Zufällige Zitate
Nur im Verstand gibt es Fortschritt, in der Vernunft keinen.
– Friedrich Wilhelm Joseph SchellingWer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen, // Ein Werdender wird immer dankbar sein.
– Johann Wolfgang von GoetheIch bin unpünktlich, weil ich die Schmerzen des Wartens nicht fühle. Ich warte wie ein Rind.
– Franz KafkaIst doch der Mensch gleichwie nichts; seine Tage gehen dahin wie ein Schatten, er hüpft umher wie ein Bock, bläht sich auf wie eine Blase, faucht wie ein Luchs, frißt sich den Bauch voll wie eine Schlange, wiehert beim Anblick eines fremden Weibes wie ein Hengst, ist tückisch wie der Teufel; hat er seine Begierden gestillt, so schläft er, wann und wo ihn der Schlaf überfällt(...)
– AwwakumDas Volk steht auf, der Sturm bricht los, // Wer legt noch die Hände feig in den Schoos?
– Theodor KörnerMan muss die Krankheiten gewähren lassen.
– Michel de MontaigneNur der Einsame findet den Wald; wo ihn mehrere suchen, da flieht er, und nur die Bäume bleiben zurück.
– Peter RoseggerSonst, der Mensch auf sich allein gestellt, suchte er Hilfe bei anderen: in Burgen, Schlössern, bei Freunden. Jetzt, in der öffentlichsten Kommunikation hilflos, und nur durch sein Inneres zu trösten und zu helfen.
– Johann Wolfgang von GoetheVernünftige Bewohner anderer Planeten anzunehmen, ist eine Sache der Meinung; denn, wenn wir diesen näher kommen könnten, welches an sich möglich ist, würden wir, ob sie sind, oder nicht sind, durch Erfahrung ausmachen; aber wir werden ihnen niemals so nahe kommen, und so bleibt es beim Meinen.
– Immanuel KantEs sind viele Esel, die nicht Säcke tragen.
– Christoph LehmannAnfangs lieben Kinder ihre Eltern; wenn sie älter werden, halten sie Gericht über sie; selten, wenn überhaupt, verzeihen sie ihnen.
– Oscar WildeDie Speisen, die für ein Kind gesund sind, muss man ihm versüßen, und die, welche ihm schädlich sind, vergällen.
– Michel de MontaigneDie Anatomie des Menschen ist ein Schlüssel zur Anatomie des Affen. Die Andeutungen auf Höhres in den untergeordneten Tierarten können dagegen nur verstanden werden, wenn das Höhere selbst schon bekannt ist. Die bürgerliche Ökonomie liefert so den Schlüssel zur antiken etc. Keineswegs aber in der Art der Ökonomen, die alle historischen Unterschiede verwischen und in allen Gesellschaftsformen die bürgerlichen sehen.
– Karl MarxDie Welt ist groß, man kann sich darin wohl vergessen.
– Heinrich von KleistDer Dogmatism (z. B. der Wolffischen Schule) ist ein Polster zum Einschlafen, und das Ende aller Belebung, welche letztere gerade das Wohltätige der Philosophie ist.
– Immanuel KantIch fasse das Leid nicht, das der Mensch dem Menschen zufügt. Sind die Menschen von Natur so grausam, sind sie nicht fähig, sich hineinzufühlen in die Vielfalt der Qualen, die stündlich, täglich Menschen erdulden? Ich glaube nicht an die »böse« Natur des Menschen, ich glaube, daß er das Schrecklichste tut aus Mangel an Phantasie, aus Trägheit des Herzens.
– Ernst TollerWas mir Gott gibt, ist mir immer lieb.
– Benvenuto CelliniLiebe und tu, was du willst.
– Augustinus von HippoDie Menschen, da sie zum Notwendigen nicht hinreichen, bemühen sich ums Unnütze.
– Johann Wolfgang von GoetheGute Nacht, ihr Freunde, ach, wie lebt ich gern! Daß die Welt so schön ist, dank ich Gott dem Herrn. Daß die Welt so schön ist, tut mir bitter weh, wenn ich schlafen geh‘!
– Peter RoseggerGott! Inbrünstig möcht ich beten // Doch der Erde Bilder treten // Immer zwischen dich und mich.
– Joseph von EichendorffEine öffentliche Meinung gibt es nur da, wo Ideen fehlen.
– Oscar WildeIm heutigen Leben bedeutet Spielraum alles.
– Oscar WildeWir erwarten die versprochene Invasion. Und die Fische warten auch.
– Winston ChurchillMalern und Dichtern war es stets erlaubt zu wagen, was immer beliebt.
– HorazDas Warten ist die grausamste Vermengung von Hoffnung und Verzweiflung, durch die eine Seele gefoltert werden kann.
– Sully PrudhommeAlles ruht in mir. Es gibt keine Richter, es gibt keine Schranken, und es gibt keine Grenzen vor mir.
– Henri BarbusseDie Wahrheit ist im Anmarsch und nichts wird sie aufhalten. [...] Wenn man die Wahrheit verschließt und in den Boden vergräbt, dann wird sie nur wachsen und so viel explosive Kraft ansammeln, dass sie an dem Tag, an dem sie durchbricht, alles, was ihr im Wege steht, fortfegt.
– Émile ZolaDas glänzendste Geschäft auf dieser Welt ist die Moral.
– Frank WedekindDie philosophischen Erkenntnisse haben mehrenteils das Schicksal der Meinungen, und sind wie die Meteoren, deren Glanz nichts von ihrer Dauer verspricht.
– Immanuel KantDas Kleinliche und Schattenhafte überwinden, das uns hindert, frei und glücklich zu sein, hierin besteht das Ziel und der Sinn unseres Daseins.
– Anton TschechowWeg mit den bis zum Überdruss verbrauchten Wörtern Optimismus und Pessimismus! Denn der Anlass, sie zu gebrauchen, fehlt von Tag zu Tage mehr: nur die Schwätzer haben sie jetzt noch so unumgänglich nötig.
– Friedrich NietzscheJeder Klatsch basiert auf einer absolut unmoralischen Gewissheit.
– Oscar WildeKeiner, der den Schmerz des Andern, und Keiner, der die Freude des Andern versteht. Man glaubt immer zu einander zu gehen und man geht nur neben einander. O Qual für den, der dieß erkennt!
– Franz SchubertVernunft und Gefühl sind die Sonne und der Mond am moralischen Firmament. Immer nur in der heißen Sonne würden wir verbrennen; immer nur im kühlen Mond würden wir erstarren.
– Friedrich Maximilian KlingerWarum sollte ich sie auf Jahre hinweg im Gefängnis halten und füttern? – das sagen die Leute.
– Tayyip ErdoğanEin Augenblick ist wenig - ein Blick ist viel.
– Hugo von HofmannsthalDie wahre Weisheit ist die Begleiterin der Einfalt.
– Immanuel Kant