Zufällige Zitate
Der Mensch ist das Maß aller Dinge. Derjenigen, die sind, so wie sie sind. Derjenigen, die nicht sind, so wie sie nicht sind.
– ProtagorasDen meisten Leuten sollte man in ihr Wappen schreiben: Wann eigentlich, wenn nicht jetzt?
– Kurt TucholskyDie Wissenschaft versucht, allgemeine Regeln aufzustellen, die den gegenseitigen Zusammenhang der Dinge und Ereignisse in Raum und Zeit bestimmen. Für diese Regeln, beziehungsweise Naturgesetze wird allgemeine und ausnahmslose Gültigkeit gefordert – nicht bewiesen.
– Albert EinsteinIch sehe einen Bart und einen Mantel, aber noch keinen Philosophen.
– Aulus GelliusDer Mensch ist dazu berufen, in seinem Innersten zu leben und sich selbst so in die Hand zu nehmen, wie es nur von hier aus möglich ist; nur von hier aus ist auch die rechte Auseinandersetzung mit der Welt möglich; nur von hier aus kann er den Platz in der Welt finden, der ihm zugedacht ist.
– Edith SteinEs gibt Leute, die können alles glauben, was sie wollen; das sind glückliche Geschöpfe.
– Georg Christoph LichtenbergDas Erz hat Heimweh. Und verlassen // will es die Münzen und die Räder, // die es ein kleines Leben lehren. // Und aus Fabriken und aus Kassen // wird es zurück in das Geäder // der aufgetanen Berge kehren, // die sich verschließen hinter ihm.
– Rainer Maria RilkeIch habe // Das Meinige getan. Tun Sie das Ihrige
– Friedrich SchillerWirklich glaubte ich, ungetrübtes Glück sorglos immer zu haben: Seht, die Hoffnung täuschte mich.
– Hartmann von AueDas Arbeiten ist meinem Gefühl nach dem Menschen so gut ein Bedürfnis wie Essen und Schlafen.
– Wilhelm von HumboldtWenn Ihr Euer Verlangen befriedigt hättet, so weiß ich wahrhaftig und zweifle nicht, Ihr würdet bald von mir abgelassen haben, und ich wäre sehr übel dran.
– Marie de FranceSein heißt, sich behaupten, sich bejahen, sich lieben; wer des Lebens überdrüssig, nimmt sich das Leben.
– Ludwig FeuerbachDer Adel ist ein köstlicher Schmuck der bürgerlichen Gesellschaft. Es ist das corinthische Capital [Kapitell] wohl geordneter und gebildeter Staaten.
– Edmund BurkeAch! es ist der Erde Los, // Blühen, tragen und zerfallen.
– Justinus KernerDer wahre Leser muss der erweiterte Autor sein.
– NovalisWer sich überhebt, verrät, dass er noch nie genug nachgedacht hat.
– Christian MorgensternDie Gesellschaft kennt den Begriff des Verbrechens, aber nicht den der Sünde, sie zwingt zur Strafe, ohne Reue erreichen zu wollen
– Otto WeiningerVäter sollte man weder sehen noch hören. Das ist die einzige geeignete Basis für das Familienleben.
– Oscar WildeWer am Freitag lacht, der wird am Sonntag weinen.
– Jean RacineTragt meine sterblichen Überreste vor euch, wenn ihr marschiert, denn die Rebellen werden nicht in der Lage sein, meinen Anblick auszuhalten, lebendig oder tot.
– Eduard I. von EnglandEin Ding ist dann wichtig, wenn irgendjemand denkt, dass es wichtig ist.
– William JamesEin Klassiker ist ein Buch, das die Leute loben, aber nicht lesen.
– Mark TwainDer Dichter soll nicht ewig Wein // Nicht ewig Amorn necken! // Die Barden müssen Männer seyn // Und Weise seyn, nicht Gecken!
– Matthias ClaudiusDas Ziel der Kunst ist es, einfach eine Stimmung zu erzeugen.
– Oscar WildeSeligkeit zerstören ist auch Seligkeit.
– Friedrich SchillerIch wollte nicht sagen, dass Konservative generell dumm sind. Ich wollte sagen, dass dumme Menschen im Allgemeinen konservativ sind. Ich halte das für eine so offensichtliche und unleugbare Tatsache, dass ich kaum glaube, daß ein ehrenwerter Mann sie in Frage stellen wird.“ – In einer Parlamentsdebatte mit dem dem Konservativen John Pakington MP vom 31. Mai 1866 (
– John Stuart MillZwischen Mann und Frau ist keine Freundschaft möglich. Es gibt Leidenschaft, Hass, Liebe, Verehrung, aber keine Freundschaft.
– Oscar WildeWo nehm ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen?
– Karl KrausStammt der Mensch, wenn auch als der höchste, geläutertste Sprößling, aus dem Thierreich her, so ist er von Hause aus ein irrationelles Wesen; es wird, bei allen Fortschritten von Vernunft und Wissenschaft, doch die Natur, Begierde und Zorn, immer eine große Gewalt über ihn behalten;
– David Friedrich StraußMan weiß durchaus nicht, wie man als geistiges Wesen in diese sonderbare Unterwelt gekommen ist; aber wissen sollte man früh und immer, wie man mit Ehre wieder hinaus kommt.
– Nikolai Abramowitsch PutjatinDie Irrthümer meiner Gegner sind seit einem Jahrhundert zu allgemein verbreitet, als dass ich auf meinem einsamen Wege hoffen könnte noch diesen oder jenen Gefährten zu finden. Ich werde allein bleiben! Ich komme mir oft vor wie ein Mann in einem Schiffbruch, der ein Brett ergreift, das nur einen einzigen zu tragen im Stande ist. Dieser eine rettet sich, während alle übrigen jämmerlich ersaufen.
– Johann Wolfgang von GoetheFreilich thut, um dergestalt das Lesen als Kunst zu üben, Eins vor Allem noth, was heutzutage gerade am Besten verlernt worden ist – und darum hat es noch Zeit bis zur »Lesbarkeit« meiner Schriften –, zu dem man beinahe Kuh und jedenfalls nicht »moderner Mensch« sein muss: das Wiederkäuen...
– Friedrich NietzscheFauler Verstand, leerer Verstand.
– Bernhard von ClunyJedwede Zeit hat ihre Wehen.
– Ferdinand FreiligrathMenschen, die mit Leichtigkeit fremde Sprachen erlernen, haben gewöhnlich einen starken Charakter.
– Ludwig BörneIch glaube, es gibt niemanden, der die Enttäuschung oder vielmehr die Verzweiflung des reiferen und des hohen Alters jemals beschrieben hätte.
– Eugène DelacroixWer für sein Lieb' nicht sterben kann, // Ist keines Kusses werth.
– Theodor KörnerDie moderne, jeden Tag experimentell bestätigte Vorstellung des Raumvakuums ist ein relativistischer Äther. Wir nennen ihn nur nicht so, weil das Tabu ist.
– Robert B. LaughlinEr richtete sich auf und fragte://`Oheim, was quält dich?´
– Wolfram von Eschenbach