Zufällige Zitate
Ertragen muß man, was der Himmel sendet, // Unbilliges erträgt kein edles Herz.
– Friedrich SchillerSehr geringe Unterschiede begründen manchmal sehr große Verschiedenheiten.
– Marie von Ebner-EschenbachJeder Klatsch basiert auf einer absolut unmoralischen Gewissheit.
– Oscar WildeTätigkeit ist der wahre Genuß des Lebens, ja das Leben selbst.
– August Wilhelm SchlegelIch leb und waiß nit, wie lang, // ich stirb und waiß nit wann, // ich far und waiß nit wahin, // mich wundert, das ich frölich bin.
– Martinus von BiberachIn den Gedanken ist mehr Wirklichkeit als in den Dingen.
– Gustave FlaubertIch werde mich indessen in das Gras legen und meine Nase oben zwischen den Halmen herausblühen lassen und romantische Empfindungen beziehen, wenn die Bienen und Schmetterlinge sich darauf wiegen, wie auf einer Rose.
– Georg BüchnerDen besten Unterricht zieht man aus vollständiger Umgebung.
– Johann Wolfgang von GoetheWir können von der Dauer unseres Körpers nur eine höchst inadäquate Erkenntnis haben.
– Baruch de SpinozaWer gar zuviel bedenkt, wird wenig leisten.
– Friedrich SchillerMänner heiraten aus Überdruß, Frauen aus Neugier. Beide werden enttäuscht.
– Oscar WildeDer Roman ist eine subjektive Epopee, in welcher der Verfasser sich die Erlaubnis ausbittet, die Welt nach seiner Weise zu behandeln. Es fragt sich also nur, ob er eine Weise habe, das andere wird sich schon finden.
– Johann Wolfgang von GoetheHundebesitzer sind die rücksichtslosesten Menschen auf der Welt.
– Kurt TucholskyDie Empfindung vollzieht sich in einem passiven Bewegungsvorgang; sie scheint nämlich eine Veränderung zu sein.
– AristotelesSeitdem ist mein Museum mein Kind!
– Oskar SeyffertDer Sänger singt am Weiher leise, // doch singt er etwas leierweise.
– Erich MühsamDer Umgang mit Altersgenossen ist angenehmer, der mit Älteren sicherer.
– Ambrosius von MailandGegen den Kulturstrom kann man nicht schwimmen, doch man kann sich an Land retten.
– August StrindbergWer die Freiheit nicht im Blut hat, wer nicht fühlt, was das ist: Freiheit - der wird sie nie erringen.
– Kurt TucholskyAnstatt meinen Worten zu widersprechen, sollten sie nach meinem Sinne handeln.
– Johann Wolfgang von GoetheDie Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme // Die Moscheen unsere Kasernen, die Gläubigen unsere Soldaten // Diese göttliche Armee ist bereit // […] // Gott ist groß, Gott ist groß.
– Ziya GökalpWer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.
– Kurt TucholskyWäre ich nicht Alexander, wollte ich Diogenes sein.
– Alexander der GroßeDie Blume verblüht, // Die Frucht muß treiben.
– Friedrich SchillerIn praktischer (moralisch-praktischer) Bedeutung aber ist ein Glaube an das Übersinnliche nicht allein möglich, sondern er ist gar mit dieser unzertrennlich verbunden.
– Immanuel KantLasst uns jetzt die Römer von ihrer ständigen Sorge befreien, da ihnen das Warten auf den Tod eines alten Mannes lange vorkommt.
– Hannibal BarkasNicht nachgeben bedeutet manchmal getötet werden, aber nachgeben bedeutet geschwächt werden.
– Charles-Maurice de Talleyrand-PérigordDer Volksmund vergangener Jahrhunderte ist unmittelbar nicht mehr auszubeuten, wir können jetzt nur die Sprichwörter sammeln, die in die Literatur übergegangen sind.
– Karl Friedrich Wilhelm WanderIch werde nie zum Frühling sagen: verzeihen Sie, Sie haben dort ein welkes Blatt, oder zum Herbst: nehmen Sie es ja nicht übel, dieser Apfel ist nur zur Hälfte roth.
– Friedrich HebbelEine schlimmere Rotte gewohnheitsmäßiger Verbrecher als unsere Fürsten kennt die Geschichte nicht; juristisch betrachtet, gehören sie fast alle ins Zuchthaus.
– Houston Stewart ChamberlainIch befand mich bei dem Gedanken, in Florenz zu sein, und durch die Nähe der großen Männer, deren Gräber ich eben gesehen hatte, in einer Art Ekstase. […] Als ich Santa Croce verließ, hatte ich starkes Herzklopfen; in Berlin nennt man das einen Nervenanfall; ich war bis zum Äußersten erschöpft und fürchtete umzufallen.
– StendhalAlle Theorie ist grau, und nur der Wald und die Erfahrung sind grün.
– Friedrich Wilhelm Leopold PfeilDankbare Menschen sind wie fruchtbare Felder, sie geben das Empfangene zehnfach zurück.
– August von Kotzebue