Zufällige Zitate
Nie die Geheimnisse der Höheren wissen. Man glaubt, Kirschen mit ihnen zu essen, wird aber nur die Steine erhalten. Vielen gereichte es zum Verderben, dass sie Vertraute waren: Sie gleichen einem Löffel aus Brot und laufen nachher dieselbe Gefahr wie dieser.
– Baltasar Gracián y MoralesWir spielen gerne mit der Einbildungskraft; aber die Einbildungskraft (als Phantasie) spielt eben so oft und bisweilen sehr ungelegen auch mit uns.
– Immanuel KantSchenke mit Geist ohne List. // Sei eingedenk, // Daß dein Geschenk // Du selber bist.
– Joachim RingelnatzNiemals ist das Bündnis mit einem Mächtigen verlässlich.
– PhaedrusDer Starke ist am mächtigsten allein.
– Friedrich SchillerDas schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche zu verehren.
– Johann Wolfgang von GoetheSieglos sein ist mehr als Tod.
– Gottfried KinkelStolz will nicht schulden, Eigennutz nicht zahlen.
– François de La RochefoucauldDer Witz ist das Epigramm auf den Tod eines Gefühls.
– Friedrich NietzscheUnd wer des Knäuels zartes Ende hält, // Der schlingt sich wohl durchs Labyrinth der Welt.
– Johann Wolfgang von GoetheIm Verzeichnis geht ihr als Männer, so wie Windhunde, Wachtelhunde, Pudel, Möpse, Bullen-Beißer, Schäferhunde, alle unter dem allgemeinen Namen Hund begriffen werden; die besondere Bestimmung unterscheidet den schnellen, den langsamen, den schlauen, den Haushüter, den Jäger, einen jeden durch eine gewisse Gabe der gütigen Natur, die seiner Art eigen ist, und ihn aus der allgemeinen Gattung auszeichnet.
– William ShakespeareFrauen vermengen unaufhörlich das Geringfügigste mit dem Wichtigsten, die Nebensachen mit den Hauptpointen, die Person und die Sache.
– Bogumil GoltzEin Kind ist wie ein Buch, aus dem man lesen kann und in das wir schreiben sollen.
– Peter RoseggerEin Buch ist ein Spiegel, aus dem kein Apostel herausgucken kann, wenn ein Affe hineinguckt.
– Georg Christoph LichtenbergAlle Vorurteile kommen aus den Eingeweiden.
– Friedrich NietzscheRede mit jeder Frau, als würdest du sie lieben, und mit jedem Mann, als würde er dich langweilen.
– Oscar WildeWelche Religion ich bekenne? Keine von allen, // Die du mir nennst! „Und warum keine”? Aus Religion.
– Friedrich SchillerEs giebt eine Bescheidenheit, die nur der Mantel des Hochmuths ist.
– Carmen SylvaMit dem Beruf geht es wie mit der Ehe, man merkt das Störende darin schließlich nicht mehr so.
– Honoré de BalzacWas glänzt dort vom Walde im Sonnenschein? // Hör's näher und näher brausen.
– Theodor KörnerAuf der lyrischen Oase // wiegt als Palmbaum sich die Phrase.
– Arno HolzWer die Welt will recht verstehn, Muß ihr klar in's Auge sehn.
– Friedrich von BodenstedtWas ist also Wahrheit? Ein bewegliches Heer von Metaphern, Metonymien, Anthropomorphismen kurz eine Summe von menschlichen Relationen, die, poetisch und rhetorisch gesteigert, übertragen, geschmückt wurden, und die nach langem Gebrauche einem Volke fest, canonisch und verbindlich dünken: die Wahrheiten sind Illusionen, von denen man vergessen hat, dass sie welche sind, Metaphern, die abgenutzt und sinnlich kraftlos geworden sind, Münzen, die ihr Bild verloren haben und nun als Metall, nicht mehr als Münzen in Betracht kommen.
– Friedrich NietzscheZu Cöln am Rheine kniet ein Weib // Am Rabensteine unter'm Rade, // Und über'm Rade liegt ein Leib, // An dem sich weiden Kräh' und Made;
– Annette von Droste-HülshoffSelbst im Fall einer Revolution würden die Deutschen sich nur Steuerfreiheit, nie Gedankenfreiheit erkämpfen.
– Friedrich HebbelDie größte Nachsicht mit einem Menschen entspringt aus der Verzweiflung an ihm.
– Marie von Ebner-EschenbachDurch nichts entziehen wir uns so sehr dem Zwange von außen wie durch Selbstzwang.
– Arthur SchopenhauerWas aber die Leute gemeiniglich das Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche
– Arthur SchopenhauerWir können aber den Begriff des Menschen nicht zuende denken, ohne auf den freien Geist als die reinste Ausprägung der menschlichen Natur zu kommen.
– Rudolf SteinerMutter Germania gebar in legitimer Ehe mit dem Geist der Zeit drei Söhne, den Konfektionsreisenden, den Oberlehrer und den Radfahrer.
– Erich MühsamKein Band hält so fest wie dieses.
– Otto von BismarckGeld ohne Liebe ist wie Salz ohne Kraft.
– Martin Luther KingNein, der Sinn versinkt wie im Traum // In dem auferwachten Tage, // Und du suchst im ganzen Raum // Endlos deine eigne Sage.
– Konrad Weiß (Dichter)Es ist nichts, was den geschulten Verstand mehr kultiviert und bildet, als Geographie.
– Immanuel KantDie Pflicht sei tätig, wo die Liebe verstummt.
– Johann Wolfgang von Goethe