Zufällige Zitate
Ein guter Ruf, der fünfzig Jahre währt, // Wird oft durch eine schlechte Tat entehrt.
– SaadiWie der Blitz einschlägt, hat sich das Räthsel gelöst; ich selbst wäre nicht im Stande, den leitenden Faden zwischen dem, was ich vorher wusste, dem, womit ich die letzten Veruche gemacht hatte, - und dem, wodurch es gelang, nachzuweisen. Sonderbar genug erscheint die Lösung des Räthsels jetzt leichter als manches andere, was mich wohl nicht so viele Tage aufgehalten hat als dieses Jahre, und gewiss wird niemand, wenn ich diese Materie einst vortrage, von der langen Klemme, worin es mich gesetzt hat, eine Ahnung bekommen.
– Carl Friedrich GaußWir müssen uns selbst erziehen, wenn wir nicht verprinzen, veradeln, verwuchern sollen, verpastoren, verjuristen, verarzten, veramtmännern, verbauern.
– Karl Julius WeberWenn es Pflicht, wenn zugleich gegründete Hoffnung da ist, den Zustand eiens öffentlichen Rechts, obgleich nur in einer ins Unendliche fortschreitenden Annäherung wirklich zu machen, so ist der ewige Friede, der auf bisher fälschlich so genannte Friedensschlüsse (eigentlich Waffenstillstände) folgt, keine leere Idee, sondern eine Aufgabe, die, nach und nach, aufgelöst, ihrem Ziele (weil die Zeiten, in denen gleiche Fortschritte geschehen, hoffentlich immer kürzer werden) näher kommt.
– Immanuel KantUnd Leben, was dich betrifft, denk' ich, du bist das übrig Gebliebene von vielem Sterben, // Ohne Zweifel bin ich schon früher zehntausendmal gestorben).
– Walt WhitmanUnd nichts ist schlimmer als ein Buch anzufangen und es dann nicht mehr zu Ende lesen zu können.
– Kurt TucholskyIch schwöre dem Herrn Marquis de Sade, meinem Geliebten, dass ich immer nur ihm gehören werde.
– Donatien Alphonse François de SadeDie allgemeine Logik nun, als vermeintes Organon, heißt Dialektik.
– Immanuel KantDie schlimmste und verbreitetste Krankheit, die uns alle, unsere Literatur, unsere Erziehung, unser Verhalten zueinander durchseucht, ist die ungesunde Sorge um den Schein.
– Walt WhitmanWas einmal alle Welt tut, glaubt der einzelne ohne weiteres auch tun zu dürfen. Und da nun die Welt im ganzen in neuerer Zeit in ihrer Richtung auf Geld und Gut recht viele verkehrte Grundsätze und Gebräuche hervorgebracht hat, so verfallen sehr viele Christen, ohne besonderen bösen Willen, in sehr verkehrte Handlungsweisen. Das ist vielleicht mehr Irrtum als Unrecht.
– Adolph KolpingDie Natur reguliert sich eben am besten von selbst, und kurzsichtiges Eingreifen des Menschen wird niemals Gutes zeitigen auch nicht im umgekehrten Sinne, wie es wohlmeinende Naturfreunde öfters versucht haben.
– Kurt FloerickeEs ist so leicht, andere, und so schwierig, sich selbst zu ändern.
– Oscar WildeWer sich selbst in Christo nehmend ist, der läßt allen Dingen ihre Ordnung.
– Heinrich SeuseNichts ist schrecklicher als ein Lehrer, der nicht mehr weiß als das, was die Schüler wissen sollen.
– Johann Wolfgang von GoetheWas nichts kostet, ist nichts wert.
– Albert EinsteinDer Teufel hat die Welt verlassen, weil er weiß, // Die Menschen machen selbst die Höll' einander heiß.
