Zufällige Zitate

  • Und wie der Dichter eher ist als der Kritiker, so müssen wir auch vieles sehen, lesen und hören, ehe wir uns einfallen lassen wollen zu urteilen.
    – Johann Wolfgang von Goethe

  • Man sollte überhaupt nie eine Handlungsweise eine Staatstugend nennen, die gegen die Tugend im allgemeinen geht.
    – Johann Peter Eckermann

  • Versäume keine Gelegenheit, dich auf der Orgel zu üben; es giebt kein Instrument, das am Unreinen und Unsauberen im Tonsatz wie im Spiel alsogleich Rache nähme, als die Orgel.
    – Robert Schumann

  • Die Entschälung des Gegenstandes aus seiner Hülle, die Zertrümmerung der Aura, ist die Signatur einer Wahrnehmung, deren »Sinn für das Gleichartige in der Welt« so gewachsen ist, dass sie es mittels der Reproduktion auch dem Einmaligen abgewinnt.
    – Walter Benjamin

  • Ehrenvolle, tätige Gefahr ist besser als der ruhige Schlaf eines Sklaven.
    – Johann Gottfried Seume

  • Wie könnten Narren müde werden!
    – Franz Kafka

  • Ich habe diese Erinnerungen nicht für die Jugend geschrieben; denn diese muss in der Unwissenheit erhalten werden, damit sie nicht zu Fall komme.
    – Giacomo Casanova

  • Es gibt Widerwärtigkeiten, die unerträglich sind.
    – Marie de Sévigné

  • Unser Herrgott hat sonderbare Kostgänger auf seiner Erde, und wunderliche Käuze gibt's in allen Ständen und Berufen; aber die bunteste Gesellschaft finden wir doch unter uns Aerzten.
    – Heinrich Hoffmann

  • Früher haben wir unsere Helden kanonisiert, heute werden sie vulgarisiert.
    – Oscar Wilde

  • Nein, der Sinn versinkt wie im Traum // In dem auferwachten Tage, // Und du suchst im ganzen Raum // Endlos deine eigne Sage.
    – Konrad Weiß (Dichter)

  • Ich werde noch einmal nach Neapel zurückkehren, ja, weil ich es zu sehr liebe, aber allein um Vermicelli zu essen.
    – Enrico Caruso

  • Menschliches Glück stammt nicht so sehr aus großen Glücksfällen, die sich selten ereignen, als vielmehr aus kleinen glücklichen Umständen, die jeden Tag vorkommen.
    – Benjamin Franklin

  • Ich sterbe. Du stirbst. Er stirbt. Viel schlimmer ist, wenn ein volles Faß verdirbt.
    – Joachim Ringelnatz

  • Literatur eignet sich nicht zur Darstellung von Sachverhalten, wohl aber zur Manipulation des Lesers und meiner selbst.
    – Thomas Raab

  • Es ist wahr: Wir lieben das Leben, nicht, weil wir ans Leben, sondern ans Lieben gewöhnt sind. Es ist immer etwas Wahnsinn in der Liebe. Es ist aber auch immer etwas Vernunft im Wahnsinn.
    – Friedrich Nietzsche

  • Sr. Königl. Mayestät erwiederten aber daß "Gazetten wenn sie interreßant seyn sollten nicht geniret werden müsten ...
    – Friedrich II. (Preußen)

  • Das Wissen macht uns weder besser, noch glücklicher.
    – Heinrich von Kleist

  • Wagners Kunst ist krank. Die Probleme, die er auf die Bühne bringt - lauter Hysteriker-Probleme -, das Convulsivische seines Affekts, seine überreizte Sensibilität, sein Geschmack, der nach immer schärferen Würzen verlangte, seine Instabilität, die er zu Prinzipien verkleidete, nicht am wenigsten die Wahl seiner Helden und Heldinnen, diese als physiologische Typen betrachtet (- eine Kranken-Galerie! -): Alles zusammen stellt ein Krankheitsbild dar, das keinen Zweifel lässt. Wagner est une névrose.
    – Friedrich Nietzsche

