Zufällige Zitate
Der Weg der Entwicklung in diesen Dingen des äusseren Lebens, von der ersten applizierten Decke im ersten Dresdener Atelierzimmer (wo Kirchner anfang zu mahlen) bis zum vollendeten harmonischen Raum in der Berliner Ateliers der einzelnen, ist eine ununterbrochene logische Steigerung, die Hand in Hand ging mit der malerischen Entwicklung der Bilder und Grafik und Plastik.
– Ernst Ludwig KirchnerIhr schmähet meine Dichtung, // Was habt ihr denn getan? // Wahrhaftig, die Vernichtung, // Verneinend fängt sie an, // Doch ihren scharfen Besen // Strengt sie vergebens an: // Ihr seid gar nicht gewesen! // Wo träfe sie euch an?
– Johann Wolfgang von GoetheDer Verstand ist Brod, das sättigt; der Witz ist Gewürz, das eßlustig macht.
– Ludwig BörneÜbertreibt die Satire? Die Satire muss übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläst die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird, und sie kann gar nicht anders arbeiten als nach dem Bibelwort: Es leiden die Gerechten mit den Ungerechten.
– Kurt TucholskyMachd doch eiern Drägg (
– Friedrich August III.O zahme Kunst der Zauberin, die nur Balsamtränke noch braut!
– Richard WagnerHütet euch auch vor den Gelehrten! Die hassen euch: denn sie sind unfruchtbar! Sie haben kalte vertrocknete Augen, vor ihnen liegt jeder Vogel entfedert.
– Friedrich NietzscheHeutzutage regiert der Rekord, die Sensation, die Freude am Sinnlosen. Die Zeit war nie so günstig für Verbrecher.
– Walter HasencleverUm sein Blut aufs Spiel zu setzen, muss man welches haben.
– Honoré de BalzacEine Idee, die anregen soll, muss zu dem Einzelnen kommen mit der Wucht einer Offenbarung.
– William JamesDer Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt Einem, wenn man hinunterschaut ...
– Georg BüchnerDer Mensch soll nicht sorgen, daß er in den Himmel, sondern daß der Himmel in ihn komme. Wer ihn nicht in sich selber trägt, der sucht ihn vergebens im ganzen All.
– Otto LudwigIch glaube, dass es, im strengsten Verstand, für den Menschen nur eine einzige Wissenschaft gibt, und diese ist reine Mathematik. Hierzu bedürfen wir nichts weiter als unseren Geist.
– Georg Christoph LichtenbergKann man schlechter daran sein als einer, der nicht besser werden kann?
– Synesios von KyreneWorte sind des Dichters Waffen.
– Johann Wolfgang von GoetheJenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.
– Dschalal ad-Din al-RumiFrisch auf, mein Volk! Die Flammenzeichen rauchen, // Hell aus dem Norden bricht der Freiheit Licht.
– Theodor KörnerDeutsche zerfleischen einander, und der Wahnwitz der Nation erregt das Gelächter der anderen Nationen.
– Johann Gottfried SeumeSo erhaben, so groß ist, so weit entlegen der Himmel! Aber der Kleinigkeitsgeist fand auch bis dahin den Weg.
– Friedrich SchillerAmor ist ein mächtiger Fürst // Und hat mich so gebeugt, daß ich bekenne, // Es gibt kein Weh, das seiner Strafe glich, // Doch gibts nicht größre Lust, als ihm zu dienen.
– William ShakespeareGesetze schrieb ich euch, gerechte, welche klar // bestimmen, was dem Guten, was dem Bösen frommt.
– SolonDer Mensch ist das einzige Geschöpf, das erzogen werden muß.
– Immanuel KantDer Menge gefallen heißt den Weisen missfallen.
– PlutarchDas Wesen der Romantik ist die Ungewissheit.
– Oscar Wilde... gewiß ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch das Schicksal nimmt, als wie sein Schicksal ist.
– Wilhelm von HumboldtEs gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche.
– Dietrich BonhoefferKein Borger sei und auch Verleiher nicht.
– William ShakespeareMit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.
– Friedrich SchillerKrieg — das ist zuerst die Hoffnung, daß es einem besser gehen wird, hierauf die Erwartung, daß es dem anderen schlechter gehen wird, dann die Genugtuung, daß es dem anderen auch nicht besser geht, und hernach die Überraschung, daß es beiden schlechter geht.
– Karl KrausWas vergangen ist, ist vergangen, und du weißt nicht, was die Zukunft dir bringen mag. Aber das Hier und Jetzt, das gehört dir.
– Antoine de Saint-ExupéryVerfassungsrecht vergeht, Verwaltungsrecht besteht.
– Otto MayerLeutselig macht das Missgeschick.
– Friedrich SchillerDie art wie ihr bewahrt ist ganz verfall.
– Stefan George[...] der Kampf ist die Urtatsache des Lebens, ist das Leben selbst, und es gelingt auch dem jämmerlichsten Pazifisten nicht, die Lust daran in seiner Seele ganz auszurotten.
– Oswald SpenglerEs gibt Widerwärtigkeiten, die unerträglich sind.
– Marie de SévignéEs ist gar nichts… es ist gar nichts…
– Franz Ferdinand von ÖsterreichDie Mechanik fasst nicht die Grundlage, auch nicht einen Theil der Welt, sondern eine Seite derselben.
– Ernst MachDas Merkwürdige am Spiel der Ehe - ein Spiel, übrigens, das dabei ist, aus der Mode zu kommen - dass die Gattinnen alle Trümpfe halten, aber unweigerlich den letzten Stich verlieren.
– Oscar WildeDie Menschen wählen sich jene Dinge als Erlöser, die ihrer eigenen Entwicklungstufe entsprechen und die sie begreifen können.
– Sri Yukteswar