Zufällige Zitate
Schlaf ist ein Hineinkriechen des Menschen in sich selbst.
– Friedrich HebbelBescheidenheit ist der Anfang aller Vernunft.
– Ludwig AnzengruberDer wahre Leser muss der erweiterte Autor sein.
– NovalisBekanntschaften, wenn sie sich auch gleichgültig ankündigen, haben oft die wichtigsten Folgen.
– Johann Wolfgang von GoetheDa aber der Deutsche keine Zeit so gern erlebt als Bedenkzeit - zu seinem größten Schritt, den er tat, nämlich ins Leben, nahm er sich gar eine Bedenkewigkeit -: so gibt er dem festen langsamen Schreiben den Preis vor dem leichten her- und wegrauschenden Sprechen; ungleich dem Süden ist er weniger ein redseliges als ein schreibseliges Volk, wie seine Registraturen und Bücherschränke ansagen.
– Jean Pauleine Ratt' im Kellernest,// [...] Die Köchin hatt' ihr Gift gestellt; Da ward's so eng ihr in der Welt,// Als hätte sie Lieb' im Leibe.
– Johann Wolfgang von GoetheSchimpflich ist es, nicht zu gehen, sondern sich treiben zu lassen und mitten im Wirbel der Dinge verblüfft zu fragen: Wie bin ich bloß hierher gekommen?
– Seneca d.J.Die Kunst ist ihrem Wesen nach ideal, sonst hört sie auf, Kunst zu sein.
– Konrad FiedlerDen Interessen des Staates gebührt der Vorrang.
– Ludwig XIV. von FrankreichMeine Erfahrung ist, dass sobald jemand alt genug ist, um es besser zu wissen, dann weiß er überhaupt nichts.
– Oscar WildeEr hatte abgezehrte und zerfurchte Wangen, bleiche Lippen und machte durch seine schmutzige Blässe einen krankhaften, bösartigen und abstoßenden Eindruck. Sein Äußeres war wie schon Schimmel überzogen; Wäsche war nicht zu sehen, ein alter schwarzer Mantel umschloß eng seine dünnen und mageren Glieder; er sah aus, als habe er in einer Kloake gelebt und sei von dort hierher gekommen. Wie man mir sagte, war es Blanqui.
– Alexis de TocquevilleDer große Mann eilt seiner Zeit voraus, // Der Kluge kommt ihr nach auf allen Wegen, // Der Schlaukopf beutet sie gehörig aus, // Der Dummkopf stellt sich ihr entgegen,
– Eduard von BauernfeldDer Freiheit Weg geht durch des Todes Schmerz, [...]
– Theodor KörnerDunkel war der Rede Sinn
– Friedrich SchillerDenn nur vom Nutzen wird die Welt regiert.
– Friedrich SchillerUnd er [der König von Brobdingnag] gab seine Meinung dahin ab, wer es fertig brächte, zwei Kornähren oder zwei Grashalme auf einem Fleck Bodens zu ziehn, wo zuvor nur einer wuchs, der mache sich mehr um die Menschheit verdient und tue seinem Lande einen wesentlicheren Dienst als das ganze Geschlecht der Politiker zusammengenommen.
– Jonathan SwiftOft neutralisieren sich zwei große Eigenschaften und ergeben als Reinertrag eine mittelmäßige Leidenschaft.
– Théodore JouffroyIch bin besser als mein Ruf.
– Friedrich SchillerIhr sagt: // »Der Umgang mit Kindern ermüdet uns.« // Ihr habt recht. // Ihr sagt: // »Denn wir müssen zu ihrer Begriffswelt hinuntersteigen. // Hinuntersteigen, uns herabneigen, beugen, kleiner machen.« // Ihr irrt euch. // Nicht das ermüdet uns. Sondern – daß wir zu ihren Gefühlen emporklimmen müssen. Emporklimmen, uns ausstrecken, auf die Zehenspitzen stellen, hinlangen. // Um nicht zu verletzen.
– Janusz KorczakDurch das Menschliche entstehen Fehler.
– Seneca d.Ä.Gebraucht der Zeit, sie geht so schnell von hinnen, // Doch Ordnung lehrt Euch Zeit gewinnen.
– Johann Wolfgang von GoetheUnter einer „Menge” verstehen wir jede Zusammenfassung M von bestimmten wohlunterschiedenen Objekten m unserer Anschauung oder unseres Denkens (welche die „Elemente” von M genannt werden) zu einem Ganzen.
– Georg CantorWenn Jemand eine Reise thut, // So kann er was verzählen; // Drum nahm ich meinen Stock und Hut, // Und thät das Reisen wählen.
– Matthias ClaudiusWas jung ist, // will jung sein, // das ist so Brauch! // als wir jung waren, // wollten wir's auch!
– Cäsar FlaischlenWas du zu Boden wirfst, es ist nicht Holz allein: Kannst du das Blut nicht sehn, das unaufhaltsam quillt aus rauher Rinde, die der Nymphe Leib verhüllt?
– Pierre de RonsardEin Aphorismus ist der letzte Ring einer langen Gedankenkette
– Marie von Ebner-EschenbachMan hebt einen Stand am besten dadurch, daß man sich eine gute Konkurrenz schafft.
– Kurt TucholskyDer Despotismus ist bequemer als die Freiheit, wie das Laster bequemer als die Tugend ist.
– Friedrich Heinrich Jacobi[...] die Zahlen sind freie Schöpfungen des menschlichen Geistes, sie dienen als ein Mittel, um die Verschiedenheit der Dinge leichter und schärfer aufzufassen.
– Richard DedekindIch habe nie daran gezweifelt, daß sie alle mit Wasser kochen; aber eine solche nüchterne, einfältige Wassersuppe, in der auch nicht ein einziges Fettauge zu spüren ist, überrascht mich. [...] Kein Mensch, selbst der böswilligste Zweifler von Demokrat, glaubt es, was für eine Scharlatanerie und Wichtigthuerei in dieser Diplomatie steckt.
– Otto von BismarckTrink mir nur mit den Augen zu, // mein Blick tut dir Bescheid; // und bleibt ein Kuß für mich im Glas, // den Wein ich gerne meid'.
– Ben JonsonDie positive Gegenwart ist der kleinste und flüchtigste Punkt; indem du die Gegenwart gewahr wirst, ist sie schon vorüber, das Bewusstsein des Genusses liegt immer in der Erinnerung.
– Karoline von GünderrodeIm Gebete sollen wir nicht mit Gott, Gott soll mit uns kämpfen.
– Walter FlexDer Mensch kann die Natur nicht erreichen, nur übertreffen; er ist entweder über ihr oder unter ihr.
– Friedrich HebbelEs gibt einen Sinn für Moral, und es gibt einen Sinn für Unmoral. Die Geschichte lehrt uns, dass der Sinn für Moral uns befähigt, das Moralische zu erkennen und zu meiden, und dass der Sinn für Unmoral uns befähigt, das Unmoralische zu erkennen und zu genießen.
– Mark TwainNur harte Menschen können wirklich zart sein. Was sonst als Zartheit erscheint, ist gewöhnlich nur Schwäche, die leicht in Bosheit umschlägt.
– François de La RochefoucauldEin gutes Gedicht ist das eindringendste Mittel der Belebung des Gemüts.
– Immanuel Kant