Zufällige Zitate
Was willst du dich das Stroh zu dreschen plagen?
– Johann Wolfgang von GoetheSogar die Lüstlinge […] sagen, daß zunächst nur die Lust angestrebt, dann durch Gewohnheit gleichsam eine zweite Natur geschaffen werde.
– CiceroLieber Herr Professor, zuletzt wäre ich sehr viel lieber Basler Professor als Gott; aber ich habe es nicht gewagt, meinen Privat-Egoismus so weit zu treiben, um seinetwegen die Schaffung der Welt zu unterlassen. Sie sehen, man muß Opfer bringen, wie und wo man lebt.
– Friedrich NietzscheKein Ding schwächt die Vernunft mehr als Unlauterkeit.
– Albrecht DürerLegt nicht mit dem Hemd die Scham ab.
– Clemens von AlexandriaMit anderen Worten: In einer Bevölkerung von 48 Millionen, von denen nur 500.000 als Juden geführt werden, liegt 85 Prozent der Intelligenz und Ehrbarkeit bei den Juden.
– Mark TwainZittre, du großes Österreich, // Vor deinen kleinen Beamten!
– Eduard von BauernfeldVom Erhabenen zum Lächerlichen ist nur ein Schritt.
– Napoléon BonaparteEhrwürdig ist die Wahrheit; nicht was ihr entgegensteht.
– Arthur SchopenhauerDebussy ist einer der an Gaben reichsten und originellsten Künstler der jüngeren Musikgeneration, die in der Musik nicht ein Mittel, sondern das Ziel sehen und die sie nicht so sehr als Ausdruckshebel denn als Ausdruck selber betrachten.
– Paul DukasDer Lohn der Tugenden liegt in ihnen selbst.
– Seneca d.J.Gute Vorsätze [...] sind bloße Schecks, die man auf eine Bank ausstellt, bei der man kein Konto hat.
– Oscar WildeKultur muß Natur haben. // Noch einmal werden wir Wilde. Wann wir ganz reif sind.
– Peter HilleJedes Mysterium erscheint absurd, und doch ist nichts Tieferes, weder Leben noch Kunst noch Staat, ohne Mysterium.
– David Friedrich StraußEs gibt eine schöne Offenheit, die sich öffnet wie eine Blume: Nur um zu duften.
– Friedrich SchlegelDulde, gedulde dich fein! // Ueber ein Stündlein // Ist deine Kammer voll Sonne.
– Paul HeyseWie das Zwielicht unheimlicher ist als die Nacht, so ist die halbe Bildung verderblicher als die Unwissenheit.
– Karl Emil FranzosBei allen Kriegen, insbesondere aber den Bügerkriegen sind die ersten Erfolge in der Regel von entscheidender Wirkung.
– Gustav StruveDie außerordentliche Leistung der klassischen Theorie war, die Anschauungen des "natürlichen Menschen" zu überwältigen und gleichzeitig falsch zu sein.
– John Maynard KeynesSelbst Engelszungen haben nur Erfolg, wenn der Resonanzboden für das, was sie predigen, vorhanden ist.
– August BebelWir werden vom Schein des Rechten getäuscht.
– HorazIst dir noch nicht aufgefallen, wie viel Frechheit durch Unsicherheit zu erklären ist?
– Kurt TucholskyDer Autor, der fremde Kostüme ausklopft, kommt dem stofflichen Interesse von der denkbar bequemsten Seite bei. Der geistige Leser hat deshalb das denkbar stärkste Misstrauen gegen jene Erzähler, die sich in exotischen Milieus herumtreiben.
– Karl KrausVom Vater hab ich die Statur, // Des Lebens ernstes Führen, // Von Mütterchen die Frohnatur // Und Lust zu fabulieren.
– Johann Wolfgang von GoetheAlles, was du den Ausschweifungen hingabst, wird dir verloren sein.
– PhaedrusAlles Unrecht und Leiden der Erde hat seinen Grund darin, daß Erfahrungen nicht übermittelt werden können. Höchstens mitgeteilt. Zwischen dem Zugemessenen und dem Unerträglichen liegt der ganze Weg der Erfahrung, den immer nur einer allein für sich gehen kann. So wie immer nur einer allein seinen Tod stirbt und keiner vom Tod etwas weiß.
– Jakob WassermannEr will nun mal irgend einen Erben haben, eine Dummheit, die in der menschlichen Natur begründet liegt.
– Honoré de BalzacDer Aufschub ist ein Dieb der Zeit.
– Edward YoungHinter dem U kommt gleich das Weh, // das ist die Ordnung im ABC.
– Friedrich SchillerDie Statue der Freiheit ist noch nicht gegossen, der Ofen glüht, wir alle können uns noch die Finger dabei verbrennen.
– Georg BüchnerDie Zeichen der Dinge sind Empfindungen, die Zeichen der Begriffe Worte. Das Wort ist die Sache des Begriffes.
– Friedrich Heinrich JacobiAngst ist für die Seele ebenso gesund wie ein Bad für den Körper.
– Maxim GorkiEs ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu sengen.
– Georg Christoph LichtenbergAlles Gute aber, das nicht auf moralisch-gute Gesinnung gepropft ist, ist nichts als lauter Schein und schimmerndes Elend.
– Immanuel KantEin jeder ist ein Kind der Zeit.
– Leopold ScheferIch bereiste die ganze Erde, um die Flüsse und Berge zu sehen, und ich gab viel Geld aus. Ich unternahm große Anstrengungen. Ich sah alles, aber ich vergaß, gleich vor meinem Haus einen Tautropfen auf einem kleinen Grashalm zu sehen, einen Tautropfen, der in seiner Konvexität die ganze Welt um dich herum spiegelt.
– Rabindranath TagoreDer saubern Herren Pfuscherei // Ist, merk ich, schon bei Euch Maxime.
– Johann Wolfgang von GoetheMein lieber Gen. Major von Bronikowski, Ich gebe euch auf eure Vorstellung vom 12. dieses, wegen Versorgung eurer Schwester durch eine Heirath mit dem Cornett von Zmiewsky in Antwort, daß die Husaren nicht durch die Scheide, sondern durch den Säbel ihr Glück machen müssen. Ich bin &c. Potsdam, den 20. Ott. 1746.
– Friedrich II. (Preußen)