Zufällige Zitate

  • Alles Unrecht und Leiden der Erde hat seinen Grund darin, daß Erfahrungen nicht übermittelt werden können. Höchstens mitgeteilt. Zwischen dem Zugemessenen und dem Unerträglichen liegt der ganze Weg der Erfahrung, den immer nur einer allein für sich gehen kann. So wie immer nur einer allein seinen Tod stirbt und keiner vom Tod etwas weiß.
    Jakob Wassermann

  • Am Feiertag gehen sie in die Messe, // nur mit Wut oder immer noch schläfrig, // nur aus Gewohnheit oder um Frauen anzuschauen // und ganz in Schale um Beachtung zu ergattern.
    Carlo Gozzi

  • Gescheit gedacht und dumm gehandelt, // so bin ich meine Tage durchs Leben gewandelt.
    Franz Grillparzer

  • Wir sollen immer verzeihen, dem Reuigen um seinetwillen, dem Reuelosen um unseretwillen.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Die Demut selbst aber ist nichts als das sich stets mehr und stärker Kondensieren des Lebens in sich selbst, während der Hochmut ein stets lockereres Gestalten und sich ins Endloseste hin auseinander Zerstreuen und am Ende nahe gänzliches Verlieren des Lebens ist, was wir den zweiten oder geistigen Tod nennen wollen.
    Jakob Lorber

  • Jedes Blatt am Baum ist dem Blick des Weisen // eines Buches Blatt, Gottes Macht zu preisen.
    Saadi

  • Der Mensch ist gut und will nicht, daß man vor einem andern als ihm selbst krieche.
    Jean Paul

  • Früher war Deutschland auch für mich die Achse, um die sich die Welt drehte, aber damit hat man natürlich keinen richtigen Standpunkt für richtig und falsch.
    Ernst Ludwig Kirchner

  • Das Königstum ist die nach dem Bilde Gottes gemachte Regierung.
    Alphonse de Lamartine

  • Gott mag den allerdurchlauchtigsten und gesalbten Schafsköpfen gnädig sein; auf der Erde werden sie hoffentlich keine Gnade mehr finden.
    Georg Büchner

  • Dass ihr verachtetet, ihr höheren Menschen, das macht mich hoffen. Die großen Verachtenden nämlich sind die großen Verehrenden.
    Friedrich Nietzsche

  • Niemandem und jedem zu glauben ist beides ein Laster.
    Publilius Syrus

  • Das Feld der Philosophie lässt sich auf folgende Fragen bringen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?
    Immanuel Kant

  • Der Tag bricht an, und Mars regiert die Stunde.
    Friedrich Schiller

  • Unterm Arm die krumme Sichel, // Gehen wir ins Feld, // Mit der Harke, mit dem Stichel // Gehen wir ins Feld!
    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  • Tiefe Einsamkeit ist erhaben, aber auf eine schreckliche Art.
    Immanuel Kant

  • Freude wird jedes Mal dein Abendbrot sein, wenn du den Tag nützlich zugebracht hast.
    Thomas von Kempen

  • Die Schwachen und Missratnen sollen zu Grunde gehen: erster Satz unserer Menschenliebe. Und man soll ihnen noch dazu helfen.
    Friedrich Nietzsche

  • ein jeder sieht die Welt und seine eigne Stellung von der Mitte seines Kreises aus.
    Hans Paasche

  • Ich habe nicht die Hälfte von dem erzählt, was ich gesehen habe, weil keiner mir geglaubt hätte.
    Marco Polo

  • Die Menschen und die Pyramiden // Sind nicht gemacht, um auf dem Kopf zu stehn.
    Gottlieb Konrad Pfeffel

  • Die gesamte Wirtschaft müsse von der Forstwirtschaft lernen, was Nachhaltigkeit bedeute - der Holzweg ist ein guter Weg.
    Franz Alt

  • Und alle Götter lachten damals und wackelten auf ihren Stühlen und riefen: »Ist das nicht eben Göttlichkeit, dass es Götter, aber keinen Gott giebt?« Wer Ohren hat, der höre.
    Friedrich Nietzsche

  • Die Verfassung, die wir haben […] heißt Demokratie, weil der Staat nicht auf wenige Bürger, sondern auf die Mehrheit ausgerichtet ist.
    Thukydides

  • Eine Mehrheit darf nie ohne Not zugrunde gelegt werden.
    Wilhelm von Ockham

  • Ein Tölpel wird trotz aller Müh, doch nicht zum feinen Herrn.
    Jean de La Fontaine

  • Ein Tag ohne Bier ist wie ein Tag ohne Wein.
    Thomas Kapielski

  • [...] daß man den Künstler dann erst recht lobt, wenn man über sein Werk sein Lob vergißt.
    Gotthold Ephraim Lessing

  • Einem Liebhaber, der den Vater zur Hilfe ruft, trau ich - erlauben Sie, - keine hole Haselnus zu.
    Friedrich Schiller

  • Jede Nation hat sich immer und überall auf der Welt von der andern ein vereinfachendes Plakatbild gemacht, das meist so vergröbert ist, dass es überhaupt nicht mehr stimmt […]. Engländer haben Backenbart und karierte Hosen; die Amerikaner legen die Beine auf den Tisch, Deutsche essen Sauerkraut - immer, in allen Lebenslagen - und die Franzosen? Die haben's mit den Weibern - man weiß das ja! -, trinken Champagner und sind leichtfertige Windhunde.
    Kurt Tucholsky

  • Liebchen, ade! Scheiden tut weh! // Morgen, da geht's in die wogende See.
    Wilhelm Gerhard

  • Nichts ist offensichtlicher, als daß die Natur die Vernunft haßt.
    Oscar Wilde

  • Es ist merkwürdig, dass das, was man für gewöhnlich Erlebnisse nennt, in meinem Leben so wenig Rolle spielt. Ich habe, glaube ich, auch welche. Aber sie scheinen mir gar nicht das Hauptsächlichste im Leben, sondern das, was zwischen ihnen liegt, der tägliche Kreislauf der Tage, das ist für mich das Beglückende.
    Paula Modersohn-Becker

  • Das ist das Verdammte an den kleinen Verhältnissen, daß sie die Seelen klein machen.
    Henrik Ibsen

  • O Freiheit, wie hat man dir mitgespielt!
    Marie-Jeanne Roland

  • So wie keine Blume ohne Farbe gedacht werden kann, so ist kein Mensch ohne Poesie.
    Sophie Tieck

  • Eine Nation aber ist die Summe des Geistes sämtlicher ausgezeichneter Männer und Weiber. Wer will sich nun vermessen, diesen Geist polizeilich-pädagogisch zu bevormunden? Und wer in aller Welt soll denn die ungeschminkte nackte Wahrheit erfahren, wenn nicht er? Soll eine ganze Nation mit einem Scheuleder von der Wiege zum Grabe pilgern wie ein Mädchenpensionat hinter einer Gouvernante?
    Carl Spitteler

  • Nichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen gewesen wäre.
    John Locke

  • Mit dem Besten, was in mir steckte, hatte ich versucht, ein bißchen mehr Glück in diese Welt hineinzuschreiben.
    Frances Hodgson Burnett

  • Alles ist besser als geopfert zu werden.
    Oscar Wilde



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