Zufällige Zitate
Eine Art, sich zu vergnügen, ist zugleich Kultur: nämlich Vergrößerung der Fähigkeit, noch mehr Vergügen dieser Art zu genießen; dergleichen das mit Wissenschaften und schönen Künsten ist.
– Immanuel KantDer Leib hat so wie der Geist seine Bedürfnisse.
– Jean-Jacques RousseauWally, was ist das? Es ist der Tod, mein Junge. Sie haben mich betrogen.
– Georg IV. von EnglandSchlimm sind die Schlüssel, // die nur schließen auf, nicht zu; // Mit solchem Schlüsselbund im Haus // verarmest du.
– Friedrich RückertIch glaube aufrichtig, wie Sie, dass Bankanstalten gefährlicher sind als stehende Armeen; und dass das Prinzip, unter dem Namen Finanzierung, Geld auf Kosten der Nachwelt auszugeben, großmaßstäblicher Betrug an der Zukunft ist.
– Thomas JeffersonWeibern und dem Spiel zuliebe wurde mancher Mann zum Diebe.
– FreidankWir brauchen für den Umgang mit Tieren keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen.
– Helmut KaplanIch glaub' und glaub's und glaub', ich glaube richtig.
– Ludovico AriostoWissen ist Macht - Macht ist Wissen.
– Wilhelm LiebknechtEinigkeit und Recht und Freiheit // für das deutsche Vaterland! // Danach lasst uns alle streben // brüderlich mit Herz und Hand!
– August Heinrich Hoffmann von FallerslebenUnd was // ist Zufall anders, als der rohe Stein, // der Leben annimmt unter Bildners Hand? // Den Zufall gibt die Vorsehung - Zum Zwecke // muß ihn der Mensch gestalten -
– Friedrich SchillerHandle an mir, wie es deiner würdig ist, nicht wie es meiner würdig ist.
– SaadiIch glaube, dass die Nation als solche vernichtet werden muss, oder wenn dies durch taktische Schläge nicht möglich war, operativ und durch die weitere Detail Behandlung aus dem Lande gewiesen wird.
– Lothar von TrothaGeld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt.
– Heinrich HeineMir geht’s mit meinem Vaterlande, wie den Müttern mit ihren krüppelhaften Kindern, sie lieben sie um so stärker, je krüppelhafter sie sind.
– Friedrich ListIch habe nichts gegen das Wissen, aber Weisheit ist mir lieber. Weisheit entspringt nicht so sehr aus dem Verstande als aus dem Herzen.
– Peter RoseggerDie Frau wurde Sklavin, ehe der Sklave existierte.
– August BebelIn seinen privaten Handlungen war er gerecht. Er behandelte Freunde und Fremde, reich und arm, die Starken und die Schwachen mit Gleichheit und wurde von dem einfachen Volk für die Freundlichkeit, mit der er sie empfing und ihre Beschwerden anhörte, geliebt.
– Washington IrvingHerr! die Schönheit dieser Erde, // Gib, daß sie die Sehkraft wecke // Meines Auges, nicht ihm werde // Eine Blindheits-Zauberdecke.
– Friedrich RückertBitte vergiß alles, was Du auf der Schule gelernt hast; denn Du hast es nicht gelernt.
– Edmund LandauEine jede Abstraction ist nichts anders, als eine Aufhebung gewisser klaren Vorstellungen, welche man gemeiniglich darum anstellt, damit dasjenige, was übrig ist, desto klärer vorgestellt werde. Jedermann weiß aber, wie viel Thätigkeit hiezu erfodert wird, und so kann man die Abstraktion eine negative Aufmerksamkeit nennen, das ist, ein wahrhaftes Tun und Handlen, welches derjenigen Handlung, wodurch die Vorstellung klar wird, entgegengesetzt ist und durch die Verknüpfung mit ihr das Zero, oder den Mangel der klaren Vorstellung zwege bringt.
– Immanuel KantWir haben nicht die Revolution, sondern die Revolution hat uns gemacht.
– Georg BüchnerDer Freiheit Weg geht durch des Todes Schmerz, [...]
– Theodor KörnerWarum kann der lebendige Geist dem Geist nicht erscheinen? // Spricht die Seele, so spricht ach! schon die Seele nicht mehr.
– Friedrich SchillerNärrisch, dass jeder in seinem Falle // Seine besondere Meinung preist! // Wenn Islam »Gott ergeben« heißt, // In Islam leben und sterben wir alle.
– Johann Wolfgang von Goethe[wie gewöhnlich] das Schlechte sich gern dem Schlechten anschliesst.
– Titus LiviusDaran erkenn ich den gelehrten Herrn! // Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern, // Was ihr nicht faßt, das fehlt euch ganz und gar, // Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr, // Was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht, // Was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht.
– Johann Wolfgang von GoetheEin Staat, der jegliche freie Meinungsäußerung unterbindet und jede, aber auch jede sittlich berechtigte Kritik, jeden Verbesserungsvorschlag als 'Vorbereitung zum Hochverrat' unter die furchtbarsten Strafen stellt, bricht ein ungeschriebenes deutsches, germanisches Recht, das ‘im gesunden Volksempfinden’ noch immer lebendig war und lebendig bleiben muß.
– Kurt HuberEs behauptete einmal jemand, daß, wofern ein Mann sich irre und sage, daß zweimal zwei fünf sei, dieser Fehler wieder berichtigt werden könne. wenn aber eine Frau sich irre und erkläre, zweimal zwei sei eine Lampe, dann könne man mit dem Kopf durch die Wand rennen, und es nütze doch nichts.
– Henryk SienkiewiczWas man liebt, findet man überall und sieht überall Ähnlichkeiten.
– NovalisFreue dich mit mir! Es ist so traurig, sich allein zu freuen!
– Gotthold Ephraim LessingMenschen, die nicht auf ihre Vorfahren zurückblicken, werden auch nicht an ihre Nachwelt denken.
– Edmund BurkeDer Wert eines Menschen hängt nicht von seinem Soldbuch ab.
– Kurt TucholskyWir sehen jedoch täglich, dass dasjenige, was uns am meisten Vergnügen macht, wenn wir es in gar zu großem Übermaße genießen, uns oft am ersten Überdruss verursacht.
– Giovanni BoccaccioDie meisten Eltern und Erzieher leben der Ansicht, dass die Sittlichkeit der Jugend beider Geschlechter am besten durch Nichtwissen bewahrt werde.
– Fanny LewaldZwang tötet alle edle, freiwillige Hingebung.
– Adolph Freiherr KniggeEin jeder muß ein inneres Heiligthum haben dem er schwört, und [...] sich als Opfer in ihm unsterblich machen - denn Unsterblichkeit muß das Ziel sein.
– Bettina von Arnim