Zufällige Zitate
Jede Wissenschaft hat ihren Gott, der zugleich ihr Ziel ist.
– NovalisVon dem Gedanken, eine schlagkräftige Organisation zu schaffen, bin ich bald wieder abgekommen, weil ein solches Unternehmen nicht zeitgegeben ist. Ich hatte diesen Gedanken im Anfang des Januar 1943 nur ganz flüchtig gefaßt. Ich habe darüber mit niemanden gesprochen und es ist nicht der geringste Versuch zur Bildung einer solchen Organisation unternommen worden.
– Hans SchollDas Dogma von der absoluten Gleichheit der Menschen ist nicht mehr und nicht weniger ein Wahn als irgendein religiöses Dogma.
– Johannes ScherrIch bin der Meinung, dass alles besser gehen würde, wenn man mehr ginge... So wie man im Wagen sitzt, hat man sich sogleich einige Grade von der ursprünglichen Humanität entfernt... Fahren zeigt Ohnmacht, Gehen Kraft.
– Johann Gottfried SeumeStetiges Wachstum ist nicht bloss schädlich, sondern falsch.
– Andreas Weber[...] sich körperlich jung und fit zu halten ist großartig. [...] Doch wehe, Sie übertreiben, dann heißt es bei uns »Dietro liceo, davanti museo« - Von hinten Lyzeum, von vorne Museum.
– Stefano GabbanaWer den schönen alten Mann an jenem 22. März (am 30. März, seinem Hochzeitstag, traf ihn ein Herzschlag) sprechen gehört, durch ganze zwei Stunden, weihevoll, begeisterungsvoll, in die höchsten Regionen des Gedankens strebend - der musste das Gefühl gehabt haben: In dieser Seele lodert das Feuer der Güte.
– Bertha von SuttnerAuf dieser Bank von Stein will ich mich setzen
– Friedrich SchillerAuf den Gipfel ist das Ziel und das Ende unseres Lebens, auf ihn ist unsere Wallfahrt gerichtet.
– Francesco PetrarcaEin Aphorismus braucht nicht wahr zu sein, aber er soll die Wahrheit überflügeln. Er muss mit einem Satz über sie hinauskommen.
– Karl KrausKind, ich bedaure dich, du bist nicht mehr zu retten, // Da du dein Elend liebst; du klirrst mit deinen Ketten // Und überredest dich, es sei Musik.
– Johann Wolfgang von GoetheDer Haß ist parteiisch, aber die Liebe ist es noch mehr.
– Johann Wolfgang von GoetheSieh tapfer in des Lasters Auge, // Dass Mut dein Herz zum Kampfe sauge.
– Anastasius GrünAn Rheumatismus und an wahre Liebe glaubt man erst, wenn man davon befallen ist.
– Marie von Ebner-EschenbachDie Liebe [...] lebt von liebenswürdigen Kleinigkeiten, und wer sich eines Frauenherzens dauernd versichern will, der muß immer neu darum werben, der muß die Reihe der Aufmerksamkeiten allstündlich wie einen Rosenkranz abbeten. Und ist er fertig damit, so muß er von neuem anfangen. Immer dasein, immer sich betätigen, darauf kommt es an.
– Theodor FontaneUnd wenn die Geschichte nichts als das Lachen Gottes wäre? Jede Revolution eine seiner Lachsalven?
– Miguel de UnamunoIn dem Zustand der Anarchie, des Despotismus oder einer schlechten Regierung wird? Gewalt, Strenge oder Wildheit und nicht der Intellekt leicht den Sieg erringen.
– Charles DarwinMoral also führt unumgänglich zur Religion, wodurch sie sich zur Idee eines machthabenden moralischen Gesetzgebers außer dem Menschen erweitert, in dessen Willen dasjenige Endzweck (der Weltschöpfung) ist, was zugleich Endzweck des Menschen sein kann und soll.
– Immanuel KantSchnell ist der Mond // Die Blätter der Bäume // halten den Regen auf.
– Matsuo BashōDemüthig war Tristan, / Er war züchtig, getreu und mild, / Adliger Sitten ein echtes Bild. / Er war nicht träg, nach Preis zu jagen, / Der Erste war er, ›Ich!‹ zu sagen, / Wenn rings die feige Meute schwieg. / Doch wie er freudig war zum Sieg, / Er war's für seinen König nur.
– Gottfried von StraßburgAch, alles trägt man leicht, ist man nur jung und gesund!
– Annette von Droste-HülshoffMutterangst und Mutterweh bricht die Pforten der Hölle.
– Bogumil GoltzSo lange also die Eitelkeit der menschlichen Gemüter noch mächtig sein wird, so lange wird sich das Vorurteil auch erhalten, d.i. es wird niemals aufhören.
– Immanuel KantDas Weinen des Erben ist unter der Maske ein Lachen.
– Publilius SyrusWelche Schicksale haben doch die schwachen Sterblichen, die wie Blätter im Wind treiben!
– VoltaireJede Hoffnung ist eigentlich eine gute Tat.
– Johann Wolfgang von GoethePhilosoph, Redner, Verkünder, Gesetzgeber, Krieger, Eroberer von Ideen, Wiederhersteller vernunftgemäßer Lehren, eines Kults ohne Bilder, Gründer zwanzig irdischer und eines geistigen Reiches, das ist Mohammed. Nach allen Maßstäben, an denen menschliche Größe gemessen werden kann: Welcher Mensch ist je größer gewesen?
– Alphonse de LamartineJeder tötet, was er liebt: Der Feige mit einem Kuss, der Kühne mit dem Schwert!
– Oscar WildeVerachtet mir die Meister nicht.
– Richard WagnerDer Stil ist die Physiognomie des Geistes. Sie ist untrüglicher als die des Leibes. Affektation im Stil ist dem Gesichterschneiden zu vergleichen.
– Arthur SchopenhauerZur Erforschung der Wahrheit bedarf es notwendig der Methode.
– René DescartesDer Momo ist ein unentbehrlicher pädagogischer Behelf im deutschen Familienleben. Erwachsene schreckt man damit, daß man ihnen droht, der Psychiater werde sie holen.
– Karl KrausSein Geist ist's, der mich ruft.
– Friedrich SchillerIch befand mich bei dem Gedanken, in Florenz zu sein, und durch die Nähe der großen Männer, deren Gräber ich eben gesehen hatte, in einer Art Ekstase. […] Als ich Santa Croce verließ, hatte ich starkes Herzklopfen; in Berlin nennt man das einen Nervenanfall; ich war bis zum Äußersten erschöpft und fürchtete umzufallen.
– StendhalDas Vollendete, das Perfekte, ist der Tod, und das Leben kann nicht sterben.
– Miguel de UnamunoIn der Erkenntnistheorie muß man, ebenso wie auf allen anderen Gebieten der Wissenschaft, dialektisch denken, d.h. unsere Erkenntnis nicht für etwas Fertiges und Unveränderliches zu halten, sondern untersuchen, auf welche Weise das Wissen aus Nichtwissen entsteht, wie unvollkommenes, nicht exaktes Wissen vollkommener und exakter wird.
– LeninSo schreitet in dem engen Bretterhaus
– Johann Wolfgang von Goethe