Zufällige Zitate

  • Ein poetisches Kunstwerk kann sehr schön sein in seinen Zeitverhältnissen, aber wehe dem Dichter, wenn seine Zeit so armselig und verschroben wär', dass sie nach kurzer Zeit abgeschmackt erscheine!
    – Sophie Mereau

  • In mir fühle ich es wie ein leises Gewebe, ein Vibrieren, ein Flügelschlagen, ein zitterndes Ausruhen, ein Atemanhalten: wenn ich einst malen kann, werde ich auch das malen.
    – Paula Modersohn-Becker

  • Alle Empiriker streben nach der Idee und können sie in der Mannigfaltigkeit nicht entdecken; alle Theoretiker suchen sie im Mannigfaltigen und können sie darinne nicht auffinden.
    – Johann Wolfgang von Goethe

  • Nur wer keine irdischen Eltern hat, braucht himmlische Eltern.
    – Ludwig Feuerbach

  • Mit geliebten Menschen zusammen sein: mehr braucht es nicht; träumen, mit ihnen sprechen, nicht sprechen, an sie denken, an die gleichgültigsten Dinge denken, aber in ihrer Nähe: alles gilt gleich.
    – Jean de La Bruyère

  • Wollt ihr die Unterschiede vernichten, hütet euch, dass ihr nicht das Leben tötet.
    – Leopold von Ranke

  • Wenn aber Nero sich dem öffentlichen Gespötte aussetzt, indem er von einer Bühne elende Verse abliest, um den Dichterpreis zu erlangen, und noch am Ende seines Lebens sagt: quantus artifex morior! [welch großer Künstler stirbt in mir!], so sehe ich an diesem gefürchteten und ausgelachten Beherrscher von Rom nichts Besseres, als einen Narren.
    – Immanuel Kant

  • Mein kleiner Wecker tickt und tickt.
    – Christian Morgenstern

  • Je weniger Geist, desto weniger Angst.
    – Søren Kierkegaard

  • Auf alles, was der Mensch vernimmt, muss er seine ungeteilte Aufmerksamkeit oder sein Ich richten.
    – Novalis

  • Mein Fußtritt, Kind! hat Größres zu bedeuten. // Zu Gleichem Gleiches, was auch einer litt; // Fuß heilet Fuß, so ist's mit allen Gliedern.
    – Johann Wolfgang von Goethe

  • Als ich einst Prinz war von Arkadien // Lebt' ich in Reichtum, Glanz und Pracht.
    – Jacques Offenbach

  • Wenn Jemand eine Reise thut, // So kann er was erzählen; // Drum nahm ich meinen Stock und Hut // Und thät das Reisen wählen.
    – Matthias Claudius

  • Kritiker zu sein ist ein dummer Beruf, wenn man nichts ist, was darüber hinausgeht.
    – Alfred Kerr

  • Anführerin bei den Übeltaten aber ist die Frau; in Verbrechen ist sie Künstlerin.
    – Seneca d.J.

  • Sünde ist eine mythologische Bezeichnung für schlechte Geschäfte.
    – Frank Wedekind

  • Was die Schelme nicht stehlen, das verderben die Narren.
    – Annette von Droste-Hülshoff

  • Die Geometrie besitzt zwei große Schätze: einer ist der Satz von Pythagoras, der andere die Teilung einer Strecke nach dem äußeren und mittleren Verhältnis. Den ersten dürfen wir mit einem Scheffel Gold vergleichen; den zweiten nennen wir ein kostbares Juwel.
    – Johannes Kepler

  • Kraft besteht nicht ohne Güte.
    – Honoré de Balzac

  • Die Logik ist zwar unerschütterlich, aber einem Menschen, der leben will, widersteht sie nicht.
    – Franz Kafka

  • Es gilt, eine Wahrheit zu finden, die Wahrheit für mich ist, die Idee zu entdecken, für die ich leben und sterben will.
    – Søren Kierkegaard

  • Der Egoismus spricht alle Sprachen und spielt alle Rollen, sogar die der Selbstlosigkeit.
    – François de La Rochefoucauld

