Zufällige Zitate
Das unfehlbare Mittel, Autorität über die Menschen zu gewinnen, ist, sich ihnen nützlich zu machen
– Marie von Ebner-EschenbachWir blicken so gern in die Zukunft, weil wir das Ungefähre, was sich in ihr hin und her bewegt, durch stille Wünsche so gern zu unsern Gunsten heranleiten möchten.
– Johann Wolfgang von GoetheWas das Wollen selbst anbetrifft, so ist es unrichtig, wenn man sagt, daß es Gegenstand des freien Willens sei
– Gottfried Wilhelm LeibnizMan irret nicht deswegen, weil der Verstand die Begriffe reglos verknüpfet, sondern, weil man dasjenige Merkmal, was man in einem Dinge nicht wahrnimmt, auch von ihm verneinet, und urteilt, daß dasjenige nicht sei, wessen man sich in einem Dinge nicht bewußt ist.
– Immanuel KantUm edel zu empfinden, // Lasst Scham nicht aus der Seele schwinden.
– Wolfram von EschenbachWas liegt alles in den wenigen Worten:
– Wilhelm RaabeEuch öffnen sich des Glückes goldne Tore.
– Friedrich SchillerEs ist wirklich schwer einzusehen, wie Menschen, die der Gewohnheit, sich selbst zu regieren, vollständig entsagt haben, im stande sein könnten, diejenigen gut auszuwählen, die sie regieren sollen.
– Alexis de TocquevilleFriss Vogel, oder stirb.
– Johann Nikolaus WeislingerEin Kerl, der spekuliert, // Ist wie ein Tier, auf dürrer Heide // Von einem bösen Geist im Kreis herumgeführt, // Und ringsumher liegt schöne grüne Weide.
– Johann Wolfgang von GoetheSie litten alle unter der Angst, keine Zeit für alles zu haben, und wussten nicht, dass Zeit haben nichts anderes heißt, als keine Zeit für alles zu haben.
– Robert MusilFür müde Füße ist jeder Weg zu lang.
– Georg BüchnerDenn der Geist allein ist unsterblich.
– Edmund HusserlAlle Vögel sind schon da, / Alle Vögel, alle!
– August Heinrich Hoffmann von FallerslebenVor Ihro Kayserliche Majestät hab ich, wie immer, schuldigen Respect. Er aber, sags ihm, er kann mich im Arsch lecken.
– Götz von BerlichingenZu welchen Kindereien sinkt nicht der Mensch selbst in seinem reifen Alter hinab, wenn er sich am Leitseil der Sinnlichkeit führen läßt!
– Immanuel Kant[...] wer nicht einmal ein vollkommenes Kind war, der wird schwerlich ein vollkommener Mann.
– Friedrich HölderlinWer immer in Zerstreuungen lebt, wird fremd in seinem eignen Herzen.
– Adolph Freiherr KniggeDas Weib erträgt den Himmel nicht!
– Adalbert StifterDas wird selten oder nimmer gut, // was man ohn' Rat und Muße tut.
– Georg RollenhagenDer Wagen hat keine Stelle, an der das fünfte Rad zu befestigen ist.
– FreidankDie Natur reguliert sich eben am besten von selbst, und kurzsichtiges Eingreifen des Menschen wird niemals Gutes zeitigen auch nicht im umgekehrten Sinne, wie es wohlmeinende Naturfreunde öfters versucht haben.
– Kurt FloerickeDaß Gott auf den Gedanken kam, die Welt zu schaffen, bewundert man; aber wie wenige sind mit der Art und Weise, wie er seinen hübschen Gedanken ausführte, zufrieden!
– Karl GutzkowSpiele fleißig Fugen guter Meister, vor allen von Joh. Seb. Bach. Das »Wohltemperirte Clavier« sei dein täglich Brod.
– Robert SchumannGlücklicher Säugling! Dir ist ein unendlicher Raum noch die Wiege, // Werde Mann, und dir wird eng die unendliche Welt.
– Friedrich SchillerDenn in hundert Schlachten hundert Siege zu erringen ist nicht der Inbegriff des Könnens. Der Inbegriff des Könnens ist, den Feind ohne Gefecht zu unterwerfen.
– SunziMüßiggang ist aller Laster Anfang.
– Georg BüchnerDer sozialistische Staat hat die Vernichtung der persönlichen und politischen Freiheit zur Vorbedingung. (Widerspruch bei den Sozialisten.) — Jawohl! Krasser Despotismus einer Majorität oder einzelner weniger Leute, die dem Einzelnen vorschreibt, was er zu arbeiten hat, was er dafür für einen Lohn empfängt und was er dafür zu konsumiren hat; das ist der sozialistische Staat. (Widerspruch.) Es ist ja alles, was die Sozialisten wollen, gedruckt zu lesen; über ihre Tendenz ist ja nur die Polizei im Unklaren. (Große Heiterkeit.)
– Eugen RichterDie Lotterie ist eine Dummheit!
– Honoré de BalzacDie Anatomie des Menschen ist ein Schlüssel zur Anatomie des Affen. Die Andeutungen auf Höhres in den untergeordnetren Tierarten können dagegen nur verstanden werden, wenn das Höhere selbst schon bekannt ist. Die bürgerliche Ökonomie liefert so den Schlüssel zur antiken etc. Keineswegs aber in der Art der Ökonomen, die alle historischen Unterschiede verwischen und in allen Gesellschaftsformen die bürgerlichen sehen.
– Karl MarxIch breche ab, und sage nicht mehr, als daß diejenigen Recht zu haben scheinen, welche viel Künstler gehört, aber doch alle bekennen, es sey nur ein Bach in der Welt gewesen; und ich thue noch hinzu, daß die bachischen Schuhe wenigen gerecht sind.
– Jakob AdlungDer Egoismus hat seinen Kreislauf vollendet, und diese Vollendung hat er in der Concurrenz erreicht. In ihr hat der Egoismus seine klassische Gestalt erhalten.
– Moses HessEs muß was Schönes sein um die Tugend, Herr Hauptmann, aber ich bin ein armer Kerl.
– Georg BüchnerAch wenn du wärst mein eigen!
– Ida von Hahn-HahnAufgabe des Historikers ist es nicht, Tugendpreise zu verteilen, Denkmalsentwürfe vorzuschlagen, noch irgendeinen Katechismus aufzustellen; er hat vielmehr das am wenigsten Individuelle in den Ereignissen zu verstehen; die Fragen, die Chronikschreiber interessieren und Romanschriftsteller begeistern, läßt er am liebsten beiseite.
– Georges SorelDann müsst Ihr melden von einem der nicht klug genug war - doch zu sehr liebte.
– William ShakespeareEinen Menschen verstehen heißt also: er selbst sein.
– Otto WeiningerDer Grundsatz, nach dem ich entscheide, ist: Die Schuld ist immer zweifellos.
– Franz KafkaDas Kennzeichen des unreifen Menschen ist, daß er für eine Sache nobel sterben will, während der reife Mensch bescheiden für eine Sache leben möchte.
– Wilhelm Stekel