolfgang von GoetheHandle weniger andern zu gefallen, als um Deine eigene Achtung nicht zu verscherzen, gut und anständig!
– Adolph Freiherr KniggeDie Logik ist zwar unerschütterlich, aber einem Menschen, der leben will, widersteht sie nicht.
– Franz KafkaDie Ohren sind Straße und Kanal, durch die die Stimme zum Herzen kommt.
– Chrétien de TroyesGott ist sein Sein selbst. Das kann von keinem anderen Wesen ausgesagt werden.
– Thomas von Aquin[…] nie kann man mit einem noch so exakten Schnitt Recht und Unrecht spalten, so dass jedes Teil nur das eine oder das andere enthält.
– Alessandro ManzoniMoral ist gut, Erbschaft ist besser.
– Theodor FontaneJedes Volk hat seine eigene Sitte.
– PrudentiusAngst ist für die Seele ebenso gesund wie ein Bad für den Körper.
– Maxim GorkiDie Demut gibt jedem, auch dem einsam Verzweifelnden, das stärkste Verhältnis zum Mitmenschen, und zwar sofort, allerdings nur bei völliger und dauernder Demut.
– Franz KafkaEin Volk lebt, webt, steht und vergeht mit seiner Sprache. Die Sprache ist die Seelenwanderung des Volksthums. Mit dem Untergange der Sprachen sind die Völker verschollen.
– Friedrich Ludwig JahnUnzufriedenheit ist der erste Schritt in Richtung Fortschritt; für den Einzelnen wie für die Nation.
– Oscar WildeHab Sonne im Herzen, // ob's stürmt oder schneit, // ob der Himmel voll Wolken, // die Erde voll Streit..
– Cäsar FlaischlenEine in die Welt versunkene Seele behält diese Richtung auch nach dem Tode.
– Justinus KernerUniversitäten sind nicht da, um ein Wissen zu lehren, welches erforderlich ist, um zu einer bestimmten Art des Broderwerbs zu befähigen. Ihre Aufgabe ist es nicht, geschickte Rechtsgelehrte oder Aerzte oder Ingenieure zu bilden, sondern tüchtige und veredelte menschliche Wesen.
– John Stuart MillWenn die Laster uns verlassen, schmeicheln wir uns mit dem Wahn, wir hätten sie verlassen.
– François de La RochefoucauldEin wenig Weisheit ist schon möglich; aber diese selige Sicherheit fand ich an allen Dingen: dass sie lieber noch auf den Füßen des Zufalls - tanzen.
– Friedrich NietzscheOh, wir haben dich gesucht, Gott, in jeder Ruine, in jedem Granattrichter, in jeder Nacht. Wir haben dich gerufen. Gott! Wir haben nach dir gebrüllt, geweint, geflucht! Wo warst du da, lieber Gott?
– Wolfgang BorchertDas Große posaunet sich nie aus, es ist bloß und wirkt so. Meist weiß das Große nicht, daß es groß ist, daher die höchsten Künstler der Welt die lieblichste kindlichste Naivetät haben und dem Ideale gegenüber, das sie immer leuchten sehen, stets demütig sind.
– Adalbert StifterJede Bekanntschaft, jede sympathische Begegnung ist ein Gewinn.
– Ricarda HuchIch kann mir nun zwar einen moralischen Politiker, d.i. einen, der die Prinzipien der Staatsklugheit so nimmt, daß mit der Moral zusammen bestehen können, aber nicht einen politischen Moralisten denken, der sich eine Moral so schmiedet, wie es der Vorteil des Staatsmanns sich zuträglich findet.
– Immanuel KantWer sich selbst verachtet, achtet sich doch immer noch dabei als Verächter.
– Friedrich NietzscheIch bin in meinem Leben nie so heiter gewesen, als jetzt, da ich an der 'Totenmesse' schreibe.
– Richard WetzHeutzutage gibt es Belohnungen für die, die Gutes schlecht machen.
– TerenzWie rasch altern doch die Leute in der SPD –! Wenn sie dreißig sind, sind sie vierzig; wenn sie vierzig sind, sind sie fünfzig, und im Handumdrehn ist der Realpolitiker fertig.
– Kurt TucholskyIhr Europäer scheint nur Milch statt Blut in den Adern zu haben.
– VoltaireMorgen kommt der Weihnachtsmann, // Kommt mit seinen Gaben.
– August Heinrich Hoffmann von Fallersleben»Das Geld liegt auf der Strasse, man braucht sich nur danach zu bücken, um es aufzuheben«, ist ein alter Satz, den ich des öftern von smarten Geschäftsleuten äussern hörte, ohne dass es mir jedoch bis heute gelungen wäre, seine Stichhaltigkeit einwandfrei zu erproben. Um so mehr bin ich deshalb geneigt, die pessimistische Weltanschauung jener zu teilen, die auf den – allerdings apokryphen – Nachsatz schwören: »Wer sich bückt, um es aufzuheben, dem fällt die Brieftasche aus der Jacke.«
– Gustav MeyrinkUnd da war nun die Jugend wirklich allein.
– Theodor FontaneEinsam zu speisen macht leicht hart und roh.
– Walter BenjaminDie Poësie lößt fremdes Dasein in Eignen auf.
– NovalisDer Wille Gottes, Zufluchtsort der Unwissenheit
– Baruch de SpinozaMänner heiraten aus Überdruß, Frauen aus Neugier. Beide werden enttäuscht.
– Oscar WildeDas eroberte Griechenland hat den wilden Sieger erobert und die Künste und Wissenschaft in das bäuerliche Latium gebracht.
– HorazMut habe ich solange gezeigt, glaubt Ihr, ich werde ihn verlieren, wenn mein Leiden ein Ende findet?
– Marie AntoinetteEine Übertreibung ist eine Wahrheit, die ihre Geduld verloren hat.
– Khalil GibranIm übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.
– Kurt TucholskyMit derselben Sicherheit, mit welcher ich darauf rechne, daß dieser Boden mich tragen wird, wenn ich darauf trete, daß dieses Feuer mich verbrennen würde, wenn ich mich ihm näherte, will ich darauf rechnen können, was ich selbst bin, und was ich sein werde.
– Johann Gottlieb Fichte