Zufällige Zitate
Der Mensch verkrüppelt in der Einsamkeit, der richtige, volle, gesunde Mensch ist nur der Mensch in der Gesellschaft.
– Rudolf von JheringFürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.
– JesajaPolitik kann man in diesem Lande definieren als die Durchsetzung wirtschaftlicher Zwecke mit Hilfe der Gesetzgebung.
– Kurt TucholskySchlecht ist das Schlechte nicht, denn das verkennt man selten; das Mittelmäß'ge ist's, das leicht für gut kann gelten.
– Friedrich RückertMan eilt herbei, um die Unglücklichen zu betrachten, man bildet eine Gasse oder stellt sich an die Fenster, um die Züge und die Haltungen eines Menschen zu beobachten, der zum Tode verurteilt ist und weiß, dass er sterben muss: eitle, bösartige, unmenschliche Neugierde!
– Jean de La BruyèreIn Venedig ist Tassos Echo bereits verhallt // Und stumm rudert der liedlose Gondoliere.
– George Gordon ByronDie Ringenden sind die Lebendigen, und die in der Irre rastlos streben, sind auf gutem Weg.
– Gerhart HauptmannDer Mensch sollte alle seine Werke zunächst einmal in seinem Herzen erwägen, bevor er sie ausführt.
– Hildegard von BingenLuft! Luft! Mir erstickt das Herz!
– Richard WagnerNicht jeder Kunstrichter ist ein Genie, aber jedes Genie ist ein geborener Kunstrichter.
– Gotthold Ephraim LessingMäßigung übe nur stets; denn Maß ist von allem das Beste.
– HesiodAn Macht und Ehr'! Ei wohl, mein soll die Herrschaft Emden werden!
– Christopher MarloweAch, es ist doch ein saures Stück Brod, das Philosophieprofessorenbrod!
– Arthur SchopenhauerDie Katholiken terrorisieren das Land mit einer Auffassung vom Wesen der Ehe, die die ihre ist und die uns nichts angeht.
– Kurt TucholskyGott erhalte uns die Freundschaft. Man möchte beinah glauben, man sei nicht allein.
– Kurt TucholskyKeiner sey gleich dem andern, doch gleich sey jeder dem höchsten, // Wie das zu machen? Es sey jeder vollendet in sich.
– Friedrich SchillerIn der Satire wird die Wirklichkeit als Mangel dem Ideal als der höchsten Realität gegenüber gestellt.
– Friedrich SchillerDer Mann muss hinaus // In's feindliche Leben.
– Friedrich SchillerIn einer Stadt wie Frankfurt befindet man sich in einer wunderlichen Lage, immer sich kreuzende Fremde deuten nach allen Weltgegenden hin und erwecken Reiselust.
– Johann Wolfgang von GoetheDie Merkzeichen im Merkorgan induzieren die ihnen entsprechenden Impulse im zentralen Wirkorgan,die dann zu Quellen für die den Effektoren zufließenden Erregungsströme werden. Die wirkende Handlung verändert das Gegengefüge oder seine Wahrnehmung und bringt damit neue Merkmale ins Spiel, das von vorn beginnt.
– Jakob Johann von UexküllDie dogmatischen Ansichten der vorigen Jahrhunderte leben dann nur fort in den Vorurtheilen des Volks und in gewissen Disciplinen, die, in dem Bewußtsein ihrer Schwäche, sich gern in Dunkelheit hüllen.
– Alexander von HumboldtUmstände sollten niemals Grundsätze verändern.
– Oscar WildeDie Empfindung der eigenen Unwürdigkeit und der Glanz des Thrones können meine Blödigkeit nicht so kleinmütig machen, als die Gnade, die der allerhuldreichste Monarch über alle seine Untertanen mit gleicher Großmut verbreitet, mir Hoffnung einflößet: daß die Kühnheit, der ich mich unterwinde, nicht mit ungnädigen Auge werde angesehen werden.
– Immanuel KantDie wahre Liebe hat kaum eine Methode.
– Franz von SalesFrisch also! Mutig an's Werk!
– Friedrich SchillerSelbst das ärmste Herz hat noch irgendein Kleinod, an dem es hängt.
– Karl Emil FranzosWenn die Gerechtigkeit all ihre Strenge anwendete, würde die Erde bald eine Wüste sein.
– Pietro MetastasioMan versteht etwas nicht wirklich, wenn man nicht versucht, es zu implementieren.
– Donald Ervin KnuthWer will vergnüglich alten, // soll mit Niemand Feindschaft, // mit Jedermann Freundschaft, // mit Wenigen Gemeinschaft, // mit Vielen Kundschaft halten // und lassen Gott dann walten.
– Georg Rodolf WeckherlinEs gibt mehr Werkzeuge als Arbeiter, und von diesen mehr schlechte als gute.
– Jean de La BruyèreEs ist ein Schnitter, der heißt Tod, // Er mäht das Korn, wenn's Gott gebot; // Schon wetzt er die Sense, // Daß schneidend sie glänze, // Bald wird er dich schneiden, // Du mußt es nur leiden; // Mußt in den Erntekranz hinein, // Hüte dich, schönes Blümelein!
– Clemens BrentanoSie können den Leib töten, aber nicht die Seele.
– Ulrich ZwingliWohin treiben wir? Wir lenken schon lange nicht mehr, führen nicht, bestimmen nicht. Ein Lügner, wers glaubt. Schemen und Gespenster wanken um uns herum - taste sie nicht an: sie geben nach, zerfallen, sinken um. Es dämmert, und wir wissen nicht, was das ist: eine Abenddämmerung oder eine Morgendämmerung.
– Kurt TucholskyDann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.
– Susette Gontard