  • Ein Gesandter ist ein Chamäleon, ein Proteus. Einem geschickten Spieler gleich, lässt er sich oft nichts von seiner Laune und Stimmung anmerken… Dann wieder weiß er eine Gemütsverfassung vorzutäuschen.
    – Jean de La Bruyère

  • Ich mit all meinen Gedanken und Gefühlen fand mich inmitten einer Umgebung.
    – Richard Avenarius

  • Mit der Freude an seinem Schaffen vereinte er die anspruchsloseste Bescheidenheit. Streng gegen sich selbst, war er liebevoll gegen Andere, anerkennend und voll Wohlwollen. Nur der Lüge und hohlen Phrase, oder der Unduldsamkeit gegenüber konnte er schroff werden.
    – Walter Robert-Tornow

  • Alles, was man über Gott zu wissen braucht oder wissen kann, ist im Leben und im Charakter seines Sohnes offenbart
    – Ellen G. White

  • Das Unglück ist unser größter Lehrmeister.
    – Honoré de Balzac

  • Wenn längere Zeit nach dem Tode eines geliebten Wesens einen der alte Schmerz überkommt, so überlege man, was der Tote versäumt habe, während man selbst und die andern weiterlebten.
    – Wilhelm Raabe

  • Sein Schicksal schafft sich selbst der Mann!
    – Gottfried Kinkel

  • Wir dürfen nicht hoffen, eine bessere Welt zu erbauen, ehe nicht die Individuen besser werden. In diesem Sinn soll jeder von uns an seiner eigenen Vervollkommnung arbeiten, indem er auf sich nimmt, was ihm im Lebensganzen der Menschheit an Verantwortlichkeit zukommt, und sich seiner Pflicht bewusst bleibt, denen zu helfen, denen er am ehesten nützlich sein kann.
    – Marie Curie

  • Wer hieß dich mich zerren, mich! in diese Welt hinein? Laß mich erfrieren, verhungern, versteinen in der meinigen!
    – Hugo von Hofmannsthal

  • Barmherzigkeit ist leichter zu üben als Gerechtigkeit.
    – Sully Prudhomme

  • Dafür gab es keine Sühne; aber wenn Vergebung unmöglich war, war doch Vergessen möglich.
    – Oscar Wilde

  • Der Geist führt einen ewigen Selbstbeweis.
    – Novalis

  • Von allen Porträts, die Künstler von mir angefertigt haben, mag ich das von Eakins am meisten: es ist nicht perfekt, aber es kommt mir am nächsten.
    – Walt Whitman

  • Eigennutz ist die Klippe, an der jede Freundschaft zerschellt.
    – Ludwig Tieck

  • Der Narr hält sich für weise, aber der Weise weiß, dass er ein Narr ist.
    – William Shakespeare

  • Das Volk hasst die Genießenden wie ein Eunuch die Männer.
    – Georg Büchner

  • Der Glaube schwindet, und es entsteht die Philosophie.
    – Francesco de Sanctis

  • Im Handel hört alle Freundschaft auf, im Handel sind alle Menschen die bittersten Feinde.
    – Georg Weerth

  • Die Überzeugung unserer Fortdauer entspringt mir aus dem Begriff der Tätigkeit; denn wenn ich bis an mein Ende rastlos wirke, so ist die Natur verpflichtet, mir eine andere Form des Daseins anzuweisen, wenn die jetzige meinem Geist nicht ferner auszuhalten vermag.
    – Johann Peter Eckermann

  • In tiefer Ruh liegt um mich her // Der Waffenbrüder Kreis; // Mir ist das Herz so bang und schwer, // Von Sehnsucht mir so heiß.
    – Ludwig Rellstab

  • Wer den schönen alten Mann an jenem 22. März (am 30. März, seinem Hochzeitstag, traf ihn ein Herzschlag) sprechen gehört, durch ganze zwei Stunden, weihevoll, begeisterungsvoll, in die höchsten Regionen des Gedankens strebend - der musste das Gefühl gehabt haben: In dieser Seele lodert das Feuer der Güte.
    – Bertha von Suttner



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