Zufällige Zitate
Erst wenn der wirkliche individuelle Mensch den abstrakten Staatsbürger in sich zurücknimmt und als individueller Mensch in seinem empirischen Leben, in seiner individuellen Arbeit, in seinen individuellen Verhältnissen, Gattungswesen geworden ist, erst wenn der Mensch seine »forces propres« [Anm.:»eigene Kräfte«] als gesellschaftliche Kräfte erkannt und organisiert hat und daher die gesellschaftliche Kraft nicht mehr in der Gestalt der politischen Kraft von sich trennt, erst dann ist die menschliche Emanzipation vollbracht.
– Karl MarxWer lange lebt, hat viel erfahren, // Nichts Neues kann für ihn auf dieser Welt geschehn.
– Johann Wolfgang von GoetheEs werden im Himmel sich die Engel über einen büßenden Sünder neunundneunzigmal mehr freuen als über ebenso viele Gerechte, die da meinen, durch Mein Vollwort gerechtfertigt zu sein. - Denn das sage Ich wahrlich: Luther, Calvin, Melanchthon u.a. mehr wiegen nicht einen Johannes vom Kreuz, noch einen Johannes von Gott, noch einen Franziskus, noch einen Thomas von Kempen, noch einen Taulerus, noch eine Theresia und noch viele tausend andere auf.
– Jakob LorberSich selbselbsten überwinden ist der allerschwerste Krieg; // Sich selbselbsten überwinden ist der allerschönste Sieg.
– Friedrich von LogauGlattes Eis // Ein Paradeis // Für Den, der gut zu tanzen weiss.
– Friedrich NietzscheMusiker sind nicht eitel - sie bestehen aus Eitelkeit; die Eitelkeit ist ein lebensnotwendiger Bestandteil ihres Wesens.
– Kurt TucholskyEs gibt nur zwei Arten von Menschen, die wirklich feseln – Leute, die alles wissen, und Leute, die überhaupt nichts wissen.
– Oscar WildeSind Gewissensbisse nicht ein Bedauern der Freiheit, dass sie dem Laster geopfert wurde?
– Sully PrudhommeDer Gelehrte hat an sich selbst immer einen Schatz.
– PhaedrusSo vergehn die Schatten und verwehen im Nichts, // und die Westwinde spielen im Hag, // und die Fenster meiner Seele spiegeln des Lichts // kommenden jungen Tag.
– John Greenleaf WhittierAber wie das Erhabene von Dämmerung und Nacht, wo sich die Gestalten vereinigen, gar leicht erzeugt wird, so wird es dagegen vom Tage verscheucht, der alles sondert und trennt, und so muss es auch durch jede wachsende Bildung vernichtet werden, wenn es nicht glücklich genug ist, sich zu dem Schönen zu flüchten und sich innig mit ihm zu vereinigen, wodurch denn beide gleich unsterblich und unverwüstlich sind.
– Johann Wolfgang von GoetheAch, wie ist der Mensch zerbrechlich, ach, wie flüchtig unaussprechlich. Eilt die Zeit, und nimmt ihn mit.
– Friedrich RückertJa, wenn eine Schlacht gewonnen wäre dadurch, daß man den lautesten Trompeter wegschießt!
– Arthur SchnitzlerDie Gräslein können den Acker nicht begreifen, aus dem sie sprießen.
– Hildegard von BingenWir heißen euch hoffen.
– Johann Wolfgang von GoetheGib dich zufrieden und sei stille.
– Paul GerhardtDas Ausgedehnte bildet gleichsam die unsichtbare Leinwand, auf die das Weltpanaorama, das jeden von uns umgibt, gemalt ist, indem es den die Farben tragenden Lokalzeichen Haltung und Form verleiht, Einen anderen Standpunkt gegeüber dem Weltpanorama als den unseres Subjektes gib es nicht, weil das Subjekt als Beschauer zugleich der Erbauer seiner Welt ist. Ein objektives Weltbild, das allen Subjekten gerecht werden soll, muss notwendig ein Phantom bleiben.
– Jakob Johann von UexküllEinzeln bin ich geboren, einzeln will ich leben und werde auch einzeln sterben. Darunter mein' ich nicht allein sein. Aber nicht Mengegefühl will ich pflegen.
– Alexander von VillersBezahlen, wenn man Geld hat, das ist keine Kunst: Aber bezahlen, wenn man keines hat, das ist eine Kunst, lieber Mann, die ich erst noch lernen muss.
– Ernst Elias NiebergallWas mich hinaustreibt in die weite Welt, ist eben das, was so viele ins Kloster getrieben hat: die Sehnsucht nach der Selbstverwirklichung.
– Hermann von KeyserlingHeute wissen viele nicht mehr genau, was die Kirche ist, und regieren den Laden frei aus dem Bauch heraus.
– Theo LehmannVerschwiegenheit fordern, ist nicht das Mittel, sie zu erlangen.
– Johann Wolfgang von GoetheGenialität ist Objektivität.
– Arthur SchopenhauerVerschonen Sie mich mit Ihrer Philosophie - Philosophie für die Leidenschaften, Harmonie für den Tauben.
– Johann Anton LeisewitzEin Mensch lebt, um den Massen nützlich zu sein. Und der Wert eines Menschen wird bestimmt durch den Nutzen, den er seinen Mitmenschen bringt. Geboren werden, leben, essen, trinken und schließlich sterben - das kann auch ein Insekt.
– Giuseppe GaribaldiErgebung und Duldsamkeit ist nicht immer der moralische Weg, wenn er auch oft der bequemere ist.
– Martin Luther KingWer sich überhebt, verrät, dass er noch nie genug nachgedacht hat.
– Christian MorgensternWenn ich dir etwas gebe, bettelst du umso mehr. Der Erste, der seine Hand auftut, ist schuld an deiner Gemeinheit, weil er dich zum Faulenzer machte.
– PlutarchIhr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, um sie zu heiligen.
– Paulus von TarsusEin Blümlein, wenn’s die Sonne spüret, sich öffnet stille, sanft und froh: Wann Gottes Gnade dich berühret, laß auch dein Herz bewirken so.
– Gerhard TersteegenNichts ist dem Geist erreichbarer als das Unendliche.
– NovalisGott! Inbrünstig möcht ich beten // Doch der Erde Bilder treten // Immer zwischen dich und mich,
– Joseph von EichendorffWenn man merkt, daß der Gegner überlegen ist und man Unrecht behalten wird, so werde man persönlich, beleidigend, grob.
– Arthur SchopenhauerSache des Reisenden, welcher in der Nähe gesehen, was die menschliche Natur quält und herabsetzt, ist es, des Unglücks Klagen zur Kenntnis jener zu bringen, welche zu helfen vermögen.
– Alexander von HumboldtIch habe bestimmt keine Rassen-, Standes- oder religiöse Vorurteile. Es genügt für mich, zu wissen, jemand ist ein Mensch - schlimmer kann er nicht sein.
– Mark TwainSufismus ist Freude finden im Herzen, wenn die Zeit des Kummers kommt.
– Dschalal ad-Din al-RumiDie schlimmste und verbreitetste Krankheit, die uns alle, unsere Literatur, unsere Erziehung, unser Verhalten zueinander durchseucht, ist die ungesunde Sorge um den Schein.
– Walt WhitmanDie Knechtung der Presse ist ein vortreffliches Mittel der Freiheit; denn das Publikum bildet sich in diesem Falle sein eigenes Urtheil; aber die freie Presse ist ein köstliches Werkzeug der Tirannei, - der Mob vertraut ihr und betet ihr blind nach.
– Ferdinand Kürnberger