Zufällige Zitate
Es existiert etwas schlechterdings notwendig. Dieses ist einig in seinem Wesen, einfach in seiner Substanz, ein Geist nach seiner Natur, ewig in seiner Dauer, unveränderlich in seiner Beschaffenheit, allgenugsam in Ansehung alles Möglichen und Wirklichen. Es ist ein Gott.
– Immanuel KantDie beste Lunge erschöpft sich, auch sogar eine weibliche.
– Gotthold Ephraim LessingDie Göttin hat mir Thee gekocht // Und Rum hineingegossen; // Sie selber aber hat den Rum // Ganz ohne Thee genossen.
– Heinrich HeineHandle weniger andern zu gefallen, als um Deine eigene Achtung nicht zu verscherzen, gut und anständig!
– Adolph Freiherr KniggeSiehe zuerst, was du bist und was du hast und was du kannst und weißt, ehe du bedenkst, was du nicht bist, nicht hast, nicht weißt und nicht kannst.
– Johann Caspar LavaterDenken heißt Vergleichen!
– Walther RathenauDer Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids - und ein Quell unendlichen Trostes.
– Marie von Ebner-EschenbachWir haben nicht die Freiheit, dies oder jenes zu erreichen, aber die, das Notwendige zu tun oder nichts. Und eine Aufgabe, welche die Notwendigkeit der Geschichte gestellt hat, wird gelöst, mit dem einzelnen oder gegen ihn.
– Oswald SpenglerVon allen Fehlern, die in der Erziehung gemacht werden, ist der Glaube an ererbte Grenzen der Entwicklung der schlimmste. Er verschafft Lehrern und Eltern die Möglichkeit, ihre Irrtümer wegzuerklären und in ihren Bemühungen nachzulassen.
– Alfred AdlerÜber viele Dinge urteilen Kinder, weil bei ihnen noch keine Nebenrücksichten ins Spiel kommen, weit richtiger, als Erwachsene.
– Adolph Freiherr KniggeAuch der Aufschub hat seine Freuden.
– Johann Wolfgang von GoetheVom Vater hab ich die Statur, // Des Lebens ernstes Führen, // Von Mütterchen die Frohnatur // Und Lust zu fabulieren.
– Johann Wolfgang von GoetheWir wollen von niemandem mehr, weder von Washington, noch von Moskau, von keinem europäischen Nachbarn, auch nicht von Tel Aviv, ständig an unsere Vergangenheit erinnert werden.
– Franz-Josef StraußIch will, lieber Freund, ich verspreche dir's, ich will mich bessern, will nicht mehr ein bisschen Übel, das uns das Schicksal vorlegt, wiederkäuen, wie ich's immer getan habe; ich will das Gegenwärtige genießen, und das Vergangene soll mir vergangen sein.
– Johann Wolfgang von GoetheJeder, der Israel anerkennt, wird im Zornesfeuer der islamischen Nation verbrennen.
– Mahmūd Ahmadī-NežādEinen anständigen Menschen befällt der Schüttelfrost schon vor der Hochzeit.
– Iwan Sergejewitsch TurgenewDie romantische Poesie ist eine progressive Universalpoesie.
– Friedrich Schlegel»[...] lieber zweimal fragen als einmal irregehen!«
– Scholem AlejchemWer es in kleinen Dingen mit der Wahrheit nicht ernst nimmt, dem kann man auch in großen Dingen nicht vertrauen.
– Albert EinsteinDiejenigen, welche heutzutage Dinge benutzen wie Telephon, Grammophon, Eisenbahn, Fahrrad, Motorrad, Ozeandampfer, Luftschiff, Flugzeug, Kinematograph und große Tageszeitungen, denken nicht daran, dass diese verschiedenen Kommunikations-, Verkehrs- und Informationsformen auch entscheidenden Einfluss auf ihre Psyche ausüben.
– Filippo Tommaso MarinettiEin jeder Tag bricht dir was ab // Von deiner Schönheit bis ins Grab.
– Hans Jakob Christoffel von GrimmelshausenDie Einzigkeit des Kunstwerks ist identisch mit seinem Eingebettetsein in den Zusammenhang der Tradition.
– Walter BenjaminEs lieben die Musen den Wechsel.
– VergilDenn ein schlechter Nachbar ist eine so große Plage, wie ein guter ein Segen ist.
– HesiodDüfte haben mehr als eine Ähnlichkeit mit der Liebe, und manche Leute glauben sogar, die Liebe sei selbst nur ein Duft; wahr ist, daß die Blume, der sie entströmt, die schönste der Schöpfung ist.
– Alfred de MussetWill die Welt zu Scheitern geh'n, // Muth bleibt fest und ruhig steh'n; // Ja, fällt selbst der Himmel ein, // Muth wird Gott mit Göttern sein.
– Ernst Moritz ArndtWie ein Sattel nicht zum Ochsen, so passt die Bildung nicht zur Frau.
– Erasmus von RotterdamZu viele Menschen fürchten die Freiheit, als daß diese Besorgniß nicht aufrichtig gemeint sein sollte.
– Frédéric BastiatDurch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden.
– Johann Wolfgang von GoetheAls eine Frau lesen lernte, trat die Frauenfrage in die Welt.
– Marie von Ebner-EschenbachDen Menschen wichtig zu nehmen ist Kultur, den Menschen geringschätzen: Barbarei.
– Gerhart HauptmannJeder Staat wird auf Gewalt gegründet.
– Leo TrotzkiNicht aufzufallen, ist das erste Gesetz des guten Tones.
– August Julius LangbehnWenn Seufzer die Welt verbessern könnten, sie wäre längst keiner Verbesserung mehr fähig.
– Wilhelm RaabeDie öffentliche Meinung ist nichts anderes als der aus dem hohlen Bauche der Unwissenheit oder der vollen Blase der Bosheit hervorgurgelnde Klatsch.
– Johannes Scherres kommt immer nur drauf an, daß, wie und wo man auch marschirt, man allerorten die Musik des Lebens hört. Die meisten hören nur die Dissonanzen.
– Theodor Fontane