Zufällige Zitate
Ungereimte Dinge können einem jeden entwischen: das ist ein Unglück, wenn man sich Mühe darum gegeben hat.
– Michel de MontaigneFür den Kritiker sind seine Kollegen die höhere Instanz. Nicht das Publikum. Erst recht nicht die Nachwelt.
– Walter BenjaminLiebreich und gut sei mit jedem. Gibt man dir Liebe, gib Liebe zurück. Fügt man dir Leid zu, so gib dafür Liebe. Lähme die Feinde mit Liebe. Größer, gewaltiger, rächt sich auch Gott nicht.
– Peter RoseggerGott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet. Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?
– Friedrich NietzscheNur eins beglückt zu jeder Frist: Schaffen, wofür man geschaffen ist.
– Paul HeyseDagegen wenn wir mit all unserer Schwachheit und Mühseligkeit nur gerade fortarbeiten, so finden wir gar oft, dass wir mit unserem Schlendern und Lavieren es weiter bringen, als andere mit ihrem Segeln und Rudern - und - das ist doch ein wahres Gefühl seiner selbst, wenn man anderen gleich oder gar vorläuft.
– Johann Wolfgang von GoetheFreude, schöner Götterfunken, // Tochter aus Elysium, // Wir betreten feuertrunken, // Himmlische, dein Heiligtum.
– Friedrich SchillerDas ächte Neue keimt nur aus dem Alten, // Vergangenheit muss unsre Zukunft gründen, [...]
– August Wilhelm SchlegelLieber spricht man schlecht von sich als gar nicht.
– François de La RochefoucauldGute Ratschläge gebe ich immer weiter. Es ist das einzige, was man damit anfangen kann.
– Oscar WildeIch sage, Ajakide, du kannst die Römer besiegen.
– Quintus EnniusLasst uns dem Leben trauen, weil diese Nacht das Licht bringen musste. Laßt uns dem Leben trauen, weil wir es nicht allein zu leben haben, sondern Gott es mit uns lebt.
– Alfred DelpDer Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt, und einem solchen Gebrechen ist gar nicht abzuhelfen.
– Immanuel KantDaher, wenn man schon den Dogmatiker mit zehn Beweisen auftreten sieht, da kann man sicher glauben, dass er gar keinen habe.
– Immanuel KantDie höherwertigen Rassen haben Rechte über die minderwertigen Rassen.
– Jules FerryBist du zornig, so zähle bis vier; bist du sehr zornig, so fluche!
– Mark TwainDas Leben ahmt die Kunst weit mehr nach als die Kunst das Leben.
– Oscar WildeDas, was Verantwortungsgefühl ist und als solches sehr ehrenswert wäre, ist im letzten Grunde Beamtengeist, Knabenhaftigkeit, vom Vater gebrochener Wille.
– Franz KafkaDer Staat wird nicht abgeschafft, er stirbt ab.
– Friedrich EngelsSchau' der Herr mich an als König! // Dünkt ihn meine Macht zu wenig?
– Johann Friedrich KindUnsere Gesellschaft gleicht einem Gewölbe, das zusammenstürzen müsste, wenn sich nicht die einzelnen Steine gegenseitig stützen würden.
– Seneca d.J.Schlag schon zu, Mann!
– Walter RaleighDu sprichst ein großes Wort gelassen aus.
– Johann Wolfgang von GoetheMan veredelt die Pflanzen durch die Zucht und die Menschen durch Erziehung.
– Jean-Jacques RousseauDiejenigen gehen sorglos mit ihrem Leben um, die aus Liebe werder Vernunft noch Maß kennen; derart aber ist die Maßgabe der Liebe, dass niemand dabei seinen Verstand bewahren kann.
– Marie de FranceUnd wenn die Muse heut, // Des Tanzes freie Göttin und Gesangs, // Ihr altes deutsches Recht, des Reimes Spiel, // Bescheiden wieder fordert - tadelt`s nicht!
– Friedrich SchillerDie Tugend, die immer gehütet werden muß, ist kaum der Schildwache werth.
– Oliver GoldsmithSeien Sie außer Sorge, nach Kanossa gehen wir nicht, weder körperlich noch geistig.
– Otto von BismarckIch bin durch meine Laster Sklave und frei durch meine Gewissensbisse.
– Jean-Jacques RousseauAnmaßung ist unsere eigentliche angeborene Krankheit.
– Michel de MontaigneMan wird sagen können, daß 20 000 Preußen 50 000 Franzosen und Deutsche geschlagen haben. Nunmehr, da der Ruhm und die Ehre meines Volkes gerettet sind, kann ich zufrieden ins Grab gehen. Wohl können wir noch Unheil erdulden, aber nicht mehr ehrlos sein ...
– Friedrich II. (Preußen)Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.
– Immanuel KantItaliener! Das lautet soviel als Hanswurst! Was ist das für ein Schlaraffenland! Ohne vernünftige Gesetze, ohne Polizei, ohne Erziehung, in den Händen des Clerus, ohne Fleiß und Arbeitsamkeit, und für den Fremden ohne alle Bequemlichkeit!
– Wilhelm WaiblingerKnaben, denen ja doch alles zum Scherze dienen muß, sich am Schall der Worte, am Fall der Silben ergötzen, und durch eine Art von parodistischem Mutwillen den tiefen Gehalt des edelsten Werks zerstören.
– Johann Wolfgang von GoetheBildung ist bewundernswert, aber man sollte sich von Zeit zu Zeit daran erinnern, dass das wirklich Wissenswerte nicht gelehrt werden kann.
– Oscar Wildemeine Briefe pflegten nicht so schnell auf einander zu folgen und auch nicht so lang zu sein. Die wenige Zeit, die ich hatte, ist Ursache von dem einen wie von dem andern. Ich habe diesen Brief nur deshalb länger gemacht, weil ich nicht Muße hatte ihn kürzer zu machen.
– Blaise PascalAus den Leidenschaften wachsen die Meinungen; die Trägheit des Geistes lässt diese zu Ueberzeugungen erstarren.
– Friedrich Nietzsche