Zufällige Zitate
Alles neu, macht der Mai, macht die Seele frisch und frei.
– Hermann Adam von KampJe schwerer sich ein Erdensohn befreit, // Je mächt'ger rührt er unsre Menschlichkeit.
– Conrad Ferdinand MeyerEmpörung macht Mut. Es gibt keine feige Empörung.
– Sully PrudhommeDie nützlichsten Bürgertugenden sind Menschlichkeit, Billigkeit, Tapferkeit, Wachsamkeit und Arbeitsliebe.
– Friedrich II. (Preußen)Die Geschlagenen von heute werden die Sieger von morgen sein. Denn die Niederlage ist ihre Lehre.
– Karl LiebknechtDer Stil ist die Physiognomie des Geistes. Sie ist untrüglicher als die des Leibes. Affektation im Stil ist dem Gesichterschneiden zu vergleichen.
– Arthur SchopenhauerGehorche willig der Gewalt ! // Und bist du kühn und hältst du Stich
– Johann Wolfgang von GoetheAber freilich […] diese Zeit, welche das Bild der Sache, die Kopie dem Original, die Vorstellung der Wirklichkeit, den Schein dem Wesen vorzieht […]; denn heilig ist ihr nur die Illusion, profan aber die Wahrheit. Ja die Heiligkeit steigt in ihren Augen in demselben Maße, als die Wahrheit ab- und die Illusion zunimmt, so daß der höchste Grad der Illusion für sie auch der höchste Grad der Heiligkeit ist.
– Ludwig FeuerbachDie Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das den Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche dafür aber nichts zu tun.
– Kurt TucholskyMir willst du zum Gotte machen, // solch ein Jammerbild am Holze!
– Johann Wolfgang von GoetheDarin ist jedermann einig, daß Genie dem Nachahmungsgeiste gänzlich entgegen zu setzen sei. Da nun Lernen nichts als Nachahmen ist, so kann die größte Fähigkeit, Gelehrigkeit (Kapazität), als Gelehrigkeit, doch nicht für Genie gelten.
– Immanuel KantDas Kind soll spielen, es soll Erholungsstunden haben, aber es muss auch arbeiten lernen.
– Immanuel KantDer Glaube an einen lenkenden, strafenden Gott ist die letzte große Illusion der Menschheit, und was, wenn auch diese verloren ist? Dann ist sie klüger geworden - aber reicher, glücklicher?
– Jens Peter JacobsenDu hast keinen Begriff davon, wie es unsereinem zu Mute ist, wenn er immer so einen Riesen (Beethoven) hinter sich marschieren hört.
– Johannes BrahmsMenschen, die nicht auf ihre Vorfahren zurückblicken, werden auch nicht an ihre Nachwelt denken.
– Edmund BurkeBegrenzt in seinem Wesen, unbegrenzt in seinen Wünschen, ist der Mensch ein gefallener Gott, der sich an den Himmel erinnert.
– Alphonse de LamartineEin Glück, das man nie gekannt, zu entbehren, tut nicht weh, weh aber, ein Glück zu verlieren, an das man gewöhnt war.
– Thukydides[...] ein Augenblick, gelebt im Paradiese // wird nicht zu theuer mit dem Tod gebüßt.
– Friedrich SchillerAber der Friede erfordert unentwegen, zähen, dauernden Dienst, er verlangt Ausdauer, erlaubt keinen Zweifel.
– Aristide BriandNein.
– Alexander Graham BellWenn es kein Brot gibt für alle, macht man keine Kinder mehr, und die Nation verreckt!
– Émile ZolaEs erben sich Gesetz und Rechte // Wie eine ew'ge Krankheit fort; // Sie schleppen von Geschlecht sich zum Geschlechte // und rücken sacht von Ort zu Ort. // Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage; // Weh dir, dass du ein Enkel bist! // Vom Rechte, das mit uns geboren ist, // Von dem ist leider! nie die Frage.
– Johann Wolfgang von GoetheDurch das Geld vernichtet die Demokratie sich selbst, nachdem das Geld den Geist vernichtet hat.
– Oswald SpenglerNötig ist dies zu sagen und zu denken, daß nur das Seiende existiert. Denn seine Existenz ist möglich, die des Nichtseienden dagegen nicht.
– Parmenides von EleaManche Leute verneigen // Sich gern vor Leuten, die ernsten Gesichts // Langdauernd schweigen.
– Joachim RingelnatzGenuss heißt Leben. Hinweg denn, Sorgen! Die Zeit ist kurz für den Sterblichen.
– Friedrich JacobsUnser erkennender Geist spannt sich, indem er etwas erkennt, ins Unendliche aus.
– Thomas von AquinIch kann mir keinen persönlichen Gott denken, der die Handlungen der einzelnen Geschöpfe direkt beeinflusste oder über seine Kreaturen direkt zu Gericht säße.
– Albert EinsteinLauter und rein sich halten gibt mehr Kunst, denn Studieren.
– Heinrich SeuseBewunderung ist die Tochter der Unkenntnis.
– Benjamin FranklinAch, Unsinn, ich habe nie daran gedacht, wegen Ruhm und Ehre zu schreiben. Was in meinem Herzen ist, muß heraus, und deswegen schreibe ich.
– Ludwig van BeethovenLiteratur eignet sich nicht zur Darstellung von Sachverhalten, wohl aber zur Manipulation des Lesers und meiner selbst.
– Thomas RaabWir sind leicht bereit, uns selbst zu tadeln, unter der Bedingung, dass niemand einstimmt.
– Marie von Ebner-EschenbachIch fordere die Freiheit für unser deutsches Volk zurück. Wir wollen nicht in Sklavenketten unser kurzes Leben dahinfristen, und wären es goldene Ketten eines materiellen Überflusses.
– Kurt HuberWir haben Religion genug, um einander zu hassen, aber nicht genug, um einander zu lieben.
– Jonathan SwiftLesen heißt mit einem fremden Kopfe, statt des eigenen, denken.
– Arthur SchopenhauerEs ist ein Glück für die Welt, dass die wenigen Menschen zu Beobachtern geboren sind.
– Johann Wolfgang von GoetheIn dem glücklichen Mittelstande der menschlichen Gesellschaft, worinn ich gebohren wurde, sieht man die Anbauung des Geistes, und die Ausübung der meisten Tugenden nicht nur als Pflichten, sondern auch als den Grund unsers Wohlergehens an; und ich werde mich dieser Vortheile allezeit dankbarlich erinnern, weil ich Ihnen das unschätzbare Glück Ihrer Liebe schuldig bin.
– Sophie von La RocheSchade, schade, zu spät!
– Ludwig van BeethovenJünglinge schlummern hin, und Greise bleiben // Wach. Es schleichet der Tod nun hier, nun dort hin, // Hebt die Sichel, eilt, daß er schneide, wartet // Oft nicht der Ähre.
– Friedrich Gottlieb Klopstock