Zufällige Zitate
»Das Geld liegt auf der Strasse, man braucht sich nur danach zu bücken, um es aufzuheben«, ist ein alter Satz, den ich des öftern von smarten Geschäftsleuten äussern hörte, ohne dass es mir jedoch bis heute gelungen wäre, seine Stichhaltigkeit einwandfrei zu erproben. Um so mehr bin ich deshalb geneigt, die pessimistische Weltanschauung jener zu teilen, die auf den – allerdings apokryphen – Nachsatz schwören: »Wer sich bückt, um es aufzuheben, dem fällt die Brieftasche aus der Jacke.«
– Gustav MeyrinkOb Mann oder Frau: Immer werden Besitz und Person gemeinsam die ganze Persönlichkeit ausmachen. Werden sie aber getrennt, bleibt von beiden nichts.
– Gottfried von StraßburgAller Eigensinn beruht darauf, daß der Wille sich an die Stelle der Erkenntniß gedrängt hat.
– Arthur SchopenhauerLiebe Nachwelt! Wenn Ihr nicht gerechter, friedlicher und überhaupt vernünftiger sein werdet, als wir sind bzw. gewesen sind, so soll euch der Teufel holen.
– Albert EinsteinIn dulci jubilo
– Heinrich SeuseAch!, prüft man denn, was man sich wünscht?
– VoltaireDas Einzige, was ich an der Freiheit liebe, ist der Kampf um sie.
– Henrik IbsenMan soll ebensowenig nach den Augen heiraten wie nach den Fingern.
– PlutarchLieber spricht man schlecht von sich als gar nicht.
– François de La RochefoucauldDer edle Mensch kann sich in Momenten vernachlässigen, der vornehme nie.
– Johann Wolfgang von GoetheJeder kommende Frühling, der die Sprösslinge der Pflanzen aus dem Schoße der Erde treibt, gibt mir Erläuterung über das bange Rätsel des Todes und widerlegt meine ängstliche Besorgnis eines ewigen Schlafs.
– Friedrich SchillerWenn jemand im Gespräche sagt: „Ohne Ihnen n a h e t r e t e n zu wollen, selbstverständlich ---“ tritt er einem direkt mitten in die Seele hinein!
– Peter AltenbergMan muß Gott nicht versuchen, aber auch die Menschen nicht.
– Johann Peter HebelEinsam zu speisen macht leicht hart und roh.
– Walter BenjaminEs wird der Diamant // An sich selbst nur erkannt. – – Denken lernst du im Denken, das Wahr’ erkennst du am Wahren. // Liebe nur, wenn du schon liebst, nichts durch die bloße Kritik.
– Ludwig FeuerbachErfahrung ist eine teure Schule, aber Narren wollen anderswo nicht lernen.
– Benjamin FranklinEine rechte Überzeugung aber fängt mit dem Zweifel an.
– Leopold von RankeDie Zeit läßt sich nicht anhalten; es gibt keine weise Umkehr, keinen klugen Verzicht. Nur Träumer glauben an Auswege. Optimismus ist Feigheit. Wir sind in diese Zeit geboren und müssen tapfer den Weg zu Ende gehen, der uns bestimmt ist. Es gibt keinen andern. Auf dem verlorenen Posten ausharren ohne Hoffnung, ohne Rettung, ist Pflicht
– Oswald SpenglerDieses verdammte Bognor.
– Georg V. von EnglandKürze begehr ich, // Und ich verirr in das Dunkel.
– HorazDarum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben.
– Paulus von TarsusVerschiebe nicht auf morgen, was genauso gut auf übermorgen verschoben werden kann.
– Mark TwainIn Frankreich gibt es nichts, das ewig ist. Diese Worte sollten aus dem Wörterbuch der Franzosen gestrichen werden.
– Napoléon III.Der müde Leib findet ein Schlafkissen überall, doch wenn der Geist müde ist, wo soll er ruhen?
– Georg BüchnerEs giebt ja in der ganzen Natur keinen wichtigeren, keinen der Betrachtung würdigeren Gegenstand und wenn ein berühmter Philosoph und Staatsmann der Vorzeit (Cic. de off. I. 42.) den Ackerbau für das würdigste Geschäft eines freien Bürgers erklärt, so muß es auch ein ebenso würdiges Geschäft für ihn sein, sich mit dem Boden bekannt zu machen, ohne welchen kein Ackerbau denkbar.
– Friedrich Albert FallouNicht das Lippenbekentnis, nur das Leben und Handeln adelt und erhebt.
– Clara ZetkinWer gar zuviel bedenkt, wird wenig leisten.
– Friedrich SchillerNun freue ich mich in meinem Leiden, das ich für euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was noch mangelt an Trübsalen in Christo, für seinen Leib, welcher ist die Gemeinde
– Paulus von TarsusMan lebt nur insofern man nach seinen eignen Ideen lebt. Die Grundsätze sind nur Mittel, der Beruf ist Zweck an sich.
– Friedrich SchlegelDas Gesicht ist das Protokoll des Charakters.
– Karl Julius WeberDem Egoism kann nur der Pluralism entgegengesetzt werden, d.i. die Denkungsart: sich nicht als die ganze Welt in seinem Selbst befassend, sondern als einen bloßen Weltbürger zu betrachten und zu verhalten.
– Immanuel KantIn demselben Maße, in dem die Widerwärtigkeit der Arbeit wächst, nimmt daher der Lohn ab.
– Friedrich EngelsNichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen gewesen wäre.
– John LockeDer ernsteste Stoff muss so behandelt werden, dass wir die Fähigkeit behalten, ihn unmittelbar mit dem leichtesten Spiel zu vertauschen.
– Friedrich SchillerAnfangs lieben Kinder ihre Eltern; wenn sie älter werden, halten sie Gericht über sie; manchmal verzeihen sie ihnen.
– Oscar Wilde