Zufällige Zitate
Das Denken ist jenseits von Subjekt und Objekt. Es bildet diese beiden Begriffe ebenso wie alle anderen. […] Das Subjekt denkt nicht deshalb, weil es Subjekt ist; sondern es erscheint sich als ein Subjekt, weil es zu denken vermag. […] Ich darf niemals sagen, dass mein individuelles Subjekt denkt; dieses lebt vielmehr selbst von des Denkens Gnaden.
– Rudolf SteinerDaß die Zärtlichkeit noch barbarischer zwingt, als Tyrannenwuth! — Was soll ich? Ich kann nicht! Was muß ich thun?
– Friedrich SchillerDie Geschichte geht zu Ende, und es erscheinen die Geschichtsschreiber.
– Francesco de SanctisEin Problem setzt nicht so sehr eine Lösung voraus, im analytischen oder auflösenden Sinne, als vielmehr eine Konstruktion, eine Kreation. Es löst sich im Tun.
– Miguel de UnamunoNur der Tag bricht an, für den wir wach sind.
– Henry David ThoreauAm schmerzlichsten sind jene Qualen, die man frei sich selbst erschuf.
– SophoklesDer Aphorismus, die Sentenz, in denen ich als der Erste unter Deutschen Meister bin, sind die Formen der »Ewigkeit«; mein Ehrgeiz ist, in zehn Sätzen zu sagen, was jeder andre in einem Buche sagt - was jeder andre in einem Buche nicht sagt.
– Friedrich NietzscheIm allgemeinen werden die Bewohner Göttingens eingeteilt in Studenten, Professoren, Philister und Vieh; welche vier Stände doch nichts weniger als streng geschieden sind. Der Viehstand ist der bedeutendste. Die Namen aller Studenten und aller ordentlichen und unordentlichen Professoren hier herzuzählen, wäre zu weitläufig; auch sind mir in diesem Augenblick nicht alle Studentennamen im Gedächtnisse, und unter den Professoren sind manche, die noch gar keinen Namen haben.
– Heinrich HeineWind und Wellen sind immer auf der Seite des besseren Seefahrers.
– Edward GibbonKommunismus ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes
– Leninalles das, woran ich auf Erden gelitten habe und was mir am Menschen böswillig und gehässig erschien, brüchig und gemein, machtwillig oder eitel, alles das begegnete mir auf meinem Lebenswege stets im Gewande der Ideale.
– Theodor LessingUm Guts zu tun, braucht's keiner Überlegung.
– Johann Wolfgang von GoetheAlle wissen wir, dass die Echo uns nur den Schall unsrer Worte zurückgibt, dass, wie wir fragen, sie uns antworte.
– Johann Gottfried HerderDer Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen.
– Albert EinsteinDas Spiel gleicht einer Erholung, und da man nicht ununterbrochen arbeiten kann, bedarf man der Erholung.
– AristotelesDer praktische Staatsmann wird sich kaum vor Communismus und Socialismus fürchten, das sind Lehrgebäude der großen und kleinen Schulmeister, und die Schulmeister selber werden schon dafür sorgen, daß die Todten ihre Todten begraben.
– Wilhelm Heinrich RiehlDer Satiriker ist ein gekränkter Idealist: er will die Welt gut haben, sie ist schlecht, und nun rennt er gegen das Schlechte an.
– Kurt TucholskyWer schweigt, hat wenig zu sorgen; // Der Mensch bleibt unter der Zunge verborgen.
– Johann Wolfgang von Goethe[...] wozu sollen wir Menschen mit einander kämpfen? Wir sollten uns neben einander setzen und Ruhe haben.
– Georg BüchnerPracht, Reichtum, eitle Lust kann sie uns nicht gewähren; // Was giebt die Weisheit denn? den Geist dies zu entbehren.
– Abraham Gotthelf KästnerDas Vertrauen ist eine zarte Pflanze; ist es zerstört, so kommt es sobald nicht wieder.
– Otto von BismarckAber vermag der Maler wohl auszudrücken: Ich liebe?
– Johann Wolfgang von GoetheZwischen Sinnenglück und Seelenfrieden // Bleibt dem Menschen nur die bange Wahl.
– Friedrich SchillerEine Gesellschaftsformation geht nie unter, bevor alle Produktivkräfte entwickelt sind, für die sie weit genug ist, und neue höhere Produktionsverhältnisse treten nie an die Stelle, bevor die materiellen Existenzbedingungen derselben im Schoß der alten Gesellschaft selbst ausgebrütet worden sind. Daher stellt sich die Menschheit immer nur Aufgaben, die sie lösen kann, denn genauer betrachtet wird sich stets finden, daß die Aufgabe selbst nur entspringt, wo die materiellen Bedingungen ihrer Lösung schon vorhanden oder wenigstens im Prozeß ihres Werdens begriffen sind.
– Karl MarxSchon als Tier hat der Mensch Sprache.
– Johann Gottfried HerderJesus Christus empfehle ich meine Seele. Herr Jesus empfange meine Seele. Oh Gott, hab Erbarmen mit meiner Seele.
– Anne BoleynBrüder, fliegt von euren Sitzen, // Wenn der volle Römer kreist, // Laßt den Schaum zum Himmel spritzen: // Dieses Glas dem guten Geist!
– Friedrich SchillerDer Arbeit Noth, die Niemand lindern wollte, // Sie wars, die selbst den Fels bei Seite rollte!
– Georg WeerthWie glücklich diese Menschen in Deutschland sind! Alle werden sie dick, alle heiraten sie. Nur unsereiner wandert mager durch sein Jahrhundert und ist kein Familienvater voll Zärtlichkeit und Güte.
– Georg WeerthUm die Gesellschaft (die natürlich aus den Nichtarbeitern besteht) glücklich und das Volk selbst in kümmerlichsten Zuständen zufrieden zu machen, ist es nötig, daß die große Mehrheit sowohl unwissend als arm bleibt. Kenntnisse erweitern und vervielfachen unsere Bedürfnisse, und je weniger ein Mann bedarf, desto leichter können seine Notwendigkeiten befriedigt werden.
– Bernard MandevilleMan darf nur alt werden, um milder zu sein; ich sehe keinen Fehler begehen, den ich nicht auch begangen hätte." Eigentlich: "Man erblickt nur, was man schon weiß und versteht
– Johann Wolfgang von GoetheEine Ehe ohne Würze kleiner Mißhelligkeiten wäre fast so was, wie ein Gedicht ohne R.
– Georg Christoph LichtenbergDie Leidenschaft der höchsten Liebe findet wohl auf Erden ihre Befriedigung nie.
– Susette GontardFür müde Füße ist jeder Weg zu lang.
– Georg BüchnerWarum sollte ich sie auf Jahre hinweg im Gefängnis halten und füttern? – das sagen die Leute.
– Tayyip ErdoğanPrüfe, ob du lieber dich oder etwas von dem Deinigen aufgeben willst.
– Seneca d.J.Wer einen wahren Freund sieht, sieht gewissermaßen das Abbild seiner selbst.
– CiceroVom Übermaß der Lust wird Leid hervorgebracht; das Auge selber weint, sobald man heftig lacht.
– Friedrich RückertWillst du dich selber erkennen, so sieh wie die andern es treiben, // Willst du die andern verstehn, blick in dein eigenes Herz.
– Friedrich Schiller