Zufällige Zitate
Der Autor, der fremde Kostüme ausklopft, kommt dem stofflichen Interesse von der denkbar bequemsten Seite bei. Der geistige Leser hat deshalb das denkbar stärkste Misstrauen gegen jene Erzähler, die sich in exotischen Milieus herumtreiben.
– Karl KrausWo die Kraft nicht reicht, komme die Täuschung hinzu.
– Pietro MetastasioIch sage euch: man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Ich sage euch: ihr habt noch Chaos in euch.
– Friedrich NietzscheDie Idee des Rechts muss und wird früher oder später den Sieg davontragen über die Idee der Gewalt.
– Wilhelm SolfAus Bequemlichkeit suchen wir nach Gesetzen.
– NovalisDie wahre Medizin des Geistes ist die Philosophie.
– CiceroDoch große Seelen dulden still.
– Friedrich SchillerFortschritt ist nur die Verwirklichung von Utopien.
– Oscar WildeNicht wer zu wenig hat, sondern wer mehr begehrt, ist arm.
– Seneca d.J.Lieber tot als Sklave.
– Detlev von LiliencronJedes Ich ist Persönlichkeit, folglich geistige Individualität.
– Jean PaulJedes Werkzeug erhält nämlich dadurch seine Vollendung, dass es nicht mehreren, sondern nur einem Zwecke dient.
– AristotelesDurch nichts entziehen wir uns so sehr dem Zwange von außen wie durch Selbstzwang.
– Arthur SchopenhauerIch glaube, daß die Bibel allein die Antwort auf alle unsere Fragen ist und daß wir nur anhaltend und demütig zu fragen brauchen, um die Antwort von ihr zu bekommen.
– Dietrich BonhoefferDie Entdeckung eines neuen Gerichtes ist für das Glück der Menschheit wichtiger, als die Entdeckung eines neuen Gestirnes.
– Jean Anthelme Brillat-SavarinWir treiben die Sache, von der wir besessen sind und getrieben werden, niemals gut vorwärts.
– Michel de MontaigneMan muss gestehen: daß die größten Übel, welche gesittete Völker drücken, uns vom Kriege, und zwar nicht so sehr von dem, der wirklich oder gewesen ist, als von der nie nachzulassenden und so gar unaufhörlich vermehrten Zurüstung zum künftigen, zugezogen werden.
– Immanuel KantMit Andacht lies, und dich wird jedes Buch erbauen; Mit Andacht schau, und du wirst lauter Wunder schauen; Mit Andacht sprich nur, und man hört dir zu andächtig; Mit Andacht bist du stark, und ohn' Andacht ohnmächtig.
– Friedrich RückertManch Kapital, das heute in den Vereinigten Staaten ohne Geburtsschein auftritt, ist erst gestern in England kapitalisiertes Kinderblut.
– Karl MarxFreundschaft ist wie Geld, leichter gewonnen als erhalten.
– Samuel Butler d.J.Dein Auge kann die Welt trüb' oder hell dir machen; // Wie du sie ansiehst, wird sie weinen oder lachen.
– Friedrich RückertDer Äpfelchen begehrt Ihr sehr, // Und schon vom Paradiese her. // Von Freuden fühl ich mich bewegt, // Dass auch mein Garten solche trägt.
– Johann Wolfgang von GoetheWohltaten, Mensch, sind nichts als Dampf. // Hol dir dein Recht im Klassenkampf -!
– Kurt TucholskyHeureka!
– ArchimedesEs geht nicht anders, lieber Törleß, die Mathematik ist eine ganze Welt für sich und man muß reichlich lange in ihr gelebt haben, um alles zu fühlen, was in ihr notwendig ist.
– Robert MusilOb einem reiche Totengabe wird zuteil, das ist nur eitle Prahlerei der Lebenden.
– EuripidesSollst nicht uns lange klagen, // Was alles dir wehe thut. // Nur frisch, nur frisch gesungen! // Und alles ist wieder gut.
– Adelbert von ChamissoDie Buchhändler sind alle des Teufels, für sie muß es eine eigene Hölle geben
– Johann Wolfgang von GoetheWenn Kenntnisse und Lebensklugheit sich in einer Person vereint finden, frage ich nicht nach dem Geschlecht: Ich bewundere.
– Jean de La BruyèreDer Mensch verkrüppelt in der Einsamkeit, der richtige, volle, gesunde Mensch ist nur der Mensch in der Gesellschaft.
– Rudolf von JheringRosen auf den Weg gestreut // Und des Harms vergessen! // Eine kleine Spanne Zeit // Ward uns zugemessen.
– Ludwig Christoph Heinrich HöltyOhne Enthusiasmus, der die Seele mit einer gesunden Wärme erfüllt, wird nie etwas Großes zu Stande gebracht werden.
– Adolph Freiherr KniggeEine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.
– Albert EinsteinWohin treiben wir? Wir lenken schon lange nicht mehr, führen nicht, bestimmen nicht. Ein Lügner, wers glaubt. Schemen und Gespenster wanken um uns herum - taste sie nicht an: sie geben nach, zerfallen, sinken um. Es dämmert, und wir wissen nicht, was das ist: eine Abenddämmerung oder eine Morgendämmerung.
– Kurt TucholskyJe länger das Haar, desto kürzer der Verstand
– Otto Weininger