Zufällige Zitate
Früher begriff ich nicht, warum ich auf meine Frage keine Antwort bekam, heute begreife ich nicht, wie ich glauben konnte, fragen zu können. Aber ich glaubte ja gar nicht, ich fragte nur.
– Franz KafkaZu welchen Kindereien sinkt nicht der Mensch selbst in seinem reifen Alter hinab, wenn er sich am Leitseil der Sinnlichkeit führen läßt!
– Immanuel KantVerhüllter Schmerz ist heilig wie der Tod.
– Otto Erich HartlebenBis zu einem gewissen Grade selbstlos sollte man schon aus Selbstsucht sein.
– Marie von Ebner-EschenbachVölker Europas, wahret eure heiligen Güter!
– Wilhelm II.Zwischen Lipp' und Kelchesrand // Schwebt der finstern Mächte Hand!
– Johann Friedrich KindIch hoffe nicht daß es nöthig ist zu sagen, daß mir an salzburg sehr wenig und am erzb[ischof]. gar nichts gelegen ist, und ich auf beÿdes scheisse – und mein lebetage mir nicht im kopf kommen liesse, extra eine reise hinzumachen, wenn nicht sie und meine schwester daselbst wären.
– Wolfgang Amadeus MozartIch leide viel, meine Kinder, es ist wahr; aber es gibt Leute, die lebend mehr leiden als ich im Sterben.
– Pierre-Jean de BérangerDas Gewissen ist die Stimme der Seele. Die Leidenschaften sind die Stimme des Körpers.
– Jean-Jacques RousseauWenn eine Persönlichkeit mich fesselt, wird jede Form des Ausdrucks an ihr zum Genuss.
– Oscar WildeDie Natur sollte sich damit begnügen, das Alter elend zu machen, ohne es auch noch lächerlich zu machen.
– Michel de MontaigneDer Staat wird nicht abgeschafft, er stirbt ab.
– Friedrich EngelsReichtum allein macht nicht das Glück auf Erden.
– Albert LortzingBildung ist nicht „Ausbildung für etwas”, „für” Beruf, Fach, Leistung jeder Art, noch gar ist Bildung um solcher Ausbildung willen. Sondern alle Ausbildung „zu etwas” ist für die aller äußeren „Zwecke” ermangelnde Bildung da - für den wohlgeformten Menschen selbst.
– Max SchelerDann sieh, daß Du Mensch bleibst: Mensch sein ist vor allem die Hauptsache. Und das heißt: fest und klar und heiter sein, ja heiter trotz alledem und alledem, denn das Heulen ist Geschäft der Schwäche.
– Rosa Luxemburg[...] alles Menschliche will Dauer, Gott will Verwandlung.
– Ricarda HuchEs war einmal ein Mann, den man für einen Narren hielt, // Und der, je mehr er wegwarf, um so mehr behielt. // Der ist es, der sein Gut den Armen spendet, // Denn zehnfach wird's ihm wieder zugewendet.
– John BunyanEin unpersönlicher Gott ist gar kein Gott, sondern bloß ein missbrauchtes Wort, ein Unbegriff, eine contradictio in adjecto, ein Schiboleth für Philosophieprofessoren, welche, nachdem sie die Sache haben aufgeben müssen, mit dem Worte durchzuschleichen bemüht sind.
– Arthur SchopenhauerIch wünschte, ich hätte die Zeit für wenigstens einen weiteren Teller Chili.
– Kit CarsonDie Deutschen haben die Manie, sämtliche Völker erlösen zu wollen. Parzival mit dem Maschinengewehr. Man fragt sich nur, wieso Goethe in diesem Lande existieren konnte.
– Walter HasencleverDas Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.
– Albert EinsteinHabe Mut zu dir selbst, und such deinen eigenen Weg.
– Janusz KorczakNicht jeder, der den Pinsel in die Hand nimmt und Farben verquistet, ist ein Maler.
– Gotthold Ephraim LessingDieser Erdenkreis // gewährt noch Raum zu großen Taten.
– Johann Wolfgang von GoetheWenn das Herz mit Zweifeln lebt // so wird es für die Seele herb // Häßlich ist es und ist schön // wo der Sinn des Manns von Kraft // gemischt ist, farblich kontrastiert // gescheckt wie eine Elster.
– Wolfram von EschenbachSie giengen sanft und gütig mit mir um, weil Sie durch die Zärtlichkeit meines Herzens den Weg zu der Biegsamkeit meines Kopfs finden wollten.
– Sophie von La RocheAm besten machst du gleich dein Ding im Anfang recht; // Nachbesserung macht oft Halbgutes völlig schlecht.
– Friedrich RückertSo lieben wie ich dich, wird dich nichts mehr, so lieben wie du mich, wirst du nichts mehr.
– Susette GontardIch möchte Leuchtturm sein
in Nacht und Wind –
für Dorsch und Stint,
für jedes Boot –
und ich bin doch selbst
ein Schiff in Not!
– Wolfgang BorchertWas erste Liebe genannt wird, lebt fort in der zweiten, in jeder nachfolgenden, wird in jeder spätern neugeboren: Denn die Liebe ist ewig und Eins, [...].
– Friedrich Ludwig JahnErstlich des Hauses und des Weibes und des pflügenden Ochsen bedarf man.
– HesiodIn jedem Kleide werd ich wohl die Pein // Des engen Erdelebens fühlen. // Ich bin zu alt, um nur zu spielen, // Zu jung, um ohne Wunsch zu sein.
– Johann Wolfgang von GoetheWien, diese vollständige Schatzkammer aller menschlichen Fühllosigkeit und politischen Ehrlosigkeit
– Karl KrausDas ist seltsam, dass Männer, die sich für Sachverständige ausgeben, einander widersprechen und von einerlei Sache nicht einerlei Begriff haben.
– Lukian von SamosataWer recht in Freuden wandern will, der geh' der Sonn' entgegen.
– Emanuel GeibelWie den Hengsten die Nüstern zittern, wenn sie die Stuten wittern.
– Max Dauthendey