Zufällige Zitate
Der Ruhm ist die Sonne der Toten.
– Honoré de BalzacInsofern sich die Sätze der Mathematik auf die Wirklichkeit beziehen, sind sie nicht sicher, und insofern sie sicher sind, beziehen sie sich nicht auf die Wirklichkeit.
– Albert EinsteinIn der Satire wird die Wirklichkeit als Mangel dem Ideal als der höchsten Realität gegenüber gestellt.
– Friedrich SchillerDie Koketterie ist perfide, ohne es zu wissen; sie täuscht nicht, aber bewirkt, dass man sich täuscht.
– Théodore JouffroyIch betrachte mich oft als halber Marxist und halber Buddhist.
– Tendzin Gyatsho»[...] lieber zweimal fragen als einmal irregehen!«
– Scholem AlejchemDer Traum ist der beste Beweis dafür, daß wir nicht so fest in unsere Haut eingeschlossen sind, als es scheint.
– Friedrich HebbelOhne Bezug auf den Körper könnte sich unsere Sprache nicht entwickeln. Unsere Denkwege entspringen nicht der »reinen Vernunft«, sondern der Ratio des lebendigen Körpers.
– Andreas WeberAuch jetzt im Augenblick sollte jeder Gebildete Sternes Werke wieder zur Hand nehmen, damit auch das 19. Jahrhundert erführe, was wir ihrem schuldig sind, und einsähe, was wir ihm schuldig werden können.
– Johann Wolfgang von GoetheWenn wir von den Dichtern verlangen wollen, dass sie so idealisch sein sollen wie ihre Helden, wird es noch Dichter geben?
– Heinrich von KleistZum Teufel mit dem Geschwätz über die sexuelle Aufklärung der Jugend! Sie erfolgt noch immer besser durch den Mitschüler, der im Lesebuch das Wort »Horen« anstreicht, als durch den Lehrer, der die Sache als eine staatliche Einrichtung erklärt, die so wichtig sei und so kompliziert wie das Steuerzahlen.
– Karl KrausWenn ein schlechter Mensch einmal lächelt, sucht ihn Gott heim.
– Paul KellerDas Wort Gottes ist eine Lampe, deren Licht der Satz ist: Ihr seid die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges.
– Baha'ullahWas auch als Wahrheit oder Fabel // In tausend Büchern dir erscheint, // Das alles ist ein Turm zu Babel, // Wenn es die Liebe nicht vereint.
– Johann Wolfgang von GoetheDie Ehe ist ein Hafen im Sturm, öfter aber ein Sturm im Hafen.
– Jean Antoine Petit-SennSchreibtafel her! Ich muss mir's niederschreiben, // Dass einer lächeln kann und immer lächeln // Und doch ein Schurke sein.
– William ShakespeareUnd wir sollten nicht vertrauen? Wir!, die wir täglich Beweise der herrlichen, auch uns belebenden Natur haben, die uns nur Liebe zeigt, wir sollten Kampf und Uneinigkeit in unserer Brust hegen, wenn alles uns zur Ruhe und Schönheit ruft?
– Susette GontardGegensätze soll man nicht auszugleichen trachten, sondern produktiv gestalten.
– Richard von SchaukalGrau, teurer Freund, ist alle Theorie // Und grün des Lebens goldner Baum.
– Johann Wolfgang von GoetheIn jedem Mikrokosmos liegt der ganze Makrokosmos, und dieser enthält nichts mehr als jener.
– Arthur SchopenhauerDas Beste von allem ist, dass Gott mit uns ist.
– John WesleyDas Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber doch reichlich primitiver Legenden. […] Für mich ist die unverfälschte jüdische Religion wie alle anderen Religionen eine Incarnation des primitiven Aberglaubens. Und das jüdische Volk, zu dem ich gern gehöre und mit dessen Mentalität ich tief verwachsen bin, hat für mich doch keine andersartige Dignität als alle anderen Völker. Soweit meine Erfahrung reicht, ist es auch um nichts besser als andere menschliche Gruppierungen, wenn es auch durch Mangel an Macht gegen die schlimmsten Auswüchse gesichert ist. Sonst kann ich nichts 'Auserwähltes' an ihm wahrnehmen.
– Albert EinsteinEs gibt keine Grenzen der Dinge.
– Christian MorgensternEs lebe, wer sich tapfer hält!
– Johann Wolfgang von GoetheMit den Augen und mit dem Abzählen ist's nicht getan; man muß das Lied von innen heraus zum Klingen bringen, wozu gehört, daß man Wort und Vers und Stimmung zugleich in sich lebendig macht. Klingen muß das Lied.
– Ulrich von Wilamowitz-MoellendorffDen Männern kommt das Regiment zu, und ein jeder Ehemann ist Justitiarius in seinem Haus.
– Theodor Gottlieb von HippelEs lächelt der See, er ladet zum Bade.
– Friedrich SchillerDas wird selten oder nimmer gut, // was man ohn' Rat und Muße tut.
– Georg RollenhagenNun sei bedankt, mein lieber Schwan!
– Richard WagnerVon Gott sich einen Begriff sich abstrahieren zu wollen ist ebenso, als ein ganzes Konzert sich als einen Ton denken.
– Wilhelm HeinseWo man weniger weiß, argwöhnt man am meisten.
– Niccolò MachiavelliMan erkennt das Leben erst, wenn es entflieht, und man begreift es erst, wenn man die Macht darüber verloren hat.
– Francesco de SanctisDie Erfindung der Buchdruckerkunst macht dem menschlichen Verstande zwar Ehre, doch verliert sie sehr, wenn man sie mit der Erfindung der Buchstaben vergleicht.
– Thomas HobbesIn der Improvisation liegt die Stärke. Alle entscheidenden Schläge werden mit der linken Hand geführt werden.
– Walter BenjaminLieben heißt, in dem Anderen sich selbst erobern.
– Friedrich HebbelDas will ich jetzt in meinem Abschied, womit ich die Bürde und Last von meiner Seele abwerfe, keiner Empörung weiter statt zu geben, damit das unschuldige Blut nicht weiter vergossen werde
– Thomas MüntzerDer Mensch ist eine Maschine. Er hat keine unabhängigen Bewegungen, weder äußerlich noch innerlich. Er ist eine Maschine, angetrieben von äußeren Einflüssen und von äußeren Anstößen. Von sich aus ist er nur ein Automat mit einer gewissen Ansammlung von Erinnerungen vergangener Erfahrungen und mit einer gewissen Menge von Energie in Reserve.
– P. D. OuspenskyEin Schelm, der mehr gibt als er hat.
– Paul BussonEin Ganzes von Substanzen ist demnach ein Ganzes von Zufälligem, und die Welt besteht, ihrem Wesen nach, aus lauter Zufälligem.
– Immanuel KantHeut' ballt man nur die Hände, man faltet sie nicht mehr.
– Ferdinand Freiligrath