Zufällige Zitate
Eine Stunde konzentrierter Arbeit facht die Lebensfreude besser an als ein Monat dumpfen Brütens.
– Benjamin FranklinDer Umgang mit Altersgenossen ist angenehmer, der mit Älteren sicherer.
– Ambrosius von MailandGeschichte handelt fast nur von […] schlechten Menschen, die später gutgesprochen worden sind.
– Friedrich NietzscheIn einem Volk, bei dem viel gearbeitet wird, ist die Arbeit meist schlecht verteilt; dort gibt es mehr Leute, die viel arbeiten, damit die anderen faulenzen können.
– Miguel de UnamunoJeder übermütige Sieger arbeitet an seinem Untergang.
– Jean de La FontaineSo stark ist der Zauber der Musik, und, immer mächtiger werdend, musste er jede Fessel einer andern Kunst zerreißen.
– E. T. A. HoffmannDer Mund betet nicht, sondern ist nur des betenden Herzens Dolmetscher.
– Julius Wilhelm ZincgrefDemut ist keine Tugend, das heißt, sie entspringt nicht der Vernunft.
– Baruch de SpinozaWas muss nicht die eine Hälfte der Menschheit leiden, damit die andere in Wollust leben kann!
– Johann Kaspar RiesbeckDie reiche deutsche Literatur des Mittelalters ist ohne den Einfluß der französischen Troubadoure (die heutige ohne Flaubert und Dostojewski), die englische Literatur ohne die Italiener, die italienische ohne den Einbruch des deutschen Blutes in Italien (Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen: der auch der erste Dichter in italienischer Sprache und vielleicht der Erfinder des Sonetts war), Goethe ohne die Antike nicht vorstellbar.
– KlabundDas Ziel des Rechts ist der Friede, das Mittel dazu der Kampf.
– Rudolf von JheringIch wünschte, ich hätte die Zeit für wenigstens einen weiteren Teller Chili.
– Kit CarsonWenn ich jemanden umgebracht hätte, wäre das für die Presse nicht so spannend gewesen, verstehen Sie? Aber ... Ficken, verstehen Sie, und die jungen Mädchen. Richter wollen junge Mädchen ficken. Geschworene wollen junge Mädchen ficken - alle wollen junge Mädchen ficken!
– Roman PolanskiEs eifre jeder seiner unbestochnen von Vorurteilen freien Liebe nach!
– Gotthold Ephraim LessingEin neuer geistiger Stil ist nur nach einer Revolution möglich, die abgeänderte soziale Tatsachen schafft und andere menschliche Typen hervorbrachte.
– Carl EinsteinEs handelt sich nicht um den Exzeß eines einzelnen Soldaten, es handelt sich um die Befehle der Oberen, die wehrlosen Chinesen zu 60, 70, 100, 150 Mann einige Stunden nach beendigtem Gefecht an die Mauer zu stellen und niederschießen oder mit dem Bajonnett erstechen zu lassen. (Hört! hört! links.) Das ist ein übereinstimmender Thatbestand, der von den verschiedensten Orten in diesen Soldatenbriefen gemeldet wird. Meine Herren, es ist nicht der miles gloriosus, der so schreibt. Wenn man diese Briefe ansieht, findet man umgekehrt, daß die Leute damit gar nicht prahlen (sehr richtig!) sondern Abscheu, Ekel, zum mindesten Mitleid darüber zum Ausdruck bringen (sehr gut! links), daß sie zu solchen Exekutionen kommandirt werden, und je eher je lieber wünschen, wie es in einem Briefe heißt, „daß dieses Schlachten ein Ende haben möchte“. Es handelt sich also gar nicht darum, hier eine Sentimentalität zum Ausdruck zu bringen, ein besonderes Zartgefühl; nein, es handelt sich um die einfache Frage, solche Massenexekutionen gegen Wehrlose zu vermeiden.
– Eugen RichterDie Negers von Afrika kennen von der Natur kein Gefühl, welches über das Läppische stiege.
– Immanuel KantMit den alten Königen und Fürsten von Gottes Gnaden ist es für immer vorbei.
