Zufällige Zitate
Im allgemeinen werden die Bewohner Göttingens eingeteilt in Studenten, Professoren, Philister und Vieh; welche vier Stände doch nichts weniger als streng geschieden sind. Der Viehstand ist der bedeutendste. Die Namen aller Studenten und aller ordentlichen und unordentlichen Professoren hier herzuzählen, wäre zu weitläufig; auch sind mir in diesem Augenblick nicht alle Studentennamen im Gedächtnisse, und unter den Professoren sind manche, die noch gar keinen Namen haben.
– Heinrich Heinealle Religionen sind schön, die uns zu guten Menschen machen.
– Berthold AuerbachWenn der Tag kommt, an dem die Frage auftaucht: Deutschland oder die Verfassung, dann werden wir Deutschland nicht wegen der Verfassung zugrunde gehen lassen.
– Friedrich EbertDER GLEICHE Strom des Lebens, // der Tag und Nacht durch meine Adern // fließt, fließt durch die Welt und tanzt in // rhythmischen Maßen." [MLG]
– Rabindranath TagoreEs ist bekannt, dass wir Männer bei unseren Ehefrauen nicht die Eigenschaften suchen, die wir bei Geliebten anbeten und verachten.
– Italo SvevoDas Große posaunet sich nie aus, es ist bloß und wirkt so. Meist weiß das Große nicht, daß es groß ist, daher die höchsten Künstler der Welt die lieblichste kindlichste Naivetät haben und dem Ideale gegenüber, das sie immer leuchten sehen, stets demütig sind.
– Adalbert StifterVor Ihro Kayserliche Majestät hab ich, wie immer, schuldigen Respect. Er aber, sags ihm, er kann mich im Arsch lecken.
– Götz von BerlichingenSchwer drückt ein voller Beutel, schwerer // Ein leerer.
– Friedrich HaugDas Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
– AristotelesSchnell wirst du den Bogen brechen, wenn du ihn immer gespannt hältst.
– PhaedrusDie Lotterie ist eine Dummheit!
– Honoré de BalzacDer Unterschied zwischen der israelischen Seele, ihrem Wesen, ihren inneren Wünschen, ihrem Streben, ihrer Beschaffenheit und ihrer Haltung, und der Seele der Gojim, ungeachtet ihrer Entwicklungsstufe, ist größer und tiefer als der Unterschied zwischen der Seele des Menschen und der Seele des Viehs. Zwischen Letzeren nämlich besteht nur ein quantitativer, zwischen Ersteren aber ein qualitativer Unterschied.
– Abraham Isaak KookGehe von niemand und laß niemand von Dir, ohne ihm etwas Lehrreiches oder etwas Verbindliches gesagt und mit auf den Weg gegeben zu haben; aber beides auf eine Art, die ihm wohltue, seine Bescheidenheit nicht empöre und nicht studiert scheine, daß er die Stunde nicht verloren zu haben glaube, die er bei Dir zugebracht hat, und daß er fühle, Du nehmest Interesse an seiner Person, es gehe Dir von Herzen, Du verkauftest nicht bloß Deine Höflichkeitsware ohne Unterschied jedem Vorübergehenden!
– Adolph Freiherr KniggeEs wächst der Mensch mit seinen größern Zwecken.
– Friedrich SchillerEs ist nötig, daß wir den Schwerpunkt des Lebens in unser Inneres verlegen.
– Jakob WassermannZur inneren Freiheit werden zwei Stücke gefordert: seiner selbst in einem gegebenen Fall Meister und über sich selbst Herr zu sein, d.i. seine Affekte zu zähmen und seine Leidenschaften zu beherrschen.
– Immanuel KantDie Reihenfolge, in die wir die Begebenheiten des Bewußtseins ordnen, duldet keinerlei Willkür; sie ist uns vorgeschrieben und wir können nichts daran ändern.
– Henri PoincaréWenn Ihr Euer Verlangen befriedigt hättet, so weiß ich wahrhaftig und zweifle nicht, Ihr würdet bald von mir abgelassen haben, und ich wäre sehr übel dran.
– Marie de FranceEs kann das Volk sein eigener Tyrann seyn, und es ist es oft gewesen.
– Ludwig BörneDenn an sich ist nichts weder gut noch schlimm; das Denken macht es erst dazu.
– William ShakespeareWenn mir ein Schmerz widerfahren ist, fasst mich immer ein doppeltes Verlangen nach Leben - nie eigentlich Resignation.
– Franziska zu ReventlowFranzl, Franzl, das verdank ich dir!
– Andreas HoferIch habe meine Seele von Vorurteilen gereinigt, ich hab eine jede blinde Ergebenheit vertilgt, welche sich damals einschlich, um manchen eingebildeten Wissen in mir Eingang zu verschaffen.
– Immanuel KantHinaus! Letzte Worte sind für Narren, die noch nicht genug gesagt haben.
– Karl MarxMich verletzt nichts mehr.
– Marie AntoinetteAlles, was gegen den Glauben oder das Gewissen geschieht, ist Sünde.
– Thomas von AquinWer recht in Freuden wandern will, der geh' der Sonn' entgegen.
– Emanuel GeibelDie Mechanik fasst nicht die Grundlage, auch nicht einen Theil der Welt, sondern eine Seite derselben.
– Ernst MachVernunft und Gefühl sind die Sonne und der Mond am moralischen Firmament. Immer nur in der heißen Sonne würden wir verbrennen; immer nur im kühlen Mond würden wir erstarren.
– Friedrich Maximilian KlingerNach Innen geht der geheimnißvolle Weg. In uns, oder nirgends ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft.
– NovalisEs denkt der Mensch die freie Tat zu tun, umsonst! Er ist das Spielwerk nur der blinden Gewalt, die aus der eignen Wahl ihm schnell die furchtbare Notwendigkeit erschafft.
– Friedrich SchillerEs braucht kaum hervorgehoben zu werden, daß diese neue Auffassung des Zeitbegriffs an die Abstraktionsfähigkeit und an die Einbildungskraft des Physikers die allerhöchsten Anforderungen stellt. Sie übertrifft an Kühnheit wohl alles, was bisher in der spekulativen Naturforschung, ja in der philosophischen Erkenntnistheorie geleistet wurde; die nichteuklidische Geometrie ist Kinderspiel dagegen. [...] Mit der durch dies Prinzip im Bereiche der physikalischen Weltanschauung hervorgerufenden Umwälzung ist an Ausdehnung und Tiefe wohl nur noch die durch die Einführung des Copernikanischen Weltsystems bedingte zu vergleichen.
– Max PlanckWer sich mit Gewandtheit entschuldigt, beweist, dass er sich schon oft entschuldigen mußte.
– Benjamin FranklinDas einzige Mittel gegen den Aberglauben ist die Wissenschaft.
– Henry Thomas BuckleMan wird schwerlich in der Welt noch eine andere Gesellschaft finden, die ihre eigene Sprache so schamlos mißachtet und so hemmungslos aufgibt, wie die deutsche Gesellschaft.
– Hans-Joachim MeyerDen mach ich zum Gespenst, der mich zurückhält!
– William ShakespeareJa, mit dem besten Willen leisten wir // So wenig, weil uns tausend Willen kreuzen.
– Johann Wolfgang von GoetheDas Dogma von der absoluten Gleichheit der Menschen ist nicht mehr und nicht weniger ein Wahn als irgendein religiöses Dogma.
– Johannes Scherr