Zufällige Zitate
Wer nicht eher isset, als ihn hungert, und nichts trinket als das liebe Wasser, der wird selten krank.
– Sophie MereauWer das handelt, der hat gewöhnlich den Gewinn; wer alles überlegt und zaudert, der nicht leicht.
– Xerxes I.Wer den Zweck will, will auch die Mittel.
– HorazIch habe mir aus dem Materialismus nie viel gemacht, so scharf er die Ellbogen links und rechts ausgespitzt hat, um Gott zu verdrängen. Mein Gott hatte noch Platz genug.
– Peter RoseggerDie Revolution ist wie Saturn, sie frißt ihre eignen Kinder.
– Georg BüchnerMan darf beide Dichter nicht miteinander vergleichen, ohne den einen durch den andern zu vernichten. Byron ist der brennende Dornbusch, der die heilige Zeder des Libanon in Asche legt. Das große Epos des Italieners hat seinen Ruhm durch Jahrhunderte behauptet, aber mit einer einzigen Zeile des Don Juan könnte man das ganze befreite Jerusalem vergiften.
– Johann Wolfgang von GoetheBesser man riskiert, einen Schuldigen zu retten, als einen Unschuldigen zu verurteilen.
– VoltaireGemeinhin wird die Wahrheit dem Wein zugeschrieben.
– Plinius d.Ä.Wer einen Beruf ergreift, ist verloren.
– Henry David ThoreauDer Mensch ist eine Maschine. Er hat keine unabhängigen Bewegungen, weder äußerlich noch innerlich. Er ist eine Maschine, angetrieben von äußeren Einflüssen und von äußeren Anstößen. Von sich aus ist er nur ein Automat mit einer gewissen Ansammlung von Erinnerungen vergangener Erfahrungen und mit einer gewissen Menge von Energie in Reserve.
– P. D. OuspenskyTugenden und Mädchen sind am schönsten, ehe sie wissen, daß sie schön sind.
– Ludwig BörneDer Lebenslauf des Menschen besteht darin, dass er, von der Hoffnung genarrt, dem Tod in die Arme tanzt.
– Arthur SchopenhauerNimmer weiß das Licht zu schätzen, // Wer das Dunkel stets vermied.
– Ferdinand von SaarEs ist der Welt nicht gegeben, sich zu bescheiden: den Großen nicht, daß kein Mißbrauch der Gewalt stattfinde, und der Masse nicht, daß sie in Erwartung allmählicher Verbesserungen mit einem mäßigen Zustande sich begnüge.
– Johann Peter EckermannWenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen – sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins: Sag NEIN!
– Wolfgang BorchertDer rezitierende Schauspieler dagegen muss durch Übung nach und nach zu einer gewissen Einheit seiner selbst gelangen und sich ohne Wissen und eigentliches Wollen, soweit seine Natur verstattet, hervorbilden.
– Johann Wolfgang von GoetheEs ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt der für mich die Diät beurtheilt, u. s. w. so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nöthig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen.
– Immanuel KantAmor ist der größte Spitzbube unter den Göttern, der Widerspruch scheint sein Element zu sein.
– Giacomo CasanovaDer Tugend gleich, hat auch Verbrechen seine Stufen.
– Jean RacineReichtum und Schnelligkeit ist, was die Welt bewundert und wonach jeder strebt, Eisenbahnen, Schnellposten, Dampfschiffe und alle mögliche Fazilitäten der Kommunikation sind es, worauf die gebildete Welt ausgeht, sich zu überbieten, zu überbilden und dadurch in der Mittelmäßigkeit zu verharren.
– Johann Wolfgang von GoetheDie Juden verschwenden ihr Geld mit Festmahlen, die Mohren mit Hochzeiten und die Christen mit Rechten.
– Julius Wilhelm ZincgrefZwischen uns sei Wahrheit.
– Johann Wolfgang von GoetheDer Schauspieler, Musikus, Maler, Dichter, ja der Gelehrte selbst erscheinen mit ihren wunderlichen, halbideellen halbsinnlichen Wesen jener ganzen Masse der aus dem Reellen entsprungenen und an das Reelle gebundenen Weltmenschen wie eine Art von Narren, wo nicht gar wie Halbverbrecher, wie Menschen, die an einer levis notae macula laborieren.
– Johann Wolfgang von GoetheDen deutschen Mannen gereicht´s zum Ruhm, // Dass sie gehasst das Christentum, // Bis Herrn Carolus leidigem Degen // Die edlen Sachsen unterlegen.
– Johann Wolfgang von GoetheMutter Germania gebar in legitimer Ehe mit dem Geist der Zeit drei Söhne, den Konfektionsreisenden, den Oberlehrer und den Radfahrer.
– Erich MühsamDer Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt, und einem solchen Gebrechen ist gar nicht abzuhelfen.
– Immanuel KantDer Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste der Natur; aber er ist ein denkendes Schilfrohr. Es ist nicht nötig, dass das ganze Weltall sich waffne, ihn zu zermalmen: Ein Dampf, ein Wassertropfen genügen, um ihn zu töten.
– Blaise PascalNichts im Übermaß!
– TerenzIch will noch fortleben nach meinem Tode.
– Anne FrankMan sollte Anteil nehmen an der Freude, der Schönheit, der Farbigkeit des Lebens. Je weniger man von den Schattenseiten des Lebens spricht, desto besser.
– Oscar WildeDie Superklugheit ist eine der verächtlichsten Arten von Unklugheit.
– Georg Christoph LichtenbergNur die Liebe zur Ehre altert nicht, und das, woran sich das tatenlose Alter am meisten freut, ist nicht, wie man behauptet, das Geld, sondern die Ehre.
– ThukydidesDas Publikum verwechselt leicht den, welcher im Trüben fischt, mit dem, welcher aus der Tiefe schöpft.
– Friedrich NietzscheIn deine Hände, Vater, befehle ich meinen Geist.
– Karl der GroßeIch fürchte die Danaer (Griechen), auch wenn sie Geschenke bringen.
– Vergil[...] wer nicht einmal ein vollkommenes Kind war, der wird schwerlich ein vollkommener Mann.
– Friedrich HölderlinDem Toten soll man nichts Böses nachsagen, das Alter soll man ehren.
– Chilon von SpartaKeusch ist, die niemand gefragt hat.
– OvidIch werde bei Christus sein, das genügt mir.
– Michael Faraday