Zufällige Zitate
Völker wie Personen verkörpern in ihren Wohnräumen ihren Charakter.
– Peter RoseggerDie Ehe ist ein Versuch, zu zweit wenigstens halb so glücklich zu werden, wie man allein gewesen ist.
– Oscar WildeAlle wertvollen Gefühle - für einen Menschen wie für einen Glauben, eine Scholle, ein Land - sind konservativ.
– Ellen KeyDie Tradition aller toten Geschlechter lastet wie ein Alp auf dem Gehirne der Lebenden. Und wenn sie eben damit beschäftigt scheinen, sich und die Dinge umzuwälzen, noch nicht Dagewesenes zu schaffen, gerade in solchen Epochen revolutionärer Krise beschwören sie ängstlich die Geister der Vergangenheit zu ihrem Dienste herauf, entlehnen ihnen Namen, Schlachtparole, Kostüm, um in dieser altehrwürdigen Verkleidung und mit dieser erborgten Sprache die neuen Weltgeschichtsszene aufzuführen.
– Karl MarxDas will ich jetzt in meinem Abschied, womit ich die Bürde und Last von meiner Seele abwerfe, keiner Empörung weiter statt zu geben, damit das unschuldige Blut nicht weiter vergossen werde
– Thomas MüntzerDie Überzeugung von der großen Wahrheit, es ist ein Gott, wenn sie den höchsten Grad mathematischer Gewißheit haben soll, hat dieses Eigne: daß sie nur durch einen einzigen Weg kann erlangt werden, und gibt dieser Betrachtung den Vorzug, daß die philosophische Bemühung sich bei einem einzigen Beweisgrunde vereinigen müssen, um die Fehler, die in der Ausführung desselben möchten eingelaufen sein, vielmehr zu verbessern, als ihn zu verwerfen, so bald man überzeugt ist, daß keine Wahl unter mehr dergleichen möglich sei.
– Immanuel KantDas Geheimnis meines Erfolges? Ich sage über niemanden etwas Schlechtes und über jeden alles Gute, das ich über ihn weiß.
– Benjamin FranklinNichts mehr bedarf eine Nation als einen Überfluss an edlen Männern, die sich dem Allgemeinen widmen.
– Leopold von RankeDenn wie ein Märchenerzähler auch nicht an die Zaubereien glaubt, die er vorspiegelt, sondern sie nur aufs beste zu beleben und auszustatten gedenkt, damit seine Zuhörer sich daran ergötzen, ebensowenig braucht gerade der lyrische Dichter dasjenige alles selbst auszuüben, womit er hohe und geringe Leser und Sänger ergötzt und schmeichelt.
– Johann Wolfgang von GoetheUnser Schuldbuch sei vernichtet! // ausgesöhnt die ganze Welt!
– Friedrich SchillerVergnügen ist das einzige, wofür man leben sollte. Nichts macht so alt wie das Glück.
– Oscar WildeLeiden liegt in der menschlichen Natur; aber wir leiden nie, oder zumindest sehr selten, ohne die Hoffnung auf Heilung zu nähren; und die Hoffnung selbst ist eine Freude.
– Giacomo CasanovaZum Glück ist Denken nicht ansteckend, jedenfalls nicht in England.
– Oscar WildeLiebe ist das allgemeine Band, das alle Wesen im Universum an und ineinander bindet und verwebt.
– Franz von BaaderDie menschliche Dummheit ist international.
– Kurt TucholskyDer Tugend gleich, hat auch Verbrechen seine Stufen.
– Jean RacineDer Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand.
– Erasmus von RotterdamDie Revolution ist wie Saturn, sie frißt ihre eignen Kinder.
– Georg BüchnerVerbreitet Frieden auf Erden.
– Mirza Ghulam AhmadDie Achtung, die uns die Mitmenschen einflössen, lässt sich an der Art unserer Vertraulichkeit ermessen.
– Sully PrudhommeMan sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
– Antoine de Saint-ExupéryLerne auch mit dem Zarten umzugehen.
– Heinrich von KleistMeine eigenen Angelegenheiten langweilen mich immer zu Tode; ich bevorzuge die anderer Menschen.
– Oscar WildeDas Gehirn sondert Gedanken ab wie die Leber Galle.
– Pierre-Jean-Georges CabanisAlles Gescheite ist schon gedacht worden. Man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken.
– Johann Wolfgang von GoetheWohl können wir Gott unser Herz öffnen, aber nicht ohne göttliche Hilfe.
– Thomas von AquinDas Moralische versteht sich doch immer von selbst.
– Friedrich Theodor VischerAch wenn in unsrer engen Zelle // Die Lampe freundlich wieder brennt, // Dann wird's in unserm Busen helle, // Im Herzen, das sich selber kennt. // Vernunft fängt wieder an zu sprechen // Und Hoffnung wieder an zu blühn; // Man sehnt sich nach des Lebens Bächen, // Ach! nach des Lebens Quelle hin.
– Johann Wolfgang von GoetheDie effektorische Welt oder Wirkungswelt ist das, was wir für gewöhnlich die objektive Welt nennen, und die rezeptorische Welt oder Merkwelt bezeichnen wir für gewöhnlich als subjektive Welt.
– Jakob Johann von UexküllAlles muß allem dienen. Es gibt im letzten Sinne keine Ungerechtigkeit.
– Christian MorgensternWir sind doch thörichte Menschen! Wie oft durchkreuzt die Furcht vor dem Lächerlichwerden unsere innigsten, zartesten Gefühle! Man schämt sich der Thräne und - spottet; man schämt sich des fröhlichen Lachens und - schneidet ein langweiliges Gesicht.
– Wilhelm RaabeArbeit an einer guten Prosa hat drei Stufen: eine musikalische, auf der sie komponiert, eine architektonische, auf der sie gebaut, endlich eine textile, auf der sie gewoben wird.
– Walter BenjaminSchlechte Beispiele schaden mehr als Sünden.
– CiceroDer Brauch ist der Herrscher in allem.
– PindarWer nicht an Christus glauben will, der muß sehen, wie er ohne ihn rathen kann. Ich und du können das nicht. Wir brauchen Jemand, der uns hebe und halte, weil wir leben, und uns die Hand unter den Kopf lege, wenn wir sterben sollen; und das kann er überschwänglich.
– Matthias ClaudiusWer viel liest und viel reist, sieht vieles und erfährt vieles.
– Miguel de Cervantes