Zufällige Zitate
Kein Sieger glaubt an den Zufall.
– Friedrich NietzscheWas sind unsere Staaten und ihre Macht und Ehre vor Gott anders als Ameisenhaufen und Bienenstöcke, die der Huf eines Ochsen zertritt, oder das Geschick in Gestalt eines Honigbauern ereilt.
– Otto von BismarckDie Wahrheit (ist) eine Tochter der Zeit.
– Aulus GelliusDie Irrthümer meiner Gegner sind seit einem Jahrhundert zu allgemein verbreitet, als dass ich auf meinem einsamen Wege hoffen könnte noch diesen oder jenen Gefährten zu finden. Ich werde allein bleiben! Ich komme mir oft vor wie ein Mann in einem Schiffbruch, der ein Brett ergreift, das nur einen einzigen zu tragen im Stande ist. Dieser eine rettet sich, während alle übrigen jämmerlich ersaufen.
– Johann Wolfgang von GoetheJugend hat viel Herrlichkeit, // Alter Seufzen viel und Leid.
– Wolfram von EschenbachDie Seele kommt alt zur Welt und wird jung. Das ist die Komödie des Lebens. Der Leib kommt jung zur Welt und wird alt. Das ist die Tragödie des Lebens.
– Oscar WildeEs wird gewiss in England des Jahres noch einmal so viel Portwein getrunken, als in Portugal wächst.
– Georg Christoph LichtenbergDem Demokrit hat die Zeit keine Bedeutung, keine Notwendigkeit für das System. Er erklärt sie, um sie aufzuheben. Als ewig wird sie bestimmt, damit, wie Aristoteles und Simplicius sagen, Entstehen und Vergehen, also das Zeitliche, von den Atomen entfernt werde. Sie selbst, die Zeit, biete den Beweis dar, daß nicht alles einen Ursprung, ein Moment des Anfangs haben müsse.
– Karl MarxKein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, dass sich andere darum kümmern.
– Martin Luther KingWir sind auf Position 157'- 337. Wir werden uns auf 6210 Kilohertz melden - pardon - auf 6210 Kilohertz empfangen. Wir fliegen hin und her.
– Amelia EarhartOh, wie wird mich nach der Sonne frieren! Hier bin ich ein Herr, daheim ein Schmarotzer.
– Albrecht DürerEs wird eine Zeit kommen, da unsere Nachkommen sich wundern werden, dass wir so offenbare Dinge nicht gewusst haben.
– Seneca d.J.Alles Große besteht aus Kleinem. Wer vom Kleinen nicht Besitz nimmt, kann das Große nie erwerben.
– Wilhelm HeinseTrinkt, o Augen, was die Wimper hält, von dem goldnen Überfluss der Welt.
– Gottfried KellerZwei Dinge sind wichtig in der Politik. Das Erste ist Geld, und an das Zweite erinnere ich mich nicht.
– Mark HannaZwischen Schlaf und Traum, // Zwischen mir und was in mir ist // Und was ich vermute zu sein, // Fließt ein unendlicher Fluss.
– Fernando PessoaBald würde es nötig sein, dass jemand anderes dies macht, und das will ich nicht.
– René Théophile Hyacinthe LaënnecZwischen Lipp' und Kelchesrand // Schwebt der finstern Mächte Hand!
– Johann Friedrich KindDie Natur macht keinen Sprung. Alle Pflanzen und Tiere bieten nach allen Seiten hin Affinitäten dar, wie ein Territorium auf der Landkarte.
– Carl von LinnéMan muss eben immer älter werden, immer stiller und endlich einmal etwas schaffen.
– Paula Modersohn-BeckerDie Edelsten leiden den meisten Schmerz. Auch der Schmerz wählt den besten Boden.
– Friedrich HebbelDas Loos des Menschen scheint zu seyn, nicht Wahrheit, sondern Ringen nach Wahrheit; nicht Freiheit und Gerechtigkeit und Glückseligkeit, sondern Ringen darnach.
– Johann Gottfried SeumeEs leben mit der Mühsal, die des Heimatlands entbehren.
– Otfrid von WeißenburgEs gibt keine andere Offenbarung als die Gedanken der Weisen.
– Arthur SchopenhauerEs giebt keine reine Wahrheit, aber eben so wenig einen reinen Irrthum.
– Friedrich HebbelIch habe mir aus dem Materialismus nie viel gemacht, so scharf er die Ellbogen links und rechts ausgespitzt hat, um Gott zu verdrängen. Mein Gott hatte noch Platz genug.
– Peter RoseggerUnser Herz ist eine Harfe, eine Harfe mit zwei Saiten. In der einen jauchzt die Freude, und der Schmerz weint in der zweiten.
– Peter RoseggerJede Mitteilung geistiger Inhalte ist Sprache.
– Walter BenjaminLügen und Dichtung sind Künste.
– Oscar WildeZwei Menschen sind immer zwei Extreme.
– Friedrich HebbelKeine Unterwerfung ist so vollkommen wie die, die den Anschein der Freiheit wahrt. Damit lässt sich selbst der Wille gefangennehmen.
– Jean-Jacques RousseauIch hasse das Wort billig. Menschen sind billig, Bekleidung ist dagegen teuer oder preiswert.
– Karl Lagerfeld[...] das Leben ist nicht der Arbeit werth, die man sich macht, es zu erhalten.
– Georg BüchnerBin männlichen Geschlechts, der Geiz!
– Johann Wolfgang von GoetheDer du so tief gegrübelt Tag und Nacht // Und über Welt und Leben nachgedacht, // Sieh nur einmal, wie's dieses Schicksalsrad // Bisher mit allen andern hat gemacht!
– Omar Khayyam