Zufällige Zitate
Es sind in Deutschland die Theologen, die dem lieben Gott ein Ende machen – on n'est jamais trahi que par les siens [verraten wird man nur von seinen Freunden.]
– Heinrich HeineWer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht; // wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht.
– Johann Wolfgang von GoetheUnd stündlich mit den schnellen Schwingen // Berühr' im Fluge sie [Anm: die Glocke] die Zeit, // Dem Schicksal leihe sie die Zunge, // Selbst herzlos, ohne Mitgefühl, // Begleite sie mit ihrem Schwunge // Des Lebens wechselvolles Spiel. // Und wie der Klang im Ohr vergehet, // Der mächtig tönend ihr entschallt, // So lehre sie, daß nichts bestehet // Daß alles Irdische verhallt.
– Friedrich SchillerWahrheit ist eine widerliche Arznei; man bleibt lieber krank, ehe man sich entschließt, sie einzunehmen.
– August von KotzebueEs sollen einmal andere besser und glücklicher leben dürfen, weil wir gestorben sind.
– Alfred DelpAch, in meinem wilden Herzen nächtigt // obdachlos die Unvergänglichkeit.
– Rainer Maria RilkeWem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand, - ist ein alter Scherz, den man wohl in unsern Zeiten nicht gar für Ernst wird behaupten wollen.
– Georg Wilhelm Friedrich HegelFrau, schreib ich für den Ruhm, und für die Ewigkeit? Nein, zum Vergnügen meiner Freunde!
– Anna Luise KarschEin Weib soll ihre Weiblichkeit nicht ausziehen wollen.
– Johann Wolfgang von GoetheUnd er schrie: »Ich revolüzze!« // Und die Revoluzzermütze // schob er auf das linke Ohr, // kam sich höchst gefährlich vor.
– Erich MühsamEin Klassiker ist ein Buch, das die Leute loben, aber nicht lesen.
– Mark TwainGott wird mir verzeihen, das ist sein Beruf.
– Heinrich HeineEs ist der Liebe milde Zeit.
– Georg TraklMusiker sind so absurd unvernünftig. Sie wollen, dass man vollkommen stumm ist, während man selbst sich danach sehnt, absolut taub zu sein.
– Oscar WildeJupiter lacht aus der Höhe über die Meineide der Liebenden und läßt sie bedeutungslos im aeolischen Südwind verwehen.
– OvidEin Zensor ist ein menschgewordener Bleistift oder ein bleistiftgewordener Mensch, ein fleischgewordener Strich über die Erzeugnisse des Geistes, ein Krokodil, das an den Ufern des Ideenstromes lagert und den darin schwimmenden Literaten die Köpf' abbeißt. [...] Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition. Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, daß sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.
– Johann Nepomuk NestroyBosheit ist nichts als eine Gemütskrankheit.
– NovalisDie Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
– Albert EinsteinDie Aufrichtigkeit kann dann von Nutzen sein, wenn man sie als Kunstgriff verwendet, oder wenn sie einem, dank ihrer Seltenheit, nicht geglaubt wird.
– Giacomo LeopardiDas gefährlichste aller Bücher in weltgeschichtlicher Hinsicht, wenn durchaus einmal von Gefährlichkeit die Rede sein sollte, ist doch wohl unstreitig die Bibel, weil wohl kein anderes Buch so viel Gutes und Böses im Menschengeschlecht zur Entwicklung gebracht hat.
– Johann Wolfgang von GoetheNicht die Perestroika hat die Sowjetunion zerstört, sondern ihre Gegner.
– Michail GorbatschowSich das Rauchen abzugewöhnen ist ganz leicht. Ich selbst habe es schon mindestens ein Dutzend Mal gemacht.
– Mark TwainDenn größte Lieb' gebiert den größten Haß.
– Ferdinand von SaarKranke sind Egoisten, aber solche, die nicht mehr wissen, was sie wollen.
– Peter RoseggerDas Wesen der Romantik ist die Ungewissheit.
– Oscar WildeVölker? Was ist das? Ich weiß Nichts von Völkern, ich kenne nur Unterthanen.
– Franz I. von ÖsterreichUns bleibt ein Erdenrest // Zu tragen peinlich, // Und wär er von Asbest (unvergänglich), // Er ist nicht reinlich.
– Johann Wolfgang von GoetheDer einzige Unterschied zwischen dem Heiligen und dem Sünder ist, dass jeder Heilige eine Vergangenheit hat und jeder Sünder eine Zukunft.
– Oscar WildeKritiker zu sein ist ein dummer Beruf, wenn man nichts ist, was darüber hinausgeht.
– Alfred KerrDer Charakter ruht auf der Persönlichkeit, nicht auf den Talenten.
– Johann Wolfgang von GoetheDieses Reich muss untergehn. Sobald unser Kaiser die Augen schließt, zerfallen wir in hundert Stücke. Der Balkan wird mächtiger als wir. Alle Völker werden ihre dreckigen kleinen Staaten errichten, und sogar die Juden werden einen König in Palästina ausrufen. In Wien stinkt der Schweiß der Demokraten, ich kann's auf der Ringstraße nicht mehr aushalten. Die Arbeiter haben rote Fahnen und wollen nicht mehr arbeiten.
– Joseph RothDie Konsonanten sind das Skelett und die Vokale das Fleisch der Wörter.
– Arthur SchopenhauerZerronnen // Wie gewonnen.
– Johann Wolfgang von GoetheDer sinnliche Mensch lacht oft, wo nichts zu lachen ist. Was ihn auch anregt, sein inneres Behagen kommt zum Vorschein.
– Johann Wolfgang von Goethe