Zufällige Zitate
Die Krise besteht gerade in der Tatsache, dass das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann: in diesem Interregnum kommt es zu den unterschiedlichsten Krankheitserscheinungen.
– Antonio GramsciDie Tragödie ist das Gebiet aller hohen Affekte, der Extreme der Leidenschaften.
– Ludwig TieckDas Kennzeichen des unreifen Menschen ist, daß er für eine Sache nobel sterben will, während der reife Mensch bescheiden für eine Sache leben möchte.
– Wilhelm StekelSpiele fleißig Fugen guter Meister, vor allen von Joh. Seb. Bach. Das »Wohltemperirte Clavier« sei dein täglich Brod.
– Robert SchumannWenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle, wo der Kopf ist.
– Walter RaleighTätigkeit ist die Triebfeder der Lebensuhr. Man kann sich überarbeiten, aber noch weit leichter kann man sich überfaulenzen.
– Peter RoseggerDer müde Leib findet sein Schlafkissen überall, doch wenn der Geist müd' ist, wo soll er ruhen?
– Georg BüchnerPolitik ist ein weites Feld für Zank und Streit.
– Michel de MontaigneDas Wahre ist gottähnlich; es erscheint nicht unmittelbar, wir müssen es in seinen Manifestationen erraten.
– Johann Wolfgang von GoetheVieles kann der Mensch entbehren, nur den Menschen nicht.
– Ludwig BörneErtragen muss man, was der Himmel sendet, // Unbilliges erträgt kein edles Herz.
– Friedrich Schiller[...] und wo es keine Absicht gegeben habe, da gebe es auch keine Schuld.
– Titus LiviusDenn der Geist allein ist unsterblich.
– Edmund Husserlnur durch Kampf gewinnt man Siege.
– Friedrich von BodenstedtEs ist noch nicht aller Tage Abend
– Titus LiviusDer Hölle Rache kocht in meinem Herzen.
– Emanuel SchikanederReclame siegt auch dann, // wenn Man den Braten roch - // Man meint, Man glaubt sie nicht, // und glaubt sie heimlich doch.
– Otto Erich HartlebenEin Mittagsschlaf im Sommer tut gut, wenn einer ohne Sorgen bei der Magd auf dem Stroh liegen kann. Das bereitet Vergnügen.
– Mönch von SalzburgHeute aber ist die herrschende Vorstellung, daß jeder Mensch eine Masse von Notizen in seinem Kopf herumtragen solle, und das nennt man dann allgemeine Bildung.
– Heinrich von TreitschkeSustine heißt: erdulde, und gewöhne dich zu ertragen!
– Immanuel KantFrei ist der Mensch, insofern er in jedem Augenblick seines Lebens sich selbst zu folgen in der Lage ist.
– Rudolf SteinerAlles Fühlende leidet in mir, aber mein Wille ist stets mein Bezwinger und Freudenbringer.
– Franziska zu ReventlowMan muß dem Jünglinge zeigen, daß der Genuß nicht liefert, was der Prospekt versprach.
– Immanuel KantDie Liebe im Menschen spricht das rechte Wort aus. Das rechte Wort entzündet im Menschen die Liebe.
– Ferdinand EbnerEs liest // Kein Leser mehr heraus, als er hinein liest. // Dem andern ist dasselbe Buch ein anders.
– Otto LudwigAber freilich […] diese Zeit, welche das Bild der Sache, die Kopie dem Original, die Vorstellung der Wirklichkeit, den Schein dem Wesen vorzieht […]; denn heilig ist ihr nur die Illusion, profan aber die Wahrheit. Ja die Heiligkeit steigt in ihren Augen in demselben Maße, als die Wahrheit ab- und die Illusion zunimmt, so daß der höchste Grad der Illusion für sie auch der höchste Grad der Heiligkeit ist.
– Ludwig FeuerbachAbergläubische Handlungen oder die Benutzung von magischen Gegenständen, z.B. Amuletten sind an sich wirkungslos, stellen aber eine Art Kommunikationsmittel mit Dämonen dar und bewirken den stillschweigenden Abschluss eines Dämonenpakts durch den Willen des Ausübenden und die dem Dämon gegebenen Zeichen.
– Augustinus von HippoZur Logik verhält sich die Grammatik wie das Kleid zum Leibe.
– Arthur SchopenhauerGroße Selbstsicherheit gewinne man durch hohe Ämter.
– Titus LiviusTriff mich in den Bauch!
– Agrippina die JüngereDie Kunst und die Wissenschaft suchen nicht nur keine Lenkung, sondern können von ihrem Wesen her keine dulden.
– Leo TrotzkiWir [Engländer] haben nahezu alles mit Amerika gemeinsam, außer natürlich die Sprache.
– Oscar WildeDer gesunde Menschenverstand ist nur eine Anhäufung von Vorurteilen, die man bis zum 18. Lebensjahr erworben hat.
– Albert EinsteinAmors Pfeil hat Widerspitzen, // wen er traf, der lass ihn sitzen // und erduld ein wenig Schmerz!
– Gottfried August BürgerDem Hunde, wenn er gut gezogen, // Wird selbst ein weiser Mann gewogen.
– Johann Wolfgang von GoetheEine nur schwache Flamme verlöscht der Sturm, hat sie schon um sich gegriffen, facht er sie nur stärker an.
– Sophie MereauWir sind nicht Feinde, sondern Freunde. Wir dürfen nicht Feinde sein. Ob auch die Leidenschaft das Band unserer Liebe straff gezogen hat, sie darf es nicht brechen. Die mystischen Saiten der Erinnerung, die sich von jedem Schlachtfelde und Patriotengrabe zu jedem lebendigen Herzen und zu jedem häuslichen Herde über dieses ganze weite Land erstrecken, werden auf's Neue in den großen Chor der Union einstimmen, wenn sie wiederum, was sicher zu erwarten steht, von den bessern Engeln unserer Natur berührt werden.
– Abraham LincolnZwischen Mann und Frau ist keine Freundschaft möglich. Es gibt Leidenschaft, Hass, Liebe, Verehrung, aber keine Freundschaft.
– Oscar WildeMusiker sind nicht eitel - sie bestehen aus Eitelkeit; die Eitelkeit ist ein lebensnotwendiger Bestandteil ihres Wesens.
– Kurt TucholskyDie Wissenschaft ist ein Produkt des gereiften Alters und besitzt nicht mehr die Kraft, den Lauf der Jahre zu erneuern und die Jugend zurückzubringen.
– Francesco de Sanctis