Zufällige Zitate
Man weiß keinen Weg aus diesen Aussichtslosigkeiten. Gewiß, ich mache viel zuviel Aufhebens von mir und meinem kleinen Leid - aber das ist doch für mich alles: mein Leben!
– Wolfgang BorchertDer Mensch versteht an fremdem Sange nur das, was er selbst schon empfunden; im wortlosen Liede, in der Musik findet er genau soviel, als er selbst hinzulegen hat.
– Peter RoseggerDas sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen. Die bei dem Irrtum verharren, das sind die Narren.
– Friedrich RückertDem Tüchtigen ist diese Welt nicht stumm.
– Johann Wolfgang von GoetheAber ich werde der Letzte nicht sein, den es bitter gereute, // Frauenrat befolget zu haben.
– Johann Wolfgang von GoetheGeiz und Glück werden sich niemals kennenlernen.
– Benjamin FranklinDer Plan steckt überhaupt nicht im Material. … bedeutet … eine festgelegte Ordnung in der Anwendung der Mittel. Die Ordnung ist selbst weder eine Kraft, noch ein Teil der Materie, sondern bloß der Weg, den die Kräfte wandeln und die Form, welche der Materie aufgezwungen wird.
– Jakob Johann von UexküllSchreibe nur, wie du reden würdest, und so wirst du einen guten Brief schreiben.
– Johann Wolfgang von GoetheWir dürfen auch im Ausland nicht, wie wir bisher getan haben, stets zu der Partei halten, die es auf Vergewaltigung wichtiger Kulturelemente zugunsten der eigenen nationalen Vorherrschaft abgesehen hat. Das wird sich stets rächen, wie es sich in der Türkei gerächt hat. Wir hätten nicht türkischer sein dürfen als der Türke.
– Friedrich SchraderLaß dich nur in keiner Zeit // Zum Widerspruch verleiten, // Weise fallen in Unwissenheit, // Wenn sie mit Unwissenden streiten.
– Johann Wolfgang von GoetheJede große Zeit erfasst den ganzen Menschen.
– Theodor MommsenVieles, was bei Tisch geschmacklos ist, ist im Bett eine Würze. Und umgekehrt. Die meisten Verbindungen sind darum so unglücklich, weil diese Trennung von Tisch und Bett nicht vorgenommen wird.
– Karl KrausNur sein Auge sah alle die tausend Qualen der Menschen bei ihren Untergängen - Diesen Weltschmerz kann er, so zu sagen, nur aushalten durch den Anblick der Seligkeit, die nachher vergütet.
– Jean PaulDie Eindrücke der Kindheit wurzeln am tiefsten.
– Karl Emil FranzosNein.
– Alexander Graham BellWie könnte ich an Deiner Liebe zweifeln, da ich der meinigen mir so innig bewußt bin!
– Franz GrillparzerWahrlich, es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die nicht bloß unsere Philosophen, sondern sogar die gewöhnlichsten Dummköpfe nicht begreifen.
– Heinrich HeineDie Nation, die nur durch einen einzigen Mann gerettet werden kann und soll, verdient Peitschenschläge.
– Johann Gottfried SeumeDie Kultur hängt von der Kochkunst ab.
– Oscar WildeWohltätige Frauen sind oft solche, denen es nicht mehr gegeben ist, wohlzutun.
– Karl KrausWer in der Mark reisen will, der muß zunächst Liebe zu "Land und Leuten" mitbringen, mindestens keine Voreingenommenheit. Er muß den guten Willen haben, das Gute zu finden, anstatt es durch krittliche Vergleiche totzumachen.
– Theodor FontaneDer Tropfen höhlt den Stein.
– OvidSieht man ein Übel, so wirkt man unmittelbar darauf, d.h. man kuriert unmittelbar aufs Symptom los.
– Johann Wolfgang von GoetheWas für eine Zeit! Ein Kerl etwa wie ein armer Schauspieler, der sommerabends zu Warnemünde, wenns regnet, im Kurhaus eine »Réunion« gibt, alles aus zweiter Hand, ärmlich, schlecht stilisiert […] und das hat Anhänger -! Wie groß muss die Sehnsucht in den Massen sein, die verlorengegangene Religion zu ersetzen! Welche Zeit -!
– Kurt TucholskyEin Stäubchen ist's, des Geistes Aug' zu trüben.
– William ShakespeareWeh dem, der sterben sah. Er trägt für immer // Die weiße Blume bleiernen Entsetzens.
– Georg HeymNiemand kann sich also herausreden. Die ganze Menschheit ist vor Gott schuldig!
– Paulus von TarsusDie Kunst ist eine intellektuelle Funktion, gesund, stark und wahr und nur eine andere Form der Denkfähigkeit. Sie ist kein Delirium, sondern eine Philosophie.
– Marianne von WerefkinMan soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.
– Johann Wolfgang von GoetheDie Träne quillt, die Erde hat mich wieder.
– Johann Wolfgang von GoetheEs ist Arznei, nicht Gift, was ich dir reiche.
– Gotthold Ephraim LessingHypothesen sind Netze, nur der wird fangen, der auswirft.
– NovalisEin Gast zu ungelegener Zeit ist schlimmer als ein Tatarenüberfall.
– Nikolai Gawrilowitsch TschernyschewskiIn einem Volk, bei dem viel gearbeitet wird, ist die Arbeit meist schlecht verteilt; dort gibt es mehr Leute, die viel arbeiten, damit die anderen faulenzen können.
– Miguel de UnamunoDie strategische Aufgabe der Vierten Internationalen besteht nicht in der Reformierung, sondern im Sturz des Kapitalismus.
– Leo TrotzkiLasst euch nur von Pfaffen sagen, // Was die Kreuzigung eingetragen! // Niemand kommt zum höchsten Flor // Von Kranz und Orden, // Wenn einer nicht zuvor // Derb gedroschen worden.
– Johann Wolfgang von GoetheGott hilft uns nicht immer am Leiden vorbei, aber er hilft uns hindurch.
– Johann Albrecht BengelWer hirnlos sich zeigt, für den dient als Antwort, wenn man schweigt.
– Abū l-Qāsem-e Ferdousīgut ist voller Lohn, das böse voller Pein. O Mensch, wie sol in dir nicht Höll und Himmel seyn?
– Daniel Czepko von Reigersfeld