Zufällige Zitate
Wie der Blitz einschlägt, hat sich das Räthsel gelöst; ich selbst wäre nicht im Stande, den leitenden Faden zwischen dem, was ich vorher wusste, dem, womit ich die letzten Veruche gemacht hatte, - und dem, wodurch es gelang, nachzuweisen. Sonderbar genug erscheint die Lösung des Räthsels jetzt leichter als manches andere, was mich wohl nicht so viele Tage aufgehalten hat als dieses Jahre, und gewiss wird niemand, wenn ich diese Materie einst vortrage, von der langen Klemme, worin es mich gesetzt hat, eine Ahnung bekommen.
– Carl Friedrich Gaußder Himmel ist das umfangende, spendende, wesentlich feurige, männliche Prinzip, die Erde aber das umarmte, empfangende, dunkle, feuchte, weibliche Prinzip; aus der Verknüpfung beider sind alle Dinge hervorgegangen.
– Joseph GörresJeder große Mann hat heutzutage seine Jünger, und stets ist es Judas, der die Biographie schreibt.
– Oscar WildeLeider kann ich keine Sprache anständig sprechen, deshalb mixe ich alles von überall zusammen. Ich habe ja im Grunde nie etwas gelernt. Ich habe nicht einmal Abitur gemacht und nix.
– Karl LagerfeldSo schreitet in dem engen Bretterhaus
– Johann Wolfgang von GoetheNichts bedarf dringender der Verbesserung als die Angewohnheiten anderer Leute.
– Mark TwainO Himmel, man kommt leichter zu seiner Erzeugung, als zu seiner Erziehung.
– Georg BüchnerWer imponiert? Nur Der, welcher ruhig seinen eigenen Weg geht.
– Wilhelm RaabeAlles neu, macht der Mai, macht die Seele frisch und frei.
– Hermann Adam von KampFrieden für unsere Zeit!
– Neville ChamberlainMein Gott, wie zerbrechlich ist alles auf dieser Welt!
– Marie de SévignéDer schönste Schmuck für einen weißen Frauenhals ist ein Geizkragen.
– Kurt TucholskyEs thäte Noth, daß das Meiste, was in diesem Abschnitte von der Richtigkeit des Reimes gesagt worden ist, Tag für Tag durch ein Sprachrohr nach allen zwei und dreißig Winden hin so wohl den Deutschen Dichtern als auch den Dichter- und Reimerlingen zugerufen würde.
– Gottfried August BürgerEs ist mehr Würde in großmüthiger Vergebung als in Rache.
– William ShakespeareDurch Gebet erlangt man alles. Gebet ist eine universale Arznei.
– NovalisJe weniger Geist, desto weniger Angst.
– Søren KierkegaardEin politischer Mann ist widerlich, ein politisches Weib aber grauenhaft [...].
– Richard WagnerSchlaf, dass das Leben ein Nichts ist! // Schlaf, dass alles vergeblich ist!
– Fernando PessoaDie Negerrasse gehört nicht zu Europa, und es ist natürlich ein Unfug, dass sie jetzt in Europa eine so große Rolle spielt.
– Rudolf SteinerUnd Leben, was dich betrifft, denk' ich, du bist das übrig Gebliebene von vielem Sterben, // Ohne Zweifel bin ich schon früher zehntausendmal gestorben).
– Walt WhitmanDer Pariser wundert sich, wenn nicht überall alles so ist wie in Paris, und der Franzose, wie in Frankreich.
– Honoré de BalzacDu wirst meinen Kopf dem Volke zeigen, er ist dessen würdig.
– Georges DantonDer Ackermann: Gott, der mein gewaltig ist und Euer, Ihm vertrau ich, daß er mich beschirme, Die verruchte Untat, die mich hinwirft, An euch streng und unerbittlich räche!
– Johannes von TeplMutter Germania gebar in legitimer Ehe mit dem Geist der Zeit drei Söhne, den Konfektionsreisenden, den Oberlehrer und den Radfahrer.
– Erich MühsamDer Leib hat so wie der Geist seine Bedürfnisse.
– Jean-Jacques RousseauWas aber ist deine Pflicht? Die Forderung des Tages.
– Johann Wolfgang von GoetheOktober. Einer der besonders gefährlichen Monate für Börsenspekulationen. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Februar.
– Mark Twaindie Glaubwürdigkeit des Zitates sei anheimgestellt.
– Maria II. von EnglandIch fürchte nichts - nichts - als die Grenzen deiner Liebe.
– Friedrich SchillerDichten ist ein Übermut!
– Johann Wolfgang von GoetheNur die Liebe zur Ehre altert nicht, und das, woran sich das tatenlose Alter am meisten freut, ist nicht, wie man behauptet, das Geld, sondern die Ehre.
– ThukydidesSo stark ist der Zauber der Musik, und immer mächtiger werdend mußte er jede Fessel einer andern Kunst zerreißen.
– E. T. A. HoffmannWas in der Natur liegt, gilt nicht als Verdienst.
– Erasmus von RotterdamDie Welt ist ein Spiegel, aus dem jedem sein eigenes Gesicht entgegenblickt.
– William Makepeace ThackerayErfindungen nämlich bedürfen der ungestörten Ruhe, des stillen, beständigen Nachdenkens und eifrigen Erprobens, und all dies gibt nur die Einsamkeit, nicht die Gesellschaft der Menschen, wie wir es ja auch an Archimedes sehen.
– Gerolamo CardanoDie Demokratie, das ist heutzutage der Kommunismus. Eine andre Demokratie kann nur noch in den Köpfen theoretischer Visionäre existieren, die sich nicht um die wirklichen Ereignisse kümmern, bei denen nicht die Menschen und die Umstände die Prinzipien, sondern die Prinzipien sich selbst entwickeln. Die Demokratie ist proletarisches Prinzip, Prinzip der Massen geworden.
– Friedrich EngelsDie höchste Schönheit, die der Mensch erreichen kann, ist, dass er alle Leidenschaften in sich zu einem Kunstwerk verarbeitet, dass er wie ein Gott über allen steht und sie regiert, so dass sie nur immer von der Kraft der Seele zeigen, aber nie in widrige Verzerrung ausarten.
– Sophie TieckDes Lebens Karawane zieht mit Macht // Dahin, und jeder Tag, den du verbracht // Ohne Genuss, ist ewiger Verlust.- // Schenk ein, Saqi! Es schwindet schon die Nacht.
– Omar KhayyamEs ist merkwürdig, aber von jedem, der verschwindet, heißt es, er sei in San Francisco gesehen worden.
– Oscar Wilde