Zufällige Zitate
Bet' und arbeit'! ruft die Welt, // Bete kurz! denn Zeit ist Geld. // An die Türe pocht die Not - // Bete kurz! denn Zeit ist Brot.
– Georg HerweghDenn man muss wissen, daß alle Erkenntnis zwei Enden habe, bei denen man sie fassen kann, das eine a priori das andere a posteriori.
– Immanuel KantAuch der Aufschub hat seine Freuden.
– Johann Wolfgang von GoetheDie Rechtsstellung des Zuhälters in der bürgerlichen Gesellschaft ist noch nicht geklärt. Er ist ihr Auswurf. Denn er achtet, wo geächtet wird; er beschützt, wo verfolgt wird. Er kann für seine Überzeugung auch Opfer bringen. Wenn er jedoch für seine Überzeugung Opfer verlangt, fügt er sich in den Rahmen einer Gesellschaftsordnung, die zwar dem Weib die Prostitution nicht verzeiht, aber die Korruption dem Manne.
– Karl KrausDie Ameisen oder Emsen // sind so weit jetzt, dass sie Gemsen // sich als Sklaven halten (aus // Gründen ihres Körperbaus).
– Christian MorgensternEin gutes Gewissen ist ein ständiges Weihnachten.
– Benjamin FranklinEs gibt wohl manches, das man annehmen muss, ohne zu Dank verpflichtet zu sein.
– Seneca d.J.Es gibt keine anderen Welten mehr zu erobern!
– Alexander der GroßeDie Tragödie ist das Gebiet aller hohen Affekte, der Extreme der Leidenschaften.
– Ludwig TieckEltern, Tanten Gouvernanten, // Alles an dir renkt und rückt, // Bis Gewohnheit, Qual und Schmerz dir // Allen Lebensmuth geknickt;
– Albert Emil BrachvogelIch bin nicht nur überzeugt, daß das, was ich sage, falsch ist, sondern auch das, was man dagegen sagen wird. Trotzdem muß man anfangen, davon zu reden; die Wahrheit liegt bei einem solchen Gegenstand nicht in der Mitte, sondern rundherum wie ein Sack, der mit jeder neuen Meinung, die man hineinstopft, seine Form ändert, aber immer fester wird.
– Robert MusilMuss denn alles schädlich sein, was gefährlich aussieht?
– Johann Wolfgang von GoetheWillst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!
– Johann Wolfgang von GoetheJetzt kommt das Geheimnis.
– Henry Ward BeecherDer menschliche Intellekt hat an sich die Natur des Erkennens, denn das Erkennen ist seine Tätigkeit.
– Ramon LlullDie bange Nacht ist nun herum, // Wir reiten still, wir reiten stumm, // Und reiten in's Verderben. // Wie weht so scharf der Morgenwind! // Frau Wirthin, noch ein Glas geschwind // Vorm Sterben, vorm Sterben.
– Georg HerweghSo großes Kleinod, einmal sein statt gelten!
– Annette von Droste-HülshoffDer Wille und nicht die Gabe macht den Geber.
– Gotthold Ephraim LessingSieglos sein ist mehr als Tod.
– Gottfried KinkelWenn jemand Londons überdrüssig ist, ist er des Lebens überdrüssig; denn in London hat man alles, was das Leben bieten kann.
– Samuel JohnsonEin ehrliches Spiel unter guten Freunden ist ein redlicher Zeitvertreib.
– VoltaireDie Grade der Freymaurerey sind sogar öffentlich gedruckt; was kann eine geheime Gesellschaft wirken, welche so wenig Geheimnis hat, dass ihre ganz innere Verfassung der übrigen Welt bekannt ist?
– Adam WeishauptSobald man spricht, beginnt man schon zu irren.
– Johann Wolfgang von GoetheUnwissenheit degradirt den Menschen erst dann, wann sie in Gesellschaft des Reichthums angetroffen wird.
– Arthur SchopenhauerRauchen Sie Tabak, mein Gemahl, er verdirbt höchstens die Tapeten, aber unterstehen Sie sich nicht, jemals eine Zeitung anzusehen; das verdirbt Ihren Charakter.
– Gustav FreytagDie Kunst aber, oder vielmehr die Gewandtheit, im gesellschaftlichen Tone zu sprechen, und sich überhaupt modisch zu zeigen, welche, vornehmlich wenn es Wissenschaft betrifft, fälschlich Popularität genannt wird, da sie vielmehr geputzte Seichtigkeit heißen sollte, deckt manche Armseligkeit des eingeschränkten Kopfs. Aber nur Kinder lassen sich dadurch irre leiten.
– Immanuel KantMir graust. // Das Frauenzimmer ist abgesaust.
– Joachim RingelnatzSchönheit vergeht, weil Tugend besteht.
– Karl KrausDer Fabrikarbeiter ist daher in gewissem Sinne das für die Maschinen, was der Tagelöhner für das Ackergut ist; nichts bindet ihn als das Bedürfniß nach Arbeit und der Lohn.
– Lorenz von SteinGeld kann dir ausgehen, Freunde dich im Stich lassen, Feinde können dir gleichgültig werden, aber Scharlach bleibt dir immer treu.
– Mark TwainAlles ist besser als geopfert zu werden.
– Oscar WildeDer Mensch ist ein Modell, dem Blick verschiedener Künstler ausgestellt. Jeder besieht sich einige Facetten desselben; niemand ist jedoch um es herum gegangen.
– Claude Adrien HelvétiusDem Lernenden sollen nicht bloß die schon gewonnenen Ergebnisse vorgeführt werden, die beziehungslos ihm entgegentretend leicht ohne Sinn und Bedeutung bleiben. Da er die Frage nicht kennt, was kann die Antwort ihm frommen? Da er nicht weiß, was es zu suchen galt, wie kann der Fund ihn interessieren?
– Emil Du Bois-Reymond