– Friedrich RückertVöllig fremde und gegeneinander gleichgültige Menschen, wenn sie eine Zeitlang zusammenleben, kehren ihr Inneres wechselseitig heraus, und es muss eine gewisse Vertraulichkeit entstehen.
– Johann Wolfgang von GoetheVersuchungen sollte man nachgeben! Wer weiß, ob sie wiederkommen.
– Oscar WildeJeden Augenblick entstehen neue Tierarten, und ich glaube, dass jeden Augenblick einige zugrunde gehen.
– Charles de MontesquieuDem Wagemutigen hilft das Glück, der Faule steht sich selbst im Weg.
– Seneca d.J.Dafür, daß uns am Lob nichts liegt, wollen wir besonders gelobt sein.
– Marie von Ebner-EschenbachWer im Verkehr mit Menschen die Manieren einhält, lebt von seinen Zinsen, wer sich über sie hinwegsetzt, greift sein Kapital an.
– Hugo von HofmannsthalDas Schild der Humanität ist die beste, sicherste Decke der niederträchtigsten öffentlichen Gaunerei.
– Johann Gottfried SeumeDie schnellen Herrscher sind's, die kurz regieren.
– Friedrich SchillerNichts kann mehr zu einer Seelen-Ruhe beitragen, als wenn man gar keine Meinung hat.
– Georg Christoph LichtenbergO sprich mir nicht von jener bunten Menge, // Bei deren Anblick uns der Geist entflieht.
– Johann Wolfgang von GoetheWie eine Kriegsgöttin, schön zugleich/ Und schrecklich anzusehen
– Friedrich SchillerEs ist keine Kleinigkeit, das, was man im zwanzigsten Jahre konzipiert hat, im 82. außer sich darzustellen und ein solches inneres lebendiges Knochengeripp mit Sehnen, Fleisch und Oberhaupt zu bekleiden, auch wohl dem fertig Hingestellten noch einige Mantelfalten umzuschlagen, damit alles zusammen ein offenbares Rätsel bleibe, die Menschen fort und fort ergötze und ihnen zu schaffen mache.
– Johann Wolfgang von GoetheDie Frau ist ein verfehlter Mann.
– AristotelesFelsen sollten nicht Felsen und Wüsten nicht Wüsten bleiben, // Drum stieg Amor herab, sieh, und es lebte die Welt.
– Johann Wolfgang von GoetheNicht nur die Linien und die von ihnen gebildeten Formen, sondern auch die unbezeichnet bleibende Teile des Blattes formen das Bild. Alle diese Gebilde sind an sich keine Darstellungen bestimmter Gegenstände, sie erhalten erst durch ihre Stellung, ihre Grösse und ihr Verhältnis gegenüber den Anderen in der Blattfläche ihre ganz bestimmte Bedeutung.
– Ernst Ludwig KirchnerIch wollte tief leben, alles Mark des Lebens aussaugen, so hart und spartanisch leben, dass alles, was nicht Leben war, in die Flucht geschlagen wurde.
– Henry David ThoreauSuchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren. Was sie willenlos ist, sei du es wollend - das ist's!
– Friedrich SchillerDie Erfindung der Buchdruckerkunst macht dem menschlichen Verstande zwar Ehre, doch verliert sie sehr, wenn man sie mit der Erfindung der Buchstaben vergleicht.
– Thomas HobbesEs ist offensichtlich, daß der Staat ein Werk der Natur ist und der Mensch von Natur aus ein staatenbildendes Lebewesen.
– AristotelesDaß der Tod nur ist wie ein dunkler Gang // der zum Lichte sich öffnet, ganz weit, // wo kein erblindetes Kind so bang // sich härmt um des Vaters Geleit.
– John Greenleaf WhittierDu siehst am winterlich geschwollenen Strom den Baum, der nachgibt, seine Zweige retten, was widersteht, reißt's mit den Wurzeln fort.
– SophoklesDie Sehnsucht ist dem Menschen oft lieber als die Erfüllung.
– August Julius Langbehn