Zufällige Zitate
Unter den Dichtern unserer Zeit ist Göthe der objektivste, Bryon der subjektivste.
– Arthur SchopenhauerAlle meine Freuden sind wie Sumpfblumen, die man nicht anders brechen kann, als wenn man bis an die Knie in Sumpf fällt.
– Sophie MereauDer Mystizismus ist die Scholastik des Herzens, die Dialektik des Gefühls.
– Johann Wolfgang von GoetheIch befand mich bei dem Gedanken, in Florenz zu sein, und durch die Nähe der großen Männer, deren Gräber ich eben gesehen hatte, in einer Art Ekstase. […] Als ich Santa Croce verließ, hatte ich starkes Herzklopfen; in Berlin nennt man das einen Nervenanfall; ich war bis zum Äußersten erschöpft und fürchtete umzufallen.
– StendhalDie Liebe ist ein Erleben des anderen in der eigenen Seele.
– Rudolf SteinerErgebung und Duldsamkeit ist nicht immer der moralische Weg, wenn er auch oft der bequemere ist.
– Martin Luther KingWissen hält sich keinesfalls besser als Fisch.
– Alfred North WhiteheadDas allgemeine vorzügliche Kennzeichen der griechischen Meisterstücke ist endlich eine edle Einfalt, und eine stille Grösse, so wohl in der Stellung als im Ausdrucke. [...] Die edle Einfalt und stille Grösse der griechischen Statuen ist zugleich das wahre Kennzeichen der griechischen Schriften aus den besten Zeiten, der Schriften aus Socrates Schule, und diese Eigenschaften sind es, welche die vorzügliche Grösse eines Raphaels machen, zu welcher er durch die Nachahmung der Alten gelangt ist.
– Johann Joachim WinckelmannVernunft und Einbildungskraft haben bei ihm in einer sehr unglücklichen Ehe gelebt.
– Georg Christoph LichtenbergFür die Sicherheit und Fortbildung des Staates ist das Übergewicht derer, die den Besitz vertreten, das nützlichere.
– Otto von BismarckIn wenigen Minuten werde ich mehr wissen als Sie.
– Alfred DelpSonst, der Mensch auf sich allein gestellt, suchte er Hilfe bei anderen: in Burgen, Schlössern, bei Freunden. Jetzt, in der öffentlichsten Kommunikation hilflos, und nur durch sein Inneres zu trösten und zu helfen.
– Johann Wolfgang von GoetheHör auf, allen Vorbeigehenden der Erde obszöne Einladungen zuzuflüstern, Venedig, du alte Kupplerin, die du unter deinem schweren Gewand aus Mosaiken zermürbende romantische Nächte, klagende Ständchen und erschreckende Hinterhalte bereitstellst!
– Filippo Tommaso MarinettiVor Tische las man's anders.
– Friedrich SchillerDas Gesetz hat zum Schneckengang verdorben, was Adlerflug geworden wäre.
– Friedrich SchillerMit den Jahren steigern sich die Prüfungen.
– Johann Wolfgang von GoetheEine schlechte Wohnung macht brave Leute verächtlich.
– Johann Wolfgang von GoetheDie art wie ihr bewahrt ist ganz verfall.
– Stefan GeorgeAuf die Titelseite meiner gesammelten Werke zu setzen: Hier wird es aus unzähligen Beispielen zu begreifen sein, was der Nutzen der Mathematik für das Urteil der Naturwissenschaften ist, und wie unmöglich es ist, korrekt zu philosophieren ohne die Führung der Geometrie, wie es der weise Grundsatz Platons besagt.
– Galileo GalileiSpricht man ja mit sich selbst nicht immer, wie man denkt.
– Johann Wolfgang von Goethe[...] drei und zwanzig Jahre, // und König Philipps Sohn, und nichts gebaut, // und nichts zertrümmert unter diesem Monde.
– Friedrich SchillerDick sein ist keine physiologische Eigenschaft - das ist eine Weltanschauung.
– Kurt TucholskyDen meisten modernen Porträtmalern steht bevor, vollkommen vergessen zu werden. Sie malen nicht, was sie sehen; sie malen, was das Publikum sieht, und das Publikum sieht nie etwas.
– Oscar WildeAlles Böse ist nur das Phänomen der Hemmung des Triebs zum Guten, der Verzehrung des Guten.
– Johann Wilhelm RitterWir machen die Calender/ aber Gott machet das Wetter.
– Julius Wilhelm ZincgrefEs ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt der für mich die Diät beurtheilt, u. s. w. so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nöthig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen.
– Immanuel Kant[…] die abstrakten Worte, deren sich doch die Zunge naturgemäß bedienen muß, um irgend welches Urteil an den Tag zu geben, zerfielen mir im Munde wie modrige Pilze.
– Hugo von HofmannsthalEs sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten.
– Gotthold Ephraim LessingEs steht geschrieben, daß es nicht gut ist, daß der Mensch allein sei. Also leben wir zusammen.
– Joseph RothIn der Natur ist alles mit allem verbunden, alles durchkreuzt sich, alles wechselt mit allem, alles verändert sich eines in das andere.
– Gotthold Ephraim LessingDie legendären Helden, nicht die wirklichen Helden haben Eindruck auf die Massen gemacht.
– Gustave Le BonDer wackre Schwabe forcht sich nit
– Ludwig UhlandSuche immer zu nützen! Suche nie, dich unentbehrlich zu machen.
– Marie von Ebner-EschenbachWas unser Denken begreifen kann, ist kaum ein Punkt, fast gar nichts im Verhältnis zu dem, was es nicht begreifen kann.
– John LockeDas Weib wird durch die Ehe frei; der Mann verliert dagegen seine Freiheit.
– Immanuel KantAn der Farbe lässt sich die Sinnesweise, an dem Schnitt die Lebensweise des Menschen erkennen.
– Johann Wolfgang von Goethe