Zufällige Zitate
Es giebt keine Freiheit der Männer, wenn es nicht eine Freiheit der Frauen giebt. Wenn eine Frau ihren Willen nicht zur Geltung bringen darf, warum soll es der Mann dürfen.
– Hedwig DohmSie verstehen nicht, wie das eine auseinanderstrebend ineinanderstrebt, wie gegeneinanderstrebend sich Bogen und Leier verbinden.
– HeraklitIch weis wol, daß derjenige auf Ewigkeit hofft, der hier zu kurz gekommen ist.
– Friedrich SchillerAlles, was in sich selbst widersprechen ist, ist innerlich unmöglich.
– Immanuel KantDenn eine Schwalbe macht noch keinen Frühling, ein einziger Tag auch nicht; ebenso macht auch ein einziger Tag oder eine kurze Zeit niemanden gesegnet oder glücklich.
– AristotelesDie Logik ist zwar unerschütterlich, aber einem Menschen, der leben will, widersteht sie nicht.
– Franz KafkaDie demokratischen Einrichtungen sind Quarantäne-Anstalten gegen die alte Pest tyrannenhafter Gelüste: als solche sehr nützlich und sehr langweilig.
– Friedrich NietzscheBei der Aufnahme verspreche er [der Mönch] im Oratorium in Gegenwart aller Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam vor Gott und seinen Heiligen.
– Benedikt von NursiaDie Gewohnheit ist das enorme Schwungrad der Gesellschaft und ihr wertvollster konservativer Agent.
– William JamesIch bin überzeugt, dass die natürliche Auswahl das wichtigste, wenn auch nicht das ausschliessliche Mittel zur Abänderung der Lebensformen gewesen ist.
– Charles DarwinAber, im Ganzen genommen, liegt, wie längst gesagt ist, die Welt im Argen: die Wilden fressen einander und die Zahmen betrügen einander, und Das nennet man den Lauf der Welt.
– Arthur SchopenhauerWohl Keime wecken mag der Regen, // der in die Scholle niederbricht; // doch golden Korn und Erndtesegen // reift nur heran bei Sonnenlicht.
– Theodor FontaneManche Menschen gelten nur deshalb etwas in dieser Welt, weil ihre Fehler die Fehler der Gesellschaft sind.
– François de La RochefoucauldAlles, was ihr bewundert, kann sich in dem bisschen Glut eines Dreitagefiebers auflösen.
– BoëthiusDer Umgang mit Altersgenossen ist angenehmer, der mit Älteren sicherer.
– Ambrosius von MailandWelch tiefe Ruhe ist über alle Friedhöfe gebreitet! Wenn man dort mit über der Brust gekreuzten Armen liegt, gehüllt in das Leichentuch, dann gleiten die Jahrhunderte vorüber und stören so wenig wie der Wind, der durch das Gras fächelt.
– Gustave FlaubertAuf der Börse „verdient“, sagen sie und wollen damit das freche Glücksspiel beschönigen, als ob es ehrliche Arbeit wäre.
– Peter RoseggerDas schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche ruhig zu verehren.
– Johann Wolfgang von GoetheDer Schlüssel der Geschichte ist nicht in der Geschichte; er ist im Menschen.
– Théodore JouffroyEine rechte Überzeugung aber fängt mit dem Zweifel an.
– Leopold von RankeMan muss sich untereinander helfen, das ist eigentlich das Beste. Sich helfen und unterstützen und vor allem nachsichtig sein und sich in das Recht des andern einleben. Denn was ist Recht? Es schwankt eigentlich immer. Aber Nachgiebigkeit einem guten Menschen gegenüber ist immer recht.
– Theodor FontaneEin guter Mann wird stets das Bessre wählen.
– EuripidesDa aber der Deutsche keine Zeit so gern erlebt als Bedenkzeit - zu seinem größten Schritt, den er tat, nämlich ins Leben, nahm er sich gar eine Bedenkewigkeit -: so gibt er dem festen langsamen Schreiben den Preis vor dem leichten her- und wegrauschenden Sprechen; ungleich dem Süden ist er weniger ein redseliges als ein schreibseliges Volk, wie seine Registraturen und Bücherschränke ansagen.
– Jean PaulAlle Unterweisung der Jugend hat dieses Beschwerliche an sich, daß man genötigt ist, mit der Einsicht den Jahren vorzueilen, und, ohne die Reife des Verstandes abzuwarten, solche Erkenntnisse erteilen soll, die nach der natürlichen Ordnung nur von einer geübteren und versuchten Vernunft könnten begriffen werden.
– Immanuel KantDie Rache ist das Vergnügen der Weisen.
– Lorenzo Da PontePflichten werden nicht um ihrer selbst willen erfüllt, sondern weil ihre Mißachtung das Behagen des Menschen beeinträchtigen würde.
– Mark TwainSei nicht ungeduldig, wenn man deine Argumente nicht gelten lässt.
– Johann Wolfgang von GoetheGut Essen und Trinken und Schlafen hält Leib und Seele zusammen!
– Carl Ernst von MalortieAlles ist besser als geopfert zu werden.
– Oscar WildeDer Grund der Neigung, über die Dinge, die neuen wie die alten, so zu urtheilen, wie man einmal zu urtheilen gewohnt ist, die Ursache also der häufigen Gewohnheitsreaktionen liegt aber in dem Streben unserer Seele, eine aufgegebene Leistung mit dem geringsten Kraftmass zu vollziehen.
– Richard AvenariusWie du säest, so wirst du ernten.
– CiceroFragen sind niemals indiskret. Antworten bisweilen schon.
– Oscar WildeHierbei der Brief von Lassalle zurück. Dorch un dorch der läppische Jüd.
– Friedrich EngelsAuf nichts haben wir zu mehr achten, als dass wir nicht das Vieh der Herde der Vorangehenden folgen und entlangtrotten, nicht wo man gehen soll, sondern wo man geht.
– Immanuel KantDie Hochzeit währte acht Tage lang, und die Hunde saßen mit bei Tische und machten große Augen.
– Hans Christian AndersenDie Nachtigall ward eingefangen, // Sang nimmer zwischen Käfigstangen.
– Joachim RingelnatzWenn der Entschluss einmal gefasst ist, das Ohr auch für den besten Gegengrund zu schließen: Zeichen des starken Charakters. Also ein gelegentlicher Wille zur Dummheit.
– Friedrich NietzscheJa die Nonnen haben nicht allein ein strenges Gelübde der Keuschheit getan, sondern haben auch noch starke Gitter vor ihren Fenstern.
– Georg Christoph LichtenbergJesus ist das Gegenstück eines Genies: Er ist ein Idiot.
– Friedrich Nietzsche