Zufällige Zitate
Nichts bedarf dringender der Verbesserung als die Angewohnheiten anderer Leute.
– Mark TwainWas jung ist, // will jung sein, // das ist so Brauch! // als wir jung waren, // wollten wir's auch!
– Cäsar FlaischlenAnfangs hielt ich sie für eine neue Art von Licht. Sicher aber war es etwas Neues, noch Unbekanntes.
– Wilhelm Conrad RöntgenAls ob man die Zeit totschlagen könnte, ohne die Ewigkeit zu verletzen.
– Henry David ThoreauWenn die Religion von dem vielen Dampf, den sie machen muß, nur nicht bald selbst verdampft!
– Christian Dietrich Grabbe[…] Seitdem ziehe ich es vor, lieber unter dem Verdacht zu leben, gar kein richtiger Theologe zu sein, als meinen Hörern die klare Botschaft durch intellektuelle Angebereien zu vernebeln. Mit anderen Worten: Ich bin lieber Theo der Holzfäller als ein theologischer Süßholzraspler.
– Theo LehmannMan weiss nur zu wohl, dass unter euch noch etliche Dumme sind, die es nicht über sich bringen können, der Idee dieses infamen Gottes abzuschwören und die Religion zu verabscheuen [Rede des Herzogs].
– Donatien Alphonse François de SadeDie Kirche Roms hat durch die Einführung des Weihnachtsfestes das Christenthum gerettet.
– Paul de LagardeGott sieht nicht so sehr darauf, was geschieht, sondern auf die Art, wie es geschieht.
– Franz von SalesWenn sich die Leute einmal an all dem Fahren und Reiten und Gleiten und Fliegen sattgetummelt haben, dann werden sie wieder anfangen, zu Fuß zu gehen.
– Peter RoseggerDeutschland ist eine anatomische Merkwürdigkeit: Es schreibt mit der Linken und tut mit der Rechten.
– Kurt TucholskyDie vielen können nichts, der einzige kann alles.
– Carl SpittelerFertig bin ich allenfalls // Mit der Welt nun hier auf Erden, // Und nichts bleibt mir übrig, als // Fertig mit mir selbst zu werden.
– Friedrich RückertDer Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte, machte eine böse Entdeckung.
– Georg Christoph LichtenbergVoltaire sagte, der Himmel habe uns zum Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens zwei Dinge gegeben: die Hoffnung und den Schlaf. Er hätte noch das Lachen dazu rechnen können; [...].
– Immanuel KantWillst du dich am Ganzen erquicken, so musst du das Ganze im Kleinsten erblicken.
– Johann Wolfgang von GoetheNationen, die in sich unverträglich sind, gewinnen durch Kriege nach außen Ruhe im Innern.
– Georg Wilhelm Friedrich HegelDie meisten unserer Kritiker sind nur deshalb Scharfrichter geworden, weil sie keine Könige werden konnten.
– Friedrich HebbelDenn Kunst ist nichts anderes als Gestaltung mit beliebigem Material.
– Kurt SchwittersEs gibt Möglichkeiten für mich, gewiss, aber unter welchem Stein liegen sie?
– Franz KafkaDas war kein Heldenstück, Octavio! Nicht deine Klugheit siegte über meine...
– Friedrich SchillerDer Körper kann große Lasten tragen, wenn man ihn strafft. Mit der Seele ist es ebenso.
– Michel de MontaigneDie Einrichtungen zum Studium in diesem Land waren ärmlich. Es gab nicht mal Modell-Klassen in den Kunstschulen und Malschulen.
– Thomas EakinsDie Poësie lößt fremdes Dasein in Eignen auf.
– NovalisMan muß der Natur darin nachstreben, daß sie keine Zwischenglieder, keine Nebensachen, kein Provisorium kennt, sondern jedes Ding als Hauptsache behandelt.
– Hugo von HofmannsthalAm Ziele deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel.
– Marie von Ebner-EschenbachWas getan ist, tue nicht!
– CiceroUns ist ganz kannibalisch wohl, // Als wie fünfhundert Säuen!
– Johann Wolfgang von GoetheDass eine Masse von Menschen dahin gebracht wird, die reale Gegenwart kohärent und auf einheitliche Weise zu denken, ist eine ›philosophische‹ Tatsache, die viel wichtiger und ›origineller‹ ist, als wenn ein philosophisches ›Genie‹ eine neue Wahrheit entdeckt, die Erbhof kleiner Intellektuellengruppen bleibt.
– Antonio GramsciAm Brunnen vor dem Tore, // Da steht ein Lindenbaum, // Ich träumt' in seinem Schatten // So manchen süßen Traum. // Ich schnitt in seine Rinde // So manches liebe Wort, // Es zog in Freud' und Leide // Zu ihm mich immer fort.
– Wilhelm MüllerSich im Respekt zu erhalten // Muss man recht borstig sein. // Alles jagt man mit Falken, // Nur nicht das wilde Schwein.
– Johann Wolfgang von Goethe[...] hält uns daher ein Componist vor seiner Musik ein Programm entgegen, so sag' ich: »vor allem lass mich hören, dass du schöne Musik gemacht, hinterher soll mir auch dein Programm angenehm sein«.
– Robert SchumannÜber kurz oder lang wird man nur noch reisen, wie man in den Krieg zieht oder in einen Luftballon steigt, bloß von Berufs wegen. [...] In alten Zeiten ging der Prophet zum Berge, jetzt vollzieht sich das Wunder und der Berg kommt zu uns. Das Beste vom Parthenon sieht man in London und das Beste von Pergamum in Berlin, und wäre man nicht so nachsichtig mit den lieben, nie zahlenden Griechen verfahren, so könnte man sich (am Kupfergraben) im Laufe des Vormittags in Mykenä und nachmittags in Olympia ergehn.
– Theodor FontaneWas ist Wahrheit? [...] Drei Wochen Pressearbeit, und alle Welt hat die Wahrheit erkannt. Ihre Gründe sind so lange unwiderleglich, als Geld vorhanden ist, sie ununterbrochen zu wiederholen.
– Oswald SpenglerIst aber der Frühling gekommen, so schmilzt zwar der Schnee, doch die Ehe bleibt. Allein man muß sein Sinnen auf alle Jahreszeiten richten.
– Jean-Jacques RousseauOb einem reiche Totengabe wird zuteil, das ist nur eitle Prahlerei der Lebenden.
– EuripidesMit der Zahl der Leistungen eines Tieres wächst auch die Anzahl der Gegenstände, die seine Umwelt bevölkern. Sie erhöht sich im Lauf des individuellen Lebens eines jeden Tieres, das Erfahrungen zu sammeln vermag. Denn jede neue Erfahrung bedingt die Neueinstellung gegenüber neuen Eindrücken. Dabei werden neue Merkbilder mit neuen Wirktönen geschaffen.
– Jakob Johann von UexküllDie Fabel von der Pandora ist mir von jeher nicht klar gewesen, ja, ungereimt und verkehrt vorgekommen.
– Arthur Schopenhauer