Zufällige Zitate
Stil ist richtiges Weglassen des Unwesentlichen.
– Anselm FeuerbachWas war eigentlich diese Zeitreiserei? Ein Mann konnte sich doch nicht mit Staub bedecken, indem er sich in einem Paradoxon herumwälzte, oder?
– H.G. Wells»Niemand, sagen die Verfasser der Bibliothek, wird leugnen, daß die deutsche Schaubühne einen großen Teil ihrer ersten Verbesserung dem Herrn Professor Gottsched zu danken habe.« Ich bin dieser Niemand; ich leugne es gerade zu. Es wäre zu wünschen, daß sich Herr Gottsched niemals mit dem Theater vermengt hätte.
– Gotthold Ephraim LessingDie Kunst geht unter, und die Kritik taucht auf.
– Francesco de SanctisVon der Tragödie begehrt das Volk eigentlich nicht mehr, als recht gerührt zu werden, um sich einmal ausweinen zu können.
– Friedrich NietzscheFreiem Leben, freiem Lieben, // Bin ich immer treu geblieben!
– Louise AstonIch habe nur ein Vaterland, das heißt Deutschland.
– Heinrich Friedrich Karl vom SteinDer Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.
– Friedrich SchillerIn der Mathematik gibt es viele Lehrsätze, welche sich nur dadurch beweisen lassen, daß man von vorne anfängt.
– Johann Georg August GallettiKein Staat soll sich in die Verfassung und Regierung eines andern Staats gewalttätig einmischen.
– Immanuel KantDer Staat ist die große Fiktion, mittelst deren alle Welt leben will auf Kosten von aller Welt.
– Frédéric BastiatWas für eine dunkle, sonderbare Vorstellung, daß die Liebe zur Erhaltung der menschlichen Gattung da sei, wie die Befriedigung des Hungers zur Erhaltung des Leibes. Die Erregung des Blutes ist wegen der Fortpflanzung da, aber nicht die Liebe, nicht die Liebe.
– Hedwig DohmDer Zwang des Gesezes und des Schiksaals betastet es nicht; im Kind’ ist Freiheit allein.
– Friedrich HölderlinDebussy ist einer der an Gaben reichsten und originellsten Künstler der jüngeren Musikgeneration, die in der Musik nicht ein Mittel, sondern das Ziel sehen und die sie nicht so sehr als Ausdruckshebel denn als Ausdruck selber betrachten.
– Paul DukasLeider kann ich keine Sprache anständig sprechen, deshalb mixe ich alles von überall zusammen. Ich habe ja im Grunde nie etwas gelernt. Ich habe nicht einmal Abitur gemacht und nix.
– Karl LagerfeldDer Hunger ist das Dienstmädchen des Genies.
– Mark TwainDas Wesen der Romantik ist die Ungewissheit.
– Oscar WildeEin heiliges Buch erwirbt sich selbst bei denen (und gerade bei diesen am meisten), die es nicht lesen, wenigstens sich daraus keinen größeren zusammenhängenden Religionsbegriff machen können, die größte Achtung, und alles Vernünfteln verschlägt nicht wider den alle Einwürfe niederschlagenden Machtanspruch: da steht's geschrieben.
– Immanuel KantDas Dasein ist köstlich, man muß nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen.
– Peter RoseggerGazetten wenn sie interreßant seyn sollten nicht geniret werden müsten
– Friedrich II. (Preußen)Der Mittelweg ist oft doppelt gefährlich.
– Christian Dietrich GrabbeWeil wir die Untrennbarkeit der Demokratie und des Sozialismus begriffen haben, nennen wir uns Sozialdemokraten.
– Wilhelm LiebknechtWer soll bemüht sein, Frieden zu befördern, // Wenn Kirchendiener sich des Haders freun?
– William ShakespeareWenn ich so bloß an Italien zurückdenke. Sehen Sie, da läuft man nu so rum, was einen doch am Ende strapziert, und dabei dieser ewige pralle Sonnenschein. Ein paar Stunden geht es; aber wenn man nu schon zweimal Kaffee getrunken und Granito gegessen hat, und es ist noch nicht mal Mittag, ja, ich bitte Sie, was hat man da? Was fängt man da an? Gradezu schrecklich. Und da kann ich Ihnen bloß sagen, da bin ich ein kirchlicher Mensch geworden.
– Theodor FontaneDas Schöne, auch in der Kunst, ist ohne Scham nicht denkbar.
– Hugo von HofmannsthalFreiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden. Nicht wegen des Fanatismus der »Gerechtigkeit«, sondern weil all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die »Freiheit« zum Privilegium wird.
– Rosa LuxemburgEin geschlagenes Kind trägt Spuren der Folter.
– Janusz KorczakEine schöne Jungfrau trägt ihr Heiratsgut im Angesicht.
– Christoph LehmannGott schütze Rheinland-Pfalz!
– Bernhard VogelZur Rechten sieht man, wie zur Linken // Einen halben Türken heruntersinken.
– Ludwig UhlandLachen, Weinen, Lust und Schmerz sind Geschwisterkinder.
– Johann Wolfgang von GoetheUngehorsam ist für jeden Geschichtskundigen die eigentliche Tugend des Menschen. Durch Ungehorsam entstand der Fortschritt, durch Ungehorsam und Aufsässigkeit.
– Oscar WildeOh Jahrhundert! Oh Wissenschaften: Es ist eine Lust, zu leben.
– Ulrich von HuttenStammt der Mensch, wenn auch als der höchste, geläutertste Sprößling, aus dem Thierreich her, so ist er von Hause aus ein irrationelles Wesen; es wird, bei allen Fortschritten von Vernunft und Wissenschaft, doch die Natur, Begierde und Zorn, immer eine große Gewalt über ihn behalten;
– David Friedrich StraußAus
– Max StirnerJe länger das Haar, desto kürzer der Verstand
– Otto Weininger