Zufällige Zitate
Ach wenn in unsrer engen Zelle // Die Lampe freundlich wieder brennt, // Dann wird's in unserm Busen helle, // Im Herzen, das sich selber kennt. // Vernunft fängt wieder an zu sprechen // Und Hoffnung wieder an zu blühn; // Man sehnt sich nach des Lebens Bächen, // Ach! nach des Lebens Quelle hin.
– Johann Wolfgang von GoetheWer das Schwert erhebt gegen das Volk, der wird durch das Schwert des Volkes umkommen.
– Georg BüchnerWer je gelebt in Liebesarmen, // Der kann im Leben nie verarmen;
– Theodor StormWenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern.
– Heinrich HeineJeder steckt in seinem Bewusstsein wie in seiner Haut und lebt unmittelbar nur in demselben.
– Arthur SchopenhauerWenn die Wissenschaft ihren Kreis durchlaufen hat, so gelanget sie natürlicher Weise zu dem Punkte eines bescheidenen Mißtrauens, und sagt, unwillig über sich selbst, wie viele Dinge gibt es doch, die ich nicht einsehe.
– Immanuel Kant[Ich bin] Bürger der Welt.
– Diogenes von SinopeDas Epitomisieren eines poetischen Werks, das zuerst in eine große Weite und Breite angelegt war, bringt ein Schwanken zwischen Skizze und Ausführung hervor, das dem ganz befriedigenden Effekt durchaus schädlich ist.
– Johann Wolfgang von GoetheDas leichte Rad des Schicksals dreht sich in schnellen Kreisen.
– TibullIch will der Todfeind dieser bürgerlichen Gesellschaft und Staatsordnung bleiben, um sie in ihren Existenzbedingungen zu untergraben, und sie, wenn ich kann, beseitigen.
– August BebelWas erste Liebe genannt wird, lebt fort in der zweiten, in jeder nachfolgenden, wird in jeder spätern neugeboren: Denn die Liebe ist ewig und Eins, [...].
– Friedrich Ludwig JahnDas Weinen des Erben ist unter der Maske ein Lachen.
– Publilius SyrusBei der Arbeit magst du singen, // Das verleiht der Arbeit Schwingen.
– Anastasius GrünDu hast die Nadel(spitze) getroffen.
– PlautusVerschwiegenheit ist der Stempel eines fähigen Kopfes.
– Baltasar Gracián y MoralesDas will ich, so befehl ich's, als Grund genügt (mein) Wille.
– JuvenalNichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit.
– Ödön von HorváthWir müssen im Gedanken vollkommene Vorbilder formen und ständig auf sie schauen oder wir werden sie niemals zu einem großartigen und edlen Leben ausgestalten.
– Mary Baker EddyDas höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst.
– Seneca d.J.Ach! es ist der Erde Los, // Blühen, tragen und zerfallen.
– Justinus KernerViele Leute glauben, wenn sie einen Fehler eingestanden haben, brauchten sie ihn nicht mehr abzulegen.
– Marie von Ebner-EschenbachNein, der Sinn versinkt wie im Traum // In dem auferwachten Tage, // Und du suchst im ganzen Raum // Endlos deine eigne Sage." — Konrad Weiß: Vorwort, in:
– Konrad Weiß (Dichter)Nur die Liebe zur Ehre altert nicht, und das, woran sich das tatenlose Alter am meisten freut, ist nicht, wie man behauptet, das Geld, sondern die Ehre.
– ThukydidesNur zwischen Glaube und Vertraun ist Friede.
– Friedrich SchillerMan soll wissen, dass es Pöbel überall gibt, selbst im schönen Korinth, in der auserlesensten Familie: Jeder macht ja die Erfahrung in seinem eigenen Hause.
– Baltasar Gracián y MoralesWill die Welt zu Scheitern geh'n, // Muth bleibt fest und ruhig steh'n; // Ja, fällt selbst der Himmel ein, // Muth wird Gott mit Göttern sein.
– Ernst Moritz ArndtImmer strebe zum Ganzen und kannst du selber kein Ganzes // Werden, als dienendes Glied schließ’ an ein Ganzes dich an.
– Friedrich SchillerAlles Heilige ist ein Band, eine Fessel.
– Max StirnerDer geträumte Märchengarten liegt plötzlich wieder vor uns, so schön, so beglückend, wie wir ihn einst geplant, in jener Zeit, da wir das felsenfeste Bewußtsein hatten, zu ganz Besonderem berufen zu sein; aber statt der damaligen Zuversicht, statt des Glaubens an uns und unsere Bestimmung, erfüllt uns heute nur bitteres Weh [...]. Mit Nichtigkeiten und Eitelkeiten sind die Jahre verstrichen, wir haben sie vergeudet in der Jagd nach dem Unwesentlichen und vertrauert in den Sümpfen der Entmutigung – und darüber ist das Höchste und Beste in uns gestorben, das Kostbarste ist verloren gegangen.
– Elisabeth von HeykingAlle menschliche Weisheit liegt in den zwei Worten »Harren und Hoffen!«
– Alexandre Dumas d.Ä.Wenn denn nun gefragt wird: Leben wir jetzt in einem aufgeklärten Zeitalter? so ist die Antwort: Nein, aber wohl in einem Zeitalter der Aufklärung.
– Immanuel KantUm nun aber das Verfahren des Descartes im einzelnen zu beschreiben, so macht er sich zum Grundsatz, vorläufig an allem zu zweifeln, ja, um recht sicherzugehen und ganz gewiß zu sein, sich von jedem Vorurteil befreit zu haben, vorläufig alles für falsch zu halten, was er bis dahin als wahr angenommen.
– Friedrich Wilhelm Joseph SchellingNur in seinem Suchen findet der Geist des Menschen das Geheimnis, welches er sucht.
– Friedrich SchlegelEs gibt einen alten Wahn, der heißt Gut und Böse. Um Wahrsager und Sterndeuter drehte sich bisher das Rad dieses Wahns.
– Friedrich NietzscheBetrachtet einmal das Volk, das von ergebenen Patrioten geschützt wird. Die Patrioten fallen im blutigen Kampfe oder im Kampfe mit Hunger und Noth; was fragt das Volk darnach? Das Volk wird durch den Dünger ihrer Leichen ein „blühendes Volk”! Die Individuen sind „für die große Sache des Volks” gestorben, und das Volk schickt ihnen einige Worte des Dankes nach und - hat den Profit davon. Das nenn' Ich Mir einen einträglichen Egoismus.
– Max StirnerTausend Jahre werden vergehen und diese Schuld von Deutschland nicht wegnehmen.
– Hans FrankEs ist nicht, und es wird auch nimmer gut.
– William ShakespeareEcquantum restat.
– Martin Opitz