Zufällige Zitate
O, eine sterbende Liebe ist schöner, als eine werdende.
– Georg BüchnerIm Anfang war das Licht.
– Anastasius Grün»Die Erkenntnis um ihrer selbst willen« - das ist der letzte Fallstrick, den die Moral legt: damit verwickelt man sich noch einmal völlig in sie.
– Friedrich NietzscheDas Gesez hat zum Schneckengang verdorben, was Adlerflug geworden wäre. Das Gesez hat noch keinen großen Mann gebildet, aber die Freyheit brütet Koloße und Extremitäten aus.
– Friedrich SchillerDer Gebildete widerspricht den anderen, der Weise sich selbst.
– Oscar WildeMan muss im Ganzen an jemanden glauben, um ihm im Einzelnen wahrhaft Zutrauen zu schenken.
– Hugo von Hofmannsthal[…] vernünftiger Endzweck ist doch, nur der Genuss aus dem Gebrauch des Gegenstandes; die Mittel dazu sind: 1. dass man Geld habe, 2. dass man es ausgebe, 3. dass man den Gegenstand besitze; an jeder dieser drei Stationen kann das Zweckbewusstsein Halt machen und sie als Selbstzweck konstituieren; und zwar so energisch, dass jeder dieser drei Inhalte desselben maniakalisch ausarten kann.
– Georg SimmelWas mir Gott gibt, ist mir immer lieb.
– Benvenuto CelliniPuppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen;
– Georg BüchnerLiebst du das Leben? Dann vergeude keine Zeit, denn daraus besteht das Leben.
– Benjamin FranklinZwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun.
– Paulus von TarsusNur sein Auge sah alle die tausend Qualen der Menschen bei ihren Untergängen - Diesen Weltschmerz kann er, so zu sagen, nur aushalten durch den Anblick der Seligkeit, die nachher vergütet.
– Jean PaulManche Leute tragen drei Namen, als fürchteten sie sich, keinen zu besitzen.
– Jean de La BruyèreWohl vergrößert – sie ist Mikroskop – Satire die Dinge, / Aber verändert sie nicht; zeiget sie deutlicher nur./ Meine Distichen sind anatomische Präparate / Von dem Geziefer, das uns Saaten und Blüten verdirbt./ Ungeziefer erforscht kein unbewaffnetes Auge, / In sein Inneres dringt nur die Satire hinein.
– Ludwig FeuerbachDer Mann, dem du zürnest, muss deines Zornes wert sein.
– Friedrich Maximilian KlingerWas man Zuneigung nennt, ist in Wirklichkeit nichts andres als Sympathie der Gewohnheit.
– Adam SmithWir müssen die europäische Kultur mit der türkischen impfen.
– Tayyip ErdoğanMan muss sich der Idee erlebend gegenüberstellen können; sonst gerät man unter ihre Knechtschaft.
– Rudolf SteinerDie Leute leben und wirtschaften, als ob sie das wirkliche Christentum mit seinem ewigen Leben wenig oder gar nichts kümmerte.
– Adolph KolpingMan kann also zwar richtig sagen: daß die Sinne nicht irren, aber nicht darum, weil sie jederzeit richtig urteilen, sondern weil sie gar nicht urteilen.
– Immanuel KantWarum lieben wir die Tugend an andern zehnmal mehr als an uns? Warum fühlen wir so viel Wärme gegen einen Aufopfernden und halten's für Schuldigkeit bei uns? Einmal müssen wir uns irren.
– Jean PaulWer liebenswürdig ist, macht sich beinahe so viele Freunde, wie er Bekanntschaften macht.
– Philip Stanhope Earl of ChesterfieldKönnte ich leben, ohne zu arbeiten, ich wäre das glücklichste Wesen unter der Sonne.
– Franziska zu ReventlowArmes Menschengeschlecht! aus welchen Abgründen hast du dich noch emporzuarbeiten!
– Georg ForsterDas Wort ist nur der Körper von unsern innern Empfindungen.
– Philipp Otto RungeZ'Basel an mim Rhi, // jo dört möchti si! // Weiht nit d'Luft so mild und lau, //und der Himmel isch so blau //an mim liebe Rhi.
– Johann Peter HebelGerechtigkeit gibt jedem das Seine, maßt sich nichts Fremdes an und setzt den eigenen Vorteil zurück, wo es gilt, das Wohl des Ganzen zu wahren.
– Ambrosius von MailandAlle Auflehnung gegen die Natur, gegen die Seinsbedingungen ist unfruchtbar und krankhaft.
– Sully PrudhommeArbeite so, als würdest du hundert Jahre alt werden; bete so, als ob du morgen stürbest.
– Benjamin FranklinAlle Befreiung, oder was man gemeinhin Glück nennt, ist eigentlich und wesentlich immer nur negativ und durchaus nie positiv.
– Arthur SchopenhauerAlltagsmenschen suchen den Himmel; Sonntagskinder, die tiefen Herzen und auserwählten Geister suchen Gott.
– Peter RoseggerEs ist eine Wollust, einen großen Mann zu sehn.
– Johann Wolfgang von GoetheÜberall war heller Tag, nur hier war es Nacht, nein, mehr als Nacht.
– Plinius d.J.Alle Widersprüche im Leben und im Menschen sind nur scheinbar, und könnten wir wie ein Gott auf alle heruntersehen und sie alle verstehen, so würden wir unsere Augen von keinem mit Widerwillen wenden.
– Sophie TieckWer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht.
– Edith SteinDas, was Verantwortungsgefühl ist und als solches sehr ehrenswert wäre, ist im letzten Grunde Beamtengeist, Knabenhaftigkeit, vom Vater gebrochener Wille.
– Franz KafkaWirklichkeit is immer das schönste Zeugnis für die Möglichkeit.
– Johann Nepomuk Nestroy