Zufällige Zitate
Eifersucht ist eine Leidenschaft, // Die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
– Franz GrillparzerDas schwere Leben ist am leichtesten zu ertragen, wenn man sich schwere Aufgaben stellt.
– Peter RoseggerWeit schallend ertönet mein Abschiedsgesang; // Nie habt Ihr ein klagendes Lied gehört, // So wird Euch auch keines beim Scheiden beschert.
– Ludwig RellstabHöchst selten vermännlicht sich ein Weib ohne eignen und fremden Nachteil.
– Karl Christian Ernst von Bentzel-SternauGute Menschen sind ansteckend.
– Peter RoseggerHerr, ich habe die große Beschäftigung, müßig zu gehen; ich habe eine ungemeine Fertigkeit im Nichtstun; ich besitze eine ungeheure Ausdauer in der Faulheit. Keine Schwiele schändet meine Hände, der Boden hat noch keinen Tropfen von meiner Stirne getrunken, ich bin noch Jungfrau in der Arbeit; und wenn es mir nicht der Mühe zu viel wäre, würde ich mir die Mühe nehmen, Ihnen diese Verdienste weitläufiger auseinanderzusetzen.
– Georg BüchnerVölker? Was ist das? Ich weiß Nichts von Völkern, ich kenne nur Unterthanen.
– Franz I. von ÖsterreichDoch das Gefängnis betritt man gewöhnlich nicht freiwillig und bleibt auch selten freiwillig darin, sondern hegt das egoistische Verlangen nach Freiheit.
– Max StirnerDie vollends, die sich der Vorzüge des Körpers brüsten, auf einen wie geringen, wie gebrechlichen Besitz stützen sie sich!
– BoëthiusDieser linke Radikalismus ist genau diejenige Haltung, der überhaupt keine politische Aktion mehr entspricht. Er steht links nicht von dieser oder jener Richtung, sondern ganz einfach links vom Möglichen überhaupt. Denn er hat ja von vornherein nichts anderes im Auge als in negativistischer Ruhe sich selbst zu genießen. Die Verwandlung des politischen Kampfes aus einem Zwang zur Entscheidung in einen Gegenstand des Vergnügens, aus einem Produktionsmittel in einen Konsumartikel - das ist der letzte Schlager dieser Literatur.
– Walter BenjaminAlle meine Freuden sind wie Sumpfblumen, die man nicht anders brechen kann, als wenn man bis an die Knie in Sumpf fällt.
– Sophie MereauGeht einmal Euern Phrasen nach, bis zu dem Punkt, wo sie verkörpert werden.
– Georg BüchnerFängst du an zu componiren, so mache Alles im Kopf! Erst wenn du ein Stück ganz fertig hast, probire es am Instrumente!
– Robert SchumannDie erste Religion war jene, die das erstgeborne Volk der Sterne übte.
– Joseph GörresDie Perestroika wurde in dem Moment abgebrochen, als es endlich den neuen Unionsvertrag gab, der die Union erhalten, aber dezentralisiert hätte. So wäre der Weg zur Desintegration versperrt worden. Das war das, was nötig gewesen wäre. In der Union wären mindestens zehn, vielleicht auch zwölf Republiken geblieben.
– Michail GorbatschowTriff mich in den Bauch!
– Agrippina die JüngereAller Eigensinn beruht darauf, daß der Wille sich an die Stelle der Erkenntniß gedrängt hat.
– Arthur SchopenhauerWie unvermögend ist doch der gutwilligste Fleiss der Menschen gegen die Allmacht der ungetheilten Begeisterung.
– Friedrich HölderlinWenn einer spricht, müssen die andern zuhören – das ist deine Gelegenheit. Mißbrauche sie.
– Kurt TucholskySie nennen mich einen Fleischer, und alles was ich versuchte war die Seele eines großen Chirurgen abzubilden.
– Thomas EakinsEs ist kein Autor so gering und klein, // Der nicht dächt', etwas Recht's zu sein.
– Wilhelm HauffDankbare Menschen sind wie fruchtbare Felder, sie geben das Empfangene zehnfach zurück.
– August von KotzebueEs ist nichts schrecklicher als eine tätige Unwissenheit.
– Johann Wolfgang von GoetheSiege werden bald erfochten; ihre Erfolge zu befestigen, das ist schwer.
– Leopold von RankeGläubiger haben ein besseres Gedächtnis als Schuldner.
– Benjamin FranklinIn einem Zeitalter, wo man Früchte oft vor der Blüte erwartet und vieles darum zu verachten scheint, weil es nicht unmittelbar Wunden heilt, den Acker düngt, oder Mühlräder treibt, […] vergißt man, daß Wissenschaften einen inneren Zweck haben und verliert das eigentlich literarische Interesse, das Streben nach Erkenntnis, als Erkenntnis, aus dem Auge.
– Alexander von HumboldtDie Ewigkeit gleicht einem Rad, das weder Anfang noch Ende hat.
– Hildegard von BingenNoch immer leben wir niedrig wie Ameisen, obgleich die Sage erzählt, wir seien schon vor langer Zeit in Menschen verwandelt worden.
– Henry David ThoreauGroßartige Dinge werden durch großartige Mittel vollbracht. Die Natur allein schafft Großes umsonst.
– Alexander Iwanowitsch HerzenEs ist ein Rausch, Mutter zu sein, und eine Würde, Vater zu sein.
– Sully PrudhommeDas Herz hat auch sein Ostern, wo der Stein // Vom Grabe springt.
– Emanuel GeibelReisen sind das beste Mittel zur Selbstbildung.
– Karl Julius WeberKunst ist Subjektivität und Subjektivität ist Glaube.
– August Julius LangbehnHalte das Bild der Würdigen fest! Wie leuchtende Sterne // Teilte sie aus die Natur durch den unendlichen Raum.
– Johann Wolfgang von GoetheUmgibt nun des Tages Helle das den Augen Entströmende, dann vereinigt sich dem Ähnlichen das hervorströmendeÄhnliche und bildet in der geraden Richtung der Sehkraft aus Verwandtem da ein Ganzes, wo das von innen Herausdringende dem sich entgegenstellt, was von außen her mit ihm zusammentrifft.
– PlatonWillst du dich selber erkennen, so sieh wie die andern es treiben, // Willst du die andern verstehn, blick in dein eigenes Herz.
– Friedrich SchillerEs ist leichter das erste Verlangen zu unterdrücken, als alle folgenden zu befriedigen.
– Benjamin Franklin