– Friedrich EbertDrei Dinge sind nicht zu ermüden: ein Knabe auf der Gasse, ein Mägdlein am Tanz, ein Priester im Opfer.
– Johann Geiler von KaysersbergMan betrachte z.B. den Koran: dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfniß zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch, sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern. Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus. Viel mag durch die Uebersetzungen verloren gehen; aber ich habe keinen einzigen werthvollen Gedanken darin entdecken können.
– Arthur SchopenhauerIch glaube dreist an die Auferstehung des Individuums.
– Peter RoseggerEinem wissenschaftlichen Schriftsteller kann kaum etwas Unerwünschteres begegnen, als dass ihm nach Vollendung einer Arbeit eine der Grundlagen seines Baues erschüttert wird. In diese Lage wurde ich durch einen Brief des Herrn Bertrand Russell versetzt, als der Druck dieses Bandes sich seinem Ende näherte.
– Gottlob FregeWer mich // Entbehren kann, wird Wahrheit für mich haben.
– Friedrich SchillerDie arme Sünderin auf dem berüchtigten Henkerstuhl lacht zu Weltuntergang
– Friedrich SchillerSoll mein Auge die Farbe sehen, so muss es ledig sein aller Farbe. Sehe ich blaue oder weiße Farbe, so ist das Sehen meines Auges, das die Farbe sieht - ist eben das, was da sieht, dasselbe wie das, was da gesehen wird mit dem Auge. Das Auge, in dem ich Gott sehe, das ist dasselbe Auge, darin mich Gott sieht; mein Auge und Gottes Auge, das ist ein Auge und ein Sehen und ein Erkennen und ein Lieben.
– Eckhart von HochheimDer tiefste Grund unsres Daseins ist individuell, sowohl in Empfindungen als in Gedanken.
– Johann Gottfried HerderDie größte Kunst ist, den Kleinen alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel und Zeitvertreib zu machen.
– John LockeDie Philosophie ist das Mikroskop des Gedankens.
– Victor HugoWenn die Nachtigallen aufhören zu schlagen, fangen die Grillen an zu zirpen.
– Marie von Ebner-EschenbachDer gewöhnliche Kopf ist immer der herrschenden Meinung und der herrschenden Mode konform.
– Georg Christoph LichtenbergDie Freundschafft, die der Wein gemacht, // Würckt wie der Wein, nur eine Nacht.
– Friedrich von LogauKann man auch nur den Gedanken wagen, glücklich zu sein, wenn alles in Elend darnieder liegt?
– Heinrich von KleistSo scherzte er (Goethe) einmal, als von den Engländern und ihrer undeutlichen, sylbenverschluckenden Aussprache die Rede war: sie schienen so hungrig und schwer zu sättigen, daß sie zu den Speisen auch noch Sylben verschlingen müßten, wie die Vögel noch Sand und Steinchen, um der Verdauung nachzuhelfen.
– Friedrich Wilhelm RiemerGanz gewiß hat es auf dieser Welt niemals Hexen und Hexenmeister gegeben; aber ebenso unleugbar haben zu allen Zeiten die Leute an Betrüger geglaubt, die das Talent besaßen, als Zauberer aufzutreten.
– Giacomo CasanovaAlles Denken ist unmoralisch. Sein eigentliches Wesen ist Zerstörung. Wenn Sie über etwas nachdenken, töten Sie es. Nichts überlebt, wenn man darüber nachdenkt.
– Oscar WildeDie Kirche hat einen guten Magen, // Hat ganze Länder aufgefressen // Und doch noch nie sich übergessen.
– Johann Wolfgang von GoetheDie beste Regierungsform für den Künstler ist überhaupt keine Regierung.
– Oscar WildeBrecht das Doppeljoch entzwei! // Brecht die Noth der Sklaverei! // Brecht die Sklaverei der Noth! // Brot ist Freiheit, Freiheit Brot!
– Georg HerweghGott hat uns den Tabak gegeben, um unsere Leidenschaften und unsere Schmerzen einzuschläfern.
– Honoré de Balzac