  • Das ganze Unglück des Menschen liegt darin, daß er gezwungen war, zur Menschheit zu werden, oder daß er es zu spät wurde, als er schon unumstößlich in Völker, Rassen, Glauben, Stände und Klassen diferenziert war, in Reiche und Arme, Gebildete und Ungebildete, Herrschende und Unterworfene.
    – Karel Čapek

  • Die eigene Erfahrung ist ein sehr enger Teufelskreis.
    – Oscar Wilde

  • Die Fabel ist der Liebe Heimatwelt.
    – Friedrich Schiller

  • Suche nichts zu verbergen, denn die Zeit, die alles sieht und hört, deckt es doch auf.
    – Sophokles

  • Es ist daher ein Mißverständnis, zu sagen: es sei zweifelhaft, ob ein Gott sei oder nicht. Es ist gar nicht zweifelhaft, sondern das Gewisseste, was es gibt, ja der Grund aller andern Gewißheit, das einzige absolut gültige Objektive, daß es eine moralische Weltordnung gibt, daß jedem vernünftigen Individuum seine bestimmte Stelle in dieser Ordnung angewiesen und auf seine Arbeit gerechnet ist; daß jedes seiner Schicksale inwiefern es nicht etwa durch sein eignes Betragen verursacht ist, Resultat ist von diesem Plane, daß ohne ihn kein Haar fällt von seinem Haupte und in seiner Wirkungssphäre kein Sperling vom Dache; daß jede wahrhaft gute Handlung gelingt, jede böse sicher mißlingt, und daß denen, die nur das Gute recht lieben, alle Dinge zum besten dienen müssen.(...) damit die wahre Religion des freudigen Rechttuns sich erhebt.
    – Johann Gottlieb Fichte

  • Nicht größre Schmähung einer Frau man spend't, // Als wenn man sie alt oder hässlich nennt.
    – Ludovico Ariosto

  • Der Sinn des Menschen strebet immer nach dem Unbegreiflichen, als sei dort das Ziel der Laufbahn und der Schlüssel des Himmels; denn bewundern kann der Mensch allein, und alles Bewunderung Erregende ist ein Bote Gottes, [...]
    – Clemens Brentano

  • Es gibt eine Unzahl an Büchern, und die Zeit drängt. Das Geheimnis aller Erkenntnis ist deshalb, das Wesentliche herauszugreifen.
    – Swami Vivekananda

  • Auf dieser Bank von Stein will ich mich setzen.
    – Friedrich Schiller

  • Du klagest, dass die Welt so unvollkommen ist, und fragst warum? Weil du so unvollkommen bist!
    – Friedrich Rückert

  • Die Massen scheinen mir nur in dreierlei Hinsicht einen Blick zu verdienen: einmal als verschwimmende Copien der grossen Männer, auf schlechtem Papier und mit abgenutzten Platten hergestellt, sodann als Widerstand gegen die Grossen und endlich als Werkzeuge der Grossen; im Uebrigen hole sie der Teufel und die Statistik!
    – Friedrich Nietzsche

  • Urteilskraft überhaupt ist das Vermögen, das Besondere als enthalten unter dem Allgemeinen zu denken.
    – Immanuel Kant

  • Was braucht mich Deutschlands Größe denn zu kümmern! // Ist Deutschlands nicht längst schon groß genug? // Was schafft die Größe mir als größ're Steuern!
    – Frank Wedekind

  • Die da viel lieben, die schweigen selig [gerne], die nicht lieben, sind stets Aufpasser [Verräter] der Liebe.
    – Mechthild von Magdeburg

  • Rechtschaffenheit wird (von allen) gelobt und stirbt doch vor Kälte.
    – Juvenal

  • Dieses verdammte Bognor.
    – Georg V. von England

  • Für wie selbstsüchtig man den Menschen auch halten mag, es gibt nachweislich einige Grundlagen seines Wesens, die dazu führen, dass er sich für das Schicksal anderer interessiert, deren Glück ihm notwendig erscheint, obwohl er nichts davon hat außer dem Vergnügen, es zu sehen.
    – Adam Smith



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