Zufällige Zitate
Ein sehr tiefgründiger, doch etwas phantasiereicher Erforscher der Bewegungsgesetze der Menschheit.
– Karl MarxAlle Mysterien, welche die Theorie zum Mystizismus verleiten, finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis und im Begreifen dieser Praxis.
– Karl MarxSobald der Mensch ein wenig an Gott denkt, fühlt sein Herz eine gewisse beglückende Erregung, die Zeugnis gibt, dass Gott der Gott des menschlichen Herzens ist.
– Franz von SalesMan muss gestehen: daß die größten Übel, welche gesittete Völker drücken, uns vom Kriege, und zwar nicht so sehr von dem, der wirklich oder gewesen ist, als von der nie nachzulassenden und so gar unaufhörlich vermehrten Zurüstung zum künftigen, zugezogen werden.
– Immanuel KantWie viele Weise giebt’s zu dieser Frist, // Und doch, wie ist der Weisen Schaar so klein! – // Weil jeder Diamant nur Kohle ist, // Glaubt jede Kohle Diamant zu sein.
– Emil RittershausDas Glück des Menschen ist, das zu lieben, was sie tun müssen. Auf diesem Prinzip ist die Gesellschaft nicht aufgebaut.
– Claude Adrien HelvétiusWer wenig denkt, der irrt viel.
– Leonardo da VinciNötig ist dies zu sagen und zu denken, daß nur das Seiende existiert. Denn seine Existenz ist möglich, die des Nichtseienden dagegen nicht.
– Parmenides von EleaDie Bibliotheken füllen sich an mit Büchern, die Geister werden aber immer ärmer an Bildung. Man schreibt nicht mehr, man schreibt ab.
– Gerolamo CardanoHundebesitzer sind die rücksichtslosesten Menschen auf der Welt.
– Kurt TucholskyAch die Gewohnheit ist // Ein lästiges Ding, selbst an Verhaßtes fesselt sie!
– Franz GrillparzerReligionen sind dem Volke notwendig, und sind ihm eine unschätzbare Wohltat. Wenn sie jedoch den Fortschritten der Menschheit in der Erkenntnis der Wahrheit sich entgegenstellen wollen; so müssen sie mit möglichster Schonung bei Seite geschoben werden.
– Arthur SchopenhauerOhne die blinden Schüler ist noch nie der Einfluss eines Mannes und seines Werkes groß geworden. Einer Erkenntnis zum Siege verhelfen heißt oft nur: sie so mit der Dummheit verschwistern, dass das Schwergewicht der letzteren auch den Sieg für die erstere erzwingt.
– Friedrich NietzscheRasch tritt der Tod den Menschen an, // Es ist ihm keine Frist gegeben, // Es stürzt ihn mitten in der Bahn, // Es reißt ihn fort vom vollen Leben, [...]
– Friedrich SchillerDer Mensch ist am wenigsten er selbst, wenn er für sich selbst spricht. Gib ihm eine Maske, und er wird dir die Wahrheit sagen.
– Oscar WildeWie das Zwielicht unheimlicher ist als die Nacht, so ist die halbe Bildung verderblicher als die Unwissenheit.
– Karl Emil FranzosLeichtgläubige Menschen verfallen leicht dem Aberglauben.
– Martin Luther KingDie Neigung der Menschen, kleine Dinge für wichtig zu halten, hat sehr viel Großes hervorgebracht.
– Georg Christoph LichtenbergDie ich rief, die Geister, / Werd' ich nun nicht los.
– Johann Wolfgang von GoetheEine Nation aber ist die Summe des Geistes sämtlicher ausgezeichneter Männer und Weiber. Wer will sich nun vermessen, diesen Geist polizeilich-pädagogisch zu bevormunden? Und wer in aller Welt soll denn die ungeschminkte nackte Wahrheit erfahren, wenn nicht er? Soll eine ganze Nation mit einem Scheuleder von der Wiege zum Grabe pilgern wie ein Mädchenpensionat hinter einer Gouvernante?
– Carl SpittelerBleibe jeder mir ferne, der meint, ich sei für seine Langeweile gerade gut.
– Emil GöttNun, meine Seele, heißt es Abschied nehmen.
– René DescartesIch sterbe glücklich.
– Charles James FoxDer Narr lebt arm, um reich zu sterben.
– Barthold Heinrich BrockesDuldet mutig, Millionen! // Duldet für die beßre Welt!
– Friedrich SchillerDie Mathematik ist nicht da, solange wir sie nicht da hinstellen.
– Arthur Stanley EddingtonDer Ring macht Ehen, // Und Ringe sind's, die eine Kette machen.
– Friedrich SchillerIch habe nichts gegen das Wissen, aber Weisheit ist mir lieber. Weisheit entspringt nicht so sehr aus dem Verstande als aus dem Herzen.
– Peter RoseggerIch liebe dich, du Seele, die da irrt // im Thal des Lebens nach dem rechten Glücke.
– Christian MorgensternEs regt sich was im Odenwald.
– Joseph Victor von ScheffelJemand sagte einmal, wenn ein Mann sich irre, behaupte er, zweimal zwei sei fünf – und der Fehler könne korrigiert werden; eine Frau aber behaupte, wenn sie sich irre, zweimal zwei sei eine Lampe – und dagegen sei kein Kraut gewachsen.
– Henryk SienkiewiczDu siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann, wenn sie vergeht!
– Friedrich HebbelJede gute Erzählung, so wie gute Dichtung, umgibt sich von selber mit Lehren.
– Jean PaulNichts in der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit.
– Martin Luther KingEs wächst der Mensch mit seinen größern Zwecken.
– Friedrich SchillerGibt es feindlichere Begriffe auf Erden als Kunst und Zufriedenheit?
– Jakob WassermannIch glaube, Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren.
– Michail GorbatschowDer Mensch entdeckt zuletzt nicht die Welt, sondern seine Tastorgane und Fühlhörner und deren Gesetze - aber ist deren Existenz nicht schon ein genügender Beweis für die Realität? Ich denke, der Spiegel beweist die Dinge.
– Friedrich NietzscheDaher denn auch der Mathematiker seine Formelsprache so hoch steigert, uns, insofern es möglich, in der meßbaren und zählbaren Welt die unmeßbare mitzubegreifen. Nun erscheint ihm alles greifbar, faßlich und mechanisch, und er kommt in den Verdacht eines heimlichen Atheismus, indem er ja das Unmeßbarste, welches wir Gott nennen, zugleich mitzuerfassen glaubt und daher dessen besonderes oder vorzügliches Dasein aufzugeben scheint.
– Johann Wolfgang von Goethe