Zufällige Zitate
Helmstedt selbst liegt ganz freundlich, der Sand ist dort, wo ein geringes Wasser fließt, durch Gärten und sonst anmutige Umgebung gebändigt. Wer nicht gerade den Begriff einer lebhaften deutschen Akademie mitbringt, der wird angenehm überrascht sein, in einer solchen Lage eine ältere, beschränkte Studienanstalt zu finden, wo auf dem Fundament eines frühern Klosterwesens Lehrstühle späterer Art gegründet worden, wo gute Pfründen einen behaglichen Sitz darbieten, wo alträumliche Gebäude einem anständigen Haushalt, bedeutenden Bibliotheken, ansehnlichen Kabinetten hinreichenden Platz gewähren und eine stille Tätigkeit desto emsiger schriftstellerisch wirken kann, als eine geringe Versammlung von Studierenden nicht jene Hast der Überlieferung fordert, die uns auf besuchten Akademien nur übertäubt.
– Johann Wolfgang von GoetheJa, so muss man seine Zeit zwischen der Politik und unseren Gleichungen teilen. Aber unsere Gleichungen sind mir doch viel wichtiger; denn die Politik ist für die Gegenwart da, aber solch eine Gleichung ist etwas für die Ewigkeit.
– Albert EinsteinIst denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? // Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.
– Johann Wolfgang von GoetheGewissensbisse erziehn zum Beißen.
– Friedrich NietzscheWillst du den Wert des Geldes kennenlernen, geh und versuche dir welches zu borgen.
– Benjamin Franklin« Écrasez l’infâme »
– VoltaireKurz ist der Abschied für die lange Freundschaft.
– Friedrich SchillerDer Mensch ist frei geschaffen, ist frei, // Und würd' er in Ketten geboren.
– Friedrich SchillerGleich muß die Pastete auf den Herd, und dem Major- ja ja dem Major will ich weisen, wo Meister Zimmermann das Loch gemacht hat.
– Friedrich Schiller»Du Taugenichts! da sonnst Du Dich schon wieder und dehnst und reckst Dir die Knochen müde, und läßt mich alle Arbeit allein thun. Ich kann Dich hier nicht länger füttern. Der Frühling ist vor der Thüre, geh auch einmal hinaus in die Welt und erwirb Dir selber Dein Brodt.«
– Joseph von EichendorffWas der Trug gewann, der ungerechte, kann nicht dauernd sein.
– SophoklesVerschmilzt die Wirtschaft Europas zur Gemeinschaft, und das wird früher geschehen als wir denken, so verschmilzt auch die Politik.
– Walther RathenauO Himmel, man kommt leichter zu seiner Erzeugung, als zu seiner Erziehung.
– Georg BüchnerWas prinzipiell das Richtige, ist stets auch praktisch das Beste. Prinzipientreue ist die beste Politik.
– Wilhelm LiebknechtAlle Bemühungen um die Ästhetisierung der Politik gipfeln in einem Punkt. Dieser eine Punkt ist der Krieg.
– Walter BenjaminDie beste Regierungsform für den Künstler ist überhaupt keine Regierung.
– Oscar WildeWarum sollte das Gesetz seinen Schutz irgendeinem empfindenden Wesen verweigern? Die Zeit wird kommen, da die Menschheit alles, was atmet, unter ihren Schirm und Schild nehmen wird.
– Jeremy BenthamDie Dichtung hat nicht die Aufgabe das zu schildern, was ist, sondern das was sein soll; oder das, was sein könnte, als Teillösung dessen, was sein soll
– Robert MusilSo winzig sind der Frauen Seelen, dass mancher annimmt, dass sie gänzlich fehlen.
– Samuel Butler d.Ä.Kriton, wir schulden dem Asklepios einen Hahn. Opfert ihm den und versäume es nicht.
– SokratesDie Blume verblüht, // Die Frucht muß treiben.
– Friedrich SchillerDie Philosophie ist ein guter Rat: Einen guten Rat gibt niemand mit lauter Stimme.
– Seneca d.J.Der Begriff »Fortschritt« allein setzt bereits die Horizontale voraus. Er bedeutet ein Weiterkommen und kein Höherkommen.
– Joseph RothDas Glück liegt in uns, nicht in den Dingen.
– François de La RochefoucauldMutterangst und Mutterweh bricht die Pforten der Hölle.
– Bogumil GoltzNiemand kann frei sein, solange es nicht alle sind.
– Erich MühsamWas Gewalt heißt, ist nichts: Verführung ist die wahre Gewalt.
– Gotthold Ephraim LessingDer berühmte Don Quijote von la Mancha, der sich mit einem anderen Namen nennt der Ritter von der traurigen Gestalt.
– Miguel de CervantesSo wie es selten Komplimente gibt ohne alle Lügen, so findet sich auch selten Grobheiten ohne alle Wahrheit.
– Gotthold Ephraim LessingHypothesen sind Wiegenlieder, womit der Lehrer seine Schüler einlullt.
– Johann Wolfgang von GoetheWie selten auch wahre Liebe ist, so ist wahre Freundschaft doch noch seltener.
– François de La RochefoucauldVerschwiegenheit fordern, ist nicht das Mittel, sie zu erlangen.
– Johann Wolfgang von GoetheWir wissen vollkommen, dass die Geschichtsschreiber der Zukunft unfehlbar finden werden, dass unser Denken voller Einbildungen gewesen ist: weil sie eine vollendete Welt hinter sich sehen werden.
– Georges SorelAus solchem aufgezwungenen Frieden müßte neuer Haß zwischen den Völkern und im Verlauf der Geschichte neues Morden erwachsen." - Aufruf des Reichspräsidenten und der Reichsregierung vom 8. Mai 1919, nach
– Friedrich EbertKrieg — das ist zuerst die Hoffnung, daß es einem besser gehen wird, hierauf die Erwartung, daß es dem anderen schlechter gehen wird, dann die Genugtuung, daß es dem anderen auch nicht besser geht, und hernach die Überraschung, daß es beiden schlechter geht.
– Karl KrausDas Schicksal ist erfinderischer als der Mensch.
– Karl Emil FranzosAber der Dogmatismus ist gänzlich unfähig, zu erklären, was er zu erklären hat, und dies entscheidet über seine Untauglichkeit.
– Johann Gottlieb FichteDoch was wäre der Mensch ohne Leiden? Ein Kind ohne Erziehung, ein Sohn ohne Vater, ein Wanderer auf dem Wege zum Verderben.
– Carl Nicolaus KählerDie Öffentlichkeit hat eine unstillbare Neugier, alles zu wissen, nur nicht das Wissenswerte.
– Oscar Wilde