Zufällige Zitate
Das Gemüt hat mehr Mängel als der Verstand.
– François de La RochefoucauldWo bleibst du, Trost der ganzen Welt, Darauf sie all' ihr' Hoffnung stellt? O komm, ach komm vom höchsten Saal, Komm tröst uns hie im Jammertal.
– Friedrich Spee von LangenfeldAlle Moralideen sind [...] eigenmächtig, und der ist ein grosser Narr, der sich durch sie fesseln lässt.
– Donatien Alphonse François de SadeIch glaube nicht länger, dass Menschen in Gute und Schlechte eingeteilt werden können, als ob sie zwei verschiedene Rassen oder Schöpfungen wären.
– Oscar WildeDie Kunst ist eine sehr öffentliche Angelegenheit und Gegenstand eines sehr allgemeinen Interesses.
– Konrad FiedlerArbeiter und Soldaten! Nun ist eure Stunde gekommen. Nun seid ihr nach langem Dulden und stillen Tagen zur Tat geschritten. Es ist nicht zuviel gesagt: In diesen Stunden blickt die Welt auf euch und haltet ihr das Schicksal der Welt in euren Händen.
– Karl LiebknechtDie vermeinte Rechtlosigkeit der Thiere, der Wahn, daß unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedeutung sei, oder, wie es in der Sprache jener Moral heißt, daß es gegen Thiere keine Pflichten gebe, ist geradezu eine empörende Rohheit und Barberei des Occidents, deren Quelle im Judenthum liegt.
– Arthur SchopenhauerMit der Freude an seinem Schaffen vereinte er die anspruchsloseste Bescheidenheit. Streng gegen sich selbst, war er liebevoll gegen Andere, anerkennend und voll Wohlwollen. Nur der Lüge und hohlen Phrase, oder der Unduldsamkeit gegenüber konnte er schroff werden.
– Walter Robert-TornowDer Süden! Der arme Süden! Nur Gott weiß, was aus ihm wird.
– John C. CalhounEin Blatt aus sommerlichen Tagen, // ich nahm es so im Wandern mit, // auf daß es einst mir möge sagen, // wie laut die Nachtigall geschlagen, // wie grün der Wald, den ich durchschritt.
– Theodor StormRuhe, Ruhe, tiefe Ruhe. Lautlos schlummern Menschen, Tiere. Nur des Gipfels Gletschertruhe schüttet talwärts ihre Wasser.
– Christian MorgensternAch, alles trägt man leicht, ist man nur jung und gesund!
– Annette von Droste-HülshoffSich im Respekt zu erhalten // Muss man recht borstig sein. // Alles jagt man mit Falken, // Nur nicht das wilde Schwein.
– Johann Wolfgang von GoetheKunst kommt von Können, nicht von Wollen: Sonst hieß es 'Wulst'.
– Ludwig FuldaBunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder, und der Herbst beginnt.
Rote Blätter fallen, graue Nebel wallen, kühler weht der Wind.
– Johann Gaudenz von Salis-SeewisDie Schmeicheley legt ihre sanften Bande, // Ihr glattes Joch nur eitlen Seelen an.
– Friedrich von HagedornMan muss im Ganzen an jemanden glauben, um ihm im Einzelnen wahrhaft Zutrauen zu schenken.
– Hugo von HofmannsthalDie Leidenschaft der höchsten Liebe findet wohl auf Erden ihre Befriedigung nie.
– Susette GontardMode ist, was man selber trägt. Was unmodern ist, tragen die anderen.
– Oscar WildeWenn die Bekenner der gegenwärtigen Religionen sich ernstlich bemühen würden, im Geiste der Begründer dieser Religionen zu denken, zu urteilen und zu handeln, dann würde keine auf den Glauben gegründete Feindschaft zwischen den Bekennern verschiedener Religionen existieren. Noch mehr, sogar die Gegensätze im Glauben würden sich als unwesentlich herausstellen.
– Albert EinsteinWir müssen einsehen lernen, daß wir dasjenige, was wir im Einfachsten geschaut und erkannt, im Zusammengesetzten supponiren und glauben müssen: denn das Einfache verbirgt sich im Mannigfaltigen, und da ists, wo bei mir der Glaube eintritt, der nicht der Anfang, sondern das Ende alles Wissens ist.
– Johann Wolfgang von GoetheSoll mein Auge die Farbe sehen, so muss es ledig sein aller Farbe. Sehe ich blaue oder weiße Farbe, so ist das Sehen meines Auges, das die Farbe sieht - ist eben das, was da sieht, dasselbe wie das, was da gesehen wird mit dem Auge. Das Auge, in dem ich Gott sehe, das ist dasselbe Auge, darin mich Gott sieht; mein Auge und Gottes Auge, das ist ein Auge und ein Sehen und ein Erkennen und ein Lieben.
– Eckhart von HochheimGroße Künstler haben kein Vaterland.
– Alfred de MussetLiebe // Kennt der allein, der ohne Hoffnung liebt.
– Friedrich SchillerBier treibt auf Urin.
– Georg Wilhelm Friedrich HegelVerehrung ist Liebe zu jemandem, den wir bewundern.
– Baruch de SpinozaDenn auch das Wissen selbst ist eine Macht.
– Francis BaconEs ist ganz wahr, was die Philosophie sagt, daß das Leben rückwärts verstanden werden muß. Aber darüber vergißt man den andern Satz, daß vorwärts gelebt werden muß.
– Søren KierkegaardWer auf sein Elend tritt, steht höher. Und das ist herrlich, dass wir erst im Leiden recht der Seele Freiheit fühlen.
– Friedrich HölderlinDichtung ist Erinnerung und Ahnen von Dingen; was sie besingt, ist nicht gestorben, was sie berührt, lebt schon.
– Alphonse de LamartineMord rufen und des Krieges Hund' entfesseln.
– William Shakespeare[...] dem Mann kann geholfen werden.
– Friedrich SchillerGlücklich, der einen wahren Freund findet, glücklicher, der in seinem Weibe eine wahre Freundin findet.
– Franz SchubertAlles Denken ist Zurechtmachen.
– Christian MorgensternDie eine Hälfte der Menschheit tadelt, was getan wird. Die andere Hälfte der Menschheit tut, was getadelt wird.
– Benjamin FranklinGott hat mich gesandt, damit ich die gefährliche Lage bereinige und den Menschen den reinen Weg der Einheit Gottes zeige, so habe ich alles aufgezeigt. Zudem bin ich gesandt worden, um die Glaubenskraft zu stärken und die Existenz Gottes vor Augen zu führen, da der Zustand des Glaubens aller Völker sehr schwach geworden ist und das Jenseits nur als ein Märchen angesehen wird. Ebenfalls beweist jeder Mensch durch seine Handlungen, dass er niemals in dem Maße Vertrauen und Glauben für Gott und das jenseits aufbringt,in dem er an weltliche Dinge und Mittel glaubt und auf sie vertraut. Es sind allein lauter Lippenbekenntnisse, während im Herzen die Liebe für die Welt die Oberhand hat.
– Mirza Ghulam AhmadUnser Glück ist unmöglich ohne das Glück der anderen.
– Nikolai Gawrilowitsch TschernyschewskiNur das Dunkel der Nacht enthüllt uns die höheren Welten, // Blendendes Sonnenlicht deckt sie mit nichtiger Luft.
– Johann Gaudenz von Salis-SeewisIch bestreite, dass die Frauen etwas von Gefühlen verstehen. Sie nehmen sie stets nur persönlich und relativ wahr. Sie sind die härtesten und grausamsten aller Lebewesen.
– Gustave Flaubert