Zufällige Zitate
An jedem Punkt öffnet das Verstehen eine Welt.
– Wilhelm DiltheyLeiblichkeit ist das Ende der Werke Gottes.
– Friedrich Christoph OetingerIn religiösen Dingen ist das Wort »Glaube« gleichbedeutend mit »Ueberzeugung«.
– Moritz von EgidySchillers Dichtungen sind für die Musik äußerst schwierig. Der Tonsetzer muß sich weit über den Dichter zu erheben wissen. Wer kann das bey Schiller? Da ist Göthe viel leichter!
– Ludwig van BeethovenIn diesem Sinne mach ich aufmerksam auf einen Mann, der die große Epoche reinerer Menschenkenntnis, edler Duldung, zarter Liebe in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts zuerst angeregt und verbreitet hat. An diesen Mann, dem ich so viel verdanke, werd ich oft erinnert, auch fällt er mir ein, wenn von Irrtümern und Wahrheiten die Rede ist, die unter den Menschen hin und wider schwanken.
– Johann Wolfgang von GoetheDie Stimme der Natur läßt sich nicht überschreien.
– Christoph Martin WielandDaß das Weib, wie es die Natur geschaffen und wie es der Mann gegenwärtig heranzieht, sein Feind ist und nur seine Sklavin oder seine Despotin sein kann,
– Leopold von Sacher-MasochKein Ding schwächt die Vernunft mehr als Unlauterkeit.
– Albrecht DürerBegriffe sind der Niederschlag von Einsichten in das Constante, Allgemeine, Charakteristische, Typische einer Gruppe von Objecten, die Concentrierung und Fixierung des in einer Reihe von Urteilen Gedachten. Sie enthalten das »Wesen« einer Klasse von Objecten. Dieses »Wesen« ist aber nicht etwa das »Ding an sich«, sondern das, was dem Denkenden als logisch wichtig, bedeutsam erscheint, und das hängt sehr vom Standpunkt und von der Individualität des Denkenden ab.
– Rudolf EislerEs leben mit der Mühsal, die des Heimatlands entbehren.
– Otfrid von WeißenburgDen leeren Schlauch bläßt der Wind auf; // Den leeren Kopf der Dünkel.
– Matthias ClaudiusAuch ein Haar hat seinen Schatten.
– Publilius SyrusNichtstun und vollkommen müßig sein ist angenehm.
– CiceroEs lohnt sich doch, ein wenig lieb zu sein // Und alles auf das Einfachste zu schrauben.
– Joachim RingelnatzDie Wissenschaft versucht, allgemeine Regeln aufzustellen, die den gegenseitigen Zusammenhang der Dinge und Ereignisse in Raum und Zeit bestimmen. Für diese Regeln, beziehungsweise Naturgesetze wird allgemeine und ausnahmslose Gültigkeit gefordert – nicht bewiesen.
– Albert EinsteinEs ist eine Frage, welches schwerer ist, zu denken oder nicht zu denken. Der Mensch denkt aus Trieb, und wer weiß nicht wie schwer es ist einen Trieb zu unterdrücken. Die kleinen Geister verdienen also wirklich die Verachtung nicht, mit der man [ihnen] nun in allen Landen zu begegnen anfängt.
– Georg Christoph LichtenbergAus solchem aufgezwungenen Frieden müßte neuer Haß zwischen den Völkern und im Verlauf der Geschichte neues Morden erwachsen.
– Friedrich EbertMan verkauft uns meistens Gesetze für Gerechtigkeit und oft sind sie gerade das Gegenteil.
– Johann Gottfried SeumeMan ist nur glücklich durch das, was man fühlt, und nicht durch das, was man ist.
– Sully PrudhommeDer Freie traut durch Wolken seinem Sterne - // das Brandmal aller Sklaven ist die Reue.
– Otto Erich HartlebenOh, wie wird mich nach der Sonne frieren! Hier bin ich ein Herr, daheim ein Schmarotzer.
– Albrecht DürerDas Universum ist ein Gedanke Gottes.
– Friedrich SchillerLucae versichert uns immer, in 20 Jahren würde Berlin eine der schönsten Städte Europas sein. Ich glaub es nicht, [...] hier und dort wird irgend ein Pringsheim eine Kakel-Architektur in die Mitte langweiliger Häuser hineinstellen. Es fehlt der Sinn und ebenso an einer mit wirklicher Autorität ausgerüsteten Leitung. Wenn Schinkel jemals fehlte, so fehlt er jetzt.
– Theodor FontaneOhne Sinnlichkeit würde uns kein Gegenstand gegeben, und ohne Verstand keiner gedacht werden. Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.
– Immanuel KantMäßigung übe nur stets; denn Maß ist von allem das Beste.
– HesiodEs eifre jeder seiner unbestochnen von Vorurteilen freien Liebe nach!
– Gotthold Ephraim LessingDie Menge kann tüchtige Menschen nicht entbehren, und die Tüchtigen sind ihnen jederzeit zur Last.
– Johann Wolfgang von GoetheWas ist Wissen, das nicht von der Liebe ausgeht?
– Bettina von ArnimDie Sklaverei als Institution ist in jedem Land ein moralisches und politisches Übel. [...] ein größeres Übel für die weiße als für die schwarze Rasse.
– Robert Edward LeeIch habe nie mehr sein wollen, als ein einfacher Soldat der großen Befreiungsarmee; ich habe in Reih und Glied gekämpft und meine Schuldigkeit getan, und die Namen der einfachen Soldaten werden bekanntlich nur in den Verlustlisten genannt.
– Rudolf LavantDer rezitierende Schauspieler dagegen muss durch Übung nach und nach zu einer gewissen Einheit seiner selbst gelangen und sich ohne Wissen und eigentliches Wollen, soweit seine Natur verstattet, hervorbilden.
– Johann Wolfgang von GoetheWer anderen die Freiheit verleugnet, verdient sie nicht für sich selbst.
– Benjamin FranklinDa nun ohne Glauben an ein künftiges Leben gar keine Religion gedacht werden kann, so enthält das Judentum als ein solches, in seiner Reinigkeit genommen, gar keinen Religionsglauben.
– Immanuel KantJedes Schrekbild verschwindet, wenn man es fest ins Auge faßt.
– Johann Gottlieb FichteEckermann erscheint mir keineswegs als ein irgend bedeutender Mensch.
– Friedrich HebbelWir werden viel weniger durch das verletzt, was uns geschieht als durch unsere Meinung darüber.
– Michel de MontaigneAlles im Leben giebt kund, daß das irdische Glück bestimmt ist, vereitelt oder als eine Illusion erkannt zu werden.
– Arthur SchopenhauerZu unserer Besserung bedürfen wir eines Spiegels.
– Arthur Schopenhauer