Zufällige Zitate
Du hast mir ja schon manchmal hier auf Deinem Schemel die Unmöglichkeiten vorerzählt, denn wenn Du, mit Ehren zu melden, ins Erfinden gerätst, dann hält Dich kein Gebiß und kein Zaum!
– Katharina Elisabeth GoetheIhr glücklichen Augen, // Was je ihr gesehn, // Es sei wie es wolle, // Es war doch so schön!
– Johann Wolfgang von GoetheGesundheit erkennt man daran, dass das Leben seine Wurzeln gern in das irdische Element senkt und sich dort wohl fühlt.
– Sully PrudhommeNicht die Jahre in unserem Leben zählen, sondern das Leben in unseren Jahren.
– Adlai Ewing StevensonDie Tugend, die immer gehütet werden muß, ist kaum der Schildwache werth.
– Oliver GoldsmithDie Kunst und die Wissenschaft suchen nicht nur keine Lenkung, sondern können von ihrem Wesen her keine dulden.
– Leo TrotzkiWenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin, auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann. Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie, auch wenn ihre Stimme deine Träume zerschmettern kann wie der Nordwind den Garten verwüstet.
– Khalil GibranDer Einsiedler versündigt sich gegen die Gesellschaft, denn er entzieht ihr die Dienste, die er im Stande wäre ihr zu leisten.
– Rudolf von JheringDie Sinne sind uns die Brücke vom Unfaßbaren zum Faßbaren.
– August MackeIm Ruhrkessel hörte ich 1945 von ihm einmal die bezeichnende Antwort: »Der Tag hat vierundzwanzig Stunden. Nehmen Sie dann noch die Nacht dazu, so werden Sie wohl mit Ihrer Arbeit herumkommen!«
– Walter ModelEuer Landsmann ist ein Eigensinn und ein Besserwisser, der sich dem neuen Lande, drin er nun lebt, nicht anbequemen und alles nach der Weise seiner alten Heimat anordnen und regeln will. Er gehorcht wohl, weil er im Gehorsam erzogen ist, aber es ist ein toter Gehorsam, und ein toter Gehorsam ist unfruchtbar.
– Theodor Fontane»Göttlich denken, menschlich handeln«.
– Moritz von EgidyDie Rach ist kein vergeßlich Weib,/ Sie dringt zwar langsam auf den Leib, /Allein mit desto schärferm Streiche.
– Johann Christian GüntherHalte die Augen vor der Ehe offen - dann halb geschlossen.
– Benjamin FranklinWas im Mai nicht blüht, wirds im September nicht nachholen.
– Friedrich HebbelWill die Welt zu Scheitern geh'n, // Muth bleibt fest und ruhig steh'n; // Ja, fällt selbst der Himmel ein, // Muth wird Gott mit Göttern sein.
– Ernst Moritz ArndtEs ist eine, im ganzen Weltraum als ein Kontinuum verbreitete, alle Körper gleichförmig durchdringend erfüllende (mithin keiner Ortsveränderung unterworfene) Materie, welche, man mag sie nun Aether oder Wärmestoff nennen, kein hypothetischer Stoff ist.
– Immanuel KantWer aufgrund seines Reichtums und seiner Ehrenstellung einen höheren Rang einnimmt, ist nicht groß. Warum erscheint er aber als groß? Weil man ihn mit dem Sockel misst.
– Seneca d.J.Glück und Unglück sind zwei Zustände, deren äußerste Grenzen wir nicht kennen.
– John LockeWie muntre Jünglinge mit neuem Mut sich freuen, // Wenn auf die Fersen nun der Fuß des holden Maien // Dem lahmen Winter tritt: die Lust steht Euch bevor, // Wann Euch in meinem Haus ein frischer Mädchenflor // Von jeder Seit umgibt.
– William ShakespeareDer Tod ist die mildeste Form des Lebens: der ewigen Liebe Meisterstück.
– Gerhart HauptmannWir sind leicht bereit, uns selbst zu tadeln, unter der Bedingung, dass niemand einstimmt.
– Marie von Ebner-EschenbachIm Auslegen seid frisch und munter! Legt ihr's nicht aus, so legt was unter.
– Johann Wolfgang von GoetheDer ganze Strudel strebt nach oben; // Du glaubst zu schieben, und du wirst geschoben.
– Johann Wolfgang von GoetheErkenne dich selbst, bevor du Kinder zu erkennen trachtest. [..] Unter ihnen allen bist du selbst ein Kind, das du zunächst einmal erkennen, erziehen und ausbilden musst.
– Janusz KorczakSeid umschlungen, Millionen! // Diesen Kuß der ganzen Welt! // Brüder – überm Sternenzelt // muß ein lieber Vater wohnen.
– Friedrich SchillerEs ist leichter, alle zu lieben als einen. Die Liebe zur ganzen Menschheit kostet gewöhnlich nichts als eine Phrase; die Liebe zum Nächsten fordert Opfer.
– Peter RoseggerDen Tugenden benachbart sind die Laster.
– HieronymusIch hab' meine Tante geschlachtet.
– Frank WedekindDer Mann muss hinaus // Ins feindliche Leben.
– Friedrich SchillerWir tolerieren sie. Aber wenn sie sich nicht benehmen, werden wir sie angreifen. Und wenn sie dann ihre weißen Freunde aus Deutschland rufen, dann schießen wir ihnen in die Köpfe.
– Samuel NujomaWer nicht eher isset, als ihn hungert, und nichts trinket als das liebe Wasser, der wird selten krank.
– Sophie MereauNur der Einsame findet den Wald; wo ihn mehrere suchen, da flieht er, und nur die Bäume bleiben zurück.
– Peter RoseggerVom Übermut zum Frevel ist der Weg nicht weit.
– Carl SpittelerDie alte Ordnung, die heute noch genau so besteht wie damals, nahm und gab dem Deutschen: sie nahm ihm die persönliche Freiheit, und sie gab ihm Gewalt über andere.
– Kurt TucholskyBleib' auf nichts, das nicht Gott ist.
– Heinrich Seuse