Zufällige Zitate
Denn die Arbeit ist die einzige Waffe des gesitteten Menschen in seinem «Kampfe ums Dasein».
– Silvio GesellUnd Leben, was dich betrifft, denk' ich, du bist das übrig Gebliebene von vielem Sterben, // Ohne Zweifel bin ich schon früher zehntausendmal gestorben).
– Walt WhitmanNicht auf Preußens Liberalismus sieht Deutschland, sondern auf seine Macht; Bayern, Württemberg, Baden mögen dem Liberalismus indulgieren, darum wird ihnen doch keiner Preußens Rolle anweisen; Preußen muß seine Kraft zusammenfassen und zusammenhalten auf den günstigen Augenblick, der schon einige Male verpaßt ist; Preußens Grenzen nach den Wiener Verträgen sind zu einem gesunden Staatsleben nicht günstig; nicht durch Reden oder Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden – das ist der große Fehler von 1848 und 1849 gewesen – sondern durch Eisen und Blut.
– Otto von BismarckSelbst im Fall einer Revolution würden die Deutschen sich nur Steuerfreiheit, nie Gedankenfreiheit erkämpfen.
– Friedrich HebbelAm liebsten spreche ich von nichts, denn das ist das Einzige, wovon ich wirklich etwas verstehe.
– Oscar WildeDer Himmel ist zart, die Erde blaß. Die Welt ist ein Aquarell mit dem Titel April.
– Ödön von HorváthJa, Gott ist treu, er hält, was er verheißt! // Dank, liebes Weib, du wecktest mein Vertraun, // Auf Gottes Hilfe will ich freudig baun, // Und zag' ich jemals wieder in der Not, // Dann frag' mich nur: "Ist denn der Herrgott tot?«
– Julius SturmDas Los des Menschen scheint zu sein, nicht Wahrheit, sondern Ringen und Wahrheit, nicht Freiheit und Gerechtigkeit und Glückseligkeit, sondern Ringen darnach.
– Johann Gottfried SeumeUmgibt nun des Tages Helle das den Augen Entströmende, dann vereinigt sich dem Ähnlichen das hervorströmendeÄhnliche und bildet in der geraden Richtung der Sehkraft aus Verwandtem da ein Ganzes, wo das von innen Herausdringende dem sich entgegenstellt, was von außen her mit ihm zusammentrifft.
– PlatonReisen sind das beste Mittel zur Selbstbildung.
– Karl Julius WeberAlles, was der Mensch erfährt, ist nur die Anschauung seines Wachstums.
– Johann Wilhelm Ritteralle Religionen sind schön, die uns zu guten Menschen machen.
– Berthold AuerbachKunst kommt von Können, nicht von Wollen: Sonst hieß es 'Wulst'.
– Ludwig FuldaDer Gedanke, einmal in seiner Größe gefaßt, kann nicht mehr verschwinden; solange es Menschen gibt, wird auch der starke Wunsch da sein, den Turm zu Ende zu bauen.
– Franz KafkaDas Wort ist nur der Körper von unsern innern Empfindungen.
– Philipp Otto RungeVerlier dich von dem Lebenspfad // Nie seitwärts ins Geheg, // Geh immer artig kerzengrad’ // Den goldenen Mittelweg.
– Frank WedekindEs ist immer gewagt, Menschenkenner zu sich zu Gaste zu laden, und es ist immer lohnend für Menschenkenner, in eines Nachbarn Haus zu treten. Völker wie Personen verkörpern in ihren Wohnräumen ihren Charakter.
– Peter RoseggerWarum soll in der Gegenwart die Dichtkunst nicht auch in den Dienst der Arbeiter und der Arbeiterbewegung gestellt werden? Hat man Kriege und Siege, Schlachten und Heerführer besungen, warum soll die Kulturtätigkeit, welche die Arbeiterorganisationen besorgen, nicht auch einen würdigen Gegenstand der Dichtung abgeben?
– Manfred WittichArm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel braucht.
– Peter RoseggerBei einer andächtigen Musik ist allezeit Gott mit seiner Gnaden Gegenwart.
– Johann Sebastian BachDie Strategie ist, das Böse in Form von einer Person auszulöschen, um viele unschuldige Leute zu retten.
– Yagyū MunenoriKeusch ist, die niemand gefragt hat.
– OvidEine Reisebeschreibung ist in erster Linie für den Beschreiber charakteristisch, nicht für die Reise.
– Kurt TucholskyIch folgte ganz, wie meine Natur mir gebot, ich war ganz Weib, ein gutes, dem Instinkt sich hingebendes Wesen.
– Sophie MereauWenn du Geld zu nutzen verstehst, ist es deine Dienerin; wenn du es aber nicht zu nutzen verstehst, deine Herrin.
– Publilius SyrusDie Demut gibt jedem, auch dem einsam Verzweifelnden, das stärkste Verhältnis zum Mitmenschen, und zwar sofort, allerdings nur bei völliger und dauernder Demut.
– Franz KafkaMit den alten Königen und Fürsten von Gottes Gnaden ist es für immer vorbei.
– Friedrich EbertErröthend folgt er ihren Spuren.
– Friedrich SchillerTugenden! Wer weiß, was Tugenden sind? Du nicht, ich nicht, niemand.
– Oscar WildeVon oben herab muss reformiert werden, wenn nicht von unten hinauf revolutioniert werden soll.
– Karl Julius WeberDie Männer regieren die Welt und die Frauen ihre Männer. Was wollen sie noch mehr!
– Bogumil GoltzDaher (sagt) Chrysostomus über Matth. 19[,10]: „Es frommt nicht, zu heiraten. Was ist denn das Weib anders als die Feindin der Freundschaft, eine unentrinnbare Strafe, ein notwendiges Übel, eine natürliche Versuchung, ein wünschenswertes Unheil, eine häusliche Gefahr, ein ergötzlicher Schade, ein Mangel der Natur, mit schöner Farbe gemalt? [...]
– Heinrich KramerDie Begierde nach einer Frau, die man besessen hat, ist etwas Grauenvolles und tausendmal schlimmer als alles andere; fürchterliche Phantasiebilder verfolgen einen wie Gewissensbisse.
– Gustave FlaubertDenn man verdient wenig Dank von den Menschen, wenn man ihr inneres Bedürfnis erhöhen, ihnen eine große Idee von ihnen selbst geben, ihnen das Herrliche eines wahren, edlen Daseins zum Gefühl bringen will.
– Johann Wolfgang von GoetheDieser erhielt das Kreuz als Lohn für seine Verbrechen, jener die Krone.
– JuvenalEs ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.
– Seneca d.J.Erziehung ist Bildung des Menschen zur Glückseligkeit.
– Ernst Christian Trapp