Zufällige Zitate
ich möchte nicht das Leben eines meiner Bürger für einen selbstsüchtigen Zweck zu verantworten haben. Ich wünsche von meinem Schöpfer nicht das Glück eines Eroberers, dieses Fürstenwahnwitzes, sondern jenes Glück, daß man nach meinem Tode sage: Ludwig hat nur darnach gestrebt, seinem Volke der wahrhaft treueste Freund zu sein und es ist ihm gelungen, sein Volk zu beglücken.
– Ludwig II. von BayernLebe, wie du, wenn du stirbst, // wünschen wirst, gelebt zu haben.
– Christian Fürchtegott GellertEs war natürlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen gelesen haben, eine Lüge, die systematisch wiederholt wird. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzte Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann.
– Albert EinsteinUnser erkennender Geist spannt sich, indem er etwas erkennt, ins Unendliche aus.
– Thomas von AquinJeglicher Zeit ihr Recht, macht manchen armen Knecht.
– Johann Geiler von KaysersbergIst Dein auch alle Erdenpracht // Und aller Weisheitsblüte // Das, was Dich erst zum Menschen macht, // Ist doch allein die Güte.
– Karl Emil FranzosNichts ist so aufreizend wie Gelassenheit.
– Oscar WildeSo wahr die Kühe wiederkäuen, // so wahr uns im Frühling die Blüten erfreuen, // wenn der Wind anders weht als er es immer tut, // so macht auch ein übles Los den Menschen nicht gut.
– Thomas TusserAuch Ruhm ist schön auf dieser Welt, // doch unbeständig, bald vergällt. // Schönheit des Leibs wird viel beacht´t // und ist dahin doch über Nacht.
– Sebastian BrantEs scheint als werde der Despotismus, sollte er bei den heutigen demokratischen Nationen sein Lager aufschlagen, andere Züge tragen: er dürfte ausgedehnter und milder sein und die Menschen erniedrigen, ohne sie zu quälen.
– Alexis de TocquevilleSo viel Geld lässt sich, weiß Gott, nicht mit etwas Gutem verdienen.
– Friedrich SchillerIn Wahrheit, es können nur ein Narr, ein Bösewicht und ein Priester heirathen. Der letzte ist gewohnt, an Pflichten gebunden zu seyn, der Bösewicht wünscht, daß seine Frau untreu wäre und der Narr glaubt, daß sie treu ist.
– Theodor Gottlieb von HippelDer Humor ist keine Gabe des Geistes, er ist eine Gabe des Herzens.
– Ludwig BörneEs ist daher nicht richtig geredet, wenn man in den Hörsälen der Weltweisheit immer lehret, es könnte, im metaphysischen Verstande, nicht mehr wie eine einzige Welt existieren.
– Immanuel KantNicht auf Preußens Liberalismus sieht Deutschland, sondern auf seine Macht; Bayern, Württemberg, Baden mögen dem Liberalismus indulgieren, darum wird ihnen doch keiner Preußens Rolle anweisen; Preußen muß seine Kraft zusammenfassen und zusammenhalten auf den günstigen Augenblick, der schon einige Male verpaßt ist; Preußens Grenzen nach den Wiener Verträgen sind zu einem gesunden Staatsleben nicht günstig; nicht durch Reden oder Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden – das ist der große Fehler von 1848 und 1849 gewesen – sondern durch Eisen und Blut.
– Otto von BismarckDiese neue Erfindung hat mich sehr interessiert und ich danke sehr für die Vorführung derselben.
– Franz Joseph I. von ÖsterreichIm Stumpfsinn wird Ernsthaftigkeit mündig.
– Oscar WildeDie sicherste allgemeine Charakterisierung der philosophischen Tradition Europas lautet, daß sie aus einer Reihe von Fußnoten zu Platon besteht.
– Alfred North WhiteheadDie Eltern, die Dankbarkeit von ihren Kindern erwarten (es gibt sogar solche, die sie fordern), sind wie Wucherer, sie riskieren gern das Kapital, wenn sie nur die Zinsen bekommen.
– Franz KafkaDie Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen.
– Karl MarxWir können der Wirklichkeit nicht habhaft werden. Sie muß gestutzt, gekürzt, geknetet, ja, sie muß umgeglüht werden, und der Ofen, in dem die Umglühung vorgenommen wird, ist die Phantasie.
– Jakob WassermannWas man liebt, findet man überall und sieht überall Ähnlichkeiten.
– NovalisWir wandeln auf Glatteis und sind keinen Augenblick sicher, daß wir nicht fallen.
– Friedrich Theodor VischerKinder müssen wir werden, wenn wir das Beste erreichen wollen.
– Philipp Otto RungeDa ich nie das gewollt, was ich gesollt, // Ward meinen Wünschen Achtung nie gezollt; // Da alles, was Er will, das Rechte ist, // Ist Unrecht alles das, was ich gewollt.
– Omar KhayyamNichts bedarf dringender der Verbesserung als die Angewohnheiten anderer Leute.
– Mark TwainDer Gebildete widerspricht den anderen, der Weise sich selbst.
– Oscar Wilde»Man muß sich untereinander helfen, das ist eigentlich das Beste von der Ehe. Sich helfen und unterstützen und vor allem nachsichtig sein und sich in das Recht des andern einleben. Denn was ist Recht? Es schwankt eigentlich immer. Aber Nachgiebigkeit, einem guten Menschen gegenüber, ist immer recht.«
– Theodor FontaneEs gibt eine Menge Menschen, aber noch viel mehr Gesichter, denn jeder hat mehrere.
– Rainer Maria RilkeDu nicht von Gott, Tyrann!
– Gottfried August BürgerDer Wind, der durch die Welt die Jugend treibt, // Sich Glück wo anders, als daheim, zu suchen, // Wo uns Erfahrung spärlich reift.
– William ShakespeareFür viele ist Gott kaum mehr als eine Berufungsinstanz gegen das Verdammungsurteil der Welt über ihr eigenes Versagen.
– William JamesJedes Volk hat seine eigene Sitte.
– PrudentiusDas eben geschieht den Menschen, die in einem Irrgarten hastig werden: Eben die Eile führt immer tiefer in die Irre.
– Seneca d.J.Was einmal alle Welt tut, glaubt der einzelne ohne weiteres auch tun zu dürfen. Und da nun die Welt im ganzen in neuerer Zeit in ihrer Richtung auf Geld und Gut recht viele verkehrte Grundsätze und Gebräuche hervorgebracht hat, so verfallen sehr viele Christen, ohne besonderen bösen Willen, in sehr verkehrte Handlungsweisen. Das ist vielleicht mehr Irrtum als Unrecht.
– Adolph KolpingMein Mund soll meines Herzens Bosheit sagen, // Sonst wird mein Herz, verschweig' ich sie, zerspringen: // Und ehe das geschehe, will ich frei // Und über alles Maß die Zunge brauchen.
– William ShakespeareWem der große Wurf gelungen, // eines Freundes Freund zu sein, // Wer ein holdes Weib errungen, // Mische seine Jubel ein!
– Friedrich SchillerDie Unentbehrlichkeit eines Individuums ist gewiß immer nur eingebildet und chimerisch; aber auch so ist sie gut.
– Friedrich BuchholzAlle Natur befindet sich im Krieg miteinander oder mit der äusseren Natur.
– Charles